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Ein großer Schritt!

Ich hatte bereits letzte Woche bei Instagram und Facebook angekündigt, dass Horse Diaries eine große Veränderung bevorsteht. Die wohl größte Veränderung seit unserer Gründung 2014. Jetzt ist es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen. Das Teamprojekt Horsediaries, so wie ihr es bisher kennt, wird es nicht mehr geben. Nach vier gemeinsamen Jahren trennen wir uns und ich bin ab sofort offiziell die alleinige Inhaberin von Horse Diaries.

Wie es dazu gekommen ist? Wie ihr wisst, war ich drei Monate lang in New York, ganz alleine und ganz weit weg von zuhause. Der Abstand hat mir unglaublich gut getan. Nach einer langen stressigen Phase hatte ich das erste Mal Zeit, durchzuatmen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was ich mit meinem Leben anfangen möchte und was die nächsten Schritte dafür sind. Es hat lange gedauert, bis ich es mir eingestanden habe, aber die Wahrheit ist: Mir macht momentan nichts so viel Spaß wie dieser Blog. Ich liebe es, zu schreiben und meinen Gedanken dabei freien Lauf zu lassen. Ich habe acht Jahre juristische Ausbildung hinter mir und das wichtigste, was ich dabei gelernt habe, ist die strukturierte Herangehensweise an Probleme und eine sehr systematische Art zu denken und zu arbeiten. Mir macht die juristische Arbeitsweise Spaß, ich bin gut darin und ich sehe mich auch in einem juristischen Beruf. Trotzdem habe ich das Bedürfnis, mich kreativ auszuleben. Ein eigener Blog bedeutet maximale Gestaltungsfreiheit, kreatives Arbeiten und der ständige Dialog mit Lesern, die einem direktes Feedback geben. Wie viel Freude mir das macht, wurde mir erst so richtig klar, als ich ganz alleine mitten New York saß, in einem Büro, weit weg von Pferden und dem Bloggen. Dort habe ich im Januar den Entschluss gefasst, dass ich gern einen eigenen Blog starten würde. Um mir etwas eigenes aufzubauen, um einen besseren Kontakt zu den Lesern zu haben und noch persönlicher berichten zu können. Es war zwar einerseits schön, sich zu viert einen Account bei Instagram und Facebook zu teilen. Andererseits blieb dadurch der persönliche Kontakt ein bisschen auf der Strecke. Schließlich wussten die Follower, die uns eine private Nachricht geschrieben oder kommentiert haben, nie so ganz genau, wer ihnen da eigentlich gerade antwortet. Da mich das schon länger gestört hat und ich mir einen persönlicheren Kontakt zu den Lesern und Followern gewünscht habe, habe ich beschlossen, dass ich gerne eine eigene Imstagramseite und einen eigenen Blog hätte. Ich habe wochenlang gegrübelt, wie ich das den anderen Mädels am besten sage und wie sie es wohl aufnehmen würden.

Als ich mich dann – noch immer in New York – endlich dazu durchgerungen hatte, ihnen von meinem Plan zu erzählen, war ich total überrascht: Sie waren nicht etwa sauer oder beleidigt oder fühlten sich von mir hintergangen – ganz im Gegenteil. Sie baten mir tatsächlich an, ohne dass ich es je gewagt hätte, danach zu fragen, unseren gemeinsamen Blog zu übernehmen. Ich war erstmal ziemlich überwältigt und erbat mir Bedenkzeit. Horse Diaries zu übernehmen fühlte sich im ersten Moment an, als würde ich den anderen etwas wegnehmen. Wir haben uns diesen Blog in all den Jahren gemeinsam aufgebaut, unsere Community erschaffen und sind darüber als Team zusammengewachsen. Allerdings hatte ich schon lange das Gefühl, dass ich ein kleines bisschen mehr an dem Projekt hing als die anderen es taten. Während es für den Rest der Mädels ein nettes Hobby nebenbei war, habe ich in dem Blog schon immer mehr gesehen. Horse Diaries zu übernehmen war also eigentlich die Chance, von der ich immer geträumt hatte. Je länger ich darüber nachdachte, umso mehr reifte mein Entschluss, das Angebot anzunehmen. Auch an dieser Stelle noch mal ein riesiges Dankeschön an die Mädels – Freunde wie euch zu haben, die sich gegenseitig bei der Verwirklichung ihrer Träume unterstützen, ist unglaublich wertvoll.

Hier sitze ich nun, vor meinem eigenen Blog und bin plötzlich auf mich allein gestellt. Ganz so dramatisch ist es zum Glück nicht – Theresa wird weiterhin Teil des Teams bleiben. Sie wird den Großteil der Fotos für mich machen und auch das Tagebuch des Zausels bleibt euch erhalten. Über beides bin ich wahnsinnig froh. Es gibt keinen Fotografen, mit dem ich lieber zusammenarbeiten würde. Da wir uns schon so lange kennen ist die Atmosphäre beim Fotografieren total entspannt und wir haben jedes Mal riesigen Spaß. Ich liebe ihre Fotos, weil sie es jedes Mal wieder schafft, die Stimmung authentisch darzustellen. Und obwohl die Fotos vielseitig sind, tragen sie immer ihre Handschrift.

Anna und Carina werden sich aus dem Blog komplett zurückziehen. Bei Carina hat sich schon lange abgezeichnet, dass sie neben ihrem Alltag mit drei Hunden, zwei Pferden und einem sehr verantwortungsvollen Job weder zum Reiten, geschweigedenn zum Bloggen kommt. Sie berichtet jedoch fleißig auf Instagram über ihre Hunde und postet viele wunderschöne Bilder (http://www.instagram.com/pawsandpixel). Anna hatte ebenfalls mehr Spaß an Instagram als am Bloggen und hat nun eine eigene Instagramseite erstellt, auf der sie regelmäßige Fotos und Berichte von Püppi posten wird (http://www.instagram.com/pueppi_tanzt). Theresa hat ebenfalls eine Instagramseite für den Zausel und Sam eingerichtet (http://www.instagram.com/zauselundseinefrau).

Was wird sich auf dem Blog ändern? Sicherlich einiges. Daran werde ich in den nächsten Wochen arbeiten und Stück für Stück meine Vorstellungen umsetzen. Aber keine Angst, ihr werdet auch in Zukunft nicht lediglich mein persönliches Geschwafel lesen müssen! Mein Ziel ist, den Charakter des Online Magazins nicht nur zu erhalten, sondern weiter ausbauen. Es wird also weiterhin interessante Gastbeiträge geben, außerdem Interviews mit anderen Bloggern, Tierärzten und Fachleuten. Da ich ab jetzt mehr Zeit ins Schreiben investieren möchte, wird es auch den ein oder anderen umfassend recherchierten Fachartikel geben. Was den Inhalt des Blogs angeht, freue ich mich im Übrigens sehr über eure Anregungen und Ideen. Horse Diaries soll kein Medium zur Selbstdarstellung werden, sondern Plattform einer Community bleiben, auf der jeder Leser etwas für sich mitnehmen kann.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen, wie sehr ich mich auf diesen neuen Abschnitt freue. Nicht nur für Horse Diaries, sondern auch für mich, ist das ein großer Schritt. Ich bin wahnsinnig aufgeregt und hoffe natürlich, dass ihr mir als treue Leser erhalten bleibt und mich auf meinem Weg unterstützt. Denn der Austausch mit euch ist meine größte Motivation!

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von

27 Jahre, lebt zusammen mit Emmi und ihrem Fohlen Fürstino in Hamburg und berichtet auf HorseDiaries über die Höhen & Tiefen im Leben eines Pferdebesitzers.

4 Kommentare

  1. Simon L. sagt

    Ich finde deine Entscheidung super und freue mich riesig für dich. Ich verfolge auch seit 2015 und möchte diesen Blog nicht mehr missen. Viel Glück für die Zukunft. Ich bin sehr gespannt auf deine Idee☺️😍

  2. Britta sagt

    Ich freue mich auch weiterhin auf tolle Beiträge hier 🙂 Die viel Glück beim Blog und den anderen Mädels natürlich ebenfalls. Es ist toll, dass eure Freundschaft das möglich macht.

    LG

Wir freuen uns immer über eure Kommentare :-)