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Freude und Frust – das erste Mal auf dem Pferd nach der Geburt!

Gestern war es endlich soweit, der Tag auf den ich seit der Geburt meines kleinen Sohnes vor 3 1/2 Wochen so hingefiebert habe: Ich bin das erste Mal wieder geritten. Ich hatte Ende September mit dem Reiten aufgehört, da meine Ärztin mir abgeraten hatte, in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft zu reiten. Im Dezember, im 4. Monat, hatte ich noch ein paar Mal auf Püppi gesessen, aber die Kondition war doch schon ziemlich weg und ich fühlte mich nicht mehr wohl, also blieb es bei ein paar halbherzigen Reitversuchen und Ende Dezember nahm ich dann Stiefel und Helme mit nach Hause und stellte sie in den Keller. Natürlich war nach meiner Geburt eine der ersten Fragen an meine Hebamme: Wann darf ich wieder reiten? Sie war recht entspannt und meinte, wenn ich mich wieder danach fühle, kann ich es ausprobieren und soll es eben langsam angehen. Zum Glück fühlte ich mich nach der Geburt sehr schnell wieder fit, also habe ich eher aus Vernunft ein paar Wochen gewartet. Wäre es nur nach dem Gefühl …

6 Tipps für den Sattelkauf

Das Thema Sattelkauf kann zu einer ziemlich frustrierenden Angelegenheit werden, denn einen Sattel zu finden, der wirklich passt, ist gar nicht so einfach und oft entpuppt sich der extra für Pferd und Reiter angepasste Sattel nach einem halben Jahr als doch nicht so passend, wie der Sattler versprochen hatte. Denn genauso schwer wie einen passenden Sattel zu finden ist die Suche nach einem guten Sattler – allzuoft verbirgt sich hinter dem Titel nämlich nur ein Verkäufer, der wenig Rücksicht auf die tatsächliche Passform nimmt, sondern eben in erster Linie seine Sättel an den Mann oder die Frau bringen möchte. Auch ich habe schon reichlich schlechte Erfahrungen mit Sattlern und nicht passenden Sätteln gemacht und war als Pferdebesitzer stellenweise so überfordert und frustriert, dass ich schon annahm, es ist einfach unmöglich, einen passenden Sattel zu finden. Die gute Nachricht ist: Es gibt sowohl sehr kompetente Sattler als auch wirklich dauerhaft passende Sättel! Man muss sie eben nur finden. Damit dir das hoffentlich schneller gelingt als mir, habe ich dir hier meine Top 5 Tipps aufgeschrieben, die …

Bloggen im Team

Wie ihr wahrscheinlich wisst, sind wir vier Mädels im HorseDiaries-Team: Theresa, Anna, Carina und ich sind seit der Gründung bei HorseDiaries dabei und kennen uns auch privat schon seit vielen Jahren. Wir haben damals mit über 10 Mädels einfach angefangen zu bloggen und übrig geblieben sind letztendlich wir vier.  Da wir der einzige (mir bekannte) Reitsportblog sind, der von einem Team betrieben wird, dachte ich, es wäre vielleicht für einige von euch interessant zu erfahren, wie die Organisation hinter den Kulissen aussieht und ob wir das Bloggen im Team eigentlich empfehlen können. Erstmal zu unserer Organisation: Wir regeln das allermeiste über unsere Whatsapp Gruppe. Für uns ist das am einfachsten, da man sein Handy immer dabei hat und über die Gruppe sowohl Fotos als auch Links oder Videos austauschen kann. Oft schicken wir uns auch Sprachnachrichten, wenn wir gerade unterwegs sind oder einfach mehr zu erzählen haben, als wir tippen wollen. Bisher haben wir uns sehr selten zu viert getroffen, weil es so schwierig ist, dafür Termine zu finden. Leider haben wir immer alle viel zu tun und wohnen auch nicht ganz …

Traumberuf Sattler? Interview mit Miriam Petersen von „Die Reitsport Werkstatt“

Sicherlich gibt es einige von euch, die sich die Frage stellen, wie es wohl wäre, mit Pferden zu arbeiten. Den Traum vom Bereiterjob geben die meisten Reitmädels spätestens mit 16 auf, denn es ist kein Geheimnis, dass die Arbeitszeiten und die Bezahlung nicht gerade attraktiv sind. Es gibt jedoch viele andere Berufe rund ums Pferd, unter anderem den Ausbildungsberuf zum „Reitsportsattler“, den wir euch heute etwas näher vorstellen wollen. Im Jahr 2015, mit gerade mal 23 Jahren, hat Miriam Petersen gemeinsam mit ihrer Familie die Sattlerei „Die Reitsport Werkstatt“ in der Nähe von Kiel gegründet. Mittlerweile betreibt sie die Sattlerei gemeinsam mit ihrem Freund, der ebenfalls Sattlermeister (Fachrichtung Autosattlerei) ist und sich um alle Aufträge kümmert, die nichts mit Pferden zu tun haben. Außerdem hat das Familienunternehmen mit dem Reitsportfachgeschäft „Die Reitsport Stube“ in Rendsburg  welches von Miriams Mutter geführt wird, das Angebot für Reiter und Pferd komplettiert. In der Reitsport Stube steht Miriam ebenfalls als kompetente Ansprechpartnerin für Sonderanfertigungen und Änderungswünsche der Kunden zur Verfügung. Auf dem Titelfoto in diesem Beitrag zum Beispiel trägt Miriams …

Es geht nicht mehr!

Ich erinnere mich noch gut an den Artikel, den ich vor zwei Jahren schrieb und euch dort berichtete, wie gern ich mein Leben für die Pferde aufopfere. Ich erinnere mich an jede freie Sekunde, die ich mit Freunden vor oder nach der Arbeit im Stall verbrachte und ich mir gar nicht vorstellen konnte, wie ein „normales Leben“ funktionieren würde. Nicht selten baten mich Miteinsteller hier oder da auszuhelfen, morgens bei dem einen Pferde die Decke ab zu nehmen oder abends bei dem anderen die Stallgamaschen anzulegen. Ich war schließlich immer irgendwie im Stall. Was aber, wenn sich die Prioritäten ändern? Wenn man gar keine andere Chance hat, als plötzlich auf dem Boden der Tatsachen zu stehen und zu bemerken, dass es doch noch ganz andere, wichtigere Dinge im Leben gibt als die Pferde? Nach meinem Studium hatte ich mich eigentlich umgehend dafür entschieden, in dem Unternehmen meiner Eltern einzusteigen. Ich hatte Freiheiten, konnte mir meine Zeiten selbst einteilen und zugegeben, ein sehr entspanntes Leben führen. Als sich vor drei Jahren Jeanys Krankheit als unheilbar herausstellte, reduzierte sich meine Stallzeit schon …

Wie ist das eigentlich mit einem Reitlehrer als Vater?

Ich werde häufig gefragt, wie das eigentlich so ist – wenn der eigene Vater gleichzeitig auch der Reitlehrer ist. Als erstes muss ich dazu sagen: Ich kenne es ja nicht anders! Seitdem ich mich erinnern kann, war mein Vater Reitlehrer, wir hatten eigene Pferde und so lange ich mich erinnern kann war für mich klar: ich wollte mit in den Stall und reiten. Ich habe von Anfang an bei ihm auf unseren Pferden geritten, also nicht das Reiten auf Ponys oder Schulpferden in der Abteilung gelernt. Am Anfang nahm mein Vater mich an die Longe, später durfte ich dann unsere eigenen Pferde, Berittpferde, die ich mitreiten durfte, und die Ponys einer Freundin reiten, ein bunter Mix! Für mich gab es nichts schöneres, als jeden Tag nach der Schule mit in den Stall zu fahren und ich habe sicherlich sehr davon profitiert, so viele verschiedene Pferde reiten zu können. Außerdem habe ich natürlich auch einfach viel zugeschaut und dadurch ebenso viel gelernt. Ich wurde ziemlich schnell sehr ehrgeizig und wollte unbedingt Turniere reiten, das hat mein Vater auch immer …

Typisch Dressurreiter

  10 Punkte an denen du merkst, dass du Dressurreiter bist! Dein Outfit ist immer auf das Outfit deines Pferdes abgestimmt. Natürlich tragt ihr nur die Farben der aktuellen Saison und No Name Ware kommt euch gar nicht erst in die Tüte. Wenn ihr einer Stange oder gar einem kompletten Hindernis begegnet, ist der Reitspaß abrupt vorbei. Einfach drumrum reiten? Undenkbar! Artgerechte Haltung ist euch wichtig und euer Pferd darf deshalb natürlich auf die Weide. Alleine. Mit Unterlagen bandagiert. Und Glocken. Eine Stunde am Tag. Die Verletzungsgefahr für den E-Dressur-Seriensieger ist sonst einfach viel zu groß. Ausreiten geht ihr prinzipiell nur im Schritt. Manchmal habt ihr einen verrückten Tag, dann wird auch ein kleines Stück getrabt. Aber nur nachdem die Strecke vorher im Schritt abgeritten und ausgiebig auf Schlaglöcher, Steine und sonstige Gefahren untersucht wurde. Ihr reitet nur auf vernünftigem Boden. Vernünftig ist ein Boden, wenn er mindestens 20.000€ gekostet hat, sein Stickstoffgehalt genau 28,3% beträgt und er innerhalb der letzten 37 Minuten erst gewässert und dann abgezogen wurde. Alles andere ist Acker und darauf …

Gesunder Knabberspaß für langweilige Paddocktage

Ein sandiges Paddock und tagein tagaus das gleiche Rauffutter mümmeln – das kann auf Dauer ganz schön langweilig und eintönig sein, ist aber der Alltag vieler Pferde, vor allem im Winter. Dabei zeigen Beobachtungen an Wildpferden und wildlebenden Hauspferden, dass sich diese durchaus gern abwechslungsreich und vielseitig ernähren. Neben der Futtergrundlage Gras nehmen die Pferde, wenn sie die Möglichkeit dazu haben, auch gern Laub und Äste von Bäumen zu sich, nagen an der Rinde von Bäumen und fressen im Herbst gern die reichlich vorhandenen Baumfrüchte, die zu Boden fallen. Auch andere Tierarten, wie zum Beispiel das Rehwild, bedienen sich gern an den mineral- und vitalstoffreichen Baumrinden und Blättern ihrer Umgebung und ergänzen so ihre Nahrung um wichtige Vitalstoffe. Da wir unsere Pferde heutzutage zum Großteil sehr eintönig mit Gras auf extra angelegten Pferdeweiden und Heu aus den immer gleichen Grassorten ernähren, bleibt die Abwechslung etwas auf der Strecke. Das ist nicht nur für die Geschmacksnerven schade, sondern es fehlen eben auch die vielen unterschiedlichen Mineralien, Vitamine und Vitalstoffe, die sich in der vielseitigen Kost der …

Meine Hengstwahl – Endlich geht es los!

Heute möchte ich euch endlich verraten, für welchen Hengst ich mich entschieden habe und wie unsere Geschichte weitergeht. Nachdem Emmi auf Zysten untersucht worden war und auch die Tupferprobe negativ war, konnte unsere Babyplanung so richtig losgehen! Da Emmi bei der Tupferprobe rossig gewesen war, vereinbarten wir direkt einen Termin zum Ultraschall 18 Tage später. Ungefähr zu diesem Zeitpunkt müsste Emmi wieder rossig sein und je nachdem, wie ihr Zyklus mitspielt, könnte man dann schon direkt besamen. Wenn man besamen will, muss man natürlich auch wissen, wessen Samen man eigentlich haben möchte. Puh, ich hatte nun also eine Deadline für meine Hengstauswahl. Einerseits war ich davon etwas gestresst, andererseits war ich auch froh, dass endlich ein Ende absehbar war. Denn ich muss ehrlich sagen, dass mich diese Frage schon ziemlich beschäftigt hat. Während ich anfangs noch dachte, ich würde das alles ganz easy entscheiden, sind ja schließlich alle Hengste gut und man weiß sowieso nicht, wie Emmi sich vererbt, stellte sich schnell heraus, dass das Ganze doch gar nicht so einfach war. Meine Favoriten hatte …

Wir warten – Püppis Juni

Kalenderwoche 24 – Püppis Juni Hamburg, Sommer, Sonne, Sonnenschein, 20-30 Grad – und zwischendurch Wind und Starkregen. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Unsere Weiden haben endlich geöffnet! Das Wetter war schon vorher so gut, und wir haben wirklich sehnsüchtig gewartet, dass sie endlich, endlich aufgemacht werden. Püppi hat sich natürlich riesig gefreut, und ich freue mich momentan jeden Tag darüber, dass sie nun auf der Weide steht 🙂 Vor zwei Tagen haben Theresa und ich die Zeit genutzt und tolle Fotos von Püppi auf der Weide gemacht: Ansonsten rückt die Geburt meines Nachwuchses näher, so dass ich nur noch sehr selten im Stall war. Aber ich weiß, dass mein Vater und meine neue Reitbeteiligung sich super um Püppi kümmern, deshalb habe ich überhaupt kein schlechtes Gewissen. Aber natürlich wächst meine Ungeduld, mich endlich wieder richtig bewegen zu können, Püppi wieder selber auf die Weide zu bringen und aufs Pferd zu steigen! Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Zum Glück war der Monat ganz sorgenfrei! Momentan denke ich aber darüber nach, wie schnell nach der …