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Emmis Juni – Alles außer Trächtigkeit

Kalenderwoche 26 – Emmis Juni

Wie immer sehr wechselhaft, von Hagel (!) bis Gewitter über 28 Grad und strahlenden Sonnenschein.

Ich werde euch in diesem Monatsupdate über all die Dinge berichten, die nicht unmittelbar mit unserer Babyplanung zu tun haben. Darüber kommt nämlich in den nächsten Tagen noch mal gesondert ein Bericht 🙂

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Emmi steht das erste Mal in ihrem Leben 24 Stunden auf der Weide und ich freue mich so sehr darüber! Der Weg dahin war allerdings ziemlich mühsam… Unsere Tag und Nacht Weide liegt etwas weiter entfernt vom Stall und für diese Weide wird kein Rein-Raus-Service angeboten. Ergibt ja auch Sinn, die Pferde stehen schließlich immer draußen. Allerdings ist Emmi ja leider kein „ganz normales Pferd“, sondern – wie ihr wisst – sehr kolikanfällig. Daher bin ich beim Anweiden jedes Jahr wieder extrem vorsichtig. Angefangen haben wir also mit 5 Minuten grasen gehen, dann 10 Minuten, dann 15 und so weiter und so fort. Bis wir am Ende bei 1,5 Stunden grasen gehen an der Hand waren und die Weiden endlich auf gemacht wurden. Natürlich konnte ich Emmi trotzdem nicht direkt Tag und Nacht draußen lassen, sondern habe es weiter langsam gesteigert. Da ich zu weit vom Stall weg wohne, um 2x täglich hinzufahren, musste ich mir also jeden Tag jemanden suchen, der mich mit einem Weg zur Weide unterstützt. Ich konnte mich zum Glück größtenteils mit einer lieben Miteinstellerin abwechseln, die ihr Pferd ebenfalls etwas langsamer an die Weidezeit gewöhnen wollte. Trotzdem war es ein ziemlicher Aufwand und ich finde es ganz furchtbar, ständig andere Leute um Gefallen bitten zu müssen. Ich wollte die Zeit des Anweidens aber auch nicht verkürzen, da Emmi ziemlich aufgegast auf die Umstellung reagierte und ich mir Sorgen gemacht habe, dass sie eine Gaskolik bekommen könnte.

Nach drei Wochen auf der Weide habe ich mich dann letztes Wochenende endlich getraut, Emmi ganz draußen zu lassen und es ist zum Glück alles gut gegangen! Ich bin total erleichtert und freue mich sehr für sie, dass sie jetzt ihr Pferdeleben in einer kleinen Herde so richtig genießen kann.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Genau wie letzten Monat um die Druseerkrankung bei uns im Stall. Während der restliche Stall schon etwas länger damit durch war, wanderte die Krankheit bei uns in der Stallgasse noch langsam von Box zu Box. Wegen Emmis möglicher Trächtigkeit hat mir das extreme Bauchschmerzen bereitet. Druse führt nicht nur zu hohem Fieber und Abgeschlagenheit, sondern kann auch einen Abort auslösen. Optimistisch wie ich bin (nicht!) sah ich uns also das Fohlen schon verlieren, bevor ich überhaupt wusste, ob es existiert. Emmi war bis zuletzt eins der ganz wenigen Pferde, das während der ganzen Zeit kein einziges Symptom hatte. Kein Fieber, keine dicken Lymphknoten, keinen schleimigen Ausfluss. Glücklicherweise sollte es auch tatsächlich so bleiben. Ich hatte es kaum zu hoffen gewagt, aber Emmi ist einfach gesund geblieben. Mittlerweile sind alle Pferde wieder fit, die Inkubationszeit ist abgelaufen und wir dürfen den Hof wieder verlassen. Mir ist ein riesiger Stein vom Herzen gefallen, dass diese Bedrohung endlich verschwunden ist.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Der erste Ausritt nach Aufhebung der Ausgangssperre! Es war soo schön, endlich wieder entspannt durch den Wald streifen zu können und mal wieder frisch und fröhlich geradeaus zu galoppieren. Wir haben zwar einen eigenen kleinen Reitweg, den wir auch während der Ausgangssperre nutzen konnten, aber das ist einfach nicht das selbe wie im wunderschönen Klövensteen auszureiten.

Wenn Emmi noch etwas sagen könnte:

Warum machst du dir eigentlich ständig nur Sorgen um mich? Ich bin sowas von fit und das Gras schmeckt einfach nur super, wieso sollte das denn bitte schaden?

Wir freuen uns immer über eure Kommentare :-)