Neueste Artikel

6 Tipps für den Sattelkauf

Das Thema Sattelkauf kann zu einer ziemlich frustrierenden Angelegenheit werden, denn einen Sattel zu finden, der wirklich passt, ist gar nicht so einfach und oft entpuppt sich der extra für Pferd und Reiter angepasste Sattel nach einem halben Jahr als doch nicht so passend, wie der Sattler versprochen hatte. Denn genauso schwer wie einen passenden Sattel zu finden ist die Suche nach einem guten Sattler – allzuoft verbirgt sich hinter dem Titel nämlich nur ein Verkäufer, der wenig Rücksicht auf die tatsächliche Passform nimmt, sondern eben in erster Linie seine Sättel an den Mann oder die Frau bringen möchte.

Auch ich habe schon reichlich schlechte Erfahrungen mit Sattlern und nicht passenden Sätteln gemacht und war als Pferdebesitzer stellenweise so überfordert und frustriert, dass ich schon annahm, es ist einfach unmöglich, einen passenden Sattel zu finden.

Die gute Nachricht ist: Es gibt sowohl sehr kompetente Sattler als auch wirklich dauerhaft passende Sättel! Man muss sie eben nur finden.
Damit dir das hoffentlich schneller gelingt als mir, habe ich dir hier meine Top 5 Tipps aufgeschrieben, die ich aus leidvoller Erfahrung gesammelt habe.

  1. Frag die richtigen Leute
    Naheliegend ist es natürlich, Bekannte aus dem Stall nach einem Sattler zu fragen. Die haben gute oder schlechte Erfahrungen mit den Sattlern aus der Umgebung gemacht und können dir helfen, deinen Sattler zu finden. Frag nicht die Leute, die grade einen neuen Sattel gekauft haben und dessen Pferde plötzlich wie durch ein Wunder nur so durch die Halle schweben. Neue Besen kehren gut und mit einem neuen Sattel reitet es sich immer besser als mit dem alten, drückenden. Bis so ein Sattel aber richtig Schaden anrichtet, muss man damit eine ganze Weile reiten, möglicherweise drückt der tolle neue Sattel in einem Jahr genauso wie der alte – nur an anderer Stelle.
    Frag liebe die Mitreiter, die schon seit Jahren den gleichen Sattel haben, bei denen seit Jahren der gleiche Sattler auf den Hof kommt um nur die Kissen ein wenig aufzufrischen oder dem antrainierten Muskel ein bisschen mehr Platz zu machen. Da hast du gute Chancen auch einen Sattel zu finden, der dich über viele Jahre begleitet und dir und deinem Pferd wirklich passt.
  2. Ausprobieren, bis dem Sattler die Füße platt werden
    Oder ihm gleich einen Stuhl anbieten, denn einen Sattel kann man nicht in drei Runden ausprobieren. Zumindest keinen, der keine absolute Katastrophe ist, von denen darf man natürlich auch schon nach 3 Runden absteigen. Eine Sattelprobe kostet Zeit und wenn dich dein Sattler hetzt, ist er nicht der richtige für dich. Im besten Fall lässt er dir das gute Stück sogar für einige Tage zur Probe da, damit du den Sattel wirklich ausgiebig testen kannst, bevor du ihn tatsächlich kaufst. Auf jeden Fall solltest du aber ausgiebig in allen drei Grundgangarten mit dem Teststück reiten und auch Seitengänge und fliegende Wechsel probieren, sofern dein Pferd sie beherrscht. Solange man noch gradeaus reitet, scheint der Sattel noch echt super zu sein, in den Seitengängen wird’s dann aber plötzlich holprig? Dann passt der Sattel nicht!
  3. Traue nicht dem Wundersattler
    Es gibt Pferde, die haben einfach eine schwierige Sattellage, zum Beispiel weil sie sehr viel Schwung in der Oberlinie haben, weil die Gurtlage nicht zur Sattellage passt oder weil sie sehr wenig Schulter und Widerrist haben und Sättel schnell nach vorn rutschen. Solche Pferde sind schwierig zu besatteln, das hat einfach anatomische Gründe. Hast du ein solches Pferd und dir verspricht plötzlich ein Sattler, das wäre alles nur halb so wild, das würde er ganz einfach hinbekommen, seine Sättel kann er auf wirklich jedes Pferd anpassen, ist Vorsicht geboten. Möglicherweise hast du einen wirklich begnadeten Sattler an der Hand – wahrscheinlicher allerdings ist es, du hast es mit einem Verkäufer zu tun, der dir nur irgendwie einen Sattel andrehen möchte. Ein guter Sattler wird dir nicht das Blaue vom Himmel versprechen und offen über die Problematik mit dir sprechen. Vielleicht wird er dich sogar enttäuschen und dir sagen, dass er keinen passenden Sattel für dein Pferd hat, kann dir aber vielleicht einen Kollegen empfehlen, der die Sättel führt, die zu euch passen könnten. Dann bist du an einen wirklich guten Sattler (allerdings noch keinen Sattel) geraten!
  4. Maßsattel ist nicht gleich Maßsattel
    Leider bin ich selbst auch schon drauf reingefallen, zwei Mal sogar (ja so doof muss man auch erstmal sein…). Da kommt ein neuer Sattler auf den Hof und bietet Maßsättel an, die etwas teurer sind als die normalen Sättel von der Stange. Sie liegen damit etwas unter dem Preis der anderen Maßsättel, die leider außerhalb des Budgets liegen, sind aber eben trotzdem echt wahnsinnig teuer, teurer als ein Markensattel von Prestige, Passier und Co. Aber weil man schon so viel probiert hat und schon lange das Gefühl hat, dem lieben Vierbeiner passt eh überhaupt gar nichts, kratzt man schließlich doch sein Geld zusammen und bestellt sich auch einen von diesen Maßsätteln. Oft ist in einem Stall dann folgendes zu beobachten: Ein Pferd wird mit dem tollen neuen Maßsattel ausgestattet, läuft plötzlich umwerfend viel besser und der halbe Stall kauft den gleichen Sattel nach. Natürlich immer individuell auf jedes Pferd angepasst, ist ja schließlich ein Maßsattel. Nach 3-4 Monaten dann die ersten unzufriedenen Stimmen, der Hälfte der Pferde passt der tolle Maßsattel nicht, auch nach mehrmaligem umpolstern ist nichts zu machen, der Maßsattel passt einfach nicht und der erst noch so gefeierte Sattler wird mit dem Besen vom Hof gejagt. Warum der Maßsattel doch nicht auf jedes Pferd passt? Weil es gar keiner war, es war ein Teil- oder Pseudomaßsattel, der einem Baukastensystem ähnlich modular zusammen gestellt werden kann, oft billig irgendwo im Ausland produziert und noch nicht mal aus besonders hochwertigem Leder gefertigt. Die Passform ist kein bisschen besser oder schlechter als die aller anderer Sättel von der Stange (die gibt es schließlich auch in unterschiedlichen Grüßen und Ausführungen), die Qualität des Sattels eher schlechter und passen tut er eben nur bei den Pferden, die zum Sattel passen, aber bestimmt nicht beim der Hälfte aller Pferde im Stall.
    Ein echter Maßsattel wird von Baum bis zum Sattelblatt auf Pferd und Reiter zugeschnitten hergestellt, vom Sattler persönlich in seiner Werkstatt, das Ausmessen ist außerordentlich aufwendig und meistens erfolgen Zwischenanproben, damit auch wirklich alles zu 100 % passt. Das ist teuer, für ein wirklich spezielles Pferd aber oft die letzte Möglichkeit, die dann auch ihr Geld wert ist. Möchte euch jemand einen Maßsattel verkaufen, fragt ganz genau nach, wo und von wem der Sattel hergestellt wird, welches Leder verwendet wird und wo der Sattelbaum herkommt.
  5. Das Vier Augen Prinzip
    Ihr habt einen Sattel gefunden, der einen guten Eindruck macht, seid damit ein paar Mal geritten und habt das Gefühl: Der passt!
    Bevor ihr nun viel Geld für das ersehnte Stück Leder zwischen Pferderücken und eurem Allerwertesten hinblättert, lasst noch mal jemand anderes auf den Sattel schauen. Vier Augen sehen mehr als zwei und jemand Neutrales, der nichts am Kauf des Sattels verdient, ist ein guter Berater. Die meisten Chiropraktiker und Osteopathen haben einen geschulten Blick dafür, ob die Ausrüstung passt, auch Tierärzte und Reitlehrer sollten erkennen, ob ein Sattel gut liegt oder vielleicht doch nicht so das Wahre ist. Oder ihr fragt einfach mal bei dem Sattler, der so einen kompetenten Eindruck machte, aber leider nicht das passende für euch im Sortiment hatte, ob er eine Sattelbeurteilung machen würde. Die meisten Sattler beurteilen auch fremde Sättel gegen einen relativ geringen Betrag, gemessen an der Kaufsumme eines neuen Sattels. Lieber noch mal 100 € extra bezahlen, als viel Geld für einen unpassenden Sattel aus dem Fenster zu schmeißen!
  6. Zuhören und lernen
    Du kannst von jedem Sattlerbesuch profitieren, wenn du aufmerksam zuhörst, Fragen stellst und dir erklären lässt, welcher Sattel aus welchen Gründen passt oder nicht passt. Das hilft dir, auch selbst einschätzen zu können, ob ein Sattel zumindest weitestgehend passt, oder eine totale Katastrophe ist. Außerdem ist es wichtig, den Sattel regelmäßig zu kontrollieren, schließlich verändern sich Sattel und Pferd über die Zeit und es muss immer wieder ein wenig nachjustiert werden. Am besten ist es, du erkennst selbst, wann es wieder an der Zeit ist, den Sattler zu rufen.

Mit diesen Tipps findest du deinen Traumsattel hoffentlich etwas schneller und sparst dir ein paar der Fehler, die ich begangen habe. Im Idealfall bleibst du von teuren Fehlkäufen komplett verschont. Das Thema Sattelkauf muss kein Frust sein, man muss nur den richtigen Sattler finden!

Baby statt Pferd – Püppis Juli

Kalenderwoche 28 – Püppis Juli

Hamburger Sommer, Regen und 15 Grad bis Sonne und 25 Grad

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Auch wenn es hier eigentlich um Püppi geht – das schönste Erlebnis des letzten Monats war die Geburt meines Sohnes am 24. Juni, der hier friedlich neben mir schläft, während ich diesen Beitrag schreibe! Ich würde zwar behaupten, dass ich mit Leib und Seele Pferdeliebhaberin bin, aber bei einem solchen Erlebnis rückt doch alles andere erst einmal komplett in den Hintergrund. Dieser Monatsbericht fällt deshalb kurz und knapp aus, denn in den letzten vier Wochen war ich nur einmal im Stall – gestern, zwei Wochen nach der Geburt meines Sohnes, um Püppi und ihn miteinander bekannt zu machen! In den letzten Tagen vor der Geburt war ich gar nicht mehr im Stall, da ich erstens schon über dem errechneten Geburtstermin war und es einfach jederzeit losgehen konnte, da wollte ich nicht unbedingt im Stall sein, außerdem war ich auch nicht mehr so fit, es war sehr warm, und ich konnte ja ohnehin nichts mehr mit Püppi machen. Nach der Geburt waren wir natürlich auch erst einmal zu Hause. Püppi war aber wie immer bestens versorgt, so dass ich ruhigen Gewissens sein konnte. Trotzdem war es komisch, so lange nicht im Stall zu sein. Umso mehr habe ich mich auf unseren ersten Besuch zu Dritt bei Püppi gefreut!

Ich bin also ganz vorsichtig mit dem Maxi Cosi zu Püppis Box gegangen – und hatte eigentlich erwartet, dass sie den gruselig findet und nicht da rangehen würde. Aber das Gegenteil war der Fall, Püppi war ganz neugierig und interessiert, auch unser Sohn war wach und schaute Püppi mit großen Augen interessiert an. Hach, das war ein so schöner Moment für mich!!

Nächste Woche möchte ich das erste Mal wieder aufs Pferd steigen, bin voller Vorfreude, und   gleichzeitig habe ich auch etwas Respekt davor. So eine lange Reitpause hatte ich noch nie, zuletzt bin ich Ende September normal geritten, danach bis Dezember nur ganz vereinzelt und sehr vorsichtig. Meine Kondition ist natürlich komplett weg, also werde ich ganz langsam anfangen und mal schauen, wie es so läuft! Mit dem Reiten, aber auch mit dem Kleinen, der natürlich immer dabei sein wird. Nach unserem Püppi-Besuch haben wir gestern am Stall noch einen schönen Spaziergang gemacht und er hat ganz zufrieden geschlafen. Ich hoffe natürlich, dass es ihm im Stall auch weiterhin gefallen wird und er gern dabei sein wird. Dann kann ich euch ab nächstem Monat auch wieder mehr zum eigentlichen Thema hier berichten 🙂

 

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Der Sattler war da und passt beide Sättel neu an, außerdem war der Tierarzt da weil Püppi ein tränendes Auge hatte – beide Rechnungen stehen aber noch aus.

 

Wenn Püppi noch etwas sagen könnte:

 „Wer ist der kleine Mensch und kann der mir nächstes Mal auch Futter mitbringen?“

 

Bloggen im Team

Wie ihr wahrscheinlich wisst, sind wir vier Mädels im HorseDiaries-Team: Theresa, Anna, Carina und ich sind seit der Gründung bei HorseDiaries dabei und kennen uns auch privat schon seit vielen Jahren. Wir haben damals mit über 10 Mädels einfach angefangen zu bloggen und übrig geblieben sind letztendlich wir vier.  Da wir der einzige (mir bekannte) Reitsportblog sind, der von einem Team betrieben wird, dachte ich, es wäre vielleicht für einige von euch interessant zu erfahren, wie die Organisation hinter den Kulissen aussieht und ob wir das Bloggen im Team eigentlich empfehlen können.

Erstmal zu unserer Organisation: Wir regeln das allermeiste über unsere Whatsapp Gruppe. Für uns ist das am einfachsten, da man sein Handy immer dabei hat und über die Gruppe sowohl Fotos als auch Links oder Videos austauschen kann. Oft schicken wir uns auch Sprachnachrichten, wenn wir gerade unterwegs sind oder einfach mehr zu erzählen haben, als wir tippen wollen. Bisher haben wir uns sehr selten zu viert getroffen, weil es so schwierig ist, dafür Termine zu finden. Leider haben wir immer alle viel zu tun und wohnen auch nicht ganz so dicht beieinander. Anna, Theresa und ich wohnen seit diesem Jahr nur noch ca. 2km auseinander, daher treffen wir uns relativ häufig auch mal spontan. Carina wohnt südlich der Elbe und das Problem, warum sie nicht immer dabei sein kann, ist weniger die Entfernung als viel mehr das Verkehrsaufkommen vor dem Elbtunnel. Vor kurzem haben wir uns aber gezwungen, einen festen Termin für ein Bloggertreffen zu viert auszumachen, weil es mittlerweile so viel zu besprechen gab, dass es die Whatsapp-Gruppe einfach gesprengt hat. Wir hatten eine ewig lange Tagesordnung abzuarbeiten und hätten nie gedacht, dass wir das schaffen, aber das Treffen war total produktiv und wir sind alle voller neuer Ideen und Aufgaben nach Hause gegangen. Ihr dürft also sehr gespannt sein, was euch in den kommenden Monaten so alles erwartet (solche Teaser muss man als Blogger regelmäßig streuen, hab ich gehört…). Wir haben außerdem direkt das nächste Treffen angesetzt, damit sich nicht wieder so viel Besprechungsbedarf anstaut und wir mit unseren Projekten schnell vorankommen.

Von der technischen Seite habe ich nicht allzu viel Ahnung, aber wir nutzen WordPress für unseren Blog und haben natürlich alle Zugriff auf die Oberfläche. Jeder von uns ist dort (in der Regel) täglich online, um Kommentare freizuschalten, Beiträge zu überarbeiten oder Fotos in die Mediathek zu laden. WordPress ist perfekt auch für Blogs mit mehreren Autoren geeignet und ich finde die Oberfläche super übersichtlich und einfach zu bedienen.

Ob das Bloggen im Team einen Vor- oder einen Nachteil darstellt, kann man so pauschal aber trotzdem nicht beantworten. Für uns ist es das passende Konzept, das bedeutet aber nicht, dass es für jeden das Richtige ist.

Aus meiner Sicht hat man im Team folgende Vorteile:

  • Arbeitsteilung: Bei uns macht jeder das, was er am besten kann. Unsere Fotos macht fast ausschließlich Theresa, Carina ist für unser MediaKit zuständig, Anna kümmert sich um unsere Buchhaltung und ich bin für alles Rechtliche zuständig und lese die meisten Beiträge Korrektur, da ich ein kleiner Rechtschreibfreak bin 😉 Beiträge schreiben müssen wir natürlich alle, aber das machen wir auch alle gern, dafür haben wir den Blog schließlich gegründet!
  • Bessere Erreichbarkeit: Würde einer von uns alleine bloggen, ich glaube unsere Leser und Kooperationspartner müssten ziemlich lange auf Antworten warten. So antwortet immer der, der gerade Zeit hat und es ist kein Problem, wenn jemand im Urlaub mal zwei Wochen offline ist.
  • Ständiges Feedback: Alle Ideen diskutieren wir in der Gruppe und alle Entscheidungen treffen wir gemeinsam. Unsere Beiträge liest immer noch mindestens eine zweite Person Korrektur und fast immer gibt es inhaltlich noch etwas zu verbessern. So läuft keiner Gefahr, zu sehr in seiner eigenen Welt zu versinken und die Leser zu langweilen 😉
  • Mehr Spaß: Mit so einem Blog macht man Höhen und Tiefen durch und ich finde, das macht zusammen viel mehr Spaß. Wenn mal jemand gerade einen Hänger hat, können die anderen ihn wieder motivieren und neue Ideen liefern. Negatives Feedback erleiden wir gemeinsam, aber vor allem die positiven Erfolge können wir miteinander teilen und uns gemeinsam darüber freuen!

Der größte Nachteil ist sicherlich, dass man alle finanziellen Einnahmen gerecht aufteilen muss. Das ist halb so wild, wenn man den Blog nur als Hobby betreibt. Wenn man aber mit dem Gedanken spielt, eine größere Einnahmequelle daraus zu machen, sollte man sich bewusst sein, dass man kaum jemals so viel verdienen wird wie Einzelblogger. Es sei denn, man postet 4x so viel, hat 4x so viele Klicks und macht 4x so viele Kooperationen – wie realistisch das ist, könnt ihr euch selbst denken… Außerdem ist man im Team immer gezwungen, Kompromisse zu machen und alle Prozesse ziehen sich deutlich länger hin, als wenn man alles alleine entscheiden kann. Mal eben schnell das Blogdesign ändern, weil es einen gerade langweilt? Das kann man getrost vergessen, es wollen schließlich erst einmal die drei Kolleginnen überzeugt werden 😉

Für uns vier funktioniert die Teamarbeit auf jeden Fall sehr gut. Es wäre natürlich gelogen, wenn ich behaupten würde, dass es niemals Diskussionen oder Spannungen zwischen uns gibt. Dennoch schaffen wir es immer, zu einer guten Lösung für alle zu kommen und streiten uns eigentlich nie so richtig. Das Wichtigste ist meiner Meinung nach, dass man immer offen und ehrlich zueinander ist. Wenn einen von uns etwas stört, dann kommt das sofort auf den Tisch und keiner frisst seine Sorgen in sich rein. So staut sich kein großer Frust an und jeder weiß immer, woran er ist.

Abschließend kann ich nur sagen, dass mir die drei Mädels in den letzten drei Jahren so ans Herz gewachsen sind, dass ich mir gar kein besseres Team vorstellen kann. Ich habe noch nie ein vergleichbares Projekt mit einem Team auf die Beine gestellt und freue mich jeden Tag darüber, was wir schon alles erreichen konnten. Ein gemeinsamer Blog verbindet natürlich auch über das Bloggen hinaus. Während wir am Anfang eher lose befreundet waren, hat sich daraus mittlerweile eine richtig enge und tolle Freundschaft entwickelt. HorseDiaries ist für uns nicht nur irgendein Blog, sondern unser „Happy Place“ – ein Ort, an dem wir kreativ werden können, unsere Ideen verwirklichen, aber auch unsere Sorgen ablassen können.

Ich hoffe, euch hat der kleine Einblick hinter die Kulissen von HorseDiaries gefallen. Vielleicht habt ihr ja auch Lust, mit ein oder zwei Freundinnen zusammen einen Blog zu gründen? Wir versprechen euch, es macht riesigen Spaß und ihr werdet es sicher nicht bereuen!!

Traumberuf Sattler? Interview mit Miriam Petersen von „Die Reitsport Werkstatt“

Sicherlich gibt es einige von euch, die sich die Frage stellen, wie es wohl wäre, mit Pferden zu arbeiten. Den Traum vom Bereiterjob geben die meisten Reitmädels spätestens mit 16 auf, denn es ist kein Geheimnis, dass die Arbeitszeiten und die Bezahlung nicht gerade attraktiv sind. Es gibt jedoch viele andere Berufe rund ums Pferd, unter anderem den Ausbildungsberuf zum „Reitsportsattler“, den wir euch heute etwas näher vorstellen wollen.

Im Jahr 2015, mit gerade mal 23 Jahren, hat Miriam Petersen gemeinsam mit ihrer Familie die Sattlerei „Die Reitsport Werkstatt“ in der Nähe von Kiel gegründet. Mittlerweile betreibt sie die Sattlerei gemeinsam mit ihrem Freund, der ebenfalls Sattlermeister (Fachrichtung Autosattlerei) ist und sich um alle Aufträge kümmert, die nichts mit Pferden zu tun haben. Außerdem hat das Familienunternehmen mit dem Reitsportfachgeschäft „Die Reitsport Stube“ in Rendsburg  welches von Miriams Mutter geführt wird, das Angebot für Reiter und Pferd komplettiert. In der Reitsport Stube steht Miriam ebenfalls als kompetente Ansprechpartnerin für Sonderanfertigungen und Änderungswünsche der Kunden zur Verfügung. Auf dem Titelfoto in diesem Beitrag zum Beispiel trägt Miriams Pferd eine komplett selbstgenähte Trense.

Ich durfte Miriam einige Fragen rund um den Sattlerberuf stellen:

Wie kamst du auf die Idee, Sattlerin zu werden und wie hast du einen Ausbildungsplatz gefunden?

Das war tatsächlich gar nicht geplant. Als begeisterte Reiterin und Pferdebesitzerin hatte ich natürlich irgendwann auch selbst mit der Materie zu tun und mein eigener Sattel musste angepasst werden. Der Sattler kam also und nahm meinen Sattel mit. Bei der Abholung meines Sattels haben wir ganz spontan ein zweiwöchiges Praktikum vereinbart, in dem ich überzeugen konnte und dadurch einen nicht ausgeschriebenen Ausbildungsplatz bekam.

Wie ist die Ausbildung aufgebaut und welche theoretischen Teile lernt man?

Die Ausbildung zum Sattler ist eine duale Ausbildung und besteht zum einen natürlich aus dem Praxisteil in dem Betrieb sowie aus mehrwöchigen Blöcken in der Berufsschule. Leider haben wir hier in Schleswig Holstein, wo ich meine Ausbildung gemacht habe, keine vernünftigen Berufsschulen für Reitsportsattler, weshalb man sich selbst sehr engagiert zeigen muss um wirklich etwas zu lernen.

Wie sind die Chancen als angestellte/r Sattler/in einen vernünftigen Job zu finden?

Ohne den Beruf schlecht reden zu wollen, die Chancen hängen sehr von der Region ab. Hier in Schleswig Holstein haben wir einfach keine große Sattlereien. Das geht erst Richtung Hannover los und endet ganz im Süden Deutschlands mit wirklich großen Sattlereien. Daher stehen die Chancen als Schleswig-Holsteiner ohne Wohnortwechsel eher schlecht.

Wann hast du dich entschieden, die Meisterprüfung zu machen und welche Vorteile hat es aus deiner Sicht, einen Meistertitel zu haben? Lernt man in der Meisterausbildung noch viel Neues dazu?

Ich bin durch viel Eigeninitiative Landessiegerin (das heißt Prüfungsbeste) in meinem Beruf geworden, und habe dafür ein Stipendium von der Handwerkskammer bekommen. Das Stipendium ist nicht an einen bestimmten Lehrgang gebunden, ich hätte also auch Sprachreisen oder andere sinnvolle Lehrgänge besuchen können aber eigentlich war mir danach recht schnell klar, dass ich dann gerne einen Meistertitel haben möchte. Die Meisterausbildung besteht aus vier Teilen: Teil 3 und 4 sind für jeden Beruf gleich, dauerten bei meinen Vollzeitlehrgängen insgesamt zwei Monate und umfassen die betriebswirtschaftliche Ausbildung sowie den Ausbildereignerschein. Die zwei berufsspezifischen Teile 1 und 2 habe ich in weiteren 2,5 Monaten Vollzeitlehrgang in Bayern absolviert und erfolgreich bestanden. Ein Meistertitel ist dem akademischen Bachelor gleich gestellt, und wenn man sich für die Selbständigkeit entscheidet, ist das meiner Meinung nach der richtige Weg, um sich von der Masse abzuheben. Gerade in den berufsspezifischen Lehrgängen in Bayern hatte ich viel mit sehr erfahrenen Sattlermeistern zu tun, wir hatten tolle Dozenten und das dort Gelernte kann kein Ausbildungsbetrieb der Welt vermitteln.

Warum hast du dich für die Selbständigkeit entschieden?

Da es wie eben schon erwähnt sehr schwierig ist, eine vernünftige Festanstellung zu finden. Der Beruf ist nicht so vielfach vertreten wie zum Beispiel der eines Versicherungsmaklers, der sich gefühlt alle 5km woanders bewerben könnte. Außerdem wollte ich endlich so arbeiten wie ich das mit meinem Gewissen vereinbaren kann, mich nicht mehr ausbeuten lassen, und mein eigener Chef sein.

Beschreib uns doch mal einen typischen Arbeitstag von dir:

So einen richtig typischen Arbeitsalltag gibt es bei mir nicht. Es ist tagtäglich der Wahnsinn der Selbstständigen – selbst und ständig. Jeder Tag ist anders, vielfältig und spannend. Ich habe meine festen Werkstatttage an denen ich nur selten unterwegs bin und an den restlichen Tagen fahre ich raus zu meinen Kunden. Typische Arbeiten sind Sattelneupolsterungen oder Reparaturen von defektem Zubehör, aber auch Änderungen, wenn schon vorhandenes Zubehör nicht passt. Ausgefallene Aufträge gibt es auch ab und zu, z.B. wenn ein Pferd eine Metallallergie hat und Winterdecken so umgerüstet werden müssen, dass keinerlei Metallteile mehr daran sind.

Wie viel arbeitest du ungefähr?

Das ist pauschal ganz schwer zu beantworten. Eigentlich arbeite ich gefühlt immer, da ich mir auch nach der eigentlichen Arbeit noch Gedanken über Probleme von Kundenpferden mache und die Büroarbeit auch nach „Feierabend“ noch wartet. So richtig Feierabend ist daher nie, aber grob über den Daumen bewegen sich meine Arbeitsstunden pro Woche zwischen 40 und 70 Stunden. Man muss sich dann auch mal zum Feierabend zwingen und das Handy bewusst zur Seite legen, da auch spät am Abend, teilweise auch Nachts und am Wochenende Terminanfragen oder andere Anfragen reinkommen.

Gibt es etwas (negatives), was du vor deiner Entscheidung für den Beruf gern über die Arbeit als Sattlerin gewusst hättest?

Ja. Die Arbeit ist körperlich sehr belastend. Gerade die Hände und der Rücken werden sicherlich nicht lange gesund bleiben in diesem Beruf.

Was gefällt dir an der Arbeit am besten?

Dass ich meinen Kundenpferden das Leben erleichtern kann. Bei mir steht das Wohl des Pferdes immer ganz oben. Wenn ich mich dafür bei dem ein oder anderen Pferdebesitzer unbeliebt machen muss, nehme ich das gerne in Kauf, wenn es dem Pferd danach besser geht. Außerdem macht mir die Vielfältigkeit der Aufgaben sehr viel Spaß. Mal habe ich einen Tag nur mit Reparaturen, wo man auch mal die Gedanken laufen lassen kann, oder Sonderanfertigungen, bei denen ich kreativ werden kann und auch mal bunte, glitzernde und verrückte Ideen umsetzen kann, und dann habe ich wieder Tage mit Terminen außerhalb bei Kundenpferden, wo meine volle Konzentration gefragt ist. Ich sehe dadurch auch sehr viele verschiedene Höfe, Pferde und Menschen.

Würdest du jemandem, der gerade seinen Schulabschluss macht und mit Pferden arbeiten möchte, die Ausbildung zum Reitsportsattler/in empfehlen?

Jaein. Wenn du dich gerade angesprochen fühlst: Du musst sehr sehr viel Eigeninitiative, Willensstärke und Durchhaltevermögen mitbringen und das wirklich wollen. Diesen Beruf nur zu erlernen, um irgendwas nach der Schule zu machen, ist nicht der richtige Weg.

 

Vielen Dank für das Interview, liebe Miriam! Wenn euch das Interview gefallen habt, folgt Miriam doch auf ihren Facebookseiten, dort gibt es immer wieder Aktionen wie zum Beispiel Verlosungen. Außerdem lädt Miriam ab und zu Fotos ihrer Arbeiten hoch und zeigt, wie auch die verrücktesten Kundenwünsche umgesetzt werden können.

Die Reitsport Werkstatt: Klick

Die Reitsport Stube: Klick

Sattlerei Fischer – Autosattlerei : Klick

  

 

Von verklebten Augen und dem Kuhschock – Jeanys Juli

Kalenderwoche 27 – Jeanys Juli

Hamburg, Bisher sehr regnerisch.

Besonders lehrreiches Erlebnis diesen Monat:

Jeanys Angst vor Kühen ist leider nicht verschwunden. Auf unserem Stammweg sind nun große Rinder angesiedelt und Jeanys Weltbild ist dadurch komplett zerstört. Ich weiß nicht, was es ist, aber sie hat auf jedenfall eine unsäglich große Angst vor diesen Tieren. Wir hatten das Problem in dem alten Stall auch schon, als an einer nicht gut einzusehnden Stelle plötzlich eine Herde Rinder standen, knallten bei ihr alle Sicherungen durch. Jeany hat mich dort das erste und einzige Mal beinahe verloren. Ab dem Tag, war ich dann jeden Tag dort an dieser Wiese und ich konnte die Angst wirklich kaum bekämpfen. Das steckt, genau wie die Angst vor Kutschen, scheinbar einfach in ihr drin. Ich bin nun sehr gespannt, wie es sich mit dieser Weide verhält, weil wir da beinahe täglich vorbei gehen. Hoffentlich, gewöhnt sie sich dran.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Jeany kam in der letzten Woche mit starken Leckaugen von der Weide. Als das eine Auge Donnerstag Nachmittag dann komplett geschlossen war, habe ich für den nächsten Tag unsere Tierärztin gerufen. Für das schlimmere Auge gab es eine antibiotische Salbe und für das andere Auge eine pflegende Salbe. Es wird schon langsam besser. Nun brauchen wir für die sonnige Zeit auf jeden Fall eine Fliegenmaske. Habt ihr einen Tipp für mich, welche Maske bei Ponys, die sich perfekt ausziehen können, gut sitzen?

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Das schönste Erlebnis war noch Ende Juni, als Jeany zwar sehr ängstlich, aber doch mit grooooßem Hasenherz mit mir an den Kühen vorbei gestapft ist. Zwar wäre sie am liebsten vorher einfach umgefallen oder im schnellsten Galopp zurück in ihre Box, aber sie hat es dran vorbei geschafft. (Ihr dürft euch jetzt bitte nicht bildlich vorstellen, wie ich von einem Fuß zum anderen gehüpft bin um ihren Hufen auszuweichen, die aufgeregt von einer zur anderen Seite sprangen)

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Den spontanen Tierarzt Besuch, wegen Jeanys tränenden Augen.

Wenn Jeany noch etwas sagen könnte:„Wer hat eigentlich diese Fliegen erfunden?“

 

Es geht nicht mehr!

Ich erinnere mich noch gut an den Artikel, den ich vor zwei Jahren schrieb und euch dort berichtete, wie gern ich mein Leben für die Pferde aufopfere. Ich erinnere mich an jede freie Sekunde, die ich mit Freunden vor oder nach der Arbeit im Stall verbrachte und ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie ein „normales Leben“ funktionieren würde. Nicht selten baten mich Miteinsteller hier oder da auszuhelfen, morgens bei dem einen Pferde die Decke ab zu nehmen oder abends bei dem anderen die Stallgamaschen anzulegen. Ich war schließlich immer irgendwie im Stall. Was aber, wenn sich die Prioritäten ändern? Wenn man gar keine andere Chance hat, als plötzlich auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und zu bemerken, dass es doch noch ganz andere, wichtigere Dinge im Leben gibt als die Pferde?

Nach meinem Studium hatte ich mich eigentlich umgehend dafür entschieden, in dem Unternehmen meiner Eltern einzusteigen. Ich hatte Freiheiten, konnte mir meine Zeiten selbst einteilen und zugegeben, ein sehr entspanntes Leben führen. Als sich vor drei Jahren Jeanys Krankheit als unheilbar herausstellte, reduzierte sich meine Stallzeit schon etwas. Ich nabelte mich unterbewusst ab. Neben dem absoluten Tiefschlag durch Jeanys Krankheit wusste ich natürlich auch, was früher oder später für ein Pensum im Job auf mich zukommen würde und ich wusste auch, dass es für die Pferde dann wenig bis garkeine Zeit mehr geben würde.

Seit einem guten halben Jahr schaffe ich es nicht mal annähernd täglich in den Stall. Ich musste mir eingestehen, dass ich zu einem dieser Pferdebesitzer mutiert bin, über die ich früher, in meiner aktiven Zeit, nur müde Lächeln konnte. „Warum hat man Pferde, wenn man sie von anderen reiten lässt?“ „Wieso hält man sich Pferde, wenn man keine Zeit hat?!“ „Zwei Pferde und nicht mal bei einem sieht man sie regelmäßig“ – Heute betrete ich die Stallgasse mit gesenktem Blick und hoffe insgeheim, dass niemand so über mich denkt. Durch eine schwere Krankheit in meinem engsten Familienkreis hat das Schicksal bei mir ordentlich zugelangt. Die wenige Zeit, die ich ohnehin schon hatte, reduzierte sich nun um ein weiteres, ich konnte einfach keine Kraft mehr aufbringen, zusätzlich noch in den Stall zu fahren. Inzwischen bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich mir eingestehen muss: „Es geht nicht mehr.“ Ich schaffe die Pferde nicht mehr alleine. Ich weiß, dass es den einen oder anderen da draußen gibt, der in einer ähnlichen Situation steckt wie ich. Dass sich Menschen fragen, ob es die Tiere woanders nicht besser hätten, aber sich gleichzeitig nicht im Entferntesten vorstellen können, sie jemals zu verkaufen. So geht es mir. Jeany ist krank, unheilbar. Niemals würde ich es mir verzeihen können, wenn ich sie aus der Hand gebe und jemand würde sie einfach so „nutzen“ als wäre sie ein gesundes Pony. Gleichzeitig scheint es allerdings auch ein Ding der Unmöglichkeit zu sein, für ein Pony mit großem Handicap eine geeignete Pflege- und Reitbeteiligung zu finden. Allerdings nur fast. Ich hatte großes Glück und habe inzwischen ganz tolle, engagierte Unterstützung bei meiner Kleinen und mir geht es dadurch schon viel besser. Das schlechte Gewissen ist zwar immer noch da, allerdings nicht mehr so allgegenwärtig.

Es war so wichtig, mir offen und ehrlich einzugestehen, dass ich es alleine nicht mehr schaffe. Auch wenn andere Leute vielleicht noch spät abends in den Stall fahren und ihre Pflicht erfüllen, ist es für mich persönlich so, dass meine Kapazitäten dafür nicht ausreichen und einfach nur „schnell schnell – fertig“ hat mein kleines Ponymädchen definitiv nicht verdient.

Ich weiß, dass eines Tages eine endgültige Entscheidung nötig wird und leider ist es mit Jeany auch nicht so einfach wie mit meiner großen Stute. Durch ihre Leichtfuttrigkeit kann ich sie nicht einfach so auf einer x- beliebigen Wiese parken oder in einem Offenstall. Sie würde sich zu Tode fressen. Deshalb hoffe ich sehr, dass wir mit unserer Superunterstützung eine langfristige Lösung gefunden haben und mir meine Sorgen somit noch lang fern bleiben können. Ich jedenfalls, bin ziemlich glücklich damit und sofern ich das einschätzen kann, ist es auch Jeany. Ich möchte daher all diejenigen von euch, die in einer ähnlichen Situation sind wie ich, ermutigen, neue Wege zu gehen. Nicht alles, was einem früher falsch vorkam, muss sich heute noch falsch anfühlen. Es ist in Ordnung, dass sich Prioritäten ändern und es ist in Ordnung, in sich selbst reinzuhorchen und sich zu fragen: Kann ich das eigentlich noch leisten? Tue ich meinem Pferd damit wirklich einen Gefallen, wenn ich gegen meinen Willen aus reinem Verpflichtungsgefühl jeden Tag im Stall aufschlage?

Wie seht ihr das? Muss man sich auch in persönlichen Extremsituationen abends noch in den Stall schleppen, um dem Pferd gerecht zu werden? Es kann schließlich nichts dafür… Oder hattet ihr auch schon Phasen, in denen ihr euch eingestehen musstet, dass es alles einfach nicht mehr geht?

Wie ist das eigentlich mit einem Reitlehrer als Vater?

Ich werde häufig gefragt, wie das eigentlich so ist – wenn der eigene Vater gleichzeitig auch der Reitlehrer ist.

Als erstes muss ich dazu sagen: Ich kenne es ja nicht anders! Seitdem ich mich erinnern kann, war mein Vater Reitlehrer, wir hatten eigene Pferde und so lange ich mich erinnern kann war für mich klar: ich wollte mit in den Stall und reiten. Ich habe von Anfang an bei ihm auf unseren Pferden geritten, also nicht das Reiten auf Ponys oder Schulpferden in der Abteilung gelernt. Am Anfang nahm mein Vater mich an die Longe, später durfte ich dann unsere eigenen Pferde, Berittpferde, die ich mitreiten durfte, und die Ponys einer Freundin reiten, ein bunter Mix! Für mich gab es nichts schöneres, als jeden Tag nach der Schule mit in den Stall zu fahren und ich habe sicherlich sehr davon profitiert, so viele verschiedene Pferde reiten zu können. Außerdem habe ich natürlich auch einfach viel zugeschaut und dadurch ebenso viel gelernt.

Ich wurde ziemlich schnell sehr ehrgeizig und wollte unbedingt Turniere reiten, das hat mein Vater auch immer unterstützt und fuhr mit mir los – 10 jährig ritt ich meinen ersten Reiterwettbewerb. Natürlich nicht mit einem strubbeligen Pony, sondern mit einem S-Dressur ausgebildeten Pferd  – ihr könnt euch vorstellen, dass die anderen Eltern das überaus unfair fanden :-D. Auch heute noch fahre ich sehr ungern ohne meinen Vater aufs Turnier, wir sind einfach ein sehr eingespieltes Team und es macht am allermeisten Spaß, wenn er dabei ist.

Im Laufe der Zeit haben sich natürlich auch einige Dinge dadurch verändert, dass ich erwachsen geworden bin. Früher hatte mein Vater Pferde, die ich mitgeritten bin, heute habe ich ein Pferd und er reitet mit, bzw. hat Püppi ausgebildet (wobei er mehr reitet als ich, aber das hat mit meiner fehlenden Zeit zu tun). Außerdem bin ich sicherlich selbstbewusster geworden und habe in manchen Dingen auch meine eigene Meinung entwickelt und auch Sichtweisen, die manchmal von denen meines Vaters abweichen.

Zu den Dingen, die aus meiner Sicht wichtig sind, wenn der Vater der Reitlehrer ist, gehören:

  • Wir haben das gleiche Grundverständnis. Würde mein Vater Rollkur und Ständerhaltung betreiben, während ich Freiheitsdressur und Offenstallhaltung für das einzig Wahre hielte, würden wir wohl keinen gemeinsamen Konsens finden. Unsere Einstellung gegenüber den Pferden und unser Reitstil passen schon sehr gut zusammen, alles andere würde wohl dauerhaft zu Konflikten führen
  • Diskussionen sind ok, aber nicht im Unterricht. Wir streiten uns zum Glück recht selten, aber wenn wir uns streiten, dann weil wir im Unterricht in eine Diskussion geraten, unterschiedlicher Meinung sind und es dann kracht. Also versuchen wir das zu vermeiden, und diskutieren lieber „in aller Ruhe“ nach dem Unterricht.
  • Ist dein Reitlehrer gleichzeitig dein Vater, so ist er automatisch strenger. Das ist okay so, er will ja nur das Beste :-p. Aber es ist tatsächlich so, er ist schon deutlich strenger mit mir als mit seinen Kunden. Dafür freut er sich aber auch am allermeisten mit, wenn wir zum Beispiel eine gute Prüfung geritten sind. Es ist eben alles ein bisschen emotionaler als bei einem „normalen“ Kunden.
  • Wenn wir uns mal streiten, dann richtig. Dann reden wir auch tagelang nicht miteinander und meistens kriegt die ganze Familie das mit. Und schüttelt nur den Kopf über uns. Zum Glück passiert das nicht so oft 🙂
  • Ab und zu ist es gut, über den Tellerrand hinauszuschauen. Ich schätze den Unterricht meines Vaters sehr und kann jedes Pferd, was er ausbildet, super nachreiten. Ich habe nie den Wunsch verspürt, einen anderen Reitlehrer zu haben. Aber ab und zu ist es trotzdem super, mal einen anderen Blickwinkel zu bekommen, z.B. bei einem Lehrgang. Mein Vater findet das selber auch interessant zu sehen, denn es bringt auch wieder neue Aspekte in unser Training ein.

Zusammenfassend kann ich auf die Frage, wie es eigentlich so ist, wenn der Reitlehrer der eigene Vater ist, nur sagen: Ich finde es super! Es hat ganz viele Vorteile und ist auch einfach schön, wenn man innerhalb der Familie ein gemeinsames Hobby hat. Die Reiterei verbindet meinen Vater und mich sehr und ich könnte mir gar nicht vorstellen, das alles ohne ihn zu machen.

 

Typisch Dressurreiter

 

10 Punkte an denen du merkst, dass du Dressurreiter bist!

  1. Dein Outfit ist immer auf das Outfit deines Pferdes abgestimmt. Natürlich tragt ihr nur die Farben der aktuellen Saison und No Name Ware kommt euch gar nicht erst in die Tüte.
  2. Wenn ihr einer Stange oder gar einem kompletten Hindernis begegnet, ist der Reitspaß abrupt vorbei. Einfach drumrum reiten? Undenkbar!
  3. Artgerechte Haltung ist euch wichtig und euer Pferd darf deshalb natürlich auf die Weide. Alleine. Mit Unterlagen bandagiert. Und Glocken. Eine Stunde am Tag. Die Verletzungsgefahr für den E-Dressur-Seriensieger ist sonst einfach viel zu groß.
  4. Ausreiten geht ihr prinzipiell nur im Schritt. Manchmal habt ihr einen verrückten Tag, dann wird auch ein kleines Stück getrabt. Aber nur nachdem die Strecke vorher im Schritt abgeritten und ausgiebig auf Schlaglöcher, Steine und sonstige Gefahren untersucht wurde.
  5. Ihr reitet nur auf vernünftigem Boden. Vernünftig ist ein Boden, wenn er mindestens 20.000€ gekostet hat, sein Stickstoffgehalt genau 28,3% beträgt und er innerhalb der letzten 37 Minuten erst gewässert und dann abgezogen wurde. Alles andere ist Acker und darauf reitet man nicht!
  6. Ihr seid immer mit ausreichend Glitzer ausgestattet. Sei es der selbst zusammengestellte Helm, der Klettverschluss an den Reithandschuhen, der Dressurbogen vom Stiefel oder das Plastron. Ach und der Stirnriemen natürlich.
  7. Dein Pferd wiegt ca. 100kg mehr als seine springenden Freunde. Das sind natürlich alles Muskeln, die wiegen schließlich mehr als Fett!
  8. Vor Turnieren gehst du früh ins Bett und bist am nächsten Tag mindestens drei Stunden vor Abfahrt im Stall. Erstmal ordentlich longieren, sonst ist der Esel nachher wieder viel zu wild. Dann einflechten, putzen, Hufe waschen, Hufe fetten, Schweif waschen, Schweif mit Glanzspray einsprühen, gesamtes Pferd mit Glanzspray einsprühen, Sattel und Trense einfetten, Stiefel putzen, Outfit wechseln, Makeup auffrischen, Haare stylen…
  9. Du weißt: Der gute Auftritt beginnt schon auf dem Parkplatz. Niemals würdest du mit Opis Opel Kombi zum Turnier fahren. Ein SUV muss es schon sein. Am besten ein Porsche Cayenne oder Range Rover. Zur Not geht auch der VW Touareg, wenn man ihn nicht gerade direkt vor dem Viereck parken muss.
  10. Auf dem Turnier hast du immer eine kleine Gefolgschaft dabei, die dafür zuständig ist, das Verhalten der anderen Anwesenden vor und während der Prüfung zu kontrollieren. Es soll wirklich Leute geben, die sich am Rand des Dressurvierecks UNTERHALTEN. Ich meine hallo? Welches Pferd würde da keine Angst bekommen?

 

Wenn dir der Artikel gefallen hat, guck doch auch mal hier vorbei: 10 Gründe, warum eine Reiterin die beste Wahl ist

Meine Erfahrungen mit der Deckstation Schockemöhle

Dieser Beitrag entstand in Kooperation mit der Deckstation Schockemöhle.

Nachdem Emmi von Fürsten-Look von der Deckstation Schockemöhle besamt wurde, möchte ich gerne meine Erfahrungen mit der Station mit euch teilen.

Ich hatte dieses Jahr das erste Mal Kontakt zu einer Deckstation und hatte mich vorher nie mit Hengsten, Anpaarungen oder dem Ablauf einer Besamung auseinander gesetzt. Mir war relativ schnell klar, dass ich zu einer größeren Station gehen möchte. Das hat den Vorteil, dass man eine größere Auswahl hat und wenn die Stute von dem favorisierten Hengst nicht tragend wird, hat man die Möglichkeit, es noch mit einem anderen Hengst zu probieren. Ich hatte mir die Internetseite vorher schon oft angesehen und war immer sehr begeistert von der großen Auswahl an Hengsten. Von Totilas über Vivaldi bis Sandro Hit sind viele sehr bekannte Namen und Stempelhengste dort vertreten und ein Hengst ist schöner als der andere.

Sandro Hit (Vater von Emmis Vater Samba Hit I)

Auf der Internetseite findet man schon sehr viele Informationen über die Hengste und ihre Nachkommen. Was mir besonders gut gefallen hat, ist die integrierte „Fohlenbörse“, in der Züchter ihre Fohlen anbieten können. Die Fohlenbörse ist nach Hengsten sortiert und man hat so die Möglichkeit, sich aktuelle Nachkommen der Hengste schon einmal anzusehen, bei manchen Fohlen sind sogar Videos dabei.

Für die Zuchtberatung Dressur ist Felix Thiemann zuständig, den ich während meiner Hengstauswahlphase anrief, um mich von ihm beraten zu lassen. Nachdem ich dort Emmis Abstammung sowie ihre Stärken und Schwächen geschildert hatte, fragte er mich, ob ich denn schon einen Hengst im Auge hätte. Ich nannte ihm Fürsten-Look und Foundation als meine Favoriten und Herr Thiemann war (genau wie ich) Meinung, dass Fürsten-Look die beste Wahl für Emmi sei. Ich hatte etwas Bedenken, da es von ihm noch keine Nachkommen unter dem Sattel gibt, aber Herr Thiemann versicherte mir, dass der Hengst selbst so rittig ist, dass das kein Problem darstellen sollte. Wenn ich sicher gehen wollte, dass das Fohlen nicht zu klein wird, sei Fürsten Look außerdem eine bessere Wahl als Foundation. Ansonsten würde aber auch Foundation gut zu Emmi passen.

Matthias Rath und Foundation

Als ich mich dann endgültig für Fürsten-Look entschieden hatte, stellte sich mir als Zuchtneuling die Frage, wie ich jetzt genau an den Samen herankomme. Der Bestellprozess ist natürlich je nach Station unterschiedlich. Bei der Deckstation Schockemöhle gibt es ein Onlineformular, in dem man seine Bestellung schon eintragen kann und seine Zahlungsdaten hinterlegen. Danach kann man den Samen jederzeit, wenn man ihn braucht, für den nächsten Tag per Telefon bestellen. Da ich zu dem Formular noch einige Fragen hatte, habe ich erneut bei der Station angerufen und landete dieses Mal in der Zentrale. Die Mitarbeiterin war sehr nett und ich hatte nicht den Eindruck, dass ich das einzige ahnungslose Mädchen bin, das dort anruft, weil es seinen Wendytraum eines eigenen Fohlens verwirklichen will. Man konnte meine Fragen natürlich alle beantworten. Es gibt zum Beispiel ein Feld, wo man einen Zweithengst angeben kann. Falls der Hengst, den man sich eigentlich ausgesucht hat, gerade auf einem Turnier unterwegs ist oder krank wird, bekommt man dann den Samen von dem alternativen Hengst. Allerdings erfuhr ich am Telefon, dass ich nicht unbedingt einen alternativen Hengst angeben muss, da Fürsten-Look aktuell auf jeden Fall gut verfügbar war. Sollte sich daran etwas ändern, könnte ich bei meiner endgültigen Bestellung per Telefon immer noch einen anderen Hengst aussuchen. So konnte ich das Feld erstmal freilassen. Auch das Feld, in dem man den Zuchtverband einträgt, dem die Bedeckung gemeldet werden soll, kann man theoretisch erst einmal frei lassen. Ich habe dort Hannover angegeben, weiß aber noch nicht sicher, ob Emmi in Hannover auch aufgenommen wird. Das kann man zum Glück nachträglich noch ändern. Sehr praktisch fand ich außerdem, dass es die Möglichkeit gibt, per Bankeinzug zu zahlen. Man gibt dort also seine Bankdaten ein und sobald der Samen verschickt ist, wird das Geld abgebucht.

Nachdem ich das Formular ausgefüllt und abgeschickt hatte, vergingen noch einige Tage, bis wir tatsächlich besamen konnten. Man muss bis 10 Uhr bei der Station anrufen, um den Samen für den nächsten Tag zu bestellen. Wir haben daher immer morgens die Ultraschalluntersuchungen gemacht, damit wir gegebenenfalls direkt bestellen könnten. Geliefert wird dienstags bis sonntags, sodass man am Montag nicht besamen kann. Als es endlich so weit war und Emmis Follikel groß genug war, hat meine Tierärztin selbst bei der Station angerufen und bestellt. Ich hatte außerdem von Anfang an meine Pferdeklinik als Versandadresse angegeben. Da die Klinik 24/7 besetzt ist, musste ich mir so keine Sorgen um die Annahme machen und meine Tierärztin konnte sich den Samen noch mal unter dem Mikroskop ansehen. Der Versand kostet ca. 30€, dafür kommt der Samen in einer schicken Kühlbox, die man nach Verwendung zurücksendet. Wenn der Follikel am Tag nach der Besamung noch nicht abgegangen ist, kann man bei Frischsamen einfach noch eine weitere Portion nachbestellen. Das geht natürlich genau so, wenn die Stute nicht direkt beim ersten Versuch aufnimmt, was häufig vorkommt. Dann kann man einfach in der nächsten Rosse eine neue Portion bestellen. Für die weiteren Lieferungen fallen jeweils nur die Versandgebühren an, ansonsten sind sie von der Decktaxe abgedeckt.

Fürsten-Look nach seiner Körung

 

Ich war mit dem Service der Deckstation Schockemöhle ausgesprochen zufrieden und würde die Station jedem weiterempfehlen. Der gute und professionelle Service ist vor allem für Neuzüchter wie mich extrem hilfreich. Einige andere Stationen kamen für mich von Anfang an nicht in Frage, da ich von anderen Züchtern sehr Schlechtes darüber gehört hatte. Was für Erfahrungen habt ihr bisher gemacht und welche Stationen würdet ihr weiterempfehlen?

 

Dieser Beitrag entstand mit freundlicher Unterstützung der Deckstation Schockemöhle, stellt aber lediglich meine ehrliche Meinung dar. Auf den Text unserer gesponserten Beiträge nehmen unsere Kooperationspartner keinerlei Einfluss.

Endlich Weidezeit – Zausels Juni

Kalenderwoche 24 – Zausels Juni

Irgendwie wechselhaft, erst ganz schön frisch bei 18 ° C und dann richtig sommerlich bei 27 °C

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Endlich Weidezeit! Bei uns kommen die Pferde leider jedes Jahr erst sehr spät ins Grün, während alle umliegenden Ställe schon längst die Weidezeit eingeläutet haben, sind unsere Weiden noch gesperrt. Beim Anblick all der anderen Pferde draußen auf den Weiden wird man ganz ungeduldig und neidisch, am ersten Juniwochenende ging es dann aber auch eeeendlich bei uns los! Bei aller Euphorie sind die ersten Wochen ja nur leider immer etwas nervig mit dem Anweiden, wenn man Tag für Tag das reinholen planen und die Dauer auf der Weide stückweise immer weiter ausdehnt. Das ist nun aber auch geschafft und unsere Pferde sind den ganzen Tag draußen und freuen sich über das satte Grün. Das schlägt sich natürlich auch in der Figur wieder, der Zausel ist im Moment ganz schön rund, die Stute hat gleich von Anfang an eine Fressbremse bekommen, damit das gar nicht erst so ausartet.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Der Frühsommer ist Zausels Hustenzeit. Kaum geht’s raus auf die Weiden, beginnt für ihn leider auch die schlimmste Zeit für seine Lunge. Die letzten beiden Jahre ist das echt erheblich schlimmer geworden, so dass ich das Training deutlich zurück fahren musste, weil bei so viel abgehuste gar nicht an normales Reiten zu denken war. Darum bin ich zur Zeit immer etwas besorgt, dass es bald losgeht, bisher ist aber toitoitoi alles gut. Vielleicht haben ja die Behandlungen mit Akupunktur und chinesischen Kräutern, die wir bereits im Winter eingeleitet haben, geholfen und er bleibt dieses Jahr verschont!? Das würde ich mir wirklich sehr wünschen!
Am 20.06. bekommt er noch mal Nadeln gesetzt, damit er weiterhin so fit und dem Husten gewappnet bleibt. Außerdem müsste wohl noch mal ein Osteopath kommen, das hat der Sattler empfohlen, als er zum Aufpolstern des Sattels da war.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Diese Idylle, die Pferde von der Weide reinzuholen und nach dem Reiten wieder rauszustellen! Das zufriedene Schnauben, wenn man den Strick abmacht und sie durch das hohe Gras streifen! Alleine das anzugucken, macht mich glücklich!

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Der Sattel musste mal wieder aufgepolstert werden, nach dem meiner Mutter beim Ausreiten aufgefallen war, dass er nicht mehr ganz grade auf dem Pferd liegt. Außerdem hatte sich eine leichte Brücke gebildet und er lag in der Mitte gar nicht mehr richtig auf. Den Sattel regelmäßig zu kontrollieren und ggf. aufpolstern zu lassen sollte schon so alle halbe Jahr berücksichtigt werden, unerwartete Kosten sind es also eigentlich nicht, aber sie schlagen diesen Monat mit 65 € pro Pferd zu buche. Außerdem habe ich mir neue Reithandschuhe für 33 € und eine neue Kinnkette mit Unterleger gekauft, weil ich für Pelham und Kandare nur eine hatte. Das waren auch noch mal ca. 40 € (unglaublich, wie teuer so kleiner Zubehörkram ist, oder? Ne Kinnkette kostet schlappe 35 €, so ein Unterlegkissen auch noch mal 8,50 €). Macht in Summe also ca. 140 € diesen Monat an zusätzlichen Kosten und damit sind die eingesparten Schabracken aus den letzten beiden Monaten nun schon wieder verprasst. Gut dass ich die nicht gekauft habe 😀

Wir benutzen Cookies um die Nutzerfreundlichkeit der Webseite zu verbessen. Durch Deinen Besuch stimmst Du dem zu.