Püppi, Tagebücher
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Rückenschmerzen beim Reiten – Meine Erfahrungen mit Osteopathie – Teil II

Wenn ihr Püppis Tagebuch und unsere Monatsberichte verfolgt, habt ihr schon darüber gelesen, dass ich seit der Geburt meines Sohnes Ende Juni mit Rückenschmerzen beim Reiten zu kämpfen habe. Ich hatte mein Leben lang bisher keinerlei Probleme mit dem Rücken und weiß das eigentlich jetzt erst zu schätzen… Denn Rückenschmerzen sind wirklich wahnsinnig unangenehm.

Ende September habe ich euch HIER berichtet, wie ich meine Rückenschmerzen durch eine osteopathische Behandlung in den Griff bekommen hatte. Nachdem ich danach zweimal schmerzfrei geritten bin, war ich super zufrieden, und dachte, dass die Schmerzen nun endgültig vorbei seien. Beim dritten Mal Reiten hatte ich dann das erste Mal wieder Unterricht und hab wieder mehr ausgesessen und auch viel galoppiert. Am Ende vor der letzten Trabverstärkung merkte ich plötzlich, dass der Schmerz schlagartig wieder da war. Ich habe zwar sofort aufgehört und den Rücken die folgenden Tage geschont, aber der Schmerz war wieder da. Also habe ich für Ende September wieder einen Termin bei der Osteopathie gemacht. Diesmal war ich urlaubsbedingt bei einer anderen Ärztin. Sie bestätigte mir was ich eigentlich schon wusste: Die Blockaden in der Brustwirbelsäule waren wieder da, außerdem auch Blockaden und Verspannungen in der Halswirbelsäule. Dieses Mal wurden die Blockaden etwas anders gelöst, mit einer Kombination aus Hand auflegen und einem gezielten Druck auf die betroffenen Wirbel, während ich auf dem Bauch lag. Das war sehr unangenehm, aber zum Glück nur ein kurzer Schmerz. Dann schlug sie vor, die Schultern noch zu tapen. Ich wurde noch nie getaped, aber war natürlich offen dafür. Die Tapes ließ ich dann eine Woche lang drauf. Ich merkte sofort nach der Behandlung, dass der Schmerz wieder weg war. Dieses Mal war ich aber vorsichtiger beim Reiten. Ich hatte schließlich keine Lust, ständig zum Osteopathen zu laufen, weil ich mir durchs Reiten neue Blockaden hole. Also ritt ich nur 1-2 Mal die Woche, trabte überwiegend leicht, galoppierte etwas und auch da viel im leichten Sitz und versuchte bewusst, meine Schultern entspannt zu halten. Ehrlich gesagt machte mir das Reiten so nicht wirklich Spaß. Es ist irgendwie frustrierend, wenn man reitet aber doch nicht „wirklich“ reiten kann. Vor einer Woche hat Theresa dann neue Reitfotos von Püppi und mir gemacht und als ich mich nur aufs Reiten und die Linien und die Fotos konzentrierte, vergaß ich das erste Mal beim Reiten wieder meinen Rücken und merkte erst hinterher, dass ich meinen Rücken normal belastet hatte und trotzdem keine Schmerzen wiederkamen. Seitdem reite ich wieder normal und alles ist gut!

Abschließend kann ich also sagen, dass ich super zufrieden bin mit der osteopathischen Behandlung, sie hat mir beide Male die Schmerzen sofort genommen. Auch die Tapes haben sicherlich ihren Beitrag geleistet und in Kombination mit langsamen Aufbau kann ich nun wohl endlich behaupten, dass ich die Schmerzen nun endgültig in den Griff bekommen habe und endlich wieder richtig reiten kann.

Habt ihr oder eure Pferde auch schon osteopathische Behandlungen bekommen und welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?

3 Kommentare

  1. Lisaaa sagt

    Ich selbst war noch nicht bei einem osteopathen aber mein Pferd. Er hat starke Probleme mit der Hinterhand und die Behandlungen helfen wirklich total gut. Allerdings ist es so dass die muskeln sich erst umbauen müssen und solange muss regelmäßig behandelt werden. Das ist natürlich nicht ganz günstig für den Geldbeutel, aber meinem pferd tut es wirklich gut und mir dann natürlich auch. 😉

  2. Anne Harpaintner sagt

    Liebe Anna,
    ich kann dir ganz genau sagen, woher deine Rückenschmerzen kommen, und zwar nicht vom Reiten! Es sind die unergonischen „Mami-Arbeiten“, die wir in den ersten 3 Jahren vermutlich mindestens 16 Stunden am Tag pausenlos erledigen. Nämlich: Kind zum Trinken im Arm halten, mehrere Kilo schweres Kind, vermutlich strampelnd, viele Male am Tag aufheben und herumtragen ( meine 3jährige hat jetzt 15kg=1 voller Wasserkasten), den Kinderwagen mit steif nach vorne gestreckten Armen durch die Gegend schieben inklusive Kind, Kinderzeug und Einkäufen, Maxi cosi herumwuchten, Kind in den Autositz reinquetschen oder rauszerren etc.
    Meistens eben mit hochgezogenen Schultern und festgezurrter Brustmuskulatur, weil man schon sowieso viel zu erschöpft ist für das alles. Ergebnis: erst fiese Schmerzen im Schulternackenbereich, dann als zweites krasse Schulterschmerzen, dann als drittes taube Hände, weil die Brustmuskulatur den Nerv unter dem Schlüsselbein einklemmt. Meiner Tagesmutter wollten sie schon am Handgelenk rumschnippeln, bevor ich sie zum Osteopathen geschickt habe (mit Erfolg). Leider ist eine wöchentliche Stunde beim Osteopathen nur die kleinste Hilfe. Du musst im Alltag auf deine Haltung achten und nach Belastung die Brustmuskulatur dehnen, z.B. zwischen den Schulterblättern eine imaginäre Nuss knacken, auf den Rücken legen und ein zusammengerolltes Handtuch längs unter deine Wirbelsäule packen, dann Arme zur Seite usw.
    Das sich der Rücken beim Reiten meldet, ist nur ein Zeichen dafür, dass die Muskeln wieder mehr durchblutet werden und sozusagen aus ihrem „Trauma“ erwachen…

    Viel Erfolg weiterhin beim Bloggen und Training!

    Liebe Grüße von Anne (37, Mama von einer 3jährigen Tochter, und Reiterin einer 9jährigen P.R.E.-Stute)

  3. Ich selbst stehe der Osteopathie beim Menschen etwas kritisch gegenüber. Bestimmt gibt es auch Osteopathen, die wissen was sie tun, aber oft sehe ich im Krankenhaus Leute, die Dissektionen der hirnversorgenden Gefäße haben (und in dieser Folge oftmals Schlaganfälle), alleine durch das „Einrenken“ des Genicks beim Osteopathen. Daher: Massieren und Akupressur Ja; Einrenken definitiv Nein…

Wir freuen uns immer über eure Kommentare :-)