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Ein Leben für mein Pferd! Eine Gegendarstellung.

Cathy schrieb vor einiger Zeit in ihrem Artikel, dass ihre derzeitigen Lebensumstände es nicht mehr zulassen, dass ihr Pferd an erster Stelle steht. Das hat mich sehr zum Nachdenken angeregt und ich habe mir überlegt, dieses Thema aus meiner Sicht noch einmal aufzunehmen.

Ich reite eigentlich schon, seitdem ich denken kann. Mein erstes eigenes Pony bekam ich mit 6 Jahren und lernte mit dem Shettywallach, der leider chronisch an Hufrehe und Bronchitis erkrankt war, von Anfang an sehr viel Verantwortung zu tragen. Die ersten Jahre hatte ich meine Mutter meist an meiner Seite und sie half mir so gut es ging, auch ohne Pferdewissen. Da sie allerdings schon immer sehr viel arbeiten musste und mich im Stall gut aufgehoben wusste, wurde der Pferdestall für mich ab einem Alter von 10 Jahren wie mein zweites Zuhause. Ich hatte meine damaligen besten Freunde direkt vor Ort und übernachtete nicht selten die kompletten Schulferien bei meiner Freundin am Hof. Wir verbrachten die meiste Zeit mit unseren Pferden, malten uns gemeinsam die Zukunft aus, liefen wie Dressurpferde über den Reitplatz und hatten einfach eine unbeschwerte Kindheit. Das war sehr prägend und vermutlich auch der Grund, weshalb ich nie so richtig von den Pferden weg gekommen bin.

Auch in der späteren Jugend war ich ein eingefleischtes Pferdemädchen, ich hatte zwar auf meiner Federtasche keine rosa Barbie-Pferde und interessierte mich durchaus auch für andere Dinge, allerdings gab es einfach nichts, was auch nur annähernd so wichtig für mich war, wie das gemeinsame Leben mit dem Pferd. Nichts konnte mich so auslasten und auch gedanklich so erfüllen. Die Schule lief so nebenher und ich weiß heute, dass ich damals mit mehr Disziplin sicher auch Hobby und Schule besser unter einen Hut bekommen hätte, aber so wie viele Jugendliche, konnte ich mich einfach nur für mein Hobby begeistern und ließ die Schule schleifen.

Mein Studium war relativ ausgeglichen. Ich hatte zwar immer wieder Phasen, in denen ich viel zu tun hatte und auch weniger Zeit fürs Pferd, aber die habe ich einfach überbrücken können indem das Pferd dann auch mal 2-3 Tage nichts getan hat außer auf der Weide zu stehen und das Gras zu fressen. Kurz vor meinem Diplom habe ich mir dann auch noch einen Hund angeschafft und habe meine Arbeitspausen mit Spaziergängen mit Hund und Pferd genutzt, um mich wieder zu entspannen, den Kopf frei zu bekommen und mit neuen Ideen zurück an den Schreibtisch zu kommen. Es ging jedenfalls immer irgendwie und an den Tagen, an denen es mal nicht ging, ging es dann einfach nicht und ich ließ das Pferd Pferd sein.

Reitbeteiligung zur Entlastung kam für mich nach einigen unschönen Erfahrungen nicht mehr in Frage. Ich habe es durchaus probiert, aber für mich festgestellt, dass es einfach Pferde gibt die mit unterschiedlichen Reitern nicht klarkommen. Am Ende war es für mich keine Entspannung mehr im Stall und die Reitbeteiligungen keine Entlastung. Ich habe mich ständig gefragt, was genau mit meinem Pferd in der Abwesenheit veranstaltet wurde und wieso es zusehend unrittiger wurde? Ich habe angefangen Kontrollbesuche abzustatten und mich dann irgendwann dafür entschieden, dass es mit mir und den Reitbeteiligungen nicht klappt. Vielleicht bin ich zu anspruchsvoll, vielleicht bin ich auch einfach nur zu faul gewesen, nach dem richtigen Reiter zu suchen. Rückblickend waren aber alle Entscheidungen die richtigen und ich hatte am Ende mehr vom Pferd, meiner Entspannung und dem Spaß, ohne eine weitere Person an meinen Tieren.

Die knappe Zeit ist heute allerdings ein Thema, welches mich oft an meine Grenzen stoßen lässt. Besonders die Pflege meiner Freundschaften außerhalb des Stalls neben einem Vollzeitjob, den Pferden, meinem Hund und Lebenspartner zu vereinbaren, fordert wirklich gnadenlose Disziplin. Oft gibt es Tage, da würde ich am Abend gerne einfach kaputt aufs Sofa fallen statt Freunde zu treffen, aber natürlich gibt es Menschen, die immer für mich da sind und denen ich das selbe zurück geben möchte. Mit den Jahren haben sich meine Freunde sehr verteilt, einige haben Kinder, wohnen außerhalb Hamburgs oder stehen in anderen Ställen. Zwischen all den Menschen und Pferden kein Ungleichgewicht aufkommen zu lassen, ist oft schwierig. Gott sei Dank habe ich mittlerweile viele wunderbare tolerante Menschen in meinem Leben und die meisten versuchen, meine Prioritäten zu verstehen und begleiten mich sogar manchmal mit in den Stall, auch wenn sich die Faszination Pferd bei ihnen in Grenzen hält! Ich denke, um den Wert solcher Freunde zu erkennen, musste ich erst ein gewisses Alter erreichen und auch einige unschöne Erfahrungen mit vermeintlichen Freunden machen. Inzwischen weiß ich jedes kleine bisschen Verständnis von Nicht-Pferdemenschen sehr zu schätzen!

Wir haben auch im Horsediaries-Team darüber gesprochen und es kam die Frage auf, wie ich mich Tag für Tag motivieren kann, meistens noch früh vor der Arbeit, in den Stall zu fahren. Durch meine Selbstständigkeit kann ich in einem engen Zeitrahmen auch noch vor der Arbeit in den Stall. Also bin ich meistens ab 6 Uhr in der Früh auf den Beinen und habe den Stall als erstes auf meiner täglichen To-do Liste. Meine Tage sind unterschiedlich stressig, je nachdem was in der Firma ansteht. Manchmal muss ich mich im Stall abhetzen und genau an diesen Tagen geht meistens alles schief, was so schief gehen kann.  Aber meine Kollegen wissen schon, dass es sich meist nur um ein Malheur handelt, wenn ich mit einer aufgeplatzten Lippe (böse Mistforke) oder humpelnd (alte Pferde können auch Angst vor Stromzäunen haben) ins Büro schneie. Ich stehe jedenfalls gerne früh auf, um in den Stall zu fahren. Wenn es im Büro nämlich mal wieder länger dauert, ein Termin dazwischen kommt oder sonst irgendwas sonderbares passiert, brauche ich kein schlechtes Gewissen haben, weil ich die beiden Pferde bereits versorgt weiß. Die Zeit im Stall mit den Pferden ist wertvoll. Ich kann meistens meinen Alltag vergessen, mich körperlich auslasten und eine gewisse Zeit an der frischen Luft verbringen. Ein weiterer großer Aspekt sind natürlich auch enge Freundschaften, die sich im Stall entwickelt haben. Für mich ist diese Zeit wie ein Geschenk, eine Zeit, in der ich ausgelassen sein kann und Freunde an meiner Seite habe, die mich auf Grund des gemeinsamen Hobbys so sehr verstehen, wie es andere eben nicht können. An Tagen, an denen ich nicht im Stall bin, fehlt mir etwas und ich erwische mich häufig dabei, wie ich mir die Frage stelle, ob wohl alles in Ordnung ist, ob nicht einer der Stuten eine neue Schramme hat und ob ich sonst vielleicht irgendwas verpasse.

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Stallarbeit, ein schöner Ausgleich zum stressigen Alltag!

 

Es ist also ein großes Ganzes, was mein Leben für meine Pferde ausmacht und mich gerne 6-7 Tage die Woche in den Stall fahren lässt. Auch wenn ich mal nicht so motiviert bin, es lohnt sich am Ende doch immer für die Pferde und das innere Gleichgewicht, aufzustehen und meinen inneren Schweinehund zu überwinden.

Warum eine Reiterin als Freundin eine gute Wahl ist…

Harriet Charlotte Jensen hat in einem sehr amüsanten Artikel ein paar der üblichen Eigenheiten von Reiterinnen in Beziehungen zusammengeschrieben. Wir haben uns in dem Artikel an vielen Stellen wiedererkannt und sehr gelacht. Aber wir finden, wir Reiterinnen sind ein kleines bisschen schlecht weggekommen, oder? Dabei haben wir doch zahlreiche Eigenschaften, die uns geradezu zur perfekten Freundin machen! Hier kommen unsere Top 10 der guten Gründe, sich eine Reiterin als Freundin zu suchen:

1) Wir sind hart im Nehmen.

Wir sind das Gegenteil von den Mädchen, die sofort losheulen, wenn sie sich weh getan haben. Im Club tritt uns eine Andere mit ihren Pfennigabsätzen auf die Füße und unsere männliche Begleitung fürchtet, der Abend ist beendet und er muss uns weinend und wimmernd nach Hause tragen? Also mal ehrlich! Klar, angenehm ist das nicht, aber auf diesem Fuß sind 600 kg rumgehampelt. Mit Eisen. Mehrfach. Zähne zusammenbeißen und weiter tanzen!

2) Wir können Verantwortung übernehmen.

Für uns, für andere und auch für unseren Mann. Gut, der Mann kommt in der Hierarchie leider nach dem Pferd, aber er kann ja auch selbst den Kühlschrank öffnen. Im Ernstfall kann er sich aber auf uns verlassen und wir werden uns als fürsorgliche Partnerin beweisen. Außerdem sind wir kompromissbereit und hängen an dem, was wir uns angeschafft haben. Das gilt für das Pferd natürlich genauso wie für unseren Mann.

3) Wir lieben große Autos und Pferde (auch die unter der Haube)!

Und wir haben keine Angst sie zu fahren. Darum haben wir auch nichts gegen das vielleicht eher männliche Faible für unnötig große, prollige Geländewagen – solange sie eine Anhängerkupplung haben.

4) Es gibt kaum ein Hobby, was uns finanziell schocken kann.

Als Freund einer Reiterin kannst du Mitglied im Fußballverein, Golfclub und Fitnesscenter sein und bei einem Blick auf die fälligen Mitgliedsbeiträge wird uns nur ein überraschtes „Mensch, ist das aber günstig!“ über die Lippen kommen.

5) Reiterinnen sind überaus tolerant gegenüber zeit-intensiven Freizeitgestaltungen.

Im Zweifel bemerken wir nicht einmal, dass Mann sich beinahe jedes Wochenende im Stadion aufhält und seinen Lieblingsverein anfeuert. Wir sind eh den ganzen Tag im Stall.

6) Wir sind routiniert im Anlegen von Verbänden, der Erstversorgung von Wunden, können die unmöglichsten Körperteile fixieren und ruhigstellen, haben für diverse Sportverletzung die passende Salbe,  und verfügen über ein beeindruckendes Repertoire an medizinischem Halbwissen.

Kleinere und größere Verletzungen im Haushalt oder beim Sport versorgen wir ohne mit der Wimper zu zucken und haben im Zweifelsfall auch die richtigen Handgriffe parat, falls unser vier- oder zweibeiniger Patient etwas zu zimperlich ist und sich bei der Behandlung ziert.

7) Wir haben keine Angst uns dreckig zu machen.

Das macht uns zu perfekten Partnerinnen für alle Outdoorfans, Möchtegernabenteurer und Naturburschen. Sollte unser Naturbursche mal wieder mit seinen dreckigen Schuhen durch das Haus gelaufen sein, machen wir den Dreck einfach selbst weg, anstatt ihm eine Standpauke zu halten. Weil wir dachten der Dreck kommt von den Stallschuhen, mit denen wir mal wieder in die Küche gehuscht sind, weil wir das Brot, welches dort seit mehreren Wochen auf der Heizung trocknet, endlich mal mit in den Stall nehmen wollten.

8) Wir können anpacken, zufassen, improvisieren und verfügen über rudimentäre handwerkliche Fähigkeiten.

Das bedeutet auch, wir wissen, wie rum man einen Schraubenzieher benutzt und wozu eine Bohrmaschine eingesetzt wird. Das heißt aber nicht, dass wir uns nicht gern von unseren Männern helfen lassen.

9) Wir waschen freiwillig die Wäsche zu Hause.

Dann können wir nämlich ab und an mal eine dreckige Schabracke mit in der Waschmaschine verschwinden lassen. Natürlich getrennt von der Unterwäsche.

10) Wir sind es gewohnt mit Lebewesen zu kommunizieren, dessen Sprache wir nicht sprechen.

Wir haben ein außerordentlich gutes Einfühlungsvermögen, können Körpersprache interpretieren und uns in andere hineinversetzen. Wir verstehen also auch unseren Mann. Und falls es mit der zwischenmenschlichen Kommunikation mal nicht ganz so gut klappt, kann er ja mal die Ohren anlegen, das klappt garantiert.

 

Wenn euch das überzeugt hat und ihr nun unbedingt eine Reiterin als Freundin haben wollt, könnt ihr hier herausfinden, wie ihr das Herz einer Reiterin am besten erobert.

Pepper 2013

Etwas verspätet kommt nun endlich mein Jahresrückblick für 2013. Damit es nicht zu langatmig wird, habe ich versucht, mich auf die wesentlichen Ereignisse zu konzentrieren und ein paar Fotos zur Illustration rauszusuchen.
Januar

Das Jahr fing schlecht an. Nach einer Chiropraktischen Behandlung lahmte Pepper, war außerdem sehr fest im Rücken und wollte sich kaum reiten lassen. Sie schlug viel mit dem Schweif, trat nach dem Bein und bockte. Zudem passte der Sattel nicht mehr und musste gepolstert werden. Erst Mitte Januar wurde es langsam wieder besser, so dass wir Ende Januar das erste Turnier reiten konnten: dort waren wir sowohl im A Stil, als auch im A Zeit platziert.

Februar

Im Februar haben wir aufgrund des Wetter nicht viel machen können, außer in der Halle zu reiten. Pepper wurde wieder die Alte, leider mangelte es etwas an Abwechslng, da es sehr viel geregnet hat. Bei einem Dressurlehrgang haben wir einiges gelernt und Pepper machte unheimlich gut mit und war richtig motiviert. In einem L-Springen wurde sie knapp 2.

Februar

März

Im März kam der erste Rückschlag: Auf dem ersten Turnier im März sprang sie sehr komisch. So als würde sie Vermögen für maximal E-Springen haben. Meine Reitlehrerin musste den Parcours sogar abbrechen.
Wir ließen sie untersuchen, jedoch ohne Befund. Da sie auch wieder normal lief, hakten wir es  unter “vertreten” ab.
Ende März ging sie nochmal ein Turnier, da war sie im L platziert.

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April

Im April haben wir wieder angefangen draußen zu springen. Pepper war anfangs etwas wild, aber das ist auch verständlich nach der langen Hallen-Reiterei.
Außerdem stand unser erstes Freiluftturnier an. Wir haben mit einer 8,2 das A-Stil gewinnen können, in unserem ersten L hatten wir zwei Fehler.

April

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Mai

Unser zweites Turnier stand an. Wir verbuchten einen 3. Platz im A** und einen 6. Platz im L. Die erste L Schleife für uns beide! Außerdem noch einen 5. Platz im A** Stil auf einem anderen Turnier.
Mitte des Monats hatte Pepper wieder dieses “Ich habe kein Vermögen”. Zum Glück haben wir diesmal sofort einen Tierarzt holen können und Pepper wurde behandelt. Nach ca 10 Tagen war dann alles wieder gegessen und Pepper fit.

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Juni

Im Juni verzeichneten wir einen 7. Platz im A** und einen 4. Platz im L Stil. Ansonsten waren wir oft ausreiten, haben zu Hause trainiert und einfach die Zeit genossen. Pepper entspannt sich immer sehr gut im Gelände und lässt sich am langen Zügel durch den Wald reiten.

Juni

Juli

Anfang Juli hatte meine Reitlehrerin sie nochmal mit auf Turnier. Dort waren sie 4. in einem stark besetzten L Springen. Ich habe mir im Juli meine LK4 erritten durch einen 2. Platz in einem L Springen. Außerdem gab es diesen Monat noch einen 6. im A**, einen 2. im A**, einen 6. im L und einen 3. im A**. Pepper ist ihr erstes M** gelaufen (ein Fehler). Sie stand jeden Tag auf der Wiese und war immer sehr motiviert.

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August

Den August habe ich in Irland verbracht. Jedoch war meine Reitlehrerin mit Pepper unterwegs und hat sie natürlich auch so zu Hause geritten. Pepper verbuchte in der Zeit einen 4., einen 5. und einen 6. Platz in M* Springen.

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September

Endlich wieder Pepper reiten! Wir haben erstmal wieder mit kleinen Sprüngen angefangen und zum Ende des Monats sprangen zwei 4. Plätze in A-Springen heraus. Somit war meine Saison beendet und ich konnte eine 100% Platzierungsrate in A-Springen aufweisen, außerdem gab es in wenigen gestarteten L-Springen 4 Platzierungen.
Mit meiner Reitlehrerin war Pepper sehr erfolgreich unterwegs und platzierte sich 3x in M** Springen!

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Oktober

Pepper war nochmals M* (5.) platziert und auch zeigte in ihren ersten S-Springen, dass ihr zwar noch die Routine, aber nicht das Vermögen fehlt. Die Dreifachen springt sie wie Gymnastikreihen und auch so hat sie uns bisher überzeugt, auch wenn noch keine Schleife dabei raussprang.

Oktober

November

Im November ließen wir es ruhig angehen. Ich hatte ein Trainingsspringen, in welchem sie sehr gut sprang. Ende des Monats hatte Pepper nochmal ein Turnier, in diesem war sie aber sehr guckig und hatte deswegen zwei Fehler.

November

Dezember

Im Dezember hat sie sich wohl auf der Wiese langgelegt oder aber in der Box kurz festgelegt, auf jeden Fall war sie lahm, ohne dass das Bein dafür verantwortlich war. Sie bekam Entzündungshemmer, wurde im Brustwirbelbereich behandelt und nach kurzer Pause lief sie auch wieder ganz normal.

Dezember

Zusammenfassend war das Jahr 2013 von Höhen und einigen Tiefen gespickt. Gerade für mich war es ein sehr lehrreiches Jahr. Ich habe gelernt, meinem Pferd am Sprung zu vertrauen, habe Mut gefasst, auch wieder höher zu springen und gelernt, wie wichtig auch Entspannungsphasen für ein Sportpferd ist. Egal ob nun Wiese oder beim Ausreiten. Die Tiefen haben wir alle gut und ohne bleibende Schäden überstanden und deswegen behalte ich 2013 in guter Erinnerung!

Bewusst – Regional – Nachhaltig: Die Foodvibes Box im Test

Ein Trend, der mir außerordentlich gut gefällt, ist etwas, was mehr und mehr im Lebensmittelbereich stattfindet: Man rennt nicht mehr ausschließlich zum Discounter und kauft ausschließlich nach dem günstigsten Preis ein ohne auch nur einen Gedanken daran zu verschwenden, was man hinterher auf dem Teller hat – oder ernährt sich mit Dosennahrung von Aldi, während das Herzenspferd das teure Iwest-Müsli bekommt 🙂

Stattdessen beschäftigen sich vermehrt Menschen aktiv mit den Lebensmitteln und deren Herkunft und kaufen ganz bewusst ein. Ein Resultat sind zum Beispiel viele neue Bio-Supermärkte in den Großstädten bzw. es ist insgesamt fast ein „Bio-Hype“ festzustellen. Findet man Bioprodukte mittlerweile doch auch in etlichen Speisekarten, in Kosmetika oder in Kleidung (Biobaumwolle etc.) . Allerdings ist Bio meiner Meinung nach nicht unbedingt das alleinige Allheilmittel – schließlich wird beispielsweise die Bio-Mango genauso aus südlichen Gefilden eingeflogen und weist demnach eine ähnlich schlechte CO2 Bilanz auf. Außer, dass keine Pestizide etc. bei der Aufzucht oder Herstellung verwendet wurden, müssen die Bedingungen somit nicht unbedingt besser sein als bei einer herkömmlichen Mango.

Viel besser als der reine Fokus auf „Bio“-Lebensmittel gefällt mir daher das Bewusstsein für nachhaltige und vor allem regionale Produkte von Manufakturen und kleineren Landwirtschaftsbetrieben, die ganz bewusst auf Zusatzstoffe und Geschmacksverstärker verzichten, eine kleine Produktpalette haben und ganz klar auf Qualität statt Quantität setzen. Und genau hier setzt die Foodvibes Box an, die ich zu Weihnachten geschenkt bekam. Der Gedanke von Foodvibes:

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Das Startup aus Hamburg versteht sich als Marktplatz für regionale Delikatessen. Die Inhaber pflegen selbst den Kontakt zu kleinen und mittelgroßen Manufakturen in Deutschland und wählen jeden Monat ihre 6-8 Favoriten, welche in einer Überraschungsbox im Abo oder einzeln für 29 EUR pro Box bestellt werden können. Hiervon wird 1 EUR an nachhaltige Projekte in der regionalen Landwirtschaft gespendet. Auf der Website findet man dann noch Geschichten, Infos über die Manufakturen, Rezepte und kann die Produkte nachbestellen.

Hier gehts zur Website von Foodvibes

In meiner Box habe ich folgende Produkte gefunden:

von Freude | Ale Primeur & Boulevard 

Ein Craft Beer aus Hamburg. Obergäriges Bier mit deutlichen Hopfennoten. Leider bin ich kein Biertrinker… aber wie ich höre, soll das Bier sehr gut schmecken, meinen Freund wird’s erfreuen.

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Reishunger | Bio-Risotto Kürbis

Der Beutel reicht für 2 Personen und das Risotto ist in 15 Minuten servierfertig. Wir haben das Risotto gleich nach Weihnachten getestet, die Zubereitung hat mit 45 Min. deutlich länger gedauert, aber es war köstlich! Ich habe bisher kaum Risotto gegessen, das werde ich zukünftig ändern und es auch mal beim Italiener bestellen.

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Hunkelstide | Apfel Punsch

Ein würziger Apfel Punsch für Abende am Kamin. Die Zutaten: Apfel, Orange, Nelke, Zimt. Den Punsch haben wir nach Weihnachten auch direkt getestet, als wir nach einem Winterspaziergang etwas zum Aufwärmen brauchten. Schmeckte mir sehr gut und ich wäre jetzt nicht auf die Idee gekommen, mir Punsch zu kaufen.

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Die Schlemmerei | Wintersenf

Lebkuchen & Senf? Ich habe den Senf noch nicht probiert, und kann mir auch noch nicht ganz vorstellen, wie Senf und Lebkuchen zusammenpasst. Aber wir werden es ausprobieren. Und eine Foodbloggerin hat gleich ein neues Rezept ausprobiert, welches ihr hier findet:

Rezept mit dem Wintersenf

 

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Wildbach | Lebkuchen liebt stille Nacht

Ich bin nicht der größte Schokoladen-Esser, aber diese handgeschöpfte Schokolade ist herrlich cremig und etwas crunchy durch die Lebkuchenstücke und war schneller aufgegessen als gedacht.

Hello Mellow | Christmas Peppermint
Ich liebe Marshmallows und diese scheinen ganz besonders lecker zu sein, denn bevor ich dazu kam, sie zu genießen waren beide schon verschwunden?! 🙁 Da hilft dann nur nachbestellen!

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Sonnenkiefer | Tannenspitzensirup
Junge hellgrüne Fichtentriebe werden sofort nach der Ernte eingekocht und ohne künstliche Aromen und Zusätze zum Sirup verarbeitet. Wir essen den Sirup als Brotaufstrich, er hat einen würzigen Geschmack und ist eine schöne Abwechslung zu Nutella und Co.

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Mein Fazit: Mir hat meine Foodvibes-Box total gut gefallen, es waren eigentlich nur Produkte dabei, die ich mir so nie gekauft hätte und es ist eine schöne Gelegenheit, neues auszuprobieren und unbekannte, besondere Manufakturen und ihre Spezialitäten kennenzulernen. Ich finde die Foodvibes-Box auch eine tolle Geschenkidee und werde sie bestimmt zu dem einen oder anderen Anlass verschenken.

Die Foodvibes-Box ist sicherlich nicht die Quelle für die Lebensmittel des täglichen Bedarfs, sondern ein schöner Luxus, den man sich vielleicht zu besonderen Anlässen gönnt. Aber auch für den täglichen Bedarf gibt es bei genauerem Hinschauen regionale und nachhaltige Produkte, an die man auch in Großstädten kommt, beispielsweise die „grüne Kiste“, die wöchentlich saisonale biologische Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Fleisch, Käse etc. liefert. Sehr empfehlenswert ist in Hamburg auch die Fleischerei Beisser, ein kleines Familienunternehmen in 6. Generation, welches mit kleinen Familienbetrieben aus dem Hamburger Umland zusammenarbeitet, die Tiere selbst aussucht, die geschlachtet werden und somit sicherstellt, dass artgerechte Haltung, gesundes Futter und genügend Zeit am Ende zu bestmöglicher Qualität des Fleisches führt.

Grüne Kiste

Fleischerei Beisser

Sicherlich sind solche Produkte teurer als beim Discounter – aber ich persönlich hoffe, dass es vielleicht auch einmal zum Trend werden wird, seltener und dafür bewusster Fleisch zu essen und einfach noch mehr auf die Qualität zu schauen und sich darüber Gedanken zu machen, was mit dem eigenen Essen passiert, bevor es auf dem Teller landet.

Wie seht ihr das? Habt ihr auch gute Erfahrungen mit nachhaltigen oder regionalen Lebensmitteln gemacht oder kennt entsprechende Boxen?

Ein Besuch bei Apassionata

Zu Weihnachten lag für meine Mutter und mich unterm Weihnachtsbaum je eine Karte für Apassionata – Die goldene Spur. Am Samstag Abend waren wir dann in der Show in Hamburg in der O2 World.

Wenn ich ehrlich sein soll, hatte ich nicht zu große Erwartungen an die Show. Ich war vor ungefähr acht Jahren schon mal bei einer Apassionata Show und war damals nicht wirklich überzeugt. Aber in acht Jahren kann sich ja auch viel ändern und ich hatte mir fest vorgenommen, unvoreingenommen zur Show zu gehen und mich hoffentlich positiv überraschen zu lassen.

Die Show wurde mit einer einleitenden Geschichte begonnen, die den Zuschauer durch das ganze Programm führen sollte. Die Figur Pierre lebt in einem kleinen französischen Städtchen und entdeckt dort in einem Museum das Portrait der schönen Madelaine, die verschwunden ist. Beim Betrachten des Bildes rinnt der schönen Madelaine eine Träne aus dem Auge und zieht eine goldene Spur über ihr Kleid. Die Spur verbreitet sich im ganzen Museum und soll den Zuschauer durch die verschiedenen Showacts führen. Die Geschichte hat irgendwie etwas von „Nachts im Museum“, aber die Zusammenhänge zwischen den Showbildern erschließen sich dem Zuschauer nicht immer. Zum einen hat sich mir die Geschichte als solche nicht wirklich erschlossen, zum anderen fand ich die Showacts unglücklich in die Geschichte eingebettet. Als Beispiel sei da die Feuerschow der spanischen Equipe genannt, bei der Polarlichter und Eisberge an die Leinwand gestrahlt wurden.

Da das Herz der Show aber natürlich die einzelnen Ritte und Auftritte sind, spielt die etwas verwirrende Rahmengeschichte letztlich keine so entscheidende Rolle und ist ja ohnehin nur als nettes Beiwerk gedacht.

Wer ein Fan der barocken Rassen ist und den ein oder anderen imposanten oder auch besonders niedlichen Exoten mag, ist in der Show auf jeden Fall richtig aufgehoben. Neben Andalusiern und Lusitanos sind natürlich auch die Friesen fester Bestandteil der Show. Außerdem gibt es ein Kaltblut, ein Shirehorse, Shetlandponies, Araber und ein Quarterhorse. Und zwei Esel, die durch ihre lustigen Auftritte für einige Lacher gesorgt haben. Es sind allesamt sehr schöne und imposante Pferde, die natürlich auch aufwendig herausgeputzt, mit Glitzer bestäubt und mit ausgefallenen Zaumzeugen und Sätteln ausgestattet sind. Fürs Auge werden also in der Show reichlich Schmankerl geboten.

Die einzelnen Showelemente sind deutlich von Dressurlektionen geprägt, mehrere Quadrillen und Pas de deux werden gezeigt, Langzügelarbeit, Schulsprünge, außerdem auch Zirkuslektionen und Freiheitsdressur. Sehr beeindruckt haben mich die Stuntreiter, die in atemberaubendem Tempo vom Pferd runter und wieder rauf springen, sich unter dem Pferd durchhangeln (auch wenn das erst beim zweiten Versuch klappte) und sich in vollem Galopp seitlich vom Pferd hängen lassen. Man ist ein bisschen geneigt, die Hände vors Gesicht zu schlagen und nur zwischen den Fingern durchzuluschern, weil man sich kaum vorstellen kann, dass die waghalsigen Manöver gut gehen. Ein Highlight der Show war auch die ungarische Post mit sechs Pferden, die allesamt der Reihe nach über eine Stange sprangen und durch einen Slalom manövriert wurden. Unglaublich, wie man auf zwei Pferden stehend noch vier weitere lenken und kontrollieren kann. Gut gefallen hat mir auch das Showbild der Feuerhüter, auch wenn die dazu gezeigten Polarlichter irgendwie nicht so wirklich passen wollten. Aber die Arbeit mit der langen Lanze ist immer wieder beeindruckend und mir persönlich gefällt dieser etwas griffigere Typ Pferd unheimlich gut. Ein echtes Raunen haben auch die steigenden Pferde hervorgerufen, die auf den Hinterbeinen mit Reiter auf dem Rücken durch die ganze Arena gelaufen sind. Wahnsinn, was muss das für ein Balance- und Kraftakt für die Pferde sein?
Die Freiheitsdressur war ein weiteres Highlight in der Show und im Vergleich zu den mitunter doch etwas spannigen und wahlweise gestrampelten oder getrippelten Darbietungen zum Thema Dressur eine schöne Abwechslung. Vor allem der vertrauensvoll über den Rücken des anderen gelehnte Kopf rief viele „Awwwws“ im Publikum hervor. Beim ersten Demonstrieren dieses freundschaftlichen Bildes unter den Pferden ist mir auch ein Laut der Entzückung entrückt, als dann allerdings alle Pferde diese Pose einnahmen, hatte das ganze für mich ein wenig zu sehr mit (Pudel)Dressur und eher weniger mit Freiheit zu tun. Aber gut, das mag auch ein bisschen kleinlich sein. Leider war der Friese, der in diesem Showbild mitlief, deutlich lahm. Sowas ist natürlich sehr schade. Jeder Reiter weiß, dass ein Pferd auch mal von einem Tag auf den anderen plötzlich lahm gehen kann. Sogar beim Aufwärmen kann es noch klar laufen und wenige Minuten später ist es dann plötzlich lahm. Das kann immer passieren, aber für alle tierischen Darsteller kann nicht das Motto „The show must go on“ gelten. Ein lahmes Pferd gehört nicht in die Arena und tritt die Lahmheit plötzlich auf, muss das Pferd eben während der Show aus der Arena gebracht werden. Auch ein Rappe der sowohl einzeln als auch in einem Pas de deux mitlief, zeigte deutliche Unklarheiten in den Seitengängen. Bei jeder sportlichen Veranstaltung wäre das Paar abgeklingelt worden, hier gab es großen Applaus aus dem Publikum. Schade.

Insgesamt fand ich es eine gelungene Show mit einigen Wow-Momenten, schönen Pferden, tollen Lichteffekten und gutem Unterhaltungswert. Für Pferdefans sicherlich ein Highlight, aktive Dressurreiter müssen über die ein oder andere nicht ganz saubere Lektion und das Getrippel bzw. Gestrampel etwas hinweg sehen. Wer gern ein paar Westernelemente sehen möchte, kommt eher nicht auf seine Kosten, die kleine Einlage eines Quarterhorses geht leider etwas unter und ist nicht besonders spektakulär. Den Preis finde ich ganz schön happig und würde mir selbst keine Karte kaufen, aber als Geschenk ist es auf jeden Fall ein schöner Abend. Allerdings müsste ich jetzt nicht zur nächsten Show wieder hin, das Repertoire einer solchen Show ist ja doch irgendwie begrenzt und man kann einem Pferd nunmal keinen Rückwärtssalto beibringen. Die Kostüme und die Rahmengeschichte ändern sich, bei den Showacts wird aber das Rad nicht neu erfunden.

Ganz besonders beeindruckt hat mich die unglaubliche Gelassenheit der Showpferde. Das sind wirklich ein paar saucoole Typen, die da die Arena betreten. Aufwändige Bühnenbilder, tolle Lichteffekte, Publikum und Tänzer, kein normales Pferd würde auch nur die Arena betreten, geschweige denn da völlig frei sein Showprogramm durchziehen. Die Pferde zu solchen gelassenen Rampensäuen auszubilden ist glaube ich die eigentliche Meisterleistung, die hinter so einer Show steckt.

Ein paar Impressionen aus der Show habe ich euch in diesem kleinen Video zusammen geschnitten.

Vom Tupfen und Salben

Gute sechs Wochen sind seit dem letzten Update vergangen und es ist Zeit, euch mal auf den neuesten Stand in Sachen Zauselchen zu bringen.
Wir haben die letzten sechs Wochen fleißig getupft und gesalbt, die Wunden jeden Tag zwei mal versorgt und so deutliche Fortschritte machen können. Ich habe gerade mal die Bilder direkt nach der OP angesehen, es ist wirklich enorm, was der Körper für Heilungskräfte hat. Von den riesigen Wunden an Brust, Hals und Schlauchtasche ist bis auf kleine Narben nichts mehr übrig, sie sind soweit verheilt und es sind nur kleine, weiße, haarlose Stellen über, an denen die Haut etwas verdickt ist. Am meisten erstaunt war ich über die Art der Heilung, ich hatte damit gerechnet, dass sich zunächst flächig auf der ganzen Wunde eine dünne rosa Haut bildet und das Fellwachstum erst später kommt. Stattdessen haben sich die Wunden aber einfach nach innen zusammengezogen und sind einfach nur geschrumpft. Nur die letzten kleinen offenen Bereiche sind dann tatsächlich mit einer rosa Haut zugewachsen, auf der bisher noch kein Fell wächst. Der Tierarzt meint, es könne sein, dass auf diesen verbleibenden Narben auch kein Fell mehr wächst, aber manchmal kommt dort nach längerer Zeit doch noch Fell. Mal sehen, im Winterfell sieht man es kaum und hübscher als die hässlichen Warzen ist es allemal.

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Die Stelle zwischen den Hinterbeinen ist leider noch nicht so gut verheilt wie der Rest. Vor Weihnachten sah das ganze schon recht gut aus, sogar so gut, dass der Tierarzt meinte wir könnten die ätzende Tinktur weglassen und nur noch Wundsalbe schmieren. Bedingt durch sehr sehr viel Regen vor Weihnachten ist dann leider das Paddock total abgesoffen und die Pferde mussten nachts in Boxen aufgestallt werden, damit sie wenigstens dann mal trocken liegen konnten. Dadurch, dass sie dort aber voneinander getrennt waren, aber noch in Hörweite voneinander standen, waren sie sehr unruhig und der Zausel lief wohl sehr viel in der Paddockbox, die er bezogen hatte, im Kreis. Durch die vermehrte Reibung bildete sich wieder neues wildes Fleisch und wir haben nun wieder angefangen zu tupfen.

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Eigentlich wollte ich jetzt im neuen Jahr anfangen, ihn so langsam wieder anzuschieben, letzte Woche hatte ich ihn dann eine viertel Stunde an der Longe. Nach dem Longieren war dann die Wunde zwischen den Hinterbeinen wieder blutig gescheuert. Vom Antrainieren sind wir also leider doch noch etwas entfernt.

Dem Zausel geht’s aber sonst sehr gut, er ist nun merklich unausgelastet und langweilt sich, ich glaube er würde gern wieder etwas tun. Aber er hat schön zugenommen und sieht wieder rund und gesund aus. Durch das lange stehen hustet er leider wieder vermehrt, so lange Pausen tun seiner Lunge nicht gut. Aber da können wir im Moment auch nicht viel mehr machen als hoffen, dass wir bald anfangen können, ihn regelmäßig zu bewegen.

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02.01.2015

Die Wunden vorne an der Brust sind zwar so gut wie zu, allerdings ist das Narbengewebe deutlich wulstig und etwas erhoben und verdickt. Ich habe etwas bedenken, wie das mit der Decke gehen wird, denn die Deckenschnallen sitzen leider genau dort. Diesen Winter wird er daher komplett ohne Decke bleiben, mal sehen wie die Narben im nächsten Jahr aussehen. Zur Not gibt’s ja auch die Decken ohne Brustverschluss oder er muss ganz ohne stehen, das ging ja diesen Winter ja auch.

Nach dem tollen Artikel von Carina hier zum Thema Reitbegleithund habe ich auch angefangen mit Sita und dem Zausel ein bisschen zu üben. Der Zausel war allerdings sehr irritiert, dass er dabei nur eine Statistenrolle hatte und der Großteil der Leckerlies zugunsten des Hundes ausgeteilt wurden. Und das wo er doch so gern auch wieder arbeiten würde! Schon ein bisschen gemein, aber ich hoffe es geht jetzt auch für ihn bald wieder los.

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25.11.2014

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07.12.2014

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Alle Bilder vom 04.01.2014

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HILFE MEIN PFERD STIRBT – ach, war nur ne Fliege…

Fast jeder Pferdebesitzer kennt es: Man übernimmt Verantwortung für ein Lebewesen und mit der Verantwortung kommt ein ganzes Paket an Aufgaben rund um die Lebenserhaltung des werten Vierbeiners. Das Kümmern macht uns allen Spaß, sonst würden wir den Reitsport nicht schon seit Jahren betreiben. Aber was passiert, wenn man anfängt, sich zu viele Gedanken und Sorgen um das Pferd zu machen?

Dass man sich zu viele Sorgen macht, kann natürlich aus einem früheren Erlebnis resultieren wie z.B. einer schlimmen Kolik, wegen der das Handy nachts klingelte. Danach stellt man das Handy so schnell nicht mehr lautlos und wenn es dann mal früh morgens klingeln sollte, ist ein großer Schreck gewiss.

Aber wieso gehen wir immer gleich vom Schlimmsten aus? Warum zerbrechen wir uns abends im Bett über Dinge den Kopf, die in diesem Moment sowieso nicht zu ändern sind? Kennt ihr das? Ihr geht im Kopf schon alle Szenarien durch, die passieren könnten, bevor überhaupt irgendetwas passiert ist. Wäre es nicht vielleicht besser, einfach abzuwarten, bevor man sich überhaupt auf diesen innerlichen Stress einlässt? Dass das Pferd nach dem Reiten schief guckt, muss schließlich nicht heißen, dass es in der kommenden Nacht an einer Kolik eingeht und auch ein ruhendes Hinterbein muss nicht gleich ein Anzeichen für eine komplizierte Fraktur sein.

Sich Sorgen zu machen ist im Grunde nicht negativ zu betrachten. Unsere Sorgen können uns helfen, Gefahren zu vermeiden. In dem Fall stellen sich vorherige Sorgen als sinnvolle Vorsorge heraus. Anders ist es bei Sorgen um Dinge, die wir sowieso nicht beeinflussen können. Zum Beispiel, ob das Pferd sich am nächsten Tag überlegt, sich von seinem Weidepartner treten zu lassen und den Tierarzt sehen zu wollen. Sich darum bereits vorher zu sorgen, kostet nur unnötige Energie. Sich Sorgen zu machen, kann sogar zur Gewohnheit werden, wenn man permanent das Gefühl hat, keine Kontrolle über die Gefahrensituation zu haben.

Habt ihr aber auch schon einmal die Erfahrung gemacht, dass sich zu viele Sorgen zu machen auch negative Auswirkungen haben kann? Die Sorgen verändern unser Verhalten, wir werden ängstlich, wollen jede Gefahr vermeiden und Entscheidungen werden aufgrund all der Ängste immer schwieriger und komplizierter. Wenn man ein Pferd mit Lahmheitsvorgeschichte hat, fällt es einem sicherlich schwer, dieses bei jedem Wetter aufs Paddock zu stellen. Aber hilft es den Beinen wirklich, wenn das Pferd wegen Frost wochenlang in der Box herumsteht und dann beim ersten Freigang erstmal so richtig losbockt vor Freude? In solchen Fragen kann das sorgengesteuerte Verhalten zur selbsterfüllenden Prophezeiung führen. Der Sorgenmacher fühlt sich in seiner Angst bestätigt und macht sich in Zukunft nur noch mehr Gedanken…

Was kann man also tun, um das Gedankenkarussel zu beruhigen? Oft hilft es, mit Unbeteiligten darüber zu sprechen. Die Sorgen bei dem Freund, der besten Freundin oder auch der Mutter abzuladen und sich von denen auch mal auf die Finger hauen zu lassen, wenn man sich zu sehr verrückt macht, kann sehr hilfreich sein. Ich habe außerdem ein paar Gedanken/Tips notiert, die mir persönlich in solchen Situationen helfen:

  • Es ist in Ordnung, dass die Sorgen da sind. Jedoch kann ich selbst steuern, wie viel Raum ich ihnen gebe.
  • Innerlich „Stopp“ sagen. Oder auch mal laut in die Hände klatschen. Noch besser: Laut „Stopp“ schreien (natürlich nur, wenn man nicht gerade im Großraumbüro sitzt).
  • Einen Stuhl im Haus als „Gedanken-Stuhl“ fest machen. Sobald ich hier sitze, lasse ich meinen Sorgen freien Raum. Stehe ich auf, lasse ich diese Sorgen dort.
  • Gleiches Prinzip mit dem „Gedanken-Buch“. Gedanken aufschreiben, Buch zuklappen und die Gedanken somit ablegen.
  • Überlegen, in welchen Situationen man sich bereits fürchterliche Gedanken gemacht hat, die aber am Ende doch gut ausgegangen sind. Das gibt Mut!
  • Ablenkung, insbesondere durch körperliche Anstrengung. Abends eine Runde Joggen gehen, danach heiß duschen und mit einer warmen Milch mit Honig ins Bett gehen – so sind Sorgen schnell für den restlichen Abend vergessen.
  • Wen die Sorgen nicht schlafen lassen, weil sie ununterbrochen im Kopf kreisen: Ein Hörbuch aufs Handy laden und zum Einschlafen der Geschichte lauschen. Das verdrängt Sorgen und Kummer und funktioniert noch besser als Schäfchen zählen.
  • Studien haben ergeben, dass rund 90 % der Sorgen, die wir uns vor größeren Entscheidungen machen, völlig unbegründet sind und als eines der vielen Worst-Case-Szenarien, die wir uns so ausmalen, gar nicht eintreten. Man kann einen Großteil der Sorgen also getrost vergessen, sie treten ohnehin nicht ein und rauben und nur Kraft und Energie für wichtige Dinge. Gut zu wissen, oder?

Natürlich sind diese Methoden nicht nur auf „Pferdesorgen“ anwendbar, sondern auch auf alle anderen Lebensbereiche.

Manchmal ist das Loslassen der Gedanken allerdings nicht ganz leicht. Besonders wenn man vom Stall zurück nach Hause fährt und ein paar Minuten Zeit zum Grübeln hat. Hier versuche ich noch im Auto meine Gedanken zu sortieren und dann, mit Zuschlagen der Autotür als symbolisches Zeichen, diese Sorgen zu vergessen und noch einen schönen restlichen Abend zu Hause zu verbringen. Als Fazit gibt es wohl nur noch zu sagen: Es gibt immer einen Weg. Egal wie, es gibt einen. Das haben uns schon so viele Situationen in unserem Leben gezeigt und kleinere „Katastrophen“ sind kein Grund, den Kopf gänzlich in den Sand zu stecken.

 

10 gute Vorsätze fürs neue Jahr

Das Jahr ist noch frisch und jung und es ist noch nicht zu spät für ein paar gute Vorsätze. Wir haben mal 10 Dinge zusammen getragen, die sich jeder Reiter für das neue Jahr vornehmen kann. Keine großen Sachen, aber einfach ein paar Kleinigkeiten, die einen guten Start ins neue Jahr sind.

  1. Das Sattelzeug mal wieder gründlich putzen und zwar nicht nur, wenn ein Turnier ansteht.

  2. Einen Ausritt machen, auch wenn es kalt ist. Die Pferde werden sich freuen.

  3. Sich beim Reiten filmen lassen, denn dadurch kann man eine ganze Menge lernen.

  4. Zu einem Lehrgang fahren, um auch in der Hallenzeit die tägliche Arbeit abwechslungsreich zu gestalten.

  5. Futtertröge und Tränken reinigen. Seid mal ehrlich – wann habt ihr das zum letzten Mal gemacht?

  6. Den Stallkollegen einen heißen Tee mitbringen. P.S.: Auch das Pferd freut sich über einen lauwarmen Teegeschmack z.B. im Mash.

  7. Kaputtes und nicht genutztes Zubehör aussortieren

  8. Einen Spaziergang mit dem Pferd machen. Gerade im Winter eine willkommene Abwechslung und einem wird schön warm beim Fußmarsch. Nehmt doch euren Freund mit!

  9. Dem Pferd etwas neues zeigen, wie z.B. einen großen Gymnastikball oder einen Flattervorhang. So härtet ihr es gleich für die kommende Turniersaison ab.

  10. Ein gemeinsames Foto aufnehmen lassen – und damit vielleicht beim nächsten Horsediaries-Gewinnspiel ganz vorne mit dabei sein!

Schneespaß

Nicht ganz pünktlich zu Weihnachten – aber direkt nach den Feiertagen hat sich der Winter bei uns eingefunden und direkt tollen Pulverschnee mitgebracht. Meine beiden durften sich mal richtig austoben und ich hab das ganze mit der Kamera festgehalten. Und weil Fotos zu schade sind, um auf der Festplatte zu versauern, bekommt ihr hier jetzt eine kleine Fotoserie davon zu sehen.

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