Alle Artikel mit dem Schlagwort: Reiterblog

Der Zausel ist kein Fotopferd

Mein Zauselchen war nicht immer das, was man so als tiefenentspannt bezeichnen würde. Genau genommen war er sogar viele Jahre das genaue Gegenteil davon, leicht hysterisch, schnell hochgefahren, nervös bis schreckhaft, mit kurzer Hemmschwelle wenn es um spontane Fluchtmanöver ging, ein Hasenfuß, der hinter jedem Stein einen Berglöwen vermutet. Das hat sich aber in den letzten Jahren alles deutlich entspannt, er ist viel viel gelassener geworden, auf dem Hof und im täglichen Umgang ist er wirklich absolut tiefenentspannt, selbst Ausritte sind für uns total entspannte Normalität geworden. Nur Fototermine sind irgendwie immer wieder totale Stresserlebnisse und ich weiß gar nicht so richtig, wie es dazu immer wieder kommt. Wir sind letzte Woche mit einer Freundin zu einer Wiese geritten, um dort Fotos zu machen. Zu zweit sind wir die Strecke, die er gut kennt, vollkommen entspannt am langen Zügel geritten, haben gequatscht und das Zauselchen war so, wie ich ihn in den letzten Jahren immer kenne: vollkommen tiefenentspannt. An der Wiese angekommen mussten wir noch etwas auf den Fotografen warten, wir haben auf den Pferden …

Warum liegt hier eigentlich Stroh? 10 Dinge, an denen man einen Reiterhaushalt erkennt!

Reiter sind ein spezielles Völkchen mit allerlei Besonderheiten. Daher stellen sie unter anderem auch gesteigerte Anforderungen an ihr trautes Heim. Wie sich so ein Reiterhaushalt von einem normalen Haushalt unterscheidet? Vor der Tür steht ein großes Auto mit ausreichend PS. Das kann sowohl der neuste Porsche Cayenne sein als auch der Opel Kombi aus 1985 – hauptsache mit Anhängerkupplung und genügend Zugkraft. Auf der Fußmatte liegen stets ein paar Heuhalme. Daneben stehen mindestens zwei paar matschige Stiefel, an denen ebenfalls Heu klebt. Wir nennen das Landhausstil! Im Flur liegt Heu. Und Stroh. Oder Späne, je nachdem. Man kann die Reitsachen ja schlecht im Treppenhaus ausziehen? Wie jetzt, staubsaugen? Sorry, keine Zeit, heute kommt der Hufschmied! Der Boden ist übersäht von Schabracken, Decken und sonstigen merkwürdigen Gegenständen. Warum das nicht im Keller liegt? Der ist leider voll. Außerdem ist das Klima da unten echt nicht gut für das Leder. Und für die Eskadron Schabracke. Und für das Lammfell erst!! Wer den Wäschekorb öffnet, dem zieht ein herber, leicht strenger Duft entgegen. Reiten ist eben anstrengend und …

Bloggen im Team

Wie ihr wahrscheinlich wisst, sind wir vier Mädels im HorseDiaries-Team: Theresa, Anna, Carina und ich sind seit der Gründung bei HorseDiaries dabei und kennen uns auch privat schon seit vielen Jahren. Wir haben damals mit über 10 Mädels einfach angefangen zu bloggen und übrig geblieben sind letztendlich wir vier.  Da wir der einzige (mir bekannte) Reitsportblog sind, der von einem Team betrieben wird, dachte ich, es wäre vielleicht für einige von euch interessant zu erfahren, wie die Organisation hinter den Kulissen aussieht und ob wir das Bloggen im Team eigentlich empfehlen können. Erstmal zu unserer Organisation: Wir regeln das allermeiste über unsere Whatsapp Gruppe. Für uns ist das am einfachsten, da man sein Handy immer dabei hat und über die Gruppe sowohl Fotos als auch Links oder Videos austauschen kann. Oft schicken wir uns auch Sprachnachrichten, wenn wir gerade unterwegs sind oder einfach mehr zu erzählen haben, als wir tippen wollen. Bisher haben wir uns sehr selten zu viert getroffen, weil es so schwierig ist, dafür Termine zu finden. Leider haben wir immer alle viel zu tun und wohnen auch nicht ganz …

Von verklebten Augen und dem Kuhschock – Jeanys Juli

Kalenderwoche 27 – Jeanys Juli Hamburg, Bisher sehr regnerisch. Besonders lehrreiches Erlebnis diesen Monat: Jeanys Angst vor Kühen ist leider nicht verschwunden. Auf unserem Stammweg sind nun große Rinder angesiedelt und Jeanys Weltbild ist dadurch komplett zerstört. Ich weiß nicht, was es ist, aber sie hat auf jedenfall eine unsäglich große Angst vor diesen Tieren. Wir hatten das Problem in dem alten Stall auch schon, als an einer nicht gut einzusehnden Stelle plötzlich eine Herde Rinder standen, knallten bei ihr alle Sicherungen durch. Jeany hat mich dort das erste und einzige Mal beinahe verloren. Ab dem Tag, war ich dann jeden Tag dort an dieser Wiese und ich konnte die Angst wirklich kaum bekämpfen. Das steckt, genau wie die Angst vor Kutschen, scheinbar einfach in ihr drin. Ich bin nun sehr gespannt, wie es sich mit dieser Weide verhält, weil wir da beinahe täglich vorbei gehen. Hoffentlich, gewöhnt sie sich dran. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Jeany kam in der letzten Woche mit starken Leckaugen von der Weide. Als das eine Auge Donnerstag Nachmittag …

Meine Erfahrungen mit der Deckstation Schockemöhle

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Deckstation Schockemöhle. Nachdem Emmi von Fürsten-Look von der Deckstation Schockemöhle besamt wurde, möchte ich gerne meine Erfahrungen mit der Station mit euch teilen. Ich hatte dieses Jahr das erste Mal Kontakt zu einer Deckstation und hatte mich vorher nie mit Hengsten, Anpaarungen oder dem Ablauf einer Besamung auseinander gesetzt. Mir war relativ schnell klar, dass ich zu einer größeren Station gehen möchte. Das hat den Vorteil, dass man eine größere Auswahl hat und wenn die Stute von dem favorisierten Hengst nicht tragend wird, hat man die Möglichkeit, es noch mit einem anderen Hengst zu probieren. Ich hatte mir die Internetseite vorher schon oft angesehen und war immer sehr begeistert von der großen Auswahl an Hengsten. Von Totilas über Vivaldi bis Sandro Hit sind viele sehr bekannte Namen und Stempelhengste dort vertreten und ein Hengst ist schöner als der andere. Auf der Internetseite findet man schon sehr viele Informationen über die Hengste und ihre Nachkommen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die integrierte „Fohlenbörse“, in der Züchter ihre …

Endlich Weidezeit – Zausels Juni

Kalenderwoche 24 – Zausels Juni Irgendwie wechselhaft, erst ganz schön frisch bei 18 ° C und dann richtig sommerlich bei 27 °C Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Endlich Weidezeit! Bei uns kommen die Pferde leider jedes Jahr erst sehr spät ins Grün, während alle umliegenden Ställe schon längst die Weidezeit eingeläutet haben, sind unsere Weiden noch gesperrt. Beim Anblick all der anderen Pferde draußen auf den Weiden wird man ganz ungeduldig und neidisch, am ersten Juniwochenende ging es dann aber auch eeeendlich bei uns los! Bei aller Euphorie sind die ersten Wochen ja nur leider immer etwas nervig mit dem Anweiden, wenn man Tag für Tag das reinholen planen und die Dauer auf der Weide stückweise immer weiter ausdehnt. Das ist nun aber auch geschafft und unsere Pferde sind den ganzen Tag draußen und freuen sich über das satte Grün. Das schlägt sich natürlich auch in der Figur wieder, der Zausel ist im Moment ganz schön rund, die Stute hat gleich von Anfang an eine Fressbremse bekommen, damit das gar nicht erst so ausartet. Darüber …

Meine Hengstwahl – Endlich geht es los!

Heute möchte ich euch endlich verraten, für welchen Hengst ich mich entschieden habe und wie unsere Geschichte weitergeht. Nachdem Emmi auf Zysten untersucht worden war und auch die Tupferprobe negativ war, konnte unsere Babyplanung so richtig losgehen! Da Emmi bei der Tupferprobe rossig gewesen war, vereinbarten wir direkt einen Termin zum Ultraschall 18 Tage später. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt müsste Emmi wieder rossig sein und je nachdem, wie ihr Zyklus mitspielt, könnte man dann schon direkt besamen. Wenn man besamen will, muss man natürlich auch wissen, wessen Samen man eigentlich haben möchte. Puh, ich hatte nun also eine Deadline für meine Hengstauswahl. Einerseits war ich davon etwas gestresst, andererseits war ich auch froh, dass endlich ein Ende absehbar war. Denn ich muss ehrlich sagen, dass mich diese Frage schon ziemlich beschäftigt hat. Während ich anfangs noch dachte, ich würde das alles ganz easy entscheiden, sind ja schließlich alle Hengste gut und man weiß sowieso nicht, wie Emmi sich vererbt, stellte sich schnell heraus, dass das Ganze doch gar nicht so einfach war. Meine Favoriten hatte …

Langzeittest: Lavisano Urfutter „reform probiotic“ & „due evo“

Bei dem Futtermittel „Lavisano – das Urfutter“ handelt es sich um ein pelletiertes Komplettfutter, welches laut Herstellerangaben speziell auf die natürlichen und ursprünglichen Bedürfnisse unserer Pferde abgestimmt ist. Wir sind letztes Jahr im Winter auf dieses Futter aufmerksam geworden, als wir ein wirksames Mittel gegen Kotwasser gesucht haben. Seit dem Winter haben wir nun das Lavisano Futter gefüttert und es wird Zeit, ein Resümee über die Langzeiterfahrungen zu schreiben. Lavisano – das Urfutter Lavisano gibt es in drei unterschiedlichen Ausführungen, das Lavisano due evo ist das Basisfutter, Lavisano reform probiotics ist ein probiotisches Futter zur Darmsanierung und das Lavisano top avantgarde bietet besondere Unterstützung in der Wettkampfvorbereitung und Rehabilitation. Der Hersteller empfiehlt bei Problemen mit der Verdauung und auch grundsätzlich zur Umstellung auf das Lavisano Futter zunächst mit dem Reform Probiotic zu beginnen und nach frühestens ca. 6 Wochen auf das Basisfutter Due evo umzusteigen. Anwendung und Dosierung Wir haben uns an diese Empfehlung gehalten und zunächst ca. 10 Wochen lang das probiotische Futter gefüttert. Unsere Pferde bekommen die Pellets anstatt Krippenfutter (in unserem Fall …

Willkommen du schöner Juni – Jeanys Sommeranfang

Kalenderwoche 23 – Jeanys Juni Sommer, Sonne, Sonnenschein und oh je – ganz viel Platzregen. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Ich habe mich besonders über unsere tolle Reitbeteiligung gefreut. Da ich Ende Mai zeitlich noch ziemlich eingespannt war, konnte ich sie leider weniger intensiv unterstützen, als ich es ursprünglich geplant hatte. Allerdings bekomme ich nach jedem ihrer Besuche ganz liebe Berichte und merke, dass sich Jeany zunehmend bei ihr wohlfühlt. Da mein Umzug nun fast komplett vollzogen ist und auch x Millionen andere Baustellen in meinem Leben sich langsam lichten, kann ich auf einen schönen Juni mit Jeany hoffen. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Auch in diesem Monat keine Sorgen  🙂 Schönstes Erlebnis diesen Monat: Jeany hat mir seit laaanger, langer Zeit in der letzten Woche einmal kräftig zugewiehert als ich kam. Ist das verständlich, dass ich mich darüber total gefreut habe? Meistens brummelt sie nur, nicht selten sagt sie auch mal gar nichts. Aber in der letzten Woche hörte sie mich und ich rief, entgegen schallte mir ein das allerliebste …

Die ersten Untersuchungen – Der Mai mit Emmi

Kalenderwoche 22 – Emmis Mai Hamburg, Sommer pur, 23-26°C und erstaunlich wenig Wolken! Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Die negative Tupferprobe! Wer meine letzten Beiträge gelesen hat, hat mitbekommen, dass Emmi nächstes Jahr ein Fohlen bekommen soll. Unser Monat Mai war also geprägt von der Babyplanung. Angefangen haben wir mit einem Ultraschall und einer Tupferprobe, um zu gucken, ob Emmi überhaupt gesund ist. Ich wollte gern einmal vorab Ultraschall machen, um zu kontrollieren, ob sie Zysten hat. Die können nämlich ansonsten später mit der Frucht verwechselt werden, so wurde es mir zumindest erklärt. Bei unserem ersten Termin war Emmi rossig, so konnte man auf dem Ultraschall nicht so viel sehen bezüglich eventueller Zysten, dafür aber die Tupferprobe nehmen. Wir haben die Tupferprobe an einem Samstag genommen, am Montag sollte mir Bescheid gesagt werden. Ich saß also Montag etwas auf heißen Kohlen, weil ich natürlich wissen wollte, ob alles in Ordnung ist. Es wurde Mittag, es wurde Nachmittag, irgendwann habe ich es nicht mehr ausgehalten und in der Klinik angerufen. Meine behandelnde Tierärztin war …