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Emmi ist tragend!

ENDLICH kann ich euch erzählen, wie es nach Emmis Besamung weiterging und was die Ultraschallkontrolle ergeben hat. Ich berichte am besten einmal von vorne, was seit der Besamung alles so passiert ist. Ich konnte bei der Besamung leider nicht dabei sein, weil ich arbeiten musste, sodass ich Emmi erst am nächsten Tag wieder gesehen habe. Ich habe sie natürlich kritisch beäugt und mein Gefühl sagte mir: Sie ist tragend! Fröhlich schrieb ich also meinen Freunden, dass Emmi schwanger aussehen würde und ich ein gutes Gefühl hätte. Erwartungsgemäß nahm mich natürlich niemand ernst, aber das war mir erstmal egal.

Pünktlich 18 Tage später hatten wir dann unseren ersten Kontrolltermin. Einige Tierärzte kontrollieren auch erst nach 21 Tagen. Der Vorteil, wenn man früher nachguckt, liegt darin, dass die Stute, wenn sie nicht aufgenommen hat, schon wieder rossig sein könnte. Dann kann man sofort noch einmal besamen und geht nicht das Risiko ein, die Rosse zu verpassen. Die 18 Tage vergingen wirklich wahnsinnig langsam und ich war so froh, als es endlich so weit war. Am Tag vorher bat meine Tierärztin mich, ob wir den Termin vielleicht schon etwas früher machen könnten als geplant. Sie würde gerne gegen 7:30 kommen. An einem Samstag wohl gemerkt. Aber gut, mir war alles egal, hauptsache ich würde endlich erfahren, ob es geklappt hat. Am Samstag fuhr ich also (ausnahmsweise mal) pünktlich um 7 Uhr zuhause los. Das mag komisch klingen, aber ich war SO AUFGEREGT. Ich habe mich gefühlt, als müsste ich gleich ein M-Springen reiten oder etwas ähnlich furchtbares. Als die Tierärztin dann endlich da war, ging alles ganz schnell. Der Ultraschall bestätigte mein Gefühl – Emmi war tatsächlich tragend! Und das direkt beim ersten Versuch, obwohl sie noch nie ein Fohlen hatte. Ich hatte zwar gehofft, dass es so kommt, aber ich wusste natürlich, dass es nicht besonders wahrscheinlich war, dass sie so schnell aufnimmt. Ihr könnt euch sicher vorstellen, wie sehr ich mich gefreut habe. Ich habe sofort ca. 20 Whatsapp-Nachrichten mit diesem Foto hier verschickt 😀

Ultraschall an Tag 18

Bei tragenden Stuten ist nach der Untersuchung vor der Untersuchung, sodass zehn Tage später bereits die nächste Untersuchung anstand. Man kontrolliert an Tag 28-30 ein zweites Mal, da die Resorptionsrate im ersten Monat besonders hoch ist. Auch diesen Ultraschall haben wir schon hinter uns. Einige Tage vorher bekam ich ziemliche Panik, weil Emmi nach dem Pischen blitzte wie verrückt. Ich dachte, sie hätte bestimmt resorbiert und wäre nun wieder rossig. Eine kurze Nachfrage bei meiner Tierärztin ergab, dass viele Stuten nach dem Urin lassen das Blitzen zeigen, unabhängig davon, ob sie rossig sind. Upsi, also wohl mal wieder umsonst Panik geschoben. Ist ja nicht so als hätte ich das wissen können, ich habe Emmi immerhin erst seit neun Jahren… Bei dem Kontrolltermin konnte ich dann leider wieder nicht dabei sein. Zum Glück ist Emmi so brav, dass man sie einfach anbinden und untersuchen kann. Normalerweise untersucht meine Tierärztin alleine keine Stuten, aber sie stellte fest, dass Emmi auch angebunden steht „wie eine deutsche Eiche“, wie sie so schön sagte. Daher war es zum Glück nicht allzu schlimm, dass ich nicht dabei war. Umso erleicherter war ich dann, als sie nach der Untersuchung anrief – Alles in Ordnung, jippie 🙂

Ultraschall Tag 28 – Man sieht die Frucht in der Fruchthöhle

In den nächsten Tagen werden wir sie erneut untersuchen und noch einmal gucken werden, wie es aktuell aussieht. Ansonsten entspannt Emmi jetzt seit einem Monat auf der Weide und scheint sich dort sehr wohl zu fühlen. Ich besuche sie alle zwei bis drei Tage, füttere ihr noch etwas dazu und sprühe sie auch ab und an mit Bremsenspray ein. Ab und an wird Emmi noch eine entspannte Runde in den Wald geritten, ich selbst saß allerdings selbst schon einige Wochen nicht mehr auf ihr und beschränke mich lieber aufs Kuscheln. Am 1. August zieht sie dann schon in den Aufzuchtstall um, wo sie auch das Fohlen bekommen soll. Dort sind die Weiden noch größer und schöner und die Pferde können auch im Winter 24 Stunden draußen sein. Außerdem gibt es dort weniger Bremsen und Viehzeug als in meinem jetzigen Stall, der direkt am Wald liegt. Ich freue mich schon sehr auf den Umzug und hoffe, dass Emmi sich dort wohl fühlen wird.

Was bei uns sonst so los war in den letzten Wochen, erfahrt ihr dann nächste Woche in unserem Monatsbericht. Das würde sonst hier den Rahmen sprengen, denn leider musste ich mir (mal wieder) sehr großen Sorgen um Emmi machen. Das ist auch der Grund, wieso ich euch erst jetzt mit etwas Verzug von der Trächtigkeit berichte. Ab jetzt werde ich euch aber wieder ganz aktuell berichten und durch unsere Hochs und Tiefs live mitnehmen! Außerdem wollte ich in einem Beitrag einmal auflisten, was so eine Trächtigkeit in den ersten 100 Tagen ungefähr kostet, da ich denke, dass das für einige von euch vielleicht interessant sein könnte. Wenn es ansonsten noch irgendetwas gibt, was euch zum Thema Fohlen interessiert, lasst mir doch gerne einen Kommentar hier.

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