Alle Artikel in: Tagebücher

Das Zauselkarussell

Es dreht sich wieder, das Zauselkarussell. Kaum ist die eine Krankheit ausgestanden, lacht er sich eine neue an. Das ist ein unendlicher Zyklus, in dem wir uns jetzt irgendwie schon seit 6 Jahren bewegen. Auch wenn ich zwischendurch immer mal wieder denke, wir hätten den Zyklus durchbrochen und es wird doch noch alles gut, belehrt mich der Zausel immer wieder eines besseren. Das Zauselkarussell dreht sich und dreht sich und dreht sich. Angefangen hat es diesmal Ende Juni als ich im Urlaub war. Der Zausel hatte sich ausreichend von der Hauttumor-OP im vergangenen Herbst erholt und war in guter Form. Während meines zweiwöchigen Urlaubes sollte er auch ein wenig Sommerfrische genießen und im Wesentlichen auf die Weide gehen. Außerdem wurde er ein bisschen von meiner Mutter geritten, um geschmeidig zu bleiben. Kurz bevor ich wieder kam, bemerkte sie nach dem Reiten eine Schwellung kurz oberhalb des Fesselkopfes vorn auf dem Röhrbein. Am nächsten Tag war diese wieder verschwunden, nach dem Reiten aber wieder da. Also kam der Tierarzt und vermutete, dass er einen Schlag abbekommen hätte. Zur …

Jeany, manchmal kommt es anders…

…und meistens als man denkt. Wie ihr euch vielleicht noch erinnern könnt, hatte ich eigentlich geplant, Jeany zum 01. September in eine Randbox in unserem Stall umzustellen. Warum daraus nichts wurde, Jeany aber trotzdem umgezogen ist, werde ich euch jetzt erzählen. Der Sommer neigt sich so langsam dem Ende entgegen und somit auch Jeanys fünfmonatige Weidepause. Ich hatte mir fest vorgenommen, im September wieder mit leichtem Aufbautraining anzufangen: Viel Schritt, viel Gelände, viel geradeaus. Die wenigen Male, wo ich sie während der Pause habe laufen sehen, lief sie wie ein Glöckchen – schön gleichmäßig und für ihre Verhältnisse auch relativ taktrein. Es wird also spannend werden, wieder anzutrainieren und ich wünsche mir so sehr, dass sie hält. Vor ein paar Wochen half ich einer langjährigen Freundin beim Umzug mit ihrem Pony auf eine sehr schöne Anlage in meiner Nähe. Ich war eigentlich schon immer begeistert von dem Stall und als ich nun einige Male dort zu Besuch war, fing ich an mich sehr wohl zu fühlen und kam auch ins Gespräch mit den Stallbesitzern. Dadurch ergab …

Jeany, ein Wehwechen kommt selten allein.

Wie ihr ja im letzten Artikel gelesen habt, habe ich Jeany diesen Sommer eine Pause gegönnt. Nichtsdestotrotz besuche ich sie natürlich regelmäßig, sorge für ein sauberes Bettchen und habe ein Auge auf das äußere Wohlbefinden. Jeany hat ja leider auch einen Hang zum Weichei. So hätte ich mir zum Beispiel denken können, dass das Abnehmen der hinteren Eisen zur Sommerpause keine gute Idee ist. Jeany bollert in ihrer Box leider Abends regelmäßig, das hat ohne Eisen nun dazu geführt, dass die hinteren Hufe total ausgebrochen sind. Ich überlege nun, ob ich es mal mit einer Keralit Behandlung probiere. Hat jemand von euch damit eventuell Erfahrungen? Falls ja, wie oft habt ihr das aufgetragen? Ich möchte eigentlich vermeiden, dass sie die Eisen hinten wieder drauf bekommt, so lange es nicht wirklich zwingend nötig ist. Als Jeany zu mir kam, hatte sie ja ziemlich doll Gurtdruck. Ich habe also schon immer versucht, alles gut abzupolstern, was hätte scheuern können und hatte bisher auch Ruhe. Nun habe ich letzte Woche leider entdeckt, dass das Weidehalfter stark scheuert, eigentlich …

Ein Traum wird wahr

Ich glaube jeder kennt es, diese geheimen Träume, die man eigentlich nicht aussprechen mag, aus Angst, ausgelacht zu werden oder Höhenflüge nachgesagt zu bekommen. Bei mir war das zumindest so. Lange stand ich in einem reinen Sportstall, in dem Turniere jeder Klasse geritten worden sind. Heimlich habe ich oft gedacht: über M reiten würde ich auch gerne mal. Und vielleicht springt ja irgendwann auch einmal eine Platzierung bei raus, das wäre so das i-Tüpfelchen.  Aber lange war das halt auch nur ein Traum, denn durch einige Stürze und Vertrauensverluste in den vergangenen Jahren hatte ich dann auch immer Angst, sobald der Sprung höher als 1,15m wurde. Dabei bin ich mit meinem Pony früher weit höhere Sprünge angeritten. Dank vertrauensaufbauender Maßnahmen meiner Reitlehrerin wurde diese Angst aber immer weniger, und zugegebenermaßen ist Pepper ja auch ein Pferd, die es mir auch leicht macht, da sie keine Angst vor höheren Sprüngen hat und meine Fehler oft genug verzeiht.  Alleine macht sie die ganzen Sachen dann aber dennoch nicht. Durch einige private Veränderungen habe ich dann im Frühjahr …

Wie geht es Pepper?

Manchmal möchte man so viel mit anderen teilen, hat Ideen und Vorstellungen und doch funktioniert es nicht immer so, wie man es sich vorstellt. Nun habe ich aber endlich einige wichtige Dinge erledigt und habe Zeit für ein Pepper-Update! Im Training läuft alles wie immer. Ich versuche viel Abwechslung reinzubringen und gehe daher ohne einen konkreten Trainingsplan zum Pferd. Wenn das Wetter schön ist, dann gehen wir ausreiten, bei schlechterem Wetter oder aber, wenn mein Kopf mit anderen Dingen voll ist, wird longiert, und natürlich kommt auch das Dressurtraining nicht zu kurz. Im Normalfall fahren wir einmal die Woche zum Springunterricht. In letzter Zeit hat es studienbedingt nicht immer dafür gereicht, aber in der Turniersaison ist auch die Pepper nicht traurig, wenn wir zusätzlich zum Turnier nicht noch mal springen fahren 🙂 Auf Turnieren läuft es bisher sehr gut, wir haben uns aus den A-Springen verabschiedet, fassen Fuß in L-Springen und können auch bisher in M-Springen gut mithalten. Nächstes Jahr sind wir somit bereits schon in LK3 unterwegs, was für mich ein unglaubliches Gefühl ist. …

Saisonauftakt 2015 – aller Anfang ist schwer!

Seit gut sechs Wochen ist Püppi nun wieder im Training und läuft von Woche zu Woche wieder besser. Also habe ich im Juli und August viele Turniere genannt, damit sie wieder Prüfungsroutine sammeln kann. Im letzten Jahr war sie zu Saisonbeginn sehr guckig, daher war mir klar, dass wir etwas brauchen werden, damit sie wieder souverän durch die Prüfungen läuft. Der letzte Turnierstart war immerhin ein Dreivierteljahr her. Vor zwei Wochen war dann der erste Start angesetzt, wobei ich bis zur letzten Minute nicht sicher war, ob wir losfahren sollen, weil es am Samstag, dem Tag vorher, selbst hier im hohen Norden so extrem heiß war. Zum Glück sah es am Sonntag jedoch besser aus und als wir auf dem Turnierplatz ankamen, fing es sogar an zu regnen – endlich Abkühlung. Ich hatte eine einfache M* Prüfung auf 60iger Viereck genannt. Allerdings werde ich in diesem Jahr leider immer in die Abteilungen mit mehr Ranglistenpunkten und damit besserer Konkurrenz eingeordnet, weil wir im letzten Jahr doch einige Ranglistenpunkte gesammelt haben. Das Abreiten lief soweit gut, …

Jeany macht Urlaub

Nun war es schon eine ganze Weile ruhig um uns, daher wird es höchste Zeit einen kleinen Bericht zur aktuellen Lage zu schreiben. Ich habe mich recht kurzfristig dazu entschieden, Jeany und mir eine Sommerpause zu gönnen. Der Winter war lang und durch ständige Rückschläge anstrengend für uns beide, meine Motivation sank immer weiter, irgendwas musste ich ändern…  Deshalb darf Jeany nun mit ihren Mädels den Sommer auf der Weide genießen und dreht dann und wann eine kleine Schrittrunde mit mir durchs Gelände. Mal abgesehen von ihrer riiiesigen Graskugel, geht es ihr damit sehr gut und mir auch! Ich habe nämlich seit Mitte Mai tierischen Nachwuchs: Diese kleine Lady hält mich ziemlich auf Trab und fordert meine gesamte Energie und Aufmerksamkeit. Insofern passte uns die Reitpause momentan sehr gut. Ein paar Möhrchen- und Putzbesuche sind natürlich die beste Gelegenheit einen Welpen an Pferde zu gewöhnen. Von meiner letzten Geländerunde möchte ich euch allerdings trotzdem berichten: Nachdem ich einige Wochen nicht geritten war, überkam mich spontan die Reitlust. Also habe ich die kleine Leyla kurzerhand bei meiner …

Pflegetipp: Blonder Schweif

Viele Pferdemädchen sowie auch gestandene Reiterinnen bekommen große Herzchenaugen, wenn sie ein hübsches Pony mit einem vollen, blonden, leicht gelockten Schweif sehen – wie damals Barbies „Leckermaul“. Ich gebe zu, auch ich habe immer geschwärmt, bevor mein kleines Blondinchen bei mir einzog. Dass der blonde Schweif aber in Wirklichkeit viel Arbeit, Pflege und vom Wasser aufgeweichte Hände bedeutet, bedenken wahrscheinlich die wenigsten. So toll ein blonder bzw. weißer Schweif auch aussieht, im Alltag ist er eine echte Herausforderung.  Als ich Jeany bekam, fand sie Wasser ziemlich blöd und ich konnte den Schweif quasi den ganzen Winter über so gut wie gar nicht waschen. Nach fleißigem Üben und dem Eintreffen des Frühlings versuchte ich also den inzwischen schwarzen und verdreckten Schweif wieder weiß zu bekommen. Normalerweise wasche ich nur mit klarem Wasser und das Langhaar mit Babyshampoo. Ich wusch und wusch und wusch, aber nichts passierte. Der Schweif wurde einfach nicht wieder sauber. Klar war das tiefe Schwarz verschwunden und der Schweif war auch wieder heller, aber so richtig strahlend weiß habe ich ihn nicht mehr bekommen. Ich …

Zurück im Training

Es ist eine ganze Weile her, dass ich zuletzt von Püppi berichtet habe. Sie hatte insgesamt ca. 2 Monate Trainingspause und wurde in der Zeit ganz langsam Stück für Stück wieder aufgebaut. Zum Glück hat sie die Zeit gut überstanden, war auch sehr artig und seit Mitte Mai konnten wir dann das Training sukzessive hochfahren. Ende Mai durfte sie zum Beginn der Weidesaison in unserem Stall auch wieder auf die Wiese und mittlerweile sind wir wieder auf einem normalen Trainingsstand. Natürlich muss sie den Trainingsrückstand noch ein wenig aufholen, sie ist muskulär noch nicht ganz wieder auf dem alten Stand. Die Lektionen hat sie zum Glück überhaupt nicht verlernt, Seitengänge und Wechsel sitzen mittlerweile wirklich sicher, sie springt mittlerweile auch schon schöne Serien und auch 4-6 Einerwechsel. Außerdem hatte ich berichtet, dass wir auf Sattelsuche waren. Wir haben zuerst einen Prestige D1 testen dürfen, den ich auch super fand, aber leider passte er nicht optimal und stellte sich auch als zu klein für meinen Vater heraus. Dann habe ich durch Zufall einen Cobra testen können, …

Back on Track und das erste M* Springen

Gespannt habe ich jeden Tag meine Mutter genervt „Ist ein Paket für mich angekommen?“ und eine Woche vor dem Turnier dann endlich die ersehnte Antwort „Ja, hier wartet ein Paket auf dich.“ Pepper und ich dürfen Produkte von Back on Track testen und lassen euch als Leser natürlich daran teilhaben! Ich denke, jeder kennt die Produkte: Back on Track arbeitet mit keramischen Spezialgewebe, welches als Keramikpartikel in spezielle Polyester- und Polypropylen Fasern eingearbeitet worden ist. Dieser Keramikstoff, genannt Welltex®, gibt infrarote Strahlungen ab und reflektiert somit die Körperwärme in Form von infraroter Strahlung, eine Energieform, die das Wohlbefinden steigert, Muskelverspannungen verringert und durch eine erhöhte Blutzirkulation die Regeneration beschleunigt. In meinem Paket habe ich die Royal Tendon Gamaschen in braun, die Royal Fetlock Streichkappen in braun und eine limited Edition Schabracke mit Strasslogo in braun gefunden. Die Schabracke war in einer Plastikhülle eingepackt, die Gamaschen in praktischen kleinen Stofftaschen. Die gute Verarbeitung fiel mir von Anfang an auf, nirgends waren Fäden oder unsauber verarbeitete Nähte zu sehen, die Gamaschen lassen sich einfach öffnen und schließen und an …