Alle Artikel in: Tagebücher

Kleine Sorgen um Fürstino

17 Tage ist der kleine Fürstino nun schon alt, es wird also dringend Zeit für ein Update! Wie ich euch auf Facebook und Instagram bereits berichtet hatte, hatte der kleine Mann mit ein paar gesundheitlichen Problemchen zu kämpfen. Zum Glück nichts Schlimmes oder Ungewöhnliches, aber ihr kennt mich ja und könnt euch sicher denken, dass ich trotzdem besorgt war. Fürstino hatte letzte Woche Mittwoch etwas gelben Rotz in der Nase. Als der auch am Donnerstag noch nicht verschwunden war, habe ich sicherheitshalber den Tierarzt gebeten, ihn sich einmal anzusehen. Der Kleine hatte zum Glück kein Fieber. Auch die Lunge war beim Abhören unauffällig. Dennoch riet er mir dazu, Antibiotikum zu spritzen. Da bei dem Snap-Test festgestellt wurde, dass er nicht so viele Abwehrkräfte hat, wäre man damit auf der sicheren Seite. Man kann sicherlich diskutieren, ob das Antibiotikum wirklich nötig war oder ob man sich das für schlimmere Fälle aufsparen sollte. Allerdings war er nun gerade 10 Tage alt und wirklich nicht besonders kräftig. Und da er mein erstes Fohlen ist, bin ich lieber etwas …

Die erste Woche mit Fürstino

Vor mittlerweile 8 Tagen ist der kleine Fürstino geboren. Und es ist Wahnsinn, wie er sich schon in dieser kurzen Zeit entwickelt hat. Während er die ersten beiden Tage nur ein bisschen aufs Paddock durfte, ging es seit Donnerstag jeden Tag auf die Weide. Zunächst nur tagsüber mit einer anderen Stute und ihrem Fohlen, da er doch noch etwas schwächlich war und man ihn so besser überwachen konnte. Ich bin sehr froh, dass er so schnell auf die Weide konnte, da das Laufen auf hartem Boden für die Entwicklung des Bewegungsapperats und die korrekte Beinstellung sehr wichtig ist. Es gibt Ställe, in denen die Fohlen nach der Geburt wochenlang nur auf dem Paddock oder in der Halle laufen – das wäre für mich nicht in Frage gekommen. Seit Montagmorgen stehen die beiden nun 24 Stunden draußen auf einer riesigen Weide mit vielen Bäumen und super viel Gras. Vorerst stehen sie auch dort mit nur einer anderen Stute zusammen, deren Fohlen erst letztes Wochenende geboren ist. Sie stehen aber schon direkt neben der großen Herde mit …

Das Fohlen ist da!

ER IST ENDLICH DA! In der Nacht von Montag auf Dienstag ist mit vier Wochen Verzögerung, aber dennoch überraschend, ein kleines Hengstfohlen geboren. Emmi hatte zwar Montag Morgen schon Harztropfen, aber das Euter war noch immer recht klein, sodass wir noch nicht ernsthaft mit einer Geburt gerechnet hatten. Um 12 war auch noch alles ruhig, aber – wie das immer so ist – nachts um 3 ging dann der Birth Alarm los. Ich konnte leider nicht dabei sein, aber das Stallteam hat den Kleinen natürlich begleitet und auf die Welt gebracht. Das Wichtigste vorab: Emmi und das Fohlen sind beide wohlauf. Er ist leider noch ziemlich klein und dünn, aber ich hoffe natürlich, dass er ganz schnell groß und stark wird. Emmi ist wie erwartet die perfekte Mama. Sie passt sehr gut auf ihn auf, unterstützt ihn beim Trinken und ist total entspannt, wenn man in die Box kommt und auch wenn man ihn anfässt. Da Emmi wenig Biestmilch hatte, hat er gestern direkt ein Immunpräparat bekommen. Heute wurde dann eine Blutprobe genommen, um zu …

Therapie in der Sole-Salzkammer

Seit dem letzten Zausel-Update sind wieder drei Wochen vergangen und es wird Zeit, euch mal wieder zu erzählen, wie es ihm geht. An erster Stelle möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen für all die vielen lieben Kommentare, eure ehrliche Anteilnahme an Zauselchens Geschichte und eure langjährige Treue dem alten Patienten gegenüber. Die vielen mitfühlenden Worte und vor allem auch der rege Erfahrungsaustausch hier auf dem Blog oder bei Facebook sind unheimlich toll und in vielen Fällen auch sehr bereichernd. Es macht wirklich Spaß, unsere Geschichte mit euch zu teilen. In meinem letzten Bericht habe ich euch ja erzählt, dass der Zustand des Zausels nicht so besonders rosig war und wir vom Kortison nicht so richtig runter kamen, obwohl das eigentlich dringend nötig gewesen wäre. Aber sobald wir unter einen gewissen Spiegel gerieten, verschlechterte sich sein Zustand wieder deutlich. Wir haben uns dann vor ein paar Wochen auf einem Niveau eingependelt, welches zumindest einen Zustand erhielt, der so einigermaßen okay war und irgendwie einen Balanceakt zwischen so-viel-wie-nötig und so-wenig-wie-möglich darstellte. Es war aber ehrlicherweise keine besonders …

Zausel und der Frühling

Ich glaube, es wird mal wieder Zeit für ein kleines Update hier auf dem Blog über mein liebstes Zauselchen. Wer vielleicht nicht ganz auf dem neuesten Stand ist: Wir haben einen sehr bescheidenen Winter hinter uns, der Zausel war kränklich und unmotiviert und seit Dezember bin ich gar nicht mehr geritten, weil er so schlecht drauf war. Nach vielem Rumprobieren und Zeit geben waren wir dann Anfang Februar mit ihm in der Klinik, weil er einfach nicht wieder auf den Damm kommen sollte. Dort bestätigte sich dann ein böser Verdacht: Ursprung des Übels war die Lunge, die ihm schwer zu schaffen machte. Für den Zausel kein neues Problem: Bereits seit 2009 ist er an RAO (chronischer Bronchitis) erkrankt, kam damit aber jetzt viele Jahre ganz gut zurecht, auch Dank des Offenstalls, den er seit vielen Jahren bewohnt. Nun diesen Winter hats ihn aber voll erwischt und die Lunge spielte nicht mehr so mit, wie wir das die letzten Jahre gewohnt waren. Wir begannen direkt mit einer Kortisonbehandlung, um ihm so schnell wie möglich Besserung zu …

STICHTAG – Ein Update

Gestern war es soweit – Emmi hatte ihren errechneten Abfohltermin. Bisher ist jedoch noch alles ruhig. Zwar bildet sich das Euter langsam aus, aber ansonsten ist von Geburt noch nicht viel zu sehen. Ich habe auch gelernt, dass der Stichtag eher so ein Termin ist, ab dem es theoretisch losgehen könnte. Oft dauert es aber länger, bis zu 4 Wochen über den Termin sind völlig normal. Ich hoffe natürlich, dass Emmi uns nicht mehr ganz so lange warten lässt. Der Bauch ist in den letzten Tagen noch mal kräftig gewachsen. Jedenfalls habe ich jetzt keine Zweifel mehr daran, dass wirklich ein Fohlen in ihrem Bauch steckt. Auch wenn ich mir das immer noch nicht so richtig vorstellen kann. Am Sonntag habe ich Emmi besucht und bin außerdem das erste Mal nach neun langen Monaten wieder geritten. Natürlich nicht auf Emmi – die genießt momentan maximal ein bisschen Wellness und hat ansonsten natürlich Mutterschutz – sondern auf Da Vinci. Da Vinci gehört meiner Freundin Wiebke und ist ein Halbbruder von Emmi. Er ist aus der selben …

Warum eigentlich ein Fohlen?

Als ich letztes Jahr hier veröffentlicht habe, dass ich aus Emmi ein Fohlen ziehen möchte, waren die Reaktionen so kontrovers wie nie zuvor. Während einige die Idee mindestens so gut fanden wie ich, gab es auch zahlreiche kritische Kommentare. Und ich konnte das niemandem verübeln, denn für mich fühlte sich diese Entscheidung ehrlich gesagt wie das Unvernünftigste an, was ich je getan hatte. Es war Anfang 2017, ich war im Referendariat, hatte das zweite Staatsexamen vor mir, und hatte schon seit Monaten keinen Spaß mehr am Reiten. Ich wusste, dass ich eine Pause vom Reiten und von Emmi brauchte. Von Verkauf über zur Verfügung stellen bis hin zum Wegstellen habe ich alle Optionen durchdacht, aber keine fühlte sich richtig an. Die Entscheidung, Emmi decken zu lassen, bedeutete im Vergleich zu den anderen Möglichkeiten höhere Kosten, ein höheres Risiko und einen gänzlich ungewissen Ausgang. Trotzdem faszinierte mich die Möglichkeit, ein Fohlen aus Emmi zu ziehen von Anfang an. Ich hatte mir immer eine Stute gewünscht, um genau diese Möglichkeit zu haben. Ich kenne Emmi in- und …

Noch 10 Tage bis zum Fohlen!

Nach dreimonatiger Abstinenz melde ich mich wieder zurück. Ich bin seit einer Woche wieder zurück in Hamburg und habe so langsam alles sortiert und mich wieder eingelebt. Die drei Monate im Ausland waren für mich sehr spannend und lehrreich. Ich hatte eine tolle Zeit, aber ehrlich gesagt trotzdem ziemlich viel Heimweh. Natürlich habe ich auch Emmi sehr vermisst. Einer meiner ersten Wege zurück in Deutschland führte mich daher direkt in den Stall. Emmi steht mittlerweile nachts in der Box und es sind tatsächlich nur noch 10 Tage bis zum Abfohltermin. Allerdings hat sie noch nicht viel Euter gebildet, daher wird es vermutlich noch deutlich länger dauern, bis das Fohlen tatsächlich kommt. Ich habe mir vorgenommen, diese intensive und besondere Zeit rund um die Geburt möglichst gut festzuhalten. Vor allem für mich, aber auch für euch. Ich bin sicher nicht die einzige, die den Wunsch hatte, ein Fohlen aus der eigenen Stute zu ziehen und daher werde ich versuchen, euch so gut wie möglich mitzunehmen und möglichst viel zu zeigen. Da Bilder dafür nicht ausreichen, gibt …

Zausel mein Alterchen

Wer ein krankes Pferd hat, setzt sich unweigerlich viel mit ihm und seinem Wohlbefinden auseinander, guckt oft ganz genau hin, versucht äußere Anzeichen, Körpersprache und Mimik zu deuten, Bewegungsabläufe zu analysieren, auf die Kleinigkeiten zu achten und wird dabei doch blind für die Dinge, dich sich langsam herangeschlichen haben, die leise in den Alltag gesickert sind und heimlich zu dem geworden sind, was man als normal oder „das war doch schon immer so“ empfindet. Seit mein Zauselchen diesen Winter ganz schleppend ganz schön krank geworden ist, habe ich viel Zeit damit verbracht, in das Pferd hineinzuhören, genau hinzuschauen, dann doch wieder absichtlich nicht alles auf die Goldwaage zu legen, über einige Dinge ganz bewusst mal hinweg zu sehen, weil ich sie anderen Ursachen zugeordnet habe. Nun bekommt das kranke Zauselchen seit 3 Wochen Cortison, ein starkes Medikament, ein wirksames Mittel, dass ihn hoffentlich wieder gesund macht, aber vor dessen Nebenwirkungen ich mich auch lange gescheut habe. Der Zausel leidet schon seit Jahren an einer chronischen Bronchitis und hatte damit diesen Winter so heftig zu kämpfen …

Zausels Klinikbesuch

Vor zwei Wochen habe ich beschlossen, dass ich mir den Zausel so nicht länger angucken kann und habe einen Termin in der Klinik vereinbart. Ziemlich genau eine Woche später hatten wir einen Termin und ich habe hier noch gar nicht so wirklich erzählt, wie der Termin gelaufen ist und was wir seit dem verändert haben, es wird dringend Zeit, das nachzuholen. Der Zustand des Zauselchens war schon viel zu lange ganz schön schlecht und alle Maßnahmen, die ich so ergriffen hatte, zeigten keine Wirkung. Irgendwann vor Weihnachten habe ich das Reiten ganz eingestellt, weil er mir so schlapp vorkam, dass ich mich nicht mal draufsetzen wollte. Zu dieser Zeit hegte ich bereits den Verdacht, dass Ursache seiner Mattheit die Lunge war. Seit Jahren schon hat er eine RAO, kam damit aber eigentlich immer ganz gut zurecht. Natürlich gab es auch immer schlechtere und bessere Phasen, aber so im Großen und Ganzen war er recht stabil. So stabil, dass ich auf die dumme Idee kam, den Pferden Futterstroh anzubieten. Der Zausel hatte seit Jahren keinen Kontakt …