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Die erste Zeit im neuen Heim

Nun ist Jeany’s Umzug in den neuen Stall schon eine kleine Weile her und wir haben uns schon recht gut eingelebt. Jeany ist zwar nach wie vor eine Diva und möchte bitte unbedingt als erstes von der Weide, könnte ja sein, dass ihr irgendjemand ihr Heu wegschnabuliert… . Und wenn man nicht schnell genug ist, giftet sie ihren Ehemann (ja eigentlich haben die zwei sich lieb) in allerbester Giftzwiebelmanier vom Tor weg. Die Leute sind alle sehr nett, die Anlage ist ein Traum, top gepflegte Böden, tolle Futterqualität und dann erst dieses Gelände… . Wir hatten ja im alten Stall auch einen schönen Wald, allerdings musste man da mit Ponyschritten gute zwanzig bis dreißig Minuten hineiern, über Straßen und zwischen unheimliche Felder hindurch, wo oft große Maschinen ihr Unwesen trieben. Zuletzt hatten die Bauern unsere Stammrunde umgepflügt, sodass wir entweder auf die Straße oder einen fiesen Schotterweg ausweichen mussten. Ich bin ehrlich, dass hat keinen Spaß mehr gemacht. Umso größer war meine Vorfreude, auf die ersten Ausritte in der neuen Umgebung. Ich liiiebe es neue Wege zu erkunden, vor allem wenn es so schöne sind. Habe allerdings auch schnell gemerkt, dass man diese Erkundungstouren besser in die Morgenstunden verschieben sollte, es wird irgendwie echt schnell dunkel :-O

Relativ am Anfang habe ich meine Freundin geschnappt und wir sind mit Cassy, meinem Hund, als Begleitung zu unserer ersten gemeinsamen Runde aufgebrochen. Ein weiterer kleiner Vorteil, unsere Ponys teilen sich eine Wiese, kennen sich und verstehen sich inzwischen auch schon sehr gut. So machen die Ausritte also auch den Ponys doppelt so viel Spaß, wenn sie in bekannter Gesellschaft die Welt erkunden können.

hd6Beim Putzen kontrollierte ich natürlich zuerst die empfindliche Stelle am Hals, aber davon war nichts mehr über. Vielleicht war das laute Knacken bei der Dehnübung schon der Schlüssel zum Erfolg. Ich werde das definitiv weiter beobachten und im Auge behalten. Uns konnte also nun nichts mehr aufhalten, so dass wir voller Vorfreude sattelten und aufstiegen. Die Zuwegung zum Wald ist aus ganz feinem Kies, eingebettet in eine kleine Allee und somit ganz toll zu bereiten. Nach guten 5 Minuten erreichten wir dann auch schon den Wald und konnten unsere Seele baumeln lassen. Die Reitwege waren phasenweise wirklich sehr schön, an anderen Stellen musste man allerdings ordentlich aufpassen, da hatten Trecker ordentliche, sumpfige Stellen hinterlassen. Jaja, weil wir bösen Reiter es ja sind, die mit unseren wilden, wilden Pferden die Böden kaputt machen… .

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Nach einer guten halben Stunden erreichten wir eine wundervolle Heidelandschaft und mein Herz machte Purzelbäume. Es war schon immer mal ein Traum von mir gewesen, mit meinem Pony die wunderschöne Heide zu bereiten und die endlosen Sandwege zu nutzen. Da konnte ich es mir auch nicht nehmen lassen, ein kurzes Stück am langen Zügel zu traben. Jeany wollte gern noch mehr, aber man muss es ja nicht am Anfang schon übertreiben. An die Jogger und Radfahrer auf den parallel Wegen muss Jeany sich allerdings erst noch gewöhnen. Vor allem wenn sie in der Ferne zu sehen waren, fand sie es dann doch sehr sonderbar und musste mit groooßen Augen gucken und überlegen, was da wohl am Horizont so lang rannte 😀

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Auf dem Rückweg bauten wir auch einen schönen Galopp ein. Dieses Pony ist einfach der Wahnsinn, 5 Monate nahezu Pause, fremdes Gelände, quasi fremde Begleitung und sie ist die Coolness in Pony… . Das sind dann die Momente wo ich es wirklich unendlich doll bedauere, dass sie nie mehr voll belastbar sein wird, sie tut einfach alles für mich.

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Auch die vielen weiteren Ritte waren allesamt toll, es wird vermutlich noch eine gefühlte Ewigkeit dauern, bis ich mir einige Strecken merken kann (Ich bin ein Künstler im Verreiten), aber im schlechtesten Fall dreht man einfach wieder um. Schlecht ist es nur, wenn es bereits anfängt zu dämmern und man nicht mehr weiß, wie man aus dem Wald rauskommt und nur noch ein Umdrehen bleibt… Wenigstens weiß ich nach dieser Nummer nun, dass Jeany auch bei Dunkelheit cool bleibt 😀

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Wir haben zwei sehr tolle Reithallen auf dem Hof und einen riiiesigen, tollen Dressurplatz. Ich muss zugeben, dass ich bisher nur ein einziges Mal in der Halle war und das ist auch schon fast einen Monat her. Jeany tickerte leider und irgendwie hat mir das einen ziemlich Dämpfer verpasst. Aber wir werden nun frohen Mutes in den Herbst und in den Winter starten und ihr werdet auf jedenfall auf dem Laufenden bleiben. Es steht nämlich noch ein Herbstshooting aus 🙂 Bis bald!

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Kategorie: Allgemein, Jeany, Tagebücher

von

29 Jahre, Kommunikationsdesignerin Schwerpunkt Editorial und Fotografie, Frischluftfanatiker, am liebsten in Begleitung ihrer Fellnasen.

2 Kommentare

  1. Sandra sagt

    Das ist ja vielleicht ein schönes Gelände 🙂 Toll! Hast du die beiden jetzt getrennt stehen, oder ist Wayana auch umgezogen?

    • Carina sagt

      Ja, das Gelände ist einfach nur traumhaft! Wayana ist auch umgezogen und steht quasi gegenüber im Offenstall. Die beiden haben zwar keinen Kontakt mehr, aber für mich ist es so die einfachste Lösung.

Wir freuen uns immer über eure Kommentare :-)