Alle Artikel in: Allgemein

Werbung & Abmahnungen in den sozialen Medien

Angesichts der Instastory der Bloggerin Vanezia Blum bricht bei Instagram gerade eine ziemliche Hysterie aus, die mittlerweile auch den Pferdebereich erreicht hat. Daher würde ich aus juristischer Sicht gerne meine Einschätzung abgeben und über ein paar Irrtümer aufklären, die sich durch Instagram momentan rasend schnell verbreiten.   Die Abmahnungen stammen größtenteils nicht vom Staat bzw. den Landesmedienanstalten, sondern von Vereinen wie zum Beispiel dem „Verein des sozialen Wettbewerbs“. Das sind Zusammenschlüsse privater Unternehmen, die ihre eigenen wirtschaftlichen Zwecke verfolgen. Neuerdings (Juli 2018) häufen sich auch Abmahnungen im namen privater Onlineshops, die relativ willkürlich verschickt werden. Eine Abmahnung kann daher grundsätzlich jeder bekommen, das bedeutet aber NOCH LANGE NICHT, dass diese Abmahnung auch rechtmäßig ist und das zuständige Gericht dem Abmahnenden Recht geben wird. Diese Abmahnungen entstammen dem Gedanken, dass Konkurrenten durch Schleichwerbung benachteiligt werden und sich durch diese Abmahnungen selbst wehren können. In der Abmahnung wird zur Abgabe einer Unterlassungserklärung und zur Zahlung der Rechtsanwaltskosten des vermeintlichen Konkurrenten aufgefordert. Wenn der jeweilige Blogger dem nicht nachkommt, kann der Abmahnende eine einstweilige Verfügung vor Gericht beantragen …

Zurück im Sattel

Ich hatte euch ja versprochen, euch noch mehr über meine neue Reitbeteiligung zu erzählen.  Ich habe schon ein paar Wochen nach einem passenden Pferd für mich zum Mitreiten gesucht. Wir haben uns letztlich durch meine Suchanzeige bei Ebay Kleinanzeigen gefunden. Wie genau meine Suche nach einem Reitbeteiligungspferd ablief, werde ich noch mal in Ruhe erzählen, da das vielleicht einige interessiert, die ebenfalls eine Reitbeteiligung suchen. Jetzt soll es aber erstmal um meine neue Reitbeteiligung Quira gehen: Quira ist eine 11jährige Oldenburger Stute von Quality aus einer Mutter von Grandero. Ihre Besitzerin hat Quira selbst gezogen. Genau wie ich hat sie sich damals ein Nachwuchspferd aus ihrer Stute gewünscht und sie daher decken lassen. Quiras Mutter ist jetzt 26 und die beiden stehen sowohl in ihren Boxen nebeneinander als auch zusammen auf der Weide. Quira ist bis L-Springen platziert. Dressurmäßig wurde sie nie vorgestellt, geht aber eigentlich alle M-Lektionen. Vom Typ her ist Quira schon eher Springpferd, wie ihre Abstammung auch verrät. Eigentlich passte sie daher gar nicht unbedingt in meine Vorstellungen, allerdings macht sie sooo …

Anatomische Trensen im Test

Dies ist ein Gastbeitrag unserer Leserin Lessa. Lessa verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihrer Fuchsstute Fienchen, mit der sie vorwiegend im Dressurviereck oder im Gelände unterwegs ist. Darüber berichtet sie täglich auf Ihrer Instagram-Seite www.instagram.com/fuchs_teufelslieb. Das Wohl des Pferdes sollte für uns Reiter immer an erster Stelle stehen. Dahingehend hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Dies ist meines Erachtens selbstverständlich, denn der Reitsport steht bekanntlicherweise unter ständiger kritischer Beobachtung der Öffentlichkeit, nachdem Skandale um Rollkur und Co kein gutes Licht auf unseren geliebten Sport geworfen haben. Umso wichtiger ist es, dass wir verantwortungsvoll mit unseren Vierbeinern umgehen. Auch die Reitsportindustrie hat dies erkannt, stellt alte Gewohnheiten in Frage und entwickelt sich immer mehr in Richtung pferdefreundlicher Produkte. Stübben ist ein hervorragendes Beispiel für die oben beschriebene begrüßenswerte Entwicklung. Seit 120 Jahren produziert das Unternehmen Pferdesportzubehör – seit wenigen Jahren nun auch innovative, stark anatomisch orientierte Produkte wie z.B. die Trense „Freedom“, die hier auf dem Blog bereits in diesem Beitrag vorgestellt wurde. Im heutigen Beitrag geht um einen Vergleich von drei anatomischen …

Umzug auf die große Weide

Ich bin euch mal wieder ein Update vom kleinen Fürstino schuldig! Gesundheitlich ist er wieder voll auf der Höhe und topfit. Das ist natürlich das Wichtigste! Er ist am Wochenende auf die große Weide nebenan umgezogen und steht nun mit den ganzen älteren Fohlen und ihren Mamas zusammen. Ich hatte ja etwas Bedenken, ob er sich da behaupten kann. Das war allerdings völlig unbegründet, denn er ist frech wie eh und je und mischt auch die älteren Kollegen ordentlich auf. Bei der Hitze aktuell ist es tagsüber eher ruhig auf der Weide und abends geht es dann so richtig ab. Dieses süße Video habe ich gestern aus dem Stall bekommen: Wie ihr seht, geht es ihm also prächtig und er wächst und gedeiht. Er versucht auch schon fleißig Gras zu fressen, was jedoch nur mittelmäßig gelingt. Ich bin so froh, dass er in so einer großen Herde aufwachsen kann und eine unbeschwerte Kindheit genießt. Apropos unbeschwert: Am 23. Juni stünde eigentlich die Fohlenschau an. Ich denke aber nicht, dass ich dorthin fahren werde. Fürstino ist …

Kleine Sorgen um Fürstino

17 Tage ist der kleine Fürstino nun schon alt, es wird also dringend Zeit für ein Update! Wie ich euch auf Facebook und Instagram bereits berichtet hatte, hatte der kleine Mann mit ein paar gesundheitlichen Problemchen zu kämpfen. Zum Glück nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches, aber ihr kennt mich ja und könnt euch sicher denken, dass ich trotzdem besorgt war. Fürstino hatte letzte Woche Mittwoch etwas gelben Rotz in der Nase. Als der auch am Donnerstag noch nicht verschwunden war, habe ich sicherheitshalber den Tierarzt gebeten, ihn sich einmal anzusehen. Der Kleine hatte zum Glück kein Fieber. Auch die Lunge war beim Abhören unauffällig. Dennoch riet er mir dazu, Antibiotikum zu spritzen. Da bei dem Snap-Test festgestellt wurde, dass er nicht so viele Abwehrkräfte hat, wäre man damit auf der sicheren Seite. Man kann sicherlich diskutieren, ob das Antibiotikum wirklich nötig war oder ob man sich das für schlimmere Fälle aufsparen sollte. Allerdings war er nun gerade 10 Tage alt und wirklich nicht besonders kräftig. Und da er mein erstes Fohlen ist, bin ich lieber etwas …

Wie viel kostet ein eigenes Pferd?

Neben Zeit und Nerven auch eine Menge Geld! Obwohl viele unserer Leser selbst Pferdebesitzer sind, gibt es auch einige unter euch, die kein eigenes Pferd haben. Es gibt tausend gute Gründe, sich kein eigenes Pferd zu kaufen. Einige entscheiden sich ganz bewusst gegen ein Pferd, weil ihnen die Zeit oder schlicht die Lust fehlt, jeden Tag in den Stall zu fahren. Der häufigste Grund, warum sich Reiter gegen ein eigenes Pferd entscheiden, ist aber eindeutig das liebe Geld. Aber was kostet eigentlich ein Pferd? Die richtige Antwort darauf ist ein typischer Juristensatz: „Es kommt darauf an“. Denn man kann ein Pferd sowohl sehr günstig als auch sehr teuer kaufen und halten. Damit die unter euch, die noch überlegen, sich ein Pferd zu kaufen, etwas besser abschätzen können, was auf sie zukommt, soll dieser Beitrag die Kosten grob aufschlüsseln. Ich habe beim Verfassen dieses Beitrags nach vergleichbaren Infos rechechiert und dabei festgestellt, dass die angegebenen Preise sehr weit von meiner eigenen Erfahrung abwichen. Das liegt vermutlich entweder daran, dass die Seiten veraltet waren oder sich die …

Die erste Woche mit Fürstino

Vor mittlerweile 8 Tagen ist der kleine Fürstino geboren. Und es ist Wahnsinn, wie er sich schon in dieser kurzen Zeit entwickelt hat. Während er die ersten beiden Tage nur ein bisschen aufs Paddock durfte, ging es seit Donnerstag jeden Tag auf die Weide. Zunächst nur tagsüber mit einer anderen Stute und ihrem Fohlen, da er doch noch etwas schwächlich war und man ihn so besser überwachen konnte. Ich bin sehr froh, dass er so schnell auf die Weide konnte, da das Laufen auf hartem Boden für die Entwicklung des Bewegungsapperats und die korrekte Beinstellung sehr wichtig ist. Es gibt Ställe, in denen die Fohlen nach der Geburt wochenlang nur auf dem Paddock oder in der Halle laufen – das wäre für mich nicht in Frage gekommen. Seit Montagmorgen stehen die beiden nun 24 Stunden draußen auf einer riesigen Weide mit vielen Bäumen und super viel Gras. Vorerst stehen sie auch dort mit nur einer anderen Stute zusammen, deren Fohlen erst letztes Wochenende geboren ist. Sie stehen aber schon direkt neben der großen Herde mit …

„Ich reite keine Turniere mehr!“

Dies ist ein Gastbeitrag von Wiebke, der Besitzerin von Emmis Bruder Da Vinci. Die beiden sind seit 13 Jahren ein Team und waren jahrelang zusammen im Turniersport erfolgreich. „Du bist doch immer Turniere geritten – warum denn jetzt nicht mehr?“ „Dein Pferd ist doch so gut drauf im Moment, nenn doch ruhig nochmal was, das wird bestimmt gut!“ Ich bin ehrgeizig und ich bin jahrelang Turniere geritten, habe mich immer (in meinem und in dem Rahmen der Pferde, die ich hatte) weiter entwickelt. Aber jetzt habe ich beschlossen, dass ich eine Pause brauche. Warum das so ist, versuche ich euch in diesem Beitrag zu erklären. Eigentlich reite ich Turniere seit ich denken kann, ich komme aus einer Reiterfamilie und bin immer toll gefördert worden – genau wie ich es wollte. Wenn ich mich richtig erinnere, bin ich meine ersten Führzügelwettbewerbe 1997 oder 1998 geritten. Es ging Jahr für Jahr weiter, Reiterwettbewerbe, E-Dressuren, 2004 die ersten A- und L-Dressuren, ich glaube 2008 war ich das erste Mal M platziert und 2012 bin ich die ersten S-Dressuren …

Ein großer Schritt!

Ich hatte bereits letzte Woche bei Instagram und Facebook angekündigt, dass Horse Diaries eine große Veränderung bevorsteht. Die wohl größte Veränderung seit unserer Gründung 2014. Jetzt ist es Zeit, die Katze aus dem Sack zu lassen. Das Teamprojekt Horsediaries, so wie ihr es bisher kennt, wird es nicht mehr geben. Nach vier gemeinsamen Jahren trennen wir uns und ich bin ab sofort offiziell die alleinige Inhaberin von Horse Diaries. Wie es dazu gekommen ist? Wie ihr wisst, war ich drei Monate lang in New York, ganz alleine und ganz weit weg von zuhause. Der Abstand hat mir unglaublich gut getan. Nach einer langen stressigen Phase hatte ich das erste Mal Zeit, durchzuatmen. Ich habe mir viele Gedanken gemacht, was ich mit meinem Leben anfangen möchte und was die nächsten Schritte dafür sind. Es hat lange gedauert, bis ich es mir eingestanden habe, aber die Wahrheit ist: Mir macht momentan nichts so viel Spaß wie dieser Blog. Ich liebe es, zu schreiben und meinen Gedanken dabei freien Lauf zu lassen. Ich habe acht Jahre juristische Ausbildung …

STICHTAG – Ein Update

Gestern war es soweit – Emmi hatte ihren errechneten Abfohltermin. Bisher ist jedoch noch alles ruhig. Zwar bildet sich das Euter langsam aus, aber ansonsten ist von Geburt noch nicht viel zu sehen. Ich habe auch gelernt, dass der Stichtag eher so ein Termin ist, ab dem es theoretisch losgehen könnte. Oft dauert es aber länger, bis zu 4 Wochen über den Termin sind völlig normal. Ich hoffe natürlich, dass Emmi uns nicht mehr ganz so lange warten lässt. Der Bauch ist in den letzten Tagen noch mal kräftig gewachsen. Jedenfalls habe ich jetzt keine Zweifel mehr daran, dass wirklich ein Fohlen in ihrem Bauch steckt. Auch wenn ich mir das immer noch nicht so richtig vorstellen kann. Am Sonntag habe ich Emmi besucht und bin außerdem das erste Mal nach neun langen Monaten wieder geritten. Natürlich nicht auf Emmi – die genießt momentan maximal ein bisschen Wellness und hat ansonsten natürlich Mutterschutz – sondern auf Da Vinci. Da Vinci gehört meiner Freundin Wiebke und ist ein Halbbruder von Emmi. Er ist aus der selben …