Alle Artikel in: Pferde

Anatomische Trensen im Test

Dies ist ein Gastbeitrag unserer Leserin Alessa. Alessa verbringt ihre Freizeit am liebsten mit ihrer Fuchsstute Fienchen, mit der sie vorwiegend im Dressurviereck oder im Gelände unterwegs ist. Darüber berichtet sie täglich auf Ihrer Instagram-Seite www.instagram.com/fuchs_teufelslieb. Das Wohl des Pferdes sollte für uns Reiter immer an erster Stelle stehen. Dahingehend hat sich in den letzten Jahren einiges getan. Dies ist meines Erachtens selbstverständlich, denn der Reitsport steht bekanntlicherweise unter ständiger kritischer Beobachtung der Öffentlichkeit, nachdem Skandale um Rollkur und Co kein gutes Licht auf unseren geliebten Sport geworfen haben. Umso wichtiger ist es, dass wir verantwortungsvoll mit unseren Vierbeinern umgehen. Auch die Reitsportindustrie hat dies erkannt, stellt alte Gewohnheiten in Frage und entwickelt sich immer mehr in Richtung pferdefreundlicher Produkte. Stübben ist ein hervorragendes Beispiel für die oben beschriebene begrüßenswerte Entwicklung. Seit 120 Jahren produziert das Unternehmen Pferdesportzubehör – seit wenigen Jahren nun auch innovative, stark anatomisch orientierte Produkte wie z.B. die Trense „Freedom“, die hier auf dem Blog bereits in diesem Beitrag vorgestellt wurde. Im heutigen Beitrag geht um einen Vergleich von drei anatomischen …

Wie viel kostet ein eigenes Pferd?

Neben Zeit und Nerven auch eine Menge Geld! Obwohl viele unserer Leser selbst Pferdebesitzer sind, gibt es auch einige unter euch, die kein eigenes Pferd haben. Es gibt tausend gute Gründe, sich kein eigenes Pferd zu kaufen. Einige entscheiden sich ganz bewusst gegen ein Pferd, weil ihnen die Zeit oder schlicht die Lust fehlt, jeden Tag in den Stall zu fahren. Der häufigste Grund, warum sich Reiter gegen ein eigenes Pferd entscheiden, ist aber eindeutig das liebe Geld. Aber was kostet eigentlich ein Pferd? Die richtige Antwort darauf ist ein typischer Juristensatz: „Es kommt darauf an“. Denn man kann ein Pferd sowohl sehr günstig als auch sehr teuer kaufen und halten. Damit die unter euch, die noch überlegen, sich ein Pferd zu kaufen, etwas besser abschätzen können, was auf sie zukommt, soll dieser Beitrag die Kosten grob aufschlüsseln. Ich habe beim Verfassen dieses Beitrags nach vergleichbaren Infos rechechiert und dabei festgestellt, dass die angegebenen Preise sehr weit von meiner eigenen Erfahrung abwichen. Das liegt vermutlich entweder daran, dass die Seiten veraltet waren oder sich die …

Therapie in der Sole-Salzkammer

Seit dem letzten Zausel-Update sind wieder drei Wochen vergangen und es wird Zeit, euch mal wieder zu erzählen, wie es ihm geht. An erster Stelle möchte ich meinen herzlichen Dank aussprechen für all die vielen lieben Kommentare, eure ehrliche Anteilnahme an Zauselchens Geschichte und eure langjährige Treue dem alten Patienten gegenüber. Die vielen mitfühlenden Worte und vor allem auch der rege Erfahrungsaustausch hier auf dem Blog oder bei Facebook sind unheimlich toll und in vielen Fällen auch sehr bereichernd. Es macht wirklich Spaß, unsere Geschichte mit euch zu teilen. In meinem letzten Bericht habe ich euch ja erzählt, dass der Zustand des Zausels nicht so besonders rosig war und wir vom Kortison nicht so richtig runter kamen, obwohl das eigentlich dringend nötig gewesen wäre. Aber sobald wir unter einen gewissen Spiegel gerieten, verschlechterte sich sein Zustand wieder deutlich. Wir haben uns dann vor ein paar Wochen auf einem Niveau eingependelt, welches zumindest einen Zustand erhielt, der so einigermaßen okay war und irgendwie einen Balanceakt zwischen so-viel-wie-nötig und so-wenig-wie-möglich darstellte. Es war aber ehrlicherweise keine besonders …

Zausel mein Alterchen

Wer ein krankes Pferd hat, setzt sich unweigerlich viel mit ihm und seinem Wohlbefinden auseinander, guckt oft ganz genau hin, versucht äußere Anzeichen, Körpersprache und Mimik zu deuten, Bewegungsabläufe zu analysieren, auf die Kleinigkeiten zu achten und wird dabei doch blind für die Dinge, dich sich langsam herangeschlichen haben, die leise in den Alltag gesickert sind und heimlich zu dem geworden sind, was man als normal oder „das war doch schon immer so“ empfindet. Seit mein Zauselchen diesen Winter ganz schleppend ganz schön krank geworden ist, habe ich viel Zeit damit verbracht, in das Pferd hineinzuhören, genau hinzuschauen, dann doch wieder absichtlich nicht alles auf die Goldwaage zu legen, über einige Dinge ganz bewusst mal hinweg zu sehen, weil ich sie anderen Ursachen zugeordnet habe. Nun bekommt das kranke Zauselchen seit 3 Wochen Cortison, ein starkes Medikament, ein wirksames Mittel, dass ihn hoffentlich wieder gesund macht, aber vor dessen Nebenwirkungen ich mich auch lange gescheut habe. Der Zausel leidet schon seit Jahren an einer chronischen Bronchitis und hatte damit diesen Winter so heftig zu kämpfen …

Zausels Klinikbesuch

Vor zwei Wochen habe ich beschlossen, dass ich mir den Zausel so nicht länger angucken kann und habe einen Termin in der Klinik vereinbart. Ziemlich genau eine Woche später hatten wir einen Termin und ich habe hier noch gar nicht so wirklich erzählt, wie der Termin gelaufen ist und was wir seit dem verändert haben, es wird dringend Zeit, das nachzuholen. Der Zustand des Zauselchens war schon viel zu lange ganz schön schlecht und alle Maßnahmen, die ich so ergriffen hatte, zeigten keine Wirkung. Irgendwann vor Weihnachten habe ich das Reiten ganz eingestellt, weil er mir so schlapp vorkam, dass ich mich nicht mal draufsetzen wollte. Zu dieser Zeit hegte ich bereits den Verdacht, dass Ursache seiner Mattheit die Lunge war. Seit Jahren schon hat er eine RAO, kam damit aber eigentlich immer ganz gut zurecht. Natürlich gab es auch immer schlechtere und bessere Phasen, aber so im Großen und Ganzen war er recht stabil. So stabil, dass ich auf die dumme Idee kam, den Pferden Futterstroh anzubieten. Der Zausel hatte seit Jahren keinen Kontakt …

Hallo Zausel, wie geht es dir?

Hallo Zausel, wie geht es dir? – Das ist im Moment jeden Tag die Frage, die ich dem Zausel als allererstes stelle, wenn ich ihn begrüße. Da er mir bisher eine Antwort schuldig geblieben ist, versuche ich zu ergründen, wie es ihm gehen könnte, in dem ich ihn sehr genau beobachte, seinem Gesicht den aktuellen Gemütszustand versuche abzulesen, jegliches Zeichen und jede seiner Regungen versuche in irgendeiner Form zu deuten. Hat er heute einen guten Tag? Oder guckt er schon missmutig und irgendwie traurig, dann ist es bestimmt ein schlechter Tag. Oder guckt er vielleicht grade nur so, weil ihm einer seiner Mitbewohner zu nah gekommen ist und er die Möhrchen, die er von mir erwartet, nicht teilen möchte? Oder liegts am Schneeregen, der ihm grade auf die Nerven geht? Auf jeden Fall glaube ich fest daran, dass man dem Pferd viel von seiner aktuellen Stimmung im Gesicht ablesen kann und man als Reiter bei allen Dingen, die man so tut, ruhig immer mal wieder die Frage stellen sollte, ob es dem Partner Pferd grade gut …

Winterblues und es geht noch schlimmer

Bei der aktuellen Wetterlage wundert sich wohl niemand, wenn man sich mit etwas schwermütigen Verstimmungen und einem Winterblues herumschlägt. Vor allem nicht, wenn man sich nicht mal mit einer heißen Tasse Tee auf dem Sofa aufwärmen kann oder den verregneten Sonntag einfach mal mit einem Buch und einem Kaffee im Sessel verbringen kann. Der arme Zausel steht Tag ein Tag aus draußen und im Hamburger Winter, das bedeutet: er steht vor allem viel im Regen oder dreht seine immer gleichen Kreise in der Halle, weil die Reitwege längst schon dem vielen Regen nicht mehr standhalten. Tja, wer würde da nicht irgendwie ein wenig unmotiviert und matt im Matsch stehen und vielleicht nicht unbedingt in Jubel ausbrechen, wenn einem auch noch mit sportlicher Betüchtigung gedroht wird? Bis zu einem gewissen Grad hatte ich in den letzten Wochen durchaus Verständnis für mein etwas lustloses und mattes Zauselchen. Aber bei allem Humor ist mir in den letzten Wochen deutlich geworden, dass da leider mehr als nur ein leichter Winterblues hintersteckt und mit dem Zausel mal wieder irgendetwas nicht …

Erfahrungsbericht Aquatraining – Gastbeitrag einer Leserin

Dieser Beitrag ist ein Gastbeitrag von Lina Stahl, die gerne ihre Erfahrungen zum Thema Aquatraining mit euch teilen möchte. Nachdem mein 7- jähriger Wallach Rokko (Rubin- Royal x Gamblers Star) im September beschlossen hatte, seine Winterpause frühzeitig mit einer Verletzungen einzuläuten, musste ich die Baustelle „Pferd“ einige Zeit ruhen lassen. Mitte September bekam Rokko nach einem Geländelehrgang einen Infekt mit hohem Fieber. Zwei Wochen Pause. Ende September eine Fesselzerrung. Zwei Wochen Pause. Anfang Oktober war er dann aufgrund einer Entzündung in der Schulter lahm. Zwei Wochen Pause. Anfang November, nachdem die Entzündung ausgeheilt war, kam er mir eines Abends stocklahm entgegen, sodass ich ihn sofort in die Klinik brachte. Die Diagnose war eine tiefe Entzündung im Huf und ein Hämatom. Die Eisen kamen ab, Entzündungshemmer wurde gegeben und er kam auf die Wiese bis Ende November. Keine Belastung. Keine Arbeit. Nach 2 Wochen kam der Schmied und haute speziell geformte Eisen drauf- mein Pferd blieb weiterhin lahmfrei. Da er nun 3 Monate nicht gearbeitet wurde und aussah wie ein Wiesenpferd, beschloss ich ihn zum Aquatraining …

Alle Jahre wieder – Das Thema Eindecken

Wir haben November, die Tage sind schon merklich kürzer geworden, die Temperaturen kälter und das Laub fällt langsam von den Bäumen. Längst sind die meisten Pferde eingedeckt, zumindest die, die sowieso und auf jeden Fall den ganzen Winter eingedeckt sein werden. In der Hoffnung, sie würden weniger Fell schieben, haben viele bereits ganz früh angefangen einzudecken und schon Anfang September standen die ersten Pferde in ihren Wintermänteln auf der Weide. Es gibt viele gute Gründe dafür, sein Pferd einzudecken. Aber es gibt ebenso viele sehr gute Gründe es nicht zu tun. Und wie bei fast allen Dingen sollte die Entscheidung, ob ein Pferd eingedeckt werden sollte oder nicht, immer eine individuelle sein, denn jedes Pferd ist anders, jede Haltungsform bietet eine andere Entscheidungsgrundlage, jede Nutzungsform des Pferdes stellt andere Ansprüche an die Fellbeschaffenheit der Tiere. In vielen Gesprächen mit anderen Reitern drängt sich mir aber immer wieder das Gefühl auf, dass diese Entscheidung nicht wirklich individuell getroffen wird, sondern das Eindecken mittlerweile so selbstverständlich dazu gehört wie das Hufeauskratzen. Kaum einer stellt sich überhaupt die …

Reiten mit Franklin Bällen – Ein Erfahrungsbericht

Viele von euch haben wahrscheinlich schon von den Franklin Bällen gehört, die momentan ja tatsächlich in aller Munde und in nahezu jeder (Fach-)Zeitschrift zu finden sind. Da ich – wie wahrscheinlich jeder Reiter – seit ewigen Zeiten mit den immer gleichen Sitzbaustellen kämpfe, freute ich mich über diese „Erfindung“ und dachte, mit ein bisschen Übung und Training mit den Bällen werden diese Baustellen bald Geschichte sein :D. Es gibt verschiedene Bälle, die unterschiedliche Effekte und Auswirkungen haben. In diesem Video werden die verschiedenen Bälle erklärt: Ich hatte dann vor einiger Zeit die erste Unterrichtsstunde mit besagten Bällen. Nachdem ich einige Runden Schritt geritten bin, kam auch schon die Wasserrolle zum Einsatz. Diese sollte ich direkt unter meine Gesäßknochen legen. Das Gefühl ist wirklich komisch, man „rollt“ quasi auf dem Sattel hin und her und die Hüfte und das Becken werden angesprochen und ich hatte das Gefühl der Sitz wurde durch die Rolle einerseits „stabil“, weil ich z.B. nicht mehr mit der Hüfte einknicken oder mehr zu einer Seite sitzen konnte, aber andererseits schwingen Hüfte und …