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Die ersten Untersuchungen – Der Mai mit Emmi

Kalenderwoche 22 – Emmis Mai

Hamburg, Sommer pur, 23-26°C und erstaunlich wenig Wolken!

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Die negative Tupferprobe! Wer meine letzten Beiträge gelesen hat, hat mitbekommen, dass Emmi nächstes Jahr ein Fohlen bekommen soll. Unser Monat Mai war also geprägt von der Babyplanung. Angefangen haben wir mit einem Ultraschall und einer Tupferprobe, um zu gucken, ob Emmi überhaupt gesund ist. Ich wollte gern einmal vorab Ultraschall machen, um zu kontrollieren, ob sie Zysten hat. Die können nämlich ansonsten später mit der Frucht verwechselt werden, so wurde es mir zumindest erklärt.

Bei unserem ersten Termin war Emmi rossig, so konnte man auf dem Ultraschall nicht so viel sehen bezüglich eventueller Zysten, dafür aber die Tupferprobe nehmen. Wir haben die Tupferprobe an einem Samstag genommen, am Montag sollte mir Bescheid gesagt werden. Ich saß also Montag etwas auf heißen Kohlen, weil ich natürlich wissen wollte, ob alles in Ordnung ist. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und in der Klinik angerufen. Meine behandelnde Tierärztin war jedoch gar nicht mehr im Haus. Die Tierärztin, die ich am Telefon hatte, wollte kurz nach dem Ergebnis gucken und mich zurückrufen. Es vergingen zehn Minuten, fünfzehn Minuten, eine halbe Stunde, eine ganze Stunde… Ich hatte ernsthaft gedacht, ich würde ein entspannter Stutenbesitzer werden, aber Pustekuchen. Schon bei so einer Kleinigkeit wie der Tupferprobe war ich total aufgeregt. Wieso dauert das so lange?? Da muss ja etwas ganz Kompliziertes rausgekommen sein? Nach ca. 1,5 Stunden kam dann der erlösende Anruf – die Probe war negativ! Puuuh. Ein paar Tage später haben wir dann noch einen Termin zum Ultraschall gemacht und glücklicherweise waren auch keine Zysten zu sehen. Juhu, jetzt musste also nur noch die nächste Rosse kommen und dann könnte es losgehen! Wäre da nicht noch das klitzekleine Problem der Hengstwahl… Aber darüber schreibe ich in den nächsten Tagen noch einen separaten Beitrag!

 

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Wir haben seit Anfang März verschiedene Infekte bei uns im Stall, unter anderem Druse. Seitdem herrscht also Ausgangssperre, keine Turniere, kein Ausreiten und die Weiden wurden ebenfalls nicht geöffnet. An sich ist das Ganze nicht so schlimm, da Druse nicht lebensbedrohlich ist und viele Pferde nur eine leichte Form der Krankheit hatten. Allerdings es extrem ansteckend und mittlerweile waren ca. 90% aller Pferde krank. Für die Babyplanung ist das natürlich alles andere als gut, denn ein krankes Pferd kann man nicht besamen und auch nach der Besamung ist es äußerst wichtig, dass die Stute gesund bleibt. Ich hatte also überlegt, mit der ganzen Durchführung noch abzuwarten, aber angesichts der langen Zeit, die sich so eine Infektion hinziehen kann (wir haben ca. 120 Pferde auf der Anlage), hätte das auch keinen Sinn gemacht. Bisher ist Emmi als eins der letzten Pferde noch völlig gesund geblieben, aber eine restliche Angst bleibt bestehen, dass sie sich vielleicht doch noch ansteckt.

Der zweite negative Aspekt an der Geschichte ist, dass Emmi den Stall natürlich erst verlassen kann, wenn die Infektion durch ist und mehrere Wochen kein neues Pferd mehr erkrankt ist. Ursprünglich wollte ich Emmi so schnell wie möglich in einen Aufzuchtstall bringen, damit sie dort besamt werden kann. Das würde mir eine Menge Aufwand ersparen, aber das Risiko ist momentan noch zu groß, dass sie dort etwas einschleppt und das Risiko möchte ich natürlich auf keinen Fall eingehen.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Ich reite zwangsläufig wieder mehr und es macht mir sogar richtig Spaß! Leider dürfen wir wie gesagt nicht ausreiten, aber ich bin jetzt mehrere Male gesprungen und habe meine Liebe zum Springen wiederentdeckt. Lustigerweise komme ich mit dem Springsattel auch viel besser zurecht als mit dem Dressursattel, sodass ich nur noch damit reite. Emmi ist außerdem wahnsinnig süß und motiviert beim Springen. Man merkt einfach, dass sie Spaß daran hat und das ist sowieso das schönste Gefühl.

Wenn Emmi noch etwas sagen könnte:

Wieso kommt diese komische Frau mit dem Ultraschallgerät ständig vorbei? Ich bin doch gar nicht krank!?

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