Monate: September 2017

Rückenschmerzen beim Reiten – meine Erfahrungen mit Osteophatie – Teil I

Wenn ihr Püppis Tagebuch und unsere Monatsberichte verfolgt, habt ihr ja schon darüber gelesen, dass ich seit der Geburt meines Sohnes Ende Juni mit Rückenschmerzen zu kämpfen habe. Ich hatte mein Leben lang bisher keinerlei Probleme mit dem Rücken, und weiß das eigentlich jetzt erst zu schätzen.. denn Rückenschmerzen sind wirklich wahnsinnig unangenehm. Ich habe die Schmerzen zum ersten Mal gemerkt, als ich 5 Wochen nach der Geburt wieder auf Püppi stieg und antrabte. Bei jedem Trabtritt fühlte es sich an, als ob meine Wirbelsäule zwischen den Schulterblättern gestaucht wird. Es war furchtbar und ich konnte so gar nicht richtig reiten (HIER habe ich darüber berichtet). Nach dem Reiten spürte ich den Schmerz dann auch beim Kinderwagen hochheben, Maxi-Cosi tragen, Kind tragen, ja sogar nachts wenn ich im Bett lag. Ich suchte Rat bei meiner Hebamme, und sie empfahl mir, zur Osteopathie zu gehen. Für die Pferde kenne ich osteopathische Behandlungen schon lange, auch Püppi wird regelmässig behandelt und Blockaden gelöst. Also war das Thema bei mir dadurch schon einmal positiv belegt. Was ist eigentlich …

Warum eine Reiterin als Freundin vielleicht doch keine gute Wahl ist

Die meisten von euch kennen vermutlich unseren Artikel Warum eine Reiterin als Freundin eine gute Wahl ist. Wir haben den Artikel damals mit großer Überzeugung geschrieben, allerdings ist uns in der darauffolgenden Zeit doch der ein oder andere Punkt eingefallen, der unsere sorgsam erarbeiteten Thesen widerlegen könnte. 1. Reiterinnen riechen manchmal interessant Ich möchte jetzt nicht sagen, dass Reiterinnen immer stinken. So ist es nicht. Aber erst kürzlich, als ich mein Pony mit einer großen Portion Anti Fliegenspray versorgte und mir auf dem Heimweg im Auto wegen der strengen Note Fliegenspray auf meiner Haut schlecht wurde, fiel mir auf, dass man seinem Partner so nur schwer unter die Nase treten kann. 2. Reiterinnen haben keine Zeit für ihre Männer Dadurch, dass Reiterinnen gerne auch mal mehr als nur ein Stündchen im Stall verbringen, hat ihr Partner mehr Freizeit als ihnen manchmal lieb ist. Nicht selten gibt es die „Wann kommst du endlich nach Hause“ Diskussion, die für den Nicht-Reiter meistens nicht gut ausgeht. 3. Die Sache mit dem Urlaub Das kannst du dir zukünftig abschminken, …

Jeanys September – Es hat Haare! Viele.

Kalenderwoche 39– Jeanys September Niedersachsen, der Herbst ist da. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Den einziehenden Herbst. Ich mag die vielen bunten Farben und freue mich schon auf einen schönen Ausritt in dieser Woche, durchs raschelnde Laub zu reiten und den schönen Duft vom herbstlichen Wald riechen zu können. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Jeanys Figur. Dieses Jahr ist sie trotz wirklich wenig Futter und Gras enorm dick. Ich weiß leider nicht mehr, was ich noch kürzen soll und hoffe einfach, dass das Gras so langsam an Kraft verliert. Schönstes Erlebnis diesen Monat: Ich bin immer noch glücklich über die neue Weidegruppe. Jeany fühlt sich pudelwohl und hat recht schnell neue Freunde gefunden, was ihr sonst immer wirklich sehr schwer gefallen ist. Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben: Ich habe vor Monaten ein Micklem gekauft und nicht aufgepasst, dass scheinbar keine Gebissriemen mitgeliefert worden sind. Gerade eben kamen sie mit der Post und ich freu mich schon, die Trense auszuprobieren und hoffe sehr, dass sie für Jeany angenehmer ist als alle …

Spiegel deiner Seele – Wenn sich das Bewusstsein verändert

Als „Gelegenheitsreiter“ wie ich es bin, hat man jede Menge Zeit, um im Stall Eigenschaften von Pferden und Menschen zu beobachten, an alte Geschichten und Erlebnisse zu denken und sich selbst als Reiter in seinem Reiterleben zu reflektieren. Feierabendzeit, die Straßen sind voll, das Wetter macht auch mal wieder was es will und das Pferd steht im Stall und wartet auf seinen täglichen Besuch vom Menschen. Endlich im Stall angekommen, beißt man nochmal schnell vom Apfel ab, der Rest wird dem Pferd zur Begrüßung ins Mäulchen gestopft, schnell gehalftert und ab zum Putzplatz. Am Putzplatz trifft Freundin A, die ebenfalls dauergestresste Freundin B und beide schnattern und kotzen sich über den Alltag aus. Nebenbei wird das Pferd halbherzig geputzt und zwischendurch angepflaumt, weil es in den Strick beißt, genervt die Ohren anlegt, von einer Seite zur anderen tänzelt und einfach nicht still stehen kann. Oder aber der Kandidat steht anteilnahmslos am Anbinder und man hört Sätze wie „Mein Pferd hat heut mal wieder so viel Motivation wie ein Toastbrot.“ Die Wenigsten fragen sich allerdings, woher …

Emmis September – Endlich Ruhe!

Kalenderwoche 38 – Emmis September Hamburg – 15 Grad, Sturm, Sonne und wie immer eine Menge Regen Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Darüber dass Emmi sich so gut in ihrem neuen Zuhause eingelebt hat und endlich ein bisschen Ruhe in unseren Alltag eingekehrt ist. Sie lebt jetzt endlich das perfekte Pferdeleben und das macht mich sehr glücklich. Außerdem versteht sie sich mit ihren neuen Freundinnen total gut. Ich bin froh, endlich aus dem Pensionsstall-Trubel raus zu sein. Zwar war unser Stall sehr schön und die Leute nett, aber bei 120 Pferden ist einfach immer Trubel. Noch dazu kam, dass der Stall die letzten Monate umgebaut wurde und daher eine große Baustelle inklusive LKWs, Baggern & Co war. In Emmis neuem Stall ist es viel entspannter, es sind weniger Reitpferde und sehr viele Zuchtstuten und dadurch auch viel weniger Menschen. Außerdem steht die allerliebste Wiebke, die auch ab und an für Horsediaries schreibt, ebenfalls dort und wir sehen uns jetzt endlich mal etwas öfter als früher. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: So …

Emmis großes Blutbild – Wurmkur in der Trächtigkeit?

Ich hatte euch ja berichtet, dass letzte Woche der Tierarzt bei Emmi war und ich bei der Gelegenheit auch gleich Blut habe abnehmen lassen. Emmi macht einen gesunden Eindruck und sieht super aus, aber ich wollte trotzdem sichergehen, dass es ihr an nichts fehlt. Gestern kamen dann die Ergebnisse und leider ist es nicht ganz so gut wie erwartet. Selen und Zink sind zu niedrig, das ist aber zumindest hier in Norddeutschland fast schon normal, weil wir so selenarme Böden haben. Außerdem ist der Kupferwert leicht erhöht, das hemmt die Aufnahme von Zink leider zusätzlich. Ich denke, ich werde ihr ein Präparat zufüttern, falls von euch jemand eine Empfehlung hat für ein Selenpräparat, das auch gut aus der Hand gefüttert werden kann, schreibt mir gerne in die Kommentare. Darüber hinaus ist der „Eosinophile-Wert“ erhöht. Da ihr wahscheinlich mit dem Begriff genau so viel anfangen könnt wie ich, hier mal die Erklärung dazu: Eosinophile Granulozyten zählen zu einer der kleinsten Gruppen der Granulozyten und gehören auch noch zu den weißen Blutkörperchen. Beim Pferd wie beim Menschen …

Reitersprache // Deutsch – Eine Übersetzung

„Reiter sind schon ein komisches Volk!“ – Nicht selten habe ich diesen Satz in meiner aktiven Reiterzeit gehört. Heute, wo ich ausreichend Abstand zur Szene und den meisten Reitern gewonnen habe, muss ich nach einigen stillen Beobachtungen feststellen, dass die Kritiker damit tatsächlich Recht haben. Erst kürzlich hatte ich eine interessante, philosophische Unterhaltung mit Nichtreitern über Matratzeneinstreu. Nachfolgend findet ihr eine kleine Zusammenfassung von Begrifflichkeiten, die für Nichtreiter unsere Verrücktheit doch deutlich unterstreichen. Schickt sie gern an alle genervten Nichtreiterfreunde und Partner, vielleicht führt sie zu einem etwas besseren Verständnis eurer Pferdeprobleme ;). Matratzeneinstreu – Nicht etwa eine mit Einstreu gefüllte Matratze, nein. Die wahre Bedeutung von einer Matratzeneinstreu ist wesentlich unromantischer. Eigentlich kann man sagen, dass es nichts mehr ist, als über mehrere Wochen gesammelter Mist in einer Pferdebox, die täglich nur mit frischem Stroh übergestreut wird. Das Pferd schläft nachts also nicht wie zuerst angenommen, wie eine Prinzessin auf der Erbse, sondern auf seinem eigenst angesammeltem Klo. Nicht sehr lecker. Die Parade kommt nicht durch – Nein, damit ist keine Pferdeparade gemeint, die …

Ein kleiner Schreckmoment – Zausels September

Kalenderwoche 37 – Zausels September Hamburg – herrlicher Spätsommer mit ersten Vorboten des Herbstes Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Wir hatten einen sehr sehr schönen Ausritt und sind eine Strecke geritten, die wir das ganze Jahr noch gar nicht geritten waren, weil die Wege dort im letzten Jahr so schlecht waren. Nun sind sie aber frisch gemacht und wieder richtig toll zu reiten. Außerdem ist das quasi unsere Hausrunde und man reitet nicht so lange im Schritt dahin, so dass man die Runde auch besser mal zwischen durch reiten kann. Wir waren richtig beseelt nach dem Ausritt, dass wir unsere Hausrunde wiederentdeckt haben. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Wie ich euch ja letzte Woche schon berichtet hatte, war der Zausel letzte Woche Montag plötzlich lahm, natürlich direkt bevor ich in den Urlaub gefahren bin. Nicht das sowas sowieso immer ungelegen kommt, kurz vor dem Urlaub hat man natürlich besonders gern ein plötzlich lahmes Pferd im Stall. Der Zausel hatte schon immer ein gutes Timing für solche Sachen… zum Glück war der …

Schon wieder Tierarztbesuch!

Soo, endlich komme ich mal wieder dazu, euch von Emmi zu berichten. Momentan ist mein Alltag etwas stressiger als vorher und daher komme ich nicht mehr so viel zum Bloggen wie vorher, aber bisher gab es auch nichts spannendes Neues zu berichten. Gestern war ich dann endlich mal wieder bei Emmi, wir hatten einen Termin beim Tierarzt. Da Emmi ja vor drei Wochen umgezogen ist, kann unsere ehemalige Tierärztin sie nicht mehr weiter behandeln, sodass wir unseren neuen Tierarzt kennengelernt haben. Zuerst stand eine Ultraschallkontrolle an. Emmi ist zwar schon 120 Tage tragend und normalerweise würde man so spät keinen Ultraschall mehr machen, da man von dem Fohlen nicht mehr sonderlich viel erkennen kann. Allerdings hatte meine Tierärztin ja vor ein paar Wochen eine merkwürdige Struktur auf dem Ultraschall entdeckt, die eine Woche später plötzlich wieder verschwunden war. Da ich trotzdem noch nicht 100% beruhigt war, wollte ich das gern noch mal kontrollieren lassen. Der Tierarzt hat sehr viel Erfahrung mit tragenden Stuten, insofern war es für mich auch praktisch, einfach noch mal eine zweite …

Plötzlich lahm – und nun?

Immer wenn man nicht damit rechnet und vor allem immer dann, wenn man es nicht so wahnsinnig gut gebrauchen kann, lässt sich der Zausel eine kleine Überraschung einfallen. Zu Feiertagen, bevorstehenden Urlauben, bei widrigen Wetter- und Straßenverhältnissen überkommt ihn dann so eine plötzliche Sehnsucht nach Tierärzten und Kliniken. Und obwohl ich mittlerweile weiß, dass das seine ganz besondere Spezialität ist, überrascht er mich damit tatsächlich immer wieder. Zum Beispiel mit einem Einschuss vor einem Jahr, kurz bevor ich ebenfalls im September in den Urlaub fahren wollte. Oder ein Riss in der Oberlippe, Weihnachten vor 5 Jahren. Oder dem Herzgeräusch, was dringend in der Klinik kontrolliert werden sollte, als wir in Hamburg den absoulten Ausnahmewinter hatten und kein Mensch freiwillig mit Hänger auf die Straße gefahren wäre. Diesmal hatte ich grade noch Cathy angeboten, sie könnte ja den Zausel ein bisschen reiten, während ich im Urlaub bin, jetzt wo Emmi nicht mehr geritten wird und meine Urlaubsvertretung eh nicht dazu kommt, ihn jeden Tag zu bewegen, da reicht er auch schon einen gelben Schein ein. Schon …