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Unser Umzug zurück in den Reitstall

Am Samstag war es endlich so weit – Emmi ist umgezogen!

Die Vorbereitung für den großen Umzug ging schon einige Tage vorher los. Da ich im Aufzuchtstall natürlich keinen Schrank oder ähnliches hatte, waren Emmis Sachen größtenteils bei mir auf dem Dachboden und zwar ziemlich weit unten :D. Wir haben die Gelegenheit genutzt, den Dachboden auszumisten und ich habe im Wohnzimmer einen Emmi Haufen errichtet, auf den ich alles gelegt habe, was ich zum Reiten dann wieder brauchen würde. Beim Schabracken, Decken und Gebisse sortieren stieg meine Vorfreude schon mal sehr! Außerdem musste ich noch den Anhänger holen, da der aus Platzmangel nicht hier in Hamburg steht, sondern bei meiner Familie auf dem Land.

Samstag morgen konnte es dann endlich los gehen! Der Tag fing erstmal nicht so gut an, meine Freundin, die sich bereit erklärt hatte mitzukommen, war leider krank geworden und konnte daher nicht mitfahren. Mein Freund hat mich dann netterweise begleitet, sodass ich nicht ganz alleine fahren musste. Darüber war ich sehr dankbar, denn meine letzte Fahrt mit Pferd war immerhin knapp 1,5 Jahre her. Nach einer etwas wirren Hinfahrt, bei der ich wegen Staus insgesamt drei Mal über die Elbe gefahren bin, waren wir nach einer guten Stunde bei Emmi an der Weide angekommen. Wir sind mit Heunetz, Halfter und Bandagen bewaffnet auf die Weide gestapft und alle Pferde glotzten uns komplett erstaunt an. Ich habe etwas gebraucht, bis ich verstanden habe, warum… Sie hatten ernsthaft Angst vor dem Heunetz! Selbst Emmi guckte es mit großen Augen an, obwohl sie Jahre ihres Lebens nur aus Heunetzen gefressen hat. Aber gut, das kann man in einem Jahr Wildnis natürlich schon mal vergessen.

Emmi kam ganz brav mit uns zum Tor, ließ sich bandagieren und marschierte dann relativ unaufgeregt mit Strick über den Hals auf den Anhänger. Als wir die Klappe hoch gemacht haben, schien sie jedoch zu realisieren, dass hier irgendetwas gerade gewaltig schief läuft und fing an, ein bisschen Terz zu machen. Wir sind dann schnell los gefahren und dann war auch alles in Ordnung und sie stand die Fahrt über sehr ruhig. Ich habe mich mit dem Anhänger auf der Autobahn nicht so wohl gefühlt, weil viele Autos ziemlich dicht aufgefahren sind. Mir ist zum ersten Mal richtig bewusst geworden, wie ungeschützt die Pferde auf dem Anhänger stehen. Früher bin ich ohne zu zögern eine Stunde zum Turnier gefahren, heute kommt mir das verrückt vor, das Transportrisiko für so ein ländliches Turnier überhaupt auf sich zu nehmen. Aber vermutlich liegt das nur an der fehlenden Routine, dass ich das gerade so empfinde.

Nach 1,5 Stunden sind wir dann im neuen Stall angekommen. Das war schon ein komisches Gefühl, die zottelige Emmi mit der langen Mähne, dem dicken dreckigen Winterfell und ohne viele Muskeln abzuladen. Wir wurden aber sehr nett begrüßt und durften uns sogar noch eine Box aussuchen. Emmi steht jetzt in einer Außenbox mit Blick aufs Paddock, sodass sie immer ein bisschen Action vor dem Fenster hat. Wir haben dann noch schnell alles Organisatorische geklärt, die Sachen eingeräumt und sind dann erstmal nach Hause gefahren. Abends bin ich noch mal zu Emmi gefahren und da hatte sie sich schon wunderbar eingelebt. Das Heu war fast aufgegessen und sie hatte sich schon zum Schlafen hingelegt. Ich habe sie dann trotzdem noch mal hochgescheucht, endlich ordentlich geputzt und Mähne und Schweif frisiert. Anschließend ging es dann noch in die kleine Halle zum Freilaufen. Danach konnte ich beruhigt nach Hause fahren und bin auch mehr oder weniger sofort ins Bett gefallen, so viel Aufregung muss erstmal verarbeitet werden 😀

Gestern habe ich am Halfter longiert und heute geht es dann vielleicht zum ersten Mal wieder aufs Pferd. Ich habe allerdings ein kleines Problem, bei dem ich eure Hilfe bräuchte. Meine Lieblingsreithose ist komplett durchgeritten und ich habe nur noch eine einzige Reithose übrig… Da ich absolut nicht mehr in dem Thema drin bin, würde mich sehr interessieren, welche Modelle ihr empfehlen könnt? Gerne etwas höher geschnitten und mit dickerem Stoff für den Winter. Ich überlege auch, mir eine richtige Thermoreithose anzuschaffen, aber bin nicht sicher, ob sich das lohnt. Ich freue mich auf jeden Fall über ein bisschen Input zu dem Thema!

 

Kategorie: Allgemein, Emmi, Tagebücher

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27 Jahre, lebt zusammen mit Emmi und ihrem Fohlen Fürstino in Hamburg und berichtet auf HorseDiaries über die Höhen & Tiefen im Leben eines Pferdebesitzers.

7 Kommentare

  1. Winterreithose lohnt sich auf jeden Fall. Die sind auch bei 5-8 Grad nicht zu warm und wirklich angenehm zu tragen. Ich kann die von BR sehr empfehlen!
    Ansonsten Pikeur Lugana und Lucinda 😉 die sind allerdings nicht so dick vom Stoff.

  2. Kathrin Itzibitz sagt

    Hui Cassy,
    back in business. 😉
    Reithosen, ähm ja – also ich mag höher geschnitten die Back2Back gerne als Softshell Winterversion.
    Alternativ schwärmen ja viele von der Ridersdeal Winterkollektion, ich bin jetzt nicht so der Fan von Gripbesatz, daher weiß ich das nicht genau.

    Nett sind auch die Horze. Wobei ich ja nie so schlank war wie du und eher das kurvige brauche, Also Tallie enger Hüfte und OS etwas breiter. Daher habe ich da meist Caldene oder Shires Equestrian oder was Holländisches oder Decathlon.
    Daher bin ich mir gerade nicth sicher ob meine Ideen dir was bringen.

  3. Isjaki sagt

    Für den Winter würde ich immer wieder eine Winter-Softshellreithose nehmen. Nicht so dick und unbequem wie eine Thermohose und dazu auch noch wind- und wasserabweisend.
    Ich habe eine von Pikeur und bin sehr zufrieden.

  4. JessiAnnabell sagt

    Ich liebe meine Winter Reithose von Ridersdeal.
    Auf der Innenseite ist Flies, deshalb ist sie kuschelig weich und von außen ist sie super winddicht !
    Kann ich wärmstens empfehlen 🙂

    • Ich hab über die Qualität der Riders Deal Hosen irgendwie sehr unterschiedliches gehört. Wie lange hast du deine schon in Benutzung? Liebe Grüße

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