Alle Artikel in: Allgemein

Reitersprache // Deutsch – Eine Übersetzung

„Reiter sind schon ein komisches Volk!“ – Nicht selten habe ich diesen Satz in meiner aktiven Reiterzeit gehört. Heute, wo ich ausreichend Abstand zur Szene und den meisten Reitern gewonnen habe, muss ich nach einigen stillen Beobachtungen feststellen, dass die Kritiker damit tatsächlich Recht haben. Erst kürzlich hatte ich eine interessante, philosophische Unterhaltung mit Nichtreitern über Matratzeneinstreu. Nachfolgend findet ihr eine kleine Zusammenfassung von Begrifflichkeiten, die für Nichtreiter unsere Verrücktheit doch deutlich unterstreichen. Schickt sie gern an alle genervten Nichtreiterfreunde und Partner, vielleicht führt sie zu einem etwas besseren Verständnis eurer Pferdeprobleme ;). Matratzeneinstreu – Nicht etwa eine mit Einstreu gefüllte Matratze, nein. Die wahre Bedeutung von einer Matratzeneinstreu ist wesentlich unromantischer. Eigentlich kann man sagen, dass es nichts mehr ist, als über mehrere Wochen gesammelter Mist in einer Pferdebox, die täglich nur mit frischem Stroh übergestreut wird. Das Pferd schläft nachts also nicht wie zuerst angenommen, wie eine Prinzessin auf der Erbse, sondern auf seinem eigenst angesammeltem Klo. Nicht sehr lecker. Die Parade kommt nicht durch – Nein, damit ist keine Pferdeparade gemeint, die …

Schon wieder Tierarztbesuch!

Soo, endlich komme ich mal wieder dazu, euch von Emmi zu berichten. Momentan ist mein Alltag etwas stressiger als vorher und daher komme ich nicht mehr so viel zum Bloggen wie vorher, aber bisher gab es auch nichts spannendes Neues zu berichten. Gestern war ich dann endlich mal wieder bei Emmi, wir hatten einen Termin beim Tierarzt. Da Emmi ja vor drei Wochen umgezogen ist, kann unsere ehemalige Tierärztin sie nicht mehr weiter behandeln, sodass wir unseren neuen Tierarzt kennengelernt haben. Zuerst stand eine Ultraschallkontrolle an. Emmi ist zwar schon 120 Tage tragend und normalerweise würde man so spät keinen Ultraschall mehr machen, da man von dem Fohlen nicht mehr sonderlich viel erkennen kann. Allerdings hatte meine Tierärztin ja vor ein paar Wochen eine merkwürdige Struktur auf dem Ultraschall entdeckt, die eine Woche später plötzlich wieder verschwunden war. Da ich trotzdem noch nicht 100% beruhigt war, wollte ich das gern noch mal kontrollieren lassen. Der Tierarzt hat sehr viel Erfahrung mit tragenden Stuten, insofern war es für mich auch praktisch, einfach noch mal eine zweite …

Das Antrainieren – Püppis August

Kalenderwoche 36 – Püppis August Rückblick Hamburg – gemischtes Sommerwetter, 20-28 Grad Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Ich war vor zwei Wochen bei einer osteopathischen Behandlung, weil mein Rücken beim reiten große Schmerzen bereitet hatte. Ich kannte die Osteopathie bisher nur von den Pferden, und da sie bei unseren Pferden immer gute Erfolge erzielt hat, hatte ich Hoffnung, dass ich einfach eine Blockade im Rücken habe, welche gelöst werden kann. Und so war es auch, meine Brustwirbelsäule war blockiert und wurde gelöst. Seitdem kann ich endlich wieder schmerzfrei reiten und langsam mit dem Antrainieren beginnen. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Momentan bin ich noch im Urlaub auf Mallorca, aber vorgestern erreichte mich die Nachricht, dass Püppi ein Eisen verloren hat und wohl lahm ist, weil die Kappe des Eisens in den Huf gedrückt hat. Ich hoffe, dass es nichts Schlimmes ist, genaueres weiß ich aber noch nicht. Schönstes Erlebnis diesen Monat: Einerwechsel reiten 😀 Ich habe mich soooooooo gefreut, endlich Einerwechsel mit Püppi zu reiten. Die hat sie während meiner Schwangerschaft …

Der Zausel ist kein Fotopferd

Mein Zauselchen war nicht immer das, was man so als tiefenentspannt bezeichnen würde. Genau genommen war er sogar viele Jahre das genaue Gegenteil davon, leicht hysterisch, schnell hochgefahren, nervös bis schreckhaft, mit kurzer Hemmschwelle wenn es um spontane Fluchtmanöver ging, ein Hasenfuß, der hinter jedem Stein einen Berglöwen vermutet. Das hat sich aber in den letzten Jahren alles deutlich entspannt, er ist viel viel gelassener geworden, auf dem Hof und im täglichen Umgang ist er wirklich absolut tiefenentspannt, selbst Ausritte sind für uns total entspannte Normalität geworden. Nur Fototermine sind irgendwie immer wieder totale Stresserlebnisse und ich weiß gar nicht so richtig, wie es dazu immer wieder kommt. Wir sind letzte Woche mit einer Freundin zu einer Wiese geritten, um dort Fotos zu machen. Zu zweit sind wir die Strecke, die er gut kennt, vollkommen entspannt am langen Zügel geritten, haben gequatscht und das Zauselchen war so, wie ich ihn in den letzten Jahren immer kenne: vollkommen tiefenentspannt. An der Wiese angekommen mussten wir noch etwas auf den Fotografen warten, wir haben auf den Pferden …

Jeanys August – Zurück zur Normalität

Kalenderwoche 35 – Jeanys August Rückblick Niedersachsen, so langsam zieht der Herbst ein. Frischer Wind, wärmende Sonne, blühende Heide. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Endlich Aussicht auf Besserung in meinem Zeitmanagement. Ich hatte etwas Urlaub und habe etwas Abstand zum Alltag gewinnen können und hoffe, dass ich ab sofort wieder regelmäßiger in den Stall komme und es nun auch wieder regelmäßiger in den Sattel schaffe. Ich werde berichten, ob ich durchhalte. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Die Weidesituation am Wochenende. Am Wochenende müssen wir unsere Pferdchen selbst raus bringen, was für mich momentan zeitlich eine echte Herausforderung darstellt. Gott sei Dank haben wir wirklich fantastische Stallbesitzer und eine hervorragende Lösung mit einer neuen Weidegruppe gefunden. So dass die Sorgen eigentlich schon wieder der Vergangenheit angehören. Schönstes Erlebnis diesen Monat: Die unproblematische Zusammenführung der neuen Weidegruppe. Ich weiß noch wie ängstlich ich noch vor ein paar Jahren war, als im alten Stall neue Pferde in die Herde kamen. In Jeanys jetzigem Zuhause ist das Management aber so großartig, dass ich absolut null …

Der große Umzug – Emmis August

Kalenderwoche 34 – Emmis August Hamburg – 15-18 Grad und Regen. Jeden einzelnen Tag. Mit einer kleinen Verspätung gibt es heute endlich Emmis Monatsbericht. Wie ich euch bereits bei Facebook erzählt hatte, bin ich am Montag nach Amsterdam geflogen und habe es leider nicht mehr geschafft, den Bericht vorher zu schreiben. Ich hatte den Laptop dann sogar nach mitgenommen, aber dass es auf einem dreitätigen Städtetrip nicht so realistisch ist, irgendetwas über Pferde zu schreiben, hätte ich mir eigentlich denken können. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Der Titel lässt es schon erahnen, wir sind letzte Woche Dienstag endlich umgezogen und Emmi ist nun in dem Stall angekommen, in dem sie auch ihr Fohlen bekommen wird. Darüber bin ich so unendlich froh! Der ganze Umzug stand irgendwie unter einem schlechten Stern, ursprünglich wollte ich schon zu Mai umziehen, aber es kamen immer wieder irgendwelche Ereignisse dazwischen. Nachdem ich am Montag die Info aus dem neuen Stall bekommen hatte, dass wir nun kommen dürfen, wollte ich möglichst keine Zeit verlieren, bevor wieder irgendetwas schief …

Hunde im Stall – Fluch oder Segen?

Für viele Hundebesitzer gehört der Hund genau so selbstverständlich zum Pferd wie der Sattel. Auch ich habe meine zwei eigenen, manchmal sogar drei Hunde im Stall mit dabei. Angeleint. So schreibt es die Stallordnung, wie auch in vielen anderen Ställen, vor und das ist in meinen Augen auch gut so. Warum ich das so sehe und welche Pros und Kontras ich bei Hunden im Stall empfinde, möchte ich euch in meinem heutigen Artikel berichten. In meinen Horsediaries Anfängen berichtete ich euch Mal von meinem Stallhelfer auf vier Pfoten. Man könnte auch sagen, dass ich euch von meinem Streberhund berichtete. Mit einem Hund wie Cassy ist es im Stall einfach. Sie hilft einem, sie folgt einem, sie würde niemals von meiner Seite weichen. Mein zweiter Zögling allerdings, hat Angst vor anderen, größeren Hunden und ist generell eher unsicher. Wenn es irgendwo mal laut knallt, möchte sie gern schnell auf und davon. Äußerst unpraktisch, wenn man gerade in der Sattelkammer ist, um seinen Sattel zu holen und der Hund sich aus Angst vor dem freilaufenden Hofhund derweilen in Leine …