Alle Artikel in: Reiten

Püppis zweiter M Sieg!

Am letzten Wochenende stand nach zweimonatiger Pause wieder ein Turnier für Püppi und mich an. Dadurch, dass ich dieses Jahr beruflich als auch privat sehr viel anstehen habe, können wir diese Saison nur sehr wenig losfahren. Also habe ich versucht, einige wenige aber dafür schöne Turniere rauszusuchen. So auch dieses Wochenende, der Turnierplatz lag nur ca. 30 Minuten vom Stall entfernt, es ist eine sehr nette Anlage und es ist ein reines Dressurturnier mit gutem Boden und schöner, ruhiger Atmosphäre. Ich hatte eine M* auf Trense genannt (die M5 auf 60iger Viereck) und eine M** (M10). Beide Prüfungen waren für Sonntag angesetzt, allerdings traute ich meinen Augen kaum, als ich die Zeiteinteilung sah: Start der M* um 7.30 Uhr und Startbuchstabe N 🙁 und ich dachte, wenn man erstmal M reitet, dann muss man nicht mehr so früh los! Also gut, es hilft ja nichts und ich wollte auf jeden Fall gern trotzdem reiten. Am Wochenende vorher hatte Püppi frei, weil ich unterwegs war. Ich habe dann am Dienstag das erste Mal wieder geritten, Püppis …

Springgymnastik mit Püppi

Lange haben wir nichts mehr von uns hören lassen, was daran liegt, dass privat und auch beruflich einiges anstand und ich nicht so häufig in den Stall konnte. Püppi geht es aber prima, sie läuft gut und demnächst stehen auch noch einige Turniere für uns an. Heute möchte ich euch aber nicht über unsere Dressurarbeit berichten, sondern über unser Springtraining! Püppi ist zwar Dressurpferd, aber jeden Mittwoch Abend geht es für uns beide auf den Springplatz. Ich freue mich immer schon auf unser Springtraining, ist es doch eine schöne Abwechslung und macht mir super viel Spaß. Wir springen keine hohen Sprünge und schwere Parcours, sondern richten das Training auf unsere Dressurarbeit aus – sprich wir üben an der Kraft in der Hinterhand, dem aktiven Unterspringen, der Balance, der leichten Anlehnung, der Gleichmäßigkeit im Rhythmus, also allen Themen, die uns auch im Dressurtraining begleiten. Und genau die Dinge, die Püppi in der Dressurarbeit schwer fallen, sind auch beim Springen die Knackpunkte. So können wir an unseren Baustellen feilen, ohne Dressur zu reiten, das finde ich total …

Schluss mit dem Turnierzirkus?

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem Thema, über das ich in den letzten Monaten vermehrt nachgedacht habe: Warum reite ich eigentlich Turniere? Das klingt jetzt erstmal etwas platt, aber je älter ich werde, umso häufiger stellt sich mir diese Frage. Mit 15/16 habe ich das überhaupt nicht hinterfragt. Natürlich wollte ich Turnier reiten und das möglichst erfolgreich, das gehörte einfach dazu, um in der Stallgemeinschaft angesehen zu werden. Ich hatte in dem Alter ein viel höheres Bedürfnis nach Bestätigung und wollte mir auch selbst beweisen, dass ich mich weiter entwickle und auf dem richtigen Weg bin. Heute, mit wahnsinnig erwachsenen (als ob!) 25 Jahren, sehe ich das etwas anders. Die meisten von euch wissen wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, was für einen Aufwand so ein Turnier bedeutet. Wochen vorher wird fleißig geübt, die weiße Schabrache gewaschen und das Outfit zusammengestellt. Am Tag vorher wird eingeflochten, das Pferd und (im Idealfall) auch das Sattelzeug geputzt, die Startnummern montiert und die Aufgabe noch einmal gelernt. Am Turniertag quält man sich meistens mitten in der Nacht aus dem Bett und schleppt sich …

Mein mutiger Zausel

Mein liebes Zauselchen und ich kennen uns schon eine ganze Weile. Genau genommen sind es nun schon 8 Jahre, seit ich ihn als junges Pferd, damals grade noch 5 jährig, bekommen habe. Das Zauselchen hat neben seinem meist verwendeten Spitznamen – eben Zausel – noch eine ganze Reihe anderer Spitznamen, die sich auf Grund seines Charakters, seiner Stärken und Schwächen, so ergeben und etabliert haben. Zum Beispiel Schlaufuchs, eine Anspielung auf seine Fellfarbe und seine erstaunlich schnelle Auffassungsgabe. Neue Dinge lernte er als junges Pferd mit Begeisterung und beeindruckend schnell. Oder auch Hektor, weil er gerne mal von einer gewissen inneren Unruhe geplagt wird, die ihn immer etwas hektisch und impulsiv handeln lassen. Und dann wären da noch Angsthase, Schissbüx und Hasenherz. Schon immer war er eher ängstlich, immer in Hab-Acht-Stellung, schnell auf der Flucht und im Gelände oft sehr gestresst vor lauter Eindrücken und Gefahrenpotential. Nicht selten kamen wir nicht an Steinen, Mülleimern und Baumstümpfen vorbei, weil er sich einfach nicht traute, an ihnen vorüber zu gehen. Zu groß die Angst, sie könnten ihn …

Studentenreiter – jetzt wird erstmal geritten

Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch daran, dass Pepper bei den letzten Deutschen Hochschulmeisterschaften im Reiten an den Start gegangen ist. Sie war dort das Finalpferd im Springen und hat eine tolle Leistung gezeigt – aber nicht mit ihrer Besitzerin Vanny, sondern mit zwei fremden Reitern (den Beitrag zur DHM könnt ihr hier nochmal nachlesen). Dass man auf Studentenreitturnieren also nicht auf seinem eigenen Pferd unterwegs ist, ist an dieser Stelle schon einmal klar gestellt. Was sich sonst noch alles hinter den Studentenreitern verbirgt, könnt ihr in diesem Beitrag lesen. Studentenreitgruppen gibt es an vielen Universitäten und Fachhochschulen. Hier treffen sich reitbegeisterte Studenten, die auch während des Studiums ihrem Sport treu bleiben möchten. Alle Studentenreitgruppen sind beim DAR (Deutscher Akademischer Reiterverband, Website DAR) registriert. Meistens findet ca. einmmal wöchentlich ein Treffen bzw. ein Stammtisch statt, an dem man gemeinsam zusammen sitzt und sich unterhält – z.B. über das nächste CHU. CHU – Concours Hippique Universitaire – so heißen die nationalen Vergleichsturniere der Studentenreiter. Neben den sportlichen Leistungen steht hier auch viel Spaß und die …

Ein Fohlen für Püppi?

Eigentlich bin ich kein Stuten-Typ. Wir haben immer Wallache gehabt und ich bin wenig Stuten geritten. Bis Püppi vor mittlerweile fast vier Jahren durch Zufall zu mir kam (unsere Geschichte könnt ihr hier nachlesen)! Seitdem reite ich also eine Stute, mit all ihren Stärken und Schwächen. Püppi ist dazu noch eine richtige Stute, das stellt mich immer wieder vor Herausforderungen. Man kann sie zu nichts zwingen, wenn man sie aber auf seiner Seite hat, macht sie alles für einen. Sie ist schon sehr speziell und hat einen starken Charakter. Eine der wenigen Vorteile, die ich an Stuten immer gesehen habe, ist natürlich die Tatsache, dass sie Fohlen bekommen können. Welcher Reiter träumt nicht heimlich davon, eigenen Nachwuchs zu züchten? Die Geburt des eigenen Fohlens mitzuerleben, zu sehen wie das Kleine sich immer prächtiger entwickelt und nach einigen Jahren in die Fußstapfen als Reitpferd treten kann, weil es einfach rundum gelungen und ein Spitzenpferd ist, ja das haben wir im Kopf wohl alle mal durchgespielt. Darüber haben wir hier auch schon mal einen Artikel veröffentlicht: Über den Traum …

Junge Pferde reiten ist was Schönes

Was der eine sehr gerne macht, lässt der nächste lieber bleiben: Junge Pferde reiten und sie auf den Weg in ihr Reitpferde-Leben begleiten. Bis auf meine ersten Ponys bin ich ausschließlich junge und/oder unerfahrene Pferde geritten, mit 12 bekam ich mein erstes Großpferd – einen 4-jährigen Wallach. Das war vor 11 Jahren. In der Zwischenzeit habe ich neben der Ausbildung von meinem eigenen Pferd, die ich natürlich nicht ohne Hilfe geschafft habe, noch diverses anderes Junggemüse geritten. Zum Teil waren das selbst gezogene Pferde, aber auch Pferde von Bekannten o.ä. Da ich aus einer Züchterfamilie komme, standen recht regelmäßig Jungpferde parat, die geritten werden wollten, so dass ich hier viel Erfahrung sammeln konnte. Ich mag es sehr, junge Pferde zu reiten, weil es so viel Spaß macht zu sehen und zu fühlen, wie sie sich weiter entwickeln. Es ist mitunter nicht einfach und man kann nicht nach Schema F arbeiten und das Anreiten an sich überlasse ich auch gerne anderen Menschen, aber dennoch macht es so viel Spaß zu merken, dass die Anlehnung heute schon …

Interview mit Juliane Barth von Julis Eventer

Julis Eventer ist vielen Busch-Fans bereits ein Begriff. Auf ihrem Blog erzählt Juliane Barth aus ihrem Leben im Vielseitigkeitssport. Seit Mai 2016 berichtet sie auf Julis Eventer von ihren eigenen Turnieren, von Trainingserlebnissen und darüber, was eigentlich das richtige Training ist und wie man sich Ziele setzen kann. Bekanntheit verschaffte ihr sicherlich der „Newsfeed Luhmühlen“ – ein Video von der 4-Sterne Geländestrecke in Luhmühlen, das von nahezu allen Berichterstattern in der Busch-Szene geteilt wurde! Anzusehen ist dieses Video und auch diverse andere Videos, FMA’s und Turnierberichterstattungen auf ihrem Youtube-Channel Julis Eventer, auf Instagram ist sie unter julis_eventer zu finden und bei Facebook ebenfalls unter Julis Eventer. Wir haben Juliane zu einem kleinen Interview gebeten und freuen uns, dass sie sich dafür einen Moment Zeit genommen hat. Davon hat sie neben Berufsleben und den Pferden nämlich gar nicht so viel übrig: Denn Juliane hat neben ihrem Crack Alani, der jüngst mit ihr das erste internationale VS-Turnier absolviert hat, noch zwei andere Pferde im Stall stehen: den 12 Jahre alten Ted und die 7-jährige Nessi. Wie alt bist du und was …

Sieg beim Future Champions Finale: Interview mit Joya Stolpmann

Das Future Champions Turnier in Hagen auf dem Hof Kasselmann gilt als das Aachen der Nachwuchsreiter: Hier treffen die besten Reiter der Altersgruppen 12-21 Jahre zum Jugend-Nationenpreisturnier aufeinander. In diesem Jahr konnten sich Reiterinnen und Reiter aus 27 Ländern für das Turnier qualifizieren, unter ihnen die 12 jährige Joya aus Hamburg mit ihrem Wallach Dajano. Wir haben sie zu einem kleinen Interview getroffen, in dem sie uns über ihre Erfahrungen auf diesem großen Turnier berichtet: Joya, wie konntest du dich für das Future Champions Turnier qualifizieren und welche Prüfungen bist du geritten? Als Reiterin für den Kader des Landesverbandes Hamburg habe ich an einem Sichtungslehrgang mit dem Bundesnachwuchstrainer Herrn Meyer zu Strohen teilgenommen und konnte mich darüber für die Internationale Tour der Future Champions in der Altersklasse Children qualifizieren. Die Childrens Tour ist für Reiterinnen und Reiter zwischen 12-14 Jahren, die auf Großpferden reiten. Die Einlaufprüfung und die Qualifikation zum Finale waren L*-Dressuren, das Finale dann eine L**-Dressur. Das Future Champions Turnier ist nicht einfach irgendein Turnier, hier kommen die besten jungen Reiterinnen und Reiter verschiedenster Nationen zusammen. …