Monate: Juni 2016

Oh du schöner Offenstall: Die perfekte Heuraufe

Der Zausel und seine Crew bewohnen einen wunderbaren Offenstall auf einer Reitanlage. Während die meisten Boxenpferde ganz klassisch vom Boden aus gefüttert werden, sieht man in fast allen Offenställen, Gruppenhaltungen und ähnlichen Konzepten Heuraufen unterschiedlichster Form und Machart stehen. Welche Heuraufe aber ist die beste? Und worauf kommt es überhaupt bei einer Heuraufe an? Braucht man denn tatsächlich eine? Auf all diese Fragen würde ich gern in diesem Artikel eingehen und meine persönlichen Erfahrungen mit euch teilen. Wozu braucht man eigentlich eine Heuraufe? Das ist sicherlich die erste Frage, die man sich stellt, bevor man überhaupt eine Heuraufe kauft. Man kann Pferde zweifelsohne auch einfach vom Boden aus füttern, ihnen also eine große Portion Raufutter auf die Erde legen, so wie das meistens auch in den Boxen gehandhabt wird. Oder aber einfach den ganzen Rundballen in den Auslauf schieben und die Pferde fressen lassen, bis alles verputzt ist. Wir haben ganz zu Anfang dieses Experiment gewagt, weil wir noch keine Heuraufe hatten. Grundsätzlich funktioniert das schon. Die Pferde können das Raufutter gut aufnehmen und werden …

Fotoserie Teil 10: Zausels Fotobuch 2015

Wir wollen die vielen wunderbaren Fotos, die in finsteren Ecken auf euren Rechnern schlummern, aus ihrem Dörnröschenschlaf befreien und zu Papier bringen. Denn diese kostbaren Erinnerungen an wunderbare Momente sind viel zu schade, um ungesehen in den hintersten Ecken eurer Festplatten zu schlummern. Darum widmet sich gleich eine ganze Artikelserie um die verschiedenen Möglichkeiten, digitale Fotos zu handfesten Schmuckstücken zu machen. Wir hoffen, euch ein bisschen Anregen und Inspirieren zu können und freuen uns sehr, wenn ihr eure Werke via Instgram mit dem Hashtag #Horsediaries_Lieblingsfotos präsentiert. Der Entwurf für mein eigenes Fotobuch liegt schon lange auf meinem Rechner. Um es tatsächlich bestellen zu können, fehlten aber einige Bilder aus dem Jahr 2015 in voller Auflösung. So zog es sich bis fast ganz zum Schluss unserer Aktion mit Saal Digital hin und beinahe hätte ich mir den Rabattcode nicht mehr sichern können. Zum Glück hat es aber doch alles rechtzeitig geklappt und gestern durfte ich das Werk dann zum ersten Mal in den Händen halten: Ist das schön geworden! Ich hatte es gestern schon kurz auf …

Sieg beim Future Champions Finale: Interview mit Joya Stolpmann

Das Future Champions Turnier in Hagen auf dem Hof Kasselmann gilt als das Aachen der Nachwuchsreiter: Hier treffen die besten Reiter der Altersgruppen 12-21 Jahre zum Jugend-Nationenpreisturnier aufeinander. In diesem Jahr konnten sich Reiterinnen und Reiter aus 27 Ländern für das Turnier qualifizieren, unter ihnen die 12 jährige Joya aus Hamburg mit ihrem Wallach Dajano. Wir haben sie zu einem kleinen Interview getroffen, in dem sie uns über ihre Erfahrungen auf diesem großen Turnier berichtet: Joya, wie konntest du dich für das Future Champions Turnier qualifizieren und welche Prüfungen bist du geritten? Als Reiterin für den Kader des Landesverbandes Hamburg habe ich an einem Sichtungslehrgang mit dem Bundesnachwuchstrainer Herrn Meyer zu Strohen teilgenommen und konnte mich darüber für die Internationale Tour der Future Champions in der Altersklasse Children qualifizieren. Die Childrens Tour ist für Reiterinnen und Reiter zwischen 12-14 Jahren, die auf Großpferden reiten. Die Einlaufprüfung und die Qualifikation zum Finale waren L*-Dressuren, das Finale dann eine L**-Dressur. Das Future Champions Turnier ist nicht einfach irgendein Turnier, hier kommen die besten jungen Reiterinnen und Reiter verschiedenster Nationen zusammen. …

Klassischer Fall von: Schön blöd

Der Zausel hat eine chronische Bronchitis, schon seit Jahren, das ist ein großer Teil seiner Krankengeschichte und hat uns viel Sorgen und Kummer bereitet. Es ist der Grund warum wir seine Haltung radikal umgestellt haben, sobald wir von der Diagnose wussten, es ist der Grund warum wir viele Hebel in Bewegung gesetzt haben, damit er staubfrei an der frischen Luft gehalten werden kann. Wir haben viel erreicht und durch sehr radikale Schritte, die zunächst sehr auf Kosten meines Komforts und der Reitmöglichkeiten gingen, das schlimmste verhindern können. Er kommt gut mit seiner chronischen Bronchitis zurecht, ist zu 100 % belastbar und die meiste Zeit auch hustenfrei. Weil er eben so gut zurecht kam in der letzten Zeit und wir lange keine Probleme mehr mit dem Husten hatten, dachte ich, ich könnte es noch mal wagen, ihm doch Heu anstatt Heulage zu füttern. Die letzten Ballen Heulage waren alle nicht so richtig schön, er hatte immer wieder mit Kotwasser zu kämpfen und das Heu sah sowas von grün und frisch und lecker aus, dass man selbst …

Turnierbericht vom 18.06.2016

Hier kommt wie versprochen der Bericht unserer frühmorgendlichen Turnieraktion, von der ich letzte Woche erzählt hatte. Am Samstag um kurz vor 6 ging’s vom Stall los in Richtung Turnierplatz. Wir haben an diesem Wochenende zum ersten Mal meinen neuen Anhänger eingeweiht. Emmi war ungewöhnlich nervös beim Verladen und wollte beim ersten Versuch tatsächlich nicht direkt einsteigen, weil ihr der neue Geruch wahrscheinlich nicht ganz geheuer war. So mussten wir nach dem Verladen erstmal drei kuhfladenähnliche Haufen aus dem Hänger kratzen, dann waren wir aber endlich startklar. Die Fahrt zum Turnier führte uns einmal quer durch die Hamburger City, dank der Uhrzeit war es aber trotzdem angenehm zu fahren. Die Dressurreiter L meiner Reitbeteiligung ging um 7:30 Uhr los, sie war fünfte Starterin und konnte noch ganz in Ruhe abreiten. Beim Abreiten klappte schon alles sehr gut und Emmi machte einen lockeren Eindruck. Die Prüfung lief dann auch wirklich gut und ohne große Fehler ab. Ich war total zufrieden, leider gab es dennoch „nur“ eine 6,2. Zwar hätte die ganze Vorstellung noch etwas frischer sein können, …

Oh du schöner Offenstall

Wer gelegentlich das Tagebuch des Zausels liest, ist vielleicht darüber gestolpert, dass eben dieser einen Offenstall auf einer Reitanlage bewohnt. Durch eine glückliche Fügung hat sich für uns vor fast 4 Jahren die Möglichkeit ergeben, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen: Selbst einen Offenstall bauen! Die Kombination aus artgerechter Pferdehaltung und optimalen Trainingsgelegenheiten auf einer Anlage vereint. Der Offenstall hat eine Größe von ca. 600 m² und besteht aus einem befestigten Sandpaddock und einem großzügigen Unterstand. Er bietet 4-5 Pferden ausreichend Platz. Der Unterstand hat eine Größe von 4×9 Metern und ist zu drei Seiten geschlossen. Daran schließt sich ein überdachter Putz- oder Fressplatz von 4×3 Metern an. Der Unterstand verfügt über eine feststehende Wand mit Tür auf 3×4 Metern, durch zusätzliche Bretter kann dort eine Notbox eingerichtet werden, falls mal ein Pferd länger stehen muss. Solange diese aber nicht gebraucht wird, ist der komplette Unterstand ohne Einteilung durch die Pferde nutzbar. Durch ein Vordach entsteht außerdem auf der gesamten Länge des Unterstands noch mal ein regengeschützter Bereich, wo sich die Pferde unterstellen können. Bei der Planung …

Alles neu macht der Mai!

Jetzt ist es schon zwei Monate her, dass ich aus Emmis Leben berichtet habe. An sich hat sich nicht viel verändert – bis auf eine wichtige Sache: Wir haben den Stall gewechselt. Da das nun mein insgesamt sechster Stallwechsel mit Emmi war, guckte mich der ein oder andere relativ verdutzt an, so nach dem Motto „SCHON wieder?“. Ja, schon wieder. Ich muss dazu sagen, dass keiner der Stallwechsel einfach so aus Unzufriedenheit passiert ist, sondern es jedes Mal Gründe und Umstände gab, die sich leider  nicht anders lösen ließen. So auch dieses Mal: Unser alter Stall wurde zu Januar neu verpachtet und der neue Pächter entschied sich, da der Stall nicht lukrativ war, den Einstellerbestand von gut 30 Pferden auf 8-10 herunterzukürzen. Er wollte sich überlegen, wer ihm am besten passt und dem Rest im Laufe des Sommers kündigen. Ich hatte also zwei Optionen, entweder abwarten, ob ich zu den erlauchten paar Menschen gehöre, die bleiben dürfen oder eben mir schnell selbst etwas Neues suchen. Ich habe mich für letzteres entschieden, nicht zuletzt weil es sehr schwierig …

Fotoserie Teil 9: Inspiration Fotobücher mit Mona Doerre

Wir wollen die vielen wunderbaren Fotos, die in finsteren Ecken auf euren Rechnern schlummern, aus ihrem Dörnröschenschlaf befreien und zu Papier bringen. Denn diese kostbaren Erinnerungen an wunderbare Momente sind viel zu schade, um ungesehen in den hintersten Ecken eurer Festplatten zu schlummern. Darum widmet sich gleich eine ganze Artikelserie um die verschiedenen Möglichkeiten, digitale Fotos zu handfesten Schmuckstücken zu machen. Wir hoffen, euch ein bisschen Anregen und Inspirieren zu können und freuen uns sehr, wenn ihr eure Werke via Instgram mit dem Hashtag #Horsediaries_Lieblingsfotos präsentiert. Bevor die Aktion mit Saal Digital abläuft möchten wir euch noch ein weiteres tolles Fotobuch zeigen, diesmal mit der Fotografin Mona Doerre. Sie hat für ihr Fotobuch ein Format gewählt, welches wir hier noch gar nicht gesehen haben und ich finde, die Bilder machen sich in dem hochformatigem Album richtig gut. Besonders gut gefällt mir, dass sie immer nur ein oder zwei Bilder pro Seite zeigt und so jedes Bild ganz für sich allein wirken kann. Da überkommt einen mit jedem Umblättern ein neues Wow-Gefühl, was natürlich auch an …

Mentaltraining – Erfolg beginnt im Kopf

Für jeden kann der persönliche Erfolg anders aussehen – für die einen sind es Schleifen auf Turnieren, für die anderen ist es den Parcours bis zum Ziel zu schaffen, eine Dressur ohne bockendes Pferd zu vollenden, oder aber auch nur eine Runde ausreiten gehen zu können. Und schafft man dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht, so hat jeder von uns das gleiche Problem: der Kopf! „Ich kann das nicht.“, „Das ist mir zu schwer.“, „Was ist wenn mein Pferd doch wieder bockt?“, „Der Sprung sieht aber gruselig aus, den springt meiner bestimmt nicht!“, „Die sind ja schon wieder als Zuschauer da, dann muss ich mich heute besonders anstrengen!“ So oder so ähnlich rattert es dann im Kopf, und, als hätten wir es vorher nicht gewusst – es klappt schon wieder nicht. Bei dem einen ist es der Wassergraben oder die blaue Planke, bei dem nächsten die Wendys und LK1-an-der-Bande-Steher, oder auch nur ein Hund, der uns beim ausreiten entgegen kommt. Und, da spreche ich aus eigener Erfahrung – ist man einmal in dem Teufelskreis …

Augenblicke mit Wiebke Haas

Horsediaries liebt tolle Pferdefotos! Und weil es so viele talentierte Pferdefotografen in den unendlichen weiten des Netzes gibt, wollen wir euch hier immer mal wieder besonders schöne oder auch faszinierende Serien besonders begabter Fotografen zeigen.  Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und taucht mit uns ein in die wunderbare Welt der Pferdefotografie. Die Fotografin Wiebke Haas ist im Jahr 2012 zu einem ganz besonderen Fotoprojekt aufgebrochen. Ihre Reise führte Sie nach Kairo, wo sie die Arbeiten vom Team Prince Fluffy Kareem fotografisch begleitete. In Kairo herrschen für Pferde, Esel und Kamele schwere Lebensbedingungen, die für alle Pferde- und Tierfreunde aus der westlichen Welt nur schwer auszuhalten sind. Die Tiere werden dort als Zugpferde vor Karren und Kutschen eingesetzt oder tragen Touristen durch den heißen Wüstensand zu den Pyramiden. Viele von ihnen müssen weit über jegliche Grenzen der Erschöpfung hinaus arbeiten, ihr Ernährungszustand ist sehr schlecht, eine medizinische Versorgung meist nicht vorhanden und ihre Besitzer sind oft ohne Pferdesachverstand. Der Tourismus in Kairo ist in Folge der Unruhen des Arabischen Frühlings massiv zurück gegangen und die …