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Die neue Generation RidersChoice Reithosen – Produkttest und Gewinnspiel

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Es gibt seit einiger Zeit eine neue Generation der RidersChoice Reithosen. Im letzten Jahr hatte ich schon die Ehre, die erste Charge der RidersDeal Reithosen auszuprobieren und hatte euch anschließend hier auf dem Blog berichtet. Viele von euch haben mir daraufhin ihre Erfahrungen mit den Hosen geschrieben und genau wie ich waren alle mit der Passform und dem Tragekomfort super zufrieden. Ein Problem, das sowohl bei euch als auch bei mir auftauchte, war das Pilling. Der sehr dünne und weiche Stoff bildete bei längerer Benutzung bei einigen Hosen kleine Knötchen, die zwar die Funktionsfähigkeit nicht berühren, aber optisch von vielen als störend empfunden wurden.

Das RidersDeal Team ist daraufhin auf die Suche nach einem noch besseren Stoff gegangen, der den Tragekomfort der ersten Generation mit einer besseren langfristigen Haltbarkeit vereint. Ob ihnen das gelungen ist, lest ihr in diesem Testbericht. Als RidersDeal mich gefragt hat, ob ich auch die neuen Reithosen wieder testen möchte, war ich sofort Feuer und Flamme. Die große Skepsis vor der „Billigreithose“, die ich im letzten Jahr ehrlicherweise noch hatte, war schon lange verflogen.

Wie sieht die neue Generation der Reithosen aus?

Ich habe das Modell RidersChoice „Classic Design“ getestet. Vom Design her hat sich bei dem Modell nichts verändert. Die Reithosen haben weiterhin den gleichen Silikon-Vollbesatz und auch die Nähte und der Schnitt sind wie bei dem Vorgängermodell. Allerdings gibt es mittlerweile neue Farben. Als letztes kamen die Farben Dark Grey (dunkelgrau) und Forest Night (waldgrün) dazu. Beide gefallen mir richtig, richtig gut, ich habe mich letztlich für den Test für die Hose in Dark Grey entschieden. Für diejenigen, die ein etwas ausgefalleneres Design mögen, gibt es die Reithose auch noch in der Variante „Silver Design“.

Das Markenzeichen der RidersChoice Reithosen ist die seitlich am Oberschenkel angebrachte Handytasche, auf der das RidersChoice Logo aufgestickt ist. Die Tasche ist groß genug für die allermeisten gängigen Handys, aber trotzdem eng genug, sodass das Handy beim Reiten nicht herausfällt.

Wie ist der Stoff der neuen RidersChoice Reithosen?

Die Reithosen haben einen festeren Stoff als die erste Generation. Dadurch ist die Hose nicht ganz so elastisch und sitzt bei mir in der gleichen Größe etwas enger als das Vorgänger-Modell. Durch den festeren Stoff ist sie sowohl für warme als auch für etwas frischere Temperaturen geeignet. Für diejenigen, die einen elastischeren Stoff bevorzugen, gibt es mittlerweile die RidersChoice Reitleggings.

Die Hose hat einen elastischen Beinabschluss, sodass nichts drücken oder scheuern kann. Man kann sie dadurch untenrum sowohl über den Socken als auch unter den Socken tragen.

Wie ist die Passform der Hosen?

Die RidersChoice Hosen gibt es in den Größen 32-50. Im Gegensatz zu anderen Marken wurde also sowohl an die sehr schmalen ReiterInnen als auch an größere oder kräftigere ReiterInnen gedacht. Ich trage die gleiche Größe wie in meiner alten RidersChoice Hose und wie auch bei anderen Marken (z.B. Pikeur und Cavallo). Ich bin 1,71m und habe verhältnismäßig lange Beine. Normalerweise trage ich daher immer eine Langgröße, die RidersChoice Hose ist für mich aber auch so lang genug.

Die Reithosen haben eine normale Bundhöhe. Die Hosen fallen weiterhin größengerecht aus.

Wie ist die Qualität der neuen Generation?

Während ich diesen Beitrag schreibe, liegen sowohl die Reithose der alten Generation als auch die der neuen Generation neben mir. Der veränderte Stoff Blick fällt auf den ersten Blick auf. Die neue Hose wirkt qualitativ hochwertiger und ist nach meinem Eindruck noch besser verarbeitet. Natürlich ist meine Reithose der ersten Generation auch ein Jahr älter und mehr getragen, aber auch die neue Hose habe ich schon einige Male gewaschen, bevor ich diesen Bericht schreibe. Im Gegensatz zu einigen anderen (auch teuren) Reithosen ist der Stoff noch kein bisschen ausgeblichen und die Hose sieht immer noch aus wie neu.

Mein Fazit

Über das Preis-Leistungsverhältnis der RidersChoice Hosen gibt es keine zwei Meinungen. Ich bin immer noch erstaunt, wie RidersDeal es schafft, für den (übrigens unveränderten) Preis von 49,99€ eine alltagstaugliche und hochwertige Reithose anzubieten. Im Vergleich mit dem Vorgängermodell hat sich die Qualität noch einmal positiv weiterentwickelt. Mir gefallen das schlichte Design und die vielen coolen Farben. Aus meiner Sicht kann ich die RidersChoice Hosen daher jedem uneingeschränkt empfehlen, der eine gute und schlichte Reithose für einen sehr guten Preis sucht!

Wer von euch hat die neue Reithose schon ausprobiert? Wie gefallen euch das Design und die neuen Farben? Hinterlasst gerne einen Kommentar unter diesem Beitrag und mit etwas Glück könnt ihr sogar eine Reithose gewinnen – unter allen Kommentaren verlost RidersDeal nämlich eine Reithose RidersChoice Classic Design in einer Farbe und Größe eurer Wahl (sofern verfügbar). Schreibt einfach in den Kommentar, welche Größe und Farbe ihr gerne haben möchtet. Das Gewinnspiel endet am 21. Juni 2020 um 24 Uhr. Der Gewinner wird per E-Mail benachrichtigt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Ich wünsche euch viel Glück!

Emmi geht in Rente

Auf Instagram habe ich es bereits erzählt – Emmi geht endgültig in Rente. Nachdem Sie ein Jahr Pause auf der Weide hatte und der Tierarzt uns schon im März das GO gegeben hatte, sie wieder ein bisschen zu belasten, wollte ich Anfang Mai endlich mit dem Antrainieren starten. Ich saß genau drei Mal auf ihr drauf, beim vierten Mal war sie lahm. Bei unserem dritten Ritt, bin ich im Gelände zwei kurze Strecken getrabt, dabei ist sie einmal etwas doller weggerutscht. Vermutlich ist dabei die Verletzung am Fesselträger direkt wieder aufgeblüht. Genau so gut kann aber auch auf der Weide etwas passiert sein, was niemand mitbekommen hat. Durch den Umzug von der Rentnerweide in den Stall hatte sich natürlich ihre Weidegruppe geändert und es ist nicht auszuschließen, dass sie dort irgendwie eine blöde Bewegung gemacht hat. Der Tierarzt war zur Untersuchung da und konnte direkt feststellen, dass es wieder der Fesselträger ist. Damit war für mich klar, dass Emmi nicht mehr geritten wird. Wenn die Verletzung nach einem Jahr Pause so schnell wieder Probleme macht, ist es ausgeschlossen, dass man sie jemals wieder normal reiten können wird.

Ich hatte so lange aufs Antrainieren gewartet und mich so sehr auf den Sommer mit Emmi gefreut. Dementsprechend war ich einfach nur traurig, dass mir das alles weg genommen wurde, bevor es überhaupt angefangen hat. Ehrlich gesagt hatte ich das auch überhaupt nicht erwartet, da sie schon seit Monaten lahmfrei auf der Weide lief und ich davon ausgegangen bin, dass ein bisschen lockeres ausreiten ihrer Verletzung nichts anhaben könnte. Wahrscheinlich war es einfach nur Pech, dass so schnell etwas passiert ist. Das zeigt allerdings, dass die Verletzung nicht belastbar genug ist und es früher oder später sowieso passiert wäre. Insofern war es vielleicht besser, dass ich das ganze Projekt so schnell wieder abbrechen musste, da ich nach mehreren Monaten reiten sicher noch trauriger gewesen wäre.

Ich habe euch auf Instagram einen Fragen-Sticker in die Story gepostet und ihr konntet dort eure Fragen zu Emmis Rente loswerden. Einige Fragen waren ähnlich oder doppelt, die habe ich versucht zusammenzufassen. Hier kommen nun die Antworten:

Wie wurde Emmis Verletzung diagnostiziert?

Der Tierarzt hat Emmi zuerst normal vortraben lassen und dann noch mal mit voheriger Beugeprobe. Außerdem hat er das Bein abgetastet und man hat auch gesehen, wo die Schwellung war. Da das alles eindeutig war, haben wir keinen neuen Ultraschall gemacht.

Wo wird Emmi stehen?

Emmi bleibt erstmal in dem Stall stehen, wo Fürstino auch steht. Dort stand sie schon während der Trächtigkeit und Fürstinos Fohlenzeit und auch das gesamte letzte Jahr während ihrer Weidepause. Ich will nicht ausschließen, dass sie irgendwann noch mal umziehen wird, aber zumindest so lange Fürstino noch dort ist, macht es Sinn, dass sie ebenfalls da steht, damit beide Pferde in einem Stall sind.

Würdest du Emmi abgeben?

Ich würde sie auf gar keinen Fall abgeben im Sinne von verkaufen oder verschenken. Wenn jedoch in nächster Zeit jemand in meinem Umfeld, dem ich vertraue, einen Beisteller suchen würde, könnte ich mir durchaus vorstellen, sie dafür zur Verfügung zu stellen. Selbstverständlich würde sie aber weiterhin mein Pferd bleiben und ich würde mich auch weiterhin an ihren Kosten beteiligen. Das ist jedoch ohnehin eher unwahrscheinlich, da die meisten Leute selbst genug kranke Pferd haben :-).

Bekommt Emmi noch ein Fohlen?

Das war wohl die am häufigsten gestelte Frage. Der Wunsch nach einem weiteren Fohlen ist natürlich da. Emmi war eine super Mama, Fürstino entwickelt sich sehr gut und ich hätte wahnsinnig gerne noch eine kleine Mini Emmi, insbesondere ein Stutfohlen aus ihr. Allerdings muss ich ehrlich sagen, dass ich zu viel Respekt vor dem Risiko habe, dass mit einer weiteren Trächtigkeit und Geburt einhergeht. Durch den vermehrten Kontakt zu anderen (Hobby-)Züchtern in den letzten Jahren ist mir sehr bewusst, wie viel bei einem solchen Unterfangen schief gehen kann. Emmi ist mittlerweile 18 Jahre alt, ich habe ein wunderschönes gesundes Fohlen, für das ich unendlich dankbar bin und ich denke, ich werde es dabei belassen.

Was wirst du mit Emmi während der Rente machen?

Voraussichtlich nichts außer Möhren füttern und ab und zu putzen. Emmi steht in einer Herde 24/7 draußen auf der Weide und hat alles, was sie braucht. Theoretisch könnte ich natürlich Bodenarbeit machen oder spazieren gehen, aber daran haben wir beide nicht so richtig viel Freude und sie hat durch ihre Haltung auch so genug Bewegung.

Wie läuft es mit Rocky?

Ich hatte euch ja versprochen, dass ich euch auf dem Laufenden halte, wie es mir und Rocky so ergeht während meiner „Urlaubsvertretung“.

Nachdem wir im November den Stall gewechselt haben, hatten wir zunächst eine ziemlich schwierige Zeit. Rocky ist ein sehr sensibles Pferd, sodass ihr der Stallwechsel sichtlich zu schaffen machte. Sie hatte im alten Stall ohnehin etwas abgebaut, der Stress tat dann sein übriges und wir mussten sie erstmal ein wenig wieder aufpäppeln. Mit sehr viel gutem Heu und viel longieren wurde ihre Figur aber schnell besser.

Rocky Anfang November 2019

Im Dezember gab es dann leider noch mal ein etwas größeres Down und ich konnte mehrere Wochen nicht reiten. Wieso genau, möchte ich hier nicht veröffentlichen, aber ich war ziemlich deprimiert und wusste gar nicht genau, ob ich sie überhaupt noch wieder reiten würde. Seit letztem Monat geht es jetzt langsam aber sicher wieder bergauf. Ich reite wieder regelmäßig und komme ganz langsam wieder zurück ins Training. Allerdings bin ich jetzt seit mittlerweile drei Jahren nicht mehr regelmäßig geritten und ich merke, dass es mir deutlich schwerer fällt wieder reinzukommen als gedacht.

Sowohl reiterlich als auch im Umgang ist Rocky das absolute Gegenteil von Emmi. Während Emmi sehr gelassen ist und komplett in sich ruht, ist Rocky extrem wach, aufmerksam und auch eine gute Portion schreckhaft. Alles Eigenschaften mit denen ich mich in den letzten zehn Jahren nie auseinandersetzen musste. Daher ist es zugegebenermaßen immer noch eine ziemliche Herausforderung mich auf Rocky einzustellen, auch wenn wir täglich besser zusammenwachsen. Rocky ist von ihrer Qualität und Leistungsbereitschaft ein wirklich ganz tolles Pferd, aber eben nicht so ganz easy zu bedienen. Leider komme ich auch aus zeitlichen Gründen seltener aufs Pferd als gedacht. Ich arbeite zwar nur montags bis donnerstags, bin dafür aber meistens bis mindestens 20:30 im Büro. Danach noch zu reiten ist leider zu aufwendig, um es regelmäßig zu machen. Rockys Stall ist 25 Kilometer von mir entfernt und ich muss einmal durch die komplette Stadt durch, dadurch bin ich immer mindestens 40-45 Minuten unterwegs pro Strecke. Ich habe das Glück, dass Rocky bei einer sehr lieben Trainerin in Vollberitt ist und somit immer top versorgt und trainiert wird. Ich muss mir also unter der Woche keinen Stress machen. Auch Rockys Besitzerin kommt ca. alle zwei Wochen zu Besuch und kümmert sich dann natürlich selbst um sie. Das alles führt aber dazu, dass ich maximal 2x pro Woche tatsächlich auf dem Pferd sitze und dadurch dauert es natürlich entsprechend länger, sich wirklich aneinander zu gewöhnen.

Reiterlich arbeiten wir aktuell noch an der Basis. Das heißt einerseits mein Sitz, da ich durch Skoliose und das mangelnde Training gerade im Aussitzen Probleme habe, Rocky zu sitzen. Nach zwei Einheiten Sitzlonge fühlt es sich aber schon deutlich besser an. Darüber hinaus sind einige Dinge wie zum Beispiel eine konstante Anlehnung, durchlässige Übergänge und korrektes vorwärts-abwärts füt Rocky keine Selbstverständlichkeit, sondern müssen bei ihr sehr konsequent erarbeitet und abgefordert werden.

Das ganze Projekt ist insgesamt etwas komplizierter, als ich es mir vorgestellt hatte. Trotzdem bin ich sehr dankbar, dass ich die Chance bekomme, so ein gutes Pferd mitzureiten und selbst sehr viel zu lernen. Durch den Beritt bin ich zeitlich trotzdem flexibel und ich habe die Möglichkeit sehr viel Unterricht zu reiten. Sowohl reiterlich als auch mental bringt mich das Training mit Rocky extrem voran und ich bin sehr gespannt, wie wir uns in den nächsten Wochen noch weiter entwickeln werden.

Fotos © Svenja Pitz

Stallwechsel mit Rocky – Tipps zum sicheren Pferdetransport

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Diejenigen von euch, die den letzten Beitrag bereits gelesen haben, haben es schon mitbekommen: Ich habe ein neues Pferd zum Reiten gefunden! Die 12jährige Rocky, die einer guten Freundin gehört. Und morgen steht auch schon unser erster gemeinsamer Transport an, denn wir werden gleich zu Beginn unserer gemeinsamen Zeit den Stall wechseln. Ich kenne den neuen Stall schon länger, da ich vor einigen Jahren selbst mit Emmi dort stand. Ganz besonders freue ich mich auf das schöne Ausreitgelände dort. Aber auch ansonsten bietet der Stall alle Annehmlichkeiten, die man sich nur wünschen kann.  

Der Umzug ist aber auch ein Grund, sich einmal intensiver mit dem Thema Pferdetransport auseinander zu setzen. Fünf Tipps, damit Pferd und Reiter entspannt und sicher ans Ziel kommen findet ihr in einem ausführlichen Beitrag rund um das Thema Pferdetransport, der heute auf dem ERGO-Blog online gegangen ist:

Neues Pferd, neues Glück! (Life-Update Teil 2)

Hier geht es zum ersten Teil.

Die WhatsApp-Nachricht meiner Freundin lautete: „Ähm, kannst du dir vielleicht vorstellen, mein Pferd für ein halbes Jahr zu adoptieren?“

Äh, WAS bitte?

Es sei alles noch nicht sicher, aber sie müsse möglicherweise beruflich für ein halbes Jahr ans andere Ende Deutschlands. Achso. Würde ich ihr Pferd also wohl adoptieren? Keine Ahnung, ja, vielleicht, mal sehen – so spontan konnte ich dazu noch nicht viel sagen. Außer dass ich mich riesig für sie freuen würde, wenn es mit der neuen Stelle klappt und dass sie auf jeden Fall gehen sollte – Für das Pferd findet sich schon eine Lösung.

Gerade mal zwei Wochen später kann ich jetzt verkünden: Bei ihr hat alles geklappt und ich habe zugesagt, ihr Pferd für die Zeit zu übernehmen. Ich habe damit also offiziell ein neues Pflegepferd! Diejenigen, die mir auf Instagram folgen, kennen sie sogar schon: Rocky, eine 12jährige Westfalenstute von Rock Forever x Florestan I. Ich durfte sie schon einmal Probe reiten vor ein paar Wochen, weil meine Freundin mich unabhängig von ihrem Umzug gefragt hatte, ob ich sie nicht ab und zu mitreiten möchte. Das hätte ich auch auf jeden Fall gemacht, zumindest bis ich ein neues Pferd gefunden für mich habe… Nun hat sich die Suche nach einem neuen Pferd zumindest für das nächste halbe Jahr erstmal erledigt.

Ich freue mich auf jeden Fall riesig auf die kommende Zeit! Für Rockys Besitzerin kam alles etwas unverhofft, da sie Rocky selbst erst vor vier Monaten gekauft hat und es ihr natürlich nicht leicht fällt, sie in Hamburg zurückzulassen. Trotzdem denke ich, dass wir das zusammen gut hinbekommen werden. Sie war früher Emmis Reitbeteiligung und war auch diejenige, die sich 2012, als ich für vier Monate in Kalifornien war, um Emmi gekümmert hat. Wir sind also ein eingespieltes Team, was die gegenseitige Pferdebetreuung angeht und ich werde mir die größtmögliche Mühe geben, mich genau so liebevoll um Rocky zu kümmern, wie sie es tun würde.

Mittlerweile bin ich Rocky schon drei Mal geritten, wir sind aber noch absolut in der Kennenlernphase. Vom Charakter her ist sie sehr lieb und süß, aber auch sensibel und aktuell noch eher von der nervösen Art. Also schon mal ganz anders als meine Pferde! Sie ist ca. 1,75m groß und hat auch einen ganz anderen, viel größerem Bewegungsablauf als Emmi und auch als alle anderen Pferde, die ich in den letzten Jahren so geritten bin. Daher muss ich mich ziemlich umstellen und aktuell reicht schon eine halbe Stunde lockeres Reiten, damit ich richtig Muskelkater bekomme… Ich finde es aber total schön, jetzt mal einen ganz anderen Typ Pferd zu reiten und freue mich sehr, ganz viel dazuzulernen und mit ihr zusammenzuwachsen.

Hier wird es in Zukunft also endlich wieder ums Reiten gehen und natürlich ganz viel um die süße Rocky. Ich bin mir sicher, ihr werdet sie genau so schnell ins Herz schließen wie ich!

Fotos by Svenja Pitz: https://www.instagram.com/she.vaux/

Schon wieder Reitpause – Life-Update Teil 1

Mehr als vier Monate lang war es hier still auf dem Blog. Eine lange Zeit für meine Verhältnisse. Auch wenn Blogs im Jahr 2019 schon fast altmodisch anmuten und alle ehemals großen Blogger aktuell nur noch Instagram und YouTube nutzen, ist der Blog für mich immer noch der wichtigste Teil von Horse Diaries und liegt mir sehr am Herzen. Auf Instagram ist leider nicht der Platz für ausführliche Texte und ich finde es nach wie vor am schönsten, euch hier auf dem Blog an meinem Pferdemädchenleben teilhaben zu lassen.

Warum trotzdem so lange kein neuer Beitrag kam, könnt ihr euch sicher denken.  Nach Emmis Diagnose im Mai ging alles sehr schnell und seit Ende Mai genießt Emmi (wieder) das Weideleben. Es gab also wenig zu berichten seitdem. Anfang September war der Tierarzt noch mal bei Emmi für einen ersten Kontroll-Ultraschall. Ursprünglich wollte ich erst später nachschauen, aber ich war dann doch zu ungeduldig und wollte gerne einen Zwischenstand wissen. Der Zwischenstand sah leider nicht so gut aus. Die Verletzungen am Fesselträger sehen minimal besser aus. Aber eine minimale Verbesserung innerhalb von vier Monaten ist leider nicht besonders vielversprechend. Ich habe den Tierarzt gefragt, wie er die Chancen einschätzt, dass sie überhaupt jemals wieder voll belastbar werden würde. Er wollte sich daraufhin nicht so richtig festlegen und sagte, er wäre hinsichtlich einer vollen sportlichen Belastbarkeit „eher vorsichtig“, ich sollte das Pferd aber noch nicht ganz aufgeben. Sie habe die nötige Härte, um wieder auf die Beine zu kommen und ich solle noch mal zwei bis drei Monate abwarten. In dieser Phase sind wir also gerade, weiter abwarten… 

Ich weiß bis heute noch nicht, ob ich Emmi überhaupt wieder belasten würde, wenn ich denn könnte. Darüber versuche ich mir aktuell auch wenig Gedanken zu machen. Das kann ich immer noch entscheiden, wenn es dazu überhaupt kommen sollte, dass sie wieder ganz gesund wird. Was ich aber weiß, ist dass ich Emmi und das Reiten wahnsinnig vermisse. Natürlich kann ich sie auf der Weide besuchen und tue das auch regelmäßig, aber das ist einfach nicht das selbe, wie ein Pferd bei sich im Stall stehen zu haben, mit dem man den Alltag teilt. 

Daher drehten sich meine Gedanken seit der Zwischenuntersuchung vor allem darum, wie ich wieder zurück aufs Pferd komme, ohne darauf angewiesen zu sein, dass Emmi möglichst schnell wieder gesund wird. Die für mich am nächsten liegende Lösung war, nach einem dritten Pferd zu schauen. Also durchkämmte ich ehorses von vorne bis hinten und nervte alle meine reitenden Freunde mit gefühlt hunderten Videos von außenrum trabenden 4jährigen. Relativ schnell kam die Ernüchterung dahingehend, dass ein gutes Pferd nicht ganz so günstig zu haben ist, wie ich das gerne hätte. Abgesehen davon fühlte es sich aber auch sonst nicht ganz richtig an, ein weiteres Pferd zu kaufen. Spätestens wenn Fürstino angeritten würde, müsste ich aus zeitlichen Gründen ein Pferd wieder abgeben. Wie realistisch wäre das überhaupt für mich als jemand, der sehr an seinen Pferden hängt und noch nie ein Pferd verkauft hat? Und wäre es nicht blöd, jetzt ein junges Pferd zu kaufen und es in zwei Jahren, wenn es gerade so einigermaßen anfängt, Spaß zu machen wieder zu verkaufen, um das nächste junge Pferd zu reiten? Also dann doch lieber Fürstino verkaufen? Das absolute Wunschkind aus meiner geliebten Emmi? Und was ist überhaupt, wenn das dritte Pferd krank werden sollte und ich plötzlich zwei Rentner und einen Jungspund habe? Tja, ihr merkt vielleicht, ich habe mir ziemlich den Kopf zerbrochen und das, bevor ich überhaupt ein einziges Pferd angeschaut hatte. Ich musste mir dann wohl oder übel eingestehen, dass gerade anscheinend nicht der optimale Zeitpunkt für den Kauf eines weiteren Pferdes ist. 

Die nächste Option, die mir sinnvoll erschien, war ein Pferd zur Verfügung. Das Angebot hier ist allerdings noch mal deutlich kleiner als bei Verkaufspferden und es gibt EXTREM viele Interessenten, die (vor allem aus finanziellen Gründen) gerne ein Pferd zur Verfügung hätten. Allerdings kam relativ schnell eine Anzeige online, die sich ziemlich perfekt anhörte. Eine 7jährige Stute, Dressurpferd, tolle Abstammung, die Besitzerin suchte jemanden für ca. 1,5 Jahre, also zeitlich genau passend. Und das Beste: die Stute stand in der Nähe von Hamburg. Nach ein paar Nachrichten machten wir daher einen Termin zum Ausprobieren. Die Besitzerin war super nett, der Stall schön und die Stute auch sehr schick und lieb im Umgang. Ich war schon total begeistert. Leider lief es dann beim Probereiten nicht ganz wie erhofft, da sich die Anlehnung als problematisch herausstellte. Anfangs dachte ich noch, ich würde irgendwas gerade total falsch machen, bis die Besitzerin und die Bereiterin mich dann aufklärten, dass das durchaus gerade ein Problem bei der Stute sei… Wir brachen das Probereiten dann relativ schnell ab, da es einfach nichts gebracht hätte und die Besitzerin auch sagte, sie hätte in den nächsten Tagen einen Osteopathen-Termin, um sicherzugehen, dass keine Schmerzen hinter dem Verhalten stecken. Wir verabredeten, in Kontakt zu bleiben und nach dem Termin weiter zu schauen. Da ansonsten alles sehr gut zu passen schien, wollte ich das Pferd trotz der unerwarteten Problematik noch nicht aufgeben.

Ein paar Tage später, an einem Dienstag Vormittag bekam ich dann eine sehr aufgeregte WhatsApp Nachricht einer guten Freundin, die mich in den Moment erstmal etwas verwirrt zurückließ.

(Fortsetzung folgt) 

Fotos: https://www.instagram.com/she.vaux/

RidersDeal Reithosen – Produktvorstellung zum Start in die Saison

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Nachdem ich sie nun mehrere Monate lang auf Herz und Nieren getestet habe, möchte ich sie euch endlich vorstellen: Die RidersDeal Reithose! Ursprünglich wollte ich die Turnierreithose auf meinem ersten Turnier dieses Jahr zeigen. Leider musste unsere Saison durch Emmis Lahmheit allerdings gecancelt werden… Daher habe ich zum Reiten nur die graue Reithose getragen, aber die weiße Reithose trotzdem für ein paar Fotos aus dem Schrank geholt.

Eine Reithose für 49,99€ – ich muss zugeben, dass ich sehr gespannt war, als RidersDeal mit der Anfrage auf mich zu kam, ob ich die Hosen gerne mal testen würde. Dass man für den Preis wirklich eine vollwertige und alltagstaugliche Reithose bekommt, konnte ich mir nicht wirklich vorstellen. Wie die Reithose im Praxistest wirklich abgeschnitten hat, erfahrt ihr nun in diesem Bericht!

Die RidersDeal Reithose in der Farbe „steelgrey“.

Wie ist das Tragegefühl der RidersDeal Reithosen?

Die bunten Reithosen haben einen dünnen elastischen Stoff und sind dadurch sehr bequem. Man hat durch den dehnbaren Stoff außerdem viel Bewegungsfreiheit, die Hosen sind also auch gut zum Springen oder fürs Gelände geeignet, wo man sich im Sattel etwas mehr bewegen muss. Vor allem für wärmere Temperaturen ist die Hose perfekt, da es darin nicht zu warm wird. An kälteren Tagen trage ich einfach eine Strumpfhose unter der Hose. Da das Material sehr elastisch ist, ist das gar kein Problem! Für die richtigen Frostbeulen unter euch gibt es die Hose für den Winter aber auch noch in einer Softshell-Version. Der Grip-Besatz ist ebenfalls angenehm zu tragen und bietet guten Halt, ohne dass man zu sehr am Sattel festklebt.

Ist die weiße Reithose blickdicht?

Die weiße Reithose ist aus etwas dickerem Stoff, um die Blickdichte zu gewährleisten. Die Vordertaschen zeichnen sich wie man auf den Fotos sieht, minimal ab. Ansonsten ist die Hose aber blickdicht, insbesondere auch am Po :-).

Wie sitzen die Hosen? Wie fallen die Größen aus?

Bei RidersDeal gibt es keine Langgrößen, sondern nur die normalen Größen 32-50. Die Reithosen sind daher grundsätzlich für alle Figuren passend und auch für kräftigere Reiterinnen geeignet, was ich total super finde. Die Gröpen fallen normal aus, ich trage die gleiche Größe wie bei anderen Marken (38). Normalerweise trage ich zwar immer die Langgröße, hier brauche ich sie gar nicht. Die RidersDeal Hosen sind genau so lang wie meine anderen Hosen in Langgröße.

Die Reithosen haben keinen Hochbund, sitzen aber auch nicht besonders tief auf der Hüfte, was ich persönlich nicht so gern mag, und sind daher angenehm zu tragen.

Besonders toll finde ich die seitlich angebrachte Handytasche. Ich nutze die total gerne und sie hält das Handy gut. Insbesondere bei der Turnierreithose finde ich sie sehr praktisch. Wenn man mal alleine losfährt, hat man das Handy so trotzdem immer griffbereit.

Zusätzlichen Stauraum für Kleinkram bietet die Reißverschlusstasche

Wie ist die Qualität der Reithosen? Bekommt man für 49€ wirklich eine gute Reithose?

Da ich die Reithose erst seit ein paar Monaten trage, kann ich dazu noch kein abschließendes Urteil fällen. Meiner Meinung nach kann man bei einem Preis von 49€ nicht die Verarbeitung einer Markenreithose mit einem Preis von 200€ aufwärts erwarten. Bisher ist die Qualität jedoch – für mich überraschend – sehr überzeugend. Ich habe sie bisher ungefähr 15 mal gewaschen. Es lösen sich keine Nähte auf und der Grip-Besatz ist auch noch unversehrt.

Eine Sache muss ich jedoch ehrlich zugeben – in dem Bereich an Po und Oberschenkeln, wo die Hose Kontakt zum Sattel hat, hat sich mittlerweile etwas Pilling am Stoff gebildet. Pilling sind kleine Knötchen im Stoff, die man zum Beispiel mit einem Fusselrasierer einfach abrasieren kann. Pilling hat nichts damit zu tun, dass die Qualität des Stoffs minderwertig ist, sondern entsteht natürlicherweise bei kurzfaserigen Stoffen handelt. Der Stoff zeichnet sich dadurch aus, dass er besonders dünn und atmungsaktiv ist und sich anfühlt wie eine zweite Haut. Bei Reibung und verstärkter Belastung werden die kurzen Fasern jedoch aufgerieben und es bilden sich kleine Knötchen am Stoff. Das Problem betrifft insbesondere den grauen Stoff der aktuellen Charge. Das RidersDeal-Team weiß um die Problematik und arbeitet derzeit daran, für die nächsten Reithosen, die im Herbst rauskommen, einen anderen Stoff auszuwählen. Dieser wird etwas fester sein, ähnlich wie der Stoff der weißen Reithose (dort gibt es die Problematik nicht) und daher auch nicht mehr anfällig sein für Pilling.

Solltet ihr aktuell das gleiche Problem bei einer RidersDeal Reithose haben, könnt ihr euch jederzeit an das Team wenden. Allerdings beeinträchtigt das Pilling die Funktionalität nicht weiter, sodass ihr es auch einfach abrasieren oder ignorieren könnt – ich habe mich für letzteres entschieden, da es mich ehrlich gesagt nicht stört.

Wo kann man die Hosen kaufen?

Die Reithosen gibt es bisher nur online zu kaufen. Wenn ihr bereits bei RidersDeal angemeldet seid, könnt ihr die Reithose derzeit hier bestellen für 49,99€ plus 5,99€ Versand innerhalb Deutschlands. Falls ihr RidersDeal bisher nicht kennt und euch nicht bei einer weiteren Plattform anmelden möchtet, könnt ihr die Hose auch bei Amazon kaufen. Dort kostet sie allerdings 59,99€, dafür ist der Versand bereits inklusive und als Amazon Prime Nutzer ist sogar der Express-Versand enthalten.

Fazit

Ich würde die Reithose jedem empfehlen, der eine günstige, aber trotzdem bequeme Reithose sucht, die nicht nach dem ersten Tragen auseinanderfällt. Vor allem ist sie für Reiter geeignet, die ein leichtes Tragegefühl und viel Bewegungsfreiheit mögen. Es gibt sie in vielen verschiedenen Farben und da sie ansonsten sehr schlicht gehalten ist, lässt sie sich super kombinieren. Ich hätte mir eine so günstige Reithose normalerweise nicht gekauft, weil ich skeptisch gewesen wäre hinsichtlich der Qualität, und ich trage sie nun wirklich sehr gerne und werde sie mir sicher auch noch in weiteren Farben zulegen!

Insbesondere bei der Turnierreithose finde ich es toll, dass es durch RidersDeal jetzt eine günstige Alternative zu teuren Markenreithosen gibt. Allen, die eine Hose für ihre Abzeichenprüfung brauchen oder vielleicht erstmal testen wollen, ob das Turnierreiten überhaupt etwas für sie ist, kann ich die Hose wärmstens ans Herz legen. Man bekommt für einen super günstigen Preis eine wirklich tolle Hose!

Fesselträgerschaden oder Wie ein Wort alle unsere Pläne zerstörte

Viele von euch haben es bestimmt schon auf Facebook oder Instagram gelesen – Emmi hat einen Fesselträgerschaden und fällt mindestens ein halbes Jahr aus. In diesem Blogpost möchte ich euch noch einmal genau darüber berichten, wie es dazu kam und wie die letzten Wochen für uns abliefen.

Das ganze Drama ging irgendwann Ende März los. Ich wollte nur schnell am Halfter longieren und merkte, dass Emmi nicht ganz sauber lief. Besonders auf der rechten Hand auf einem kleineren Zirkel war eine deutliche Lahmheit zu sehen. Erstmal war ich ganz positiv und dachte, sie hat sich sicherlich nur irgendwie vertreten. Schließlich war sie in den 11 Jahren, die ich sie habe, noch nie ernsthaft lahm. Daher habe ich ihr zunächst eine Woche Pause gegönnt. Als ich sie danach wieder an die Longe nahm und antrabte, war zwar noch eine Lahmheit zu sehen, aber wirklich nur minimal. Nach Rücksprache mit dem Tierarzt bekam sie ein entzündungshemmendes Pulver und eine weitere Woche Ruhe verordnet. Als ich sie 10 Tage später wieder longierte, schien alles wieder gut zu sein. Ich war sehr erleichtert und froh, dass es nichts ernsthaftes war.

Daraufhin stand dann zwei Tage Schritt und Trab unter dem Reiter an. Am dritten Tag hatte ich schon ein etwas merkwürdiges Gefühl in den Wendungen. Ich hatte aber keinen Spiegel zur Verfügung und dachte mir, ich würde es mir sicher nur einbilden. Danach hatte sie einen Tag frei und als ich am folgenden Tag wieder im Stall war, war es eindeutig: Emmi lahmte wieder. Daraufhin war mir klar, dass ich um eine umfangreiche Diagnostik nicht herumkommen würde. Ich rief also bei Herrn Dr. Rademacher an, der bei uns in der Region als absoluter Spezialist für Lahmheiten gilt. Leider ist er auch entsprechend gebucht, daher war die Terminvereinbarung schwieriger als gedacht. Wir sollten ungefähr zehn Tage auf unseren Termin warten. Leider wurde dieser langersehnte Termin dann von Herrn Rademacher kurzfristig abgesagt. Das war deshalb besonders blöd, weil ich direkt danach für zwei Wochen in den Urlaub geflogen bin. Da ich bei dem Termin gerne dabei sein wollte, bekam Emmi zwei weitere Wochen Schritt verordnet und wir machten einen neuen Termin für die Woche nach meinem Urlaub ab. Da Schrittpause bei einer Lahmheit grundsätzlich nicht schaden kann, hatten wir in dem Sinne keine Eile. Ich wollte aber natürlich endlich wissen, was los ist.

Während meines Urlaubs war Emmi dann schon wieder lahmfrei. Daher ritt ich die Tage nach meinem Urlaub vor dem Termin Schritt und auch ein paar Runden Trab. Den Termin wollte ich aber trotzdem durchziehen, da es ja nun schon zwei Mal so gewesen war, dass sie kurz lahmfrei war und es dann wiederkam. Zum Glück, denn einen Tag vor dem Termin lief sie wieder nicht klar und mir schwante mittlerweile, dass wir wohl keine harmlose Diagnose bekommen würden.

Als der Tierarzt dann endlich da war, mussten wir erst Vortraben auf weichem Boden und dann noch an der Hand auf hartem Boden. Anschließend wurde noch gebeugt. Es zeigte sich zwar eine leichte Lahmheit hinten rechts, aber vom klinischen Bild her nichts dramatisches. Anschließend stand dann Ultraschall auf dem Plan. Ein Röntgenbild des betreffenden Beins hatte ich schon Anfang Januar machen lassen, weil das Bein, seitdem ich Emmi reingeholt hatte, immer etwas angelaufen war. Nur einen Ultraschall hatten wir im Januar nicht gemacht – schließlich kam Emmi gerade von einer 1,5jährigen Weidepause und zeigte zu dem Zeitpunkt auch noch kein Anzeichen irgendeiner Lahmheit. Daher hielt ich eine Sehnenverletzung für sehr unwahrscheinlich. Tja lange Rede kurzer Sinn, der Ultraschall ging los, die Miene des Tierarztes wurde plötzlich ernster und da hatten wir auch schon unsere Diagnose – Fesselträgerschaden.

Meine schlimmste Befürchtung wurde wahr. Seit es dieses dicke Bein gab, hatte ich immer ein ungutes Gefühl. Ich (und auch meine Freunde) redeten mir allerdings ein, die Schwellung läge sicherlich an der alten Mauke-Stelle an dem Bein, die noch nicht richtig verheilt ist. Ich wollte das gerne glauben und weiß auch, dass ich eher zu Übervorsichtigkeit neige und mich bei solchen Dingen nicht verrückt machen darf. Trotzdem blieb irgendwie ein schlechtes Gefühl.

Der Tierarzt erklärte mir, dass es mehrere Schäden seien, sowohl ältere Verletzungen als auch eine neuere. Die älteren Verletzungen waren auf jeden Fall schon vor dem Antrainieren da und die neue sei vermutlich dabei dazu gekommen. Der Ursprung sei nicht betroffen, was schon einmal positiv sei. Grundsätzlich seien die Heilungsschancen gut, ich müsste jedoch mit 3-6 Monaten Pause rechnen. Für mich war eine Sache direkt klar – es wird keinen monatelangen Boxenknast für Emmi geben. Das tue ich weder ihr noch mir an. Der Tierarzt hatte dafür auch Verständnis und sagte, eine Weidepause sei in dem Fall eine gute Möglichkeit. Es gäbe auch die Möglichkeit eine Lasertherapie zu machen, damit habe er sehr gute Erfahrungen gemacht. Auch da war mir jedoch relativ schnell klar, dass ich das nicht möchte. Weder die 1800€ noch der mehrwöchige Klinikaufenthalt waren eine echte Option für mich.

Emmi ist kein 6jähriger Turnierkracher, den ich gerade für viel Geld gekauft habe und der Leistung bringen muss, sondern sie ist bereits seit 11 Jahren an meiner Seite und hat genug geleistet und durchgemacht in ihrem Leben. Entweder sie wird auf natürlichem Wege wieder gesund und belastbar oder eben nicht. Daher wusste ich also schnell, wie ich mit der Diagnose umgehen wollte. Das ändert jedoch nichts daran, dass ich sehr sehr traurig und enttäuscht war und die letzten Wochen für mich wirklich hart waren. Ich hatte mich so sehr gefreut, Emmi wieder anzutrainieren. Ich habe gemerkt, wie viel Spaß wir zusammen haben und wie gerne ich sie reite. Wir kennen uns in- und auswendig und ich kann mir mittlerweile kein besseres Pferd mehr vorstellen. Wir sind in den letzten Monaten enger zusammengewachsen als je zuvor und ich war einfach dankbar, so ein tolles Pferd an meiner Seite zu haben. Umso schmerzhafter war es dann, einzusehen, dass ich sie diesen Sommer definitiv nicht mehr reiten werde und vielleicht sogar nie mehr.

Mir war auch erstmal nicht danach, darüber so ausführlich zu schreiben. Daher hat dieser Beitrag etwas länger auf sich warten lassen. Natürlich habe ich mir auch Vorwürfe gemacht, dass ich nicht schon früher eine umfangreiche Untersuchung des Beins gemacht habe, obwohl es permanent leicht angelaufen war. Aber ich habe daraus gelernt und in Zukunft werde ich wieder vorsichtiger sein. Die Kosten für eine Diagnose stehen nämlich in keinem Verhältnis zu diesem ewigen Rumdoktern, das nicht nur an den Nerven zehrt, sondern auch mindestens genau so viel Geld kostet. Hätte ich direkt im Januar einen Ultraschall gemacht, ich hätte mir drei Monate teure Stallmiete, meinen neuen D1, diveres Zubehör und Unterrichtsstunden sparen können – eine große Menge Geld also.

Mittlerweile hatte ich zum Glück ein paar Wochen Zeit, um die Diagnose zu verdauen und zu verarbeiten und mir weitere Gedanken zu machen. Damit es hier nicht allzu lang wird, werde ich noch einen extra Blogpost darüber schreiben, wie es mir mit der aktuellen Situation geht und wie meine reiterlichen Pläne für die nächste Zeit aussehen.

Fremde Nasen in persönlichen Angelegenheiten…

…eine Reiterkrankheit?

Lang ist es her, dass ich für Horsediaries einen Artikel geschrieben habe. Allerdings kommen mir immer mal wieder Gedanken, die ich in einer ähnlichen Form vor langer Zeit schon ein mal hier mit euch geteilt habe, welche mich einfach nicht loslassen und mich dazu gebracht haben, ein paar Zeilen auf dem Blog nieder zu schreiben.

Manchmal glaube ich, dass in keinem anderen Sport, bei keinem anderem Hobby mehr über fremde Menschen geurteilt wird als im Reitsport. Da wird gemunkelt ob Familie Gänseklein im Lotto gewonnen hat oder ein illegales Nebengewerbe betreibt, um sich drei erfolgreiche Sportpferde in einem Vollpensionsstall zu leisten. Es wird an der Bande gestanden und darüber debattiert, wie klein Emma ihr Pferdchen doch viel besser versammeln könnte, so wird das schließlich nie was mit der L-Platzierung – ohne dass sie jemals um Tipps gebeten hätte natürlich. Es wird mit den Augen gerollt, wenn Martha mit einer dickeren Decke kommt und die nächste ihrem Pferd das xte Zusatzfutter bringt. Kurz um, einfach dutzende Reiter/innen stecken ihre Nasen in Angelegenheiten, in denen sie einfach nichts zu suchen haben. Je mehr Abstand ich zu der Reiterei bekomme, desto mehr Dinge fallen mir auf, über die ich früher geschwiegen habe.

Vielleicht kennen einige von euch dieses unangenehme Gefühl welches einen überkommt, wenn man die altbekannte Stallgasse betritt und man genau weiß, dass man anders ist als die anderen. In meinem Fall liegt das Gefühl daran, dass ich einfach kaum noch vor Ort bin. Ich weiß, dass ich nahezu die einzige bin, die so selten im Stall ist und ich weiß, dass es Menschen gibt, die darüber urteilen. Ohne überhaupt einen blassen Schimmer zu haben, wieso das so ist. Über Dritte wurde mir schon zugetragen, dass meine Pferde doch bei anderen Besitzern sehr viel besser aufgehoben seien als bei mir, da ich ja eh nie für sie da wäre und erst recht nicht mehr reiten würde.

Die Denkweise schockt mich, ich bin ehrlich. Ein Mensch der mich nicht kennt, sagt zu einem anderen Menschen der mich nicht kennt, ich solle doch meine Pferde verkaufen, weil sie es woanders besser hätten.

Weil diese anderen Leute liebend gerne chronisch kranke Pferde kaufen? Am besten noch, um sie zu reiten, obwohl sie krank sind?

Kein anderer ist mit meinen Stuten ihren Leidensweg gemeinsam gegangen außer mir. Niemand anderes hat gesehen, wie mein Pony 14 Tage lang in einer Klinik stand, vollgepumpt mit Chemie, leidend. Nach unterschiedlichsten Untersuchungen von unterschiedlichsten Ärzten und mit den Nerven am Ende. Auch kein anderer hat gesehen, wie ich in Tränen ausbrach, als mir mein damaliger Tierarzt offenbarte, dass meine große Stute nicht mehr belastbar sei, niemals mehr. Niemand, außer meiner Stute und mein Tierarzt.

Ich glaube daran, dass diese beiden Pferde ganz genau wissen, dass sie deshalb noch bei mir sind, weil sie bei anderen vermutlich als Zuchtstuten geendet wären, wohlmöglich auch in der Wurst oder im schlimmsten Fall einfach so weiter geritten worden wären, bis gar nichts mehr ginge. Nur deshalb freuen sich auch beide immer noch wenn sie mich manchmal auch nur einmal in der Woche sehen. Sie wissen, wer ich für sie bin und sie wissen auch, was wir bis hierhin alles gemeinsam erlebt, genossen und ausgehalten haben. Wenn man mir an dieser Stelle etwas anderes unterstellen mag, dann bitte. Aber ich bin ein Herzensmensch, ich weiß dass ich die Verbindung zu meinen Pferden nie verloren habe und andersherum genau so wenig, das reicht mir.

Ich kann verstehen, dass man sich fragt weshalb das Pony immer noch in Vollpension steht, vielleicht weil man nicht weiß, dass es nicht so leicht ist für super leichtfuttrige Pferde einen geeigneten Platz in einem Offenstall zu finden und weil es noch viel schwieriger ist, Stallbesitzer zu finden, auf die man sich blind verlassen kann.

Warum ich mich auf Stallbesitzer blind verlassen muss? Weil mein Leben nicht mehr so ist wie damals, als sich alles nur um meine beiden Pferde drehte, ich kontrollieren konnte, ob alle vier Beine noch dran sind, ob die Pferde vital sind, sie gutes und ausreichendes Futter bekommen und Auslauf haben. Deshalb ist es für mich wichtig, tolle Stallbesitzer zu haben auf die ich mich verlassen kann. Stallbesitzer, die auch in schwierigen Zeiten da sind und nach Möglichkeiten für einen suchen, obwohl sie es nicht müssten.

Jeder Mensch, dem das Schicksal schon mal begegnet ist, weiß, dass sich Dinge ändern können, dass sich Prioritäten verändern müssen und man sich in dem sicheren Glauben bewegt alles wendet sich irgendwann so, dass es niemand mehr nötig haben wird über einen fremden Menschen zu urteilen.

Manchmal wünschte ich mir, ich könnte für ein paar Tage meine Schuhe an jene verteilen, die meinen, sie wüssten es besser. Ich würde sie so gern ein paar Schritte mit meinen Schuhe laufen lassen, mit der Erfahrung und Erinnerung an Tage im Stall mit meinen Pferden, von denen sie nichts wissen, mit meinem Leben fernab von der Wendystallwelt. Ob sie es dann immer noch wagen würden ihre Nase in meine Angelegenheiten zu stecken? Zu urteilen? Oder würden sie verstehen…?

Ostwind 4 – Aris Ankunft // Gewinnspiel

Seit Donnerstag ist der neue Ostwind-Film in den Kinos!

Durch einen Zwischenfall werden Mika (Hanna Binke) und ihr Ostwind auf eine harte Probe gestellt. Mikas Großmutter, Sam und Herr Kaan versuchen unterdessen, Gut Kaltenbach am Laufen zu halten, wobei sie Unterstützung von der ehrgeizigen und scheinbar netten Isabell bekommen. Aber alles geht schief: Das Gestüt droht in fremde Hände zu fallen und Ratlosigkeit macht sich breit. Bis Fanny die impulsive und kratzbürstige Ari (Luna Paiano) nach Kaltenbach bringt und damit für mächtigen Wirbel sorgt. Ari fühlt sich sofort von Ostwind angezogen und scheint eine besondere Wirkung auf den berühmten Hengst zu haben. Ist es möglich, dass Ostwind und Mika eine weitere Seelenverwandte auf Gut Kaltenbach finden? Und wird Ari es schaffen, Ostwind vor dem skrupellosen Pferdetrainer Thordur Thorvaldson (Sabin Tambrea) zu schützen?

Anlässlich des Kinostarts habe ich wieder ein tolles Gewinnspiel für euch.

Es gibt DREI Pakete zu gewinnen, jeweils bestehend aus 2 Kinotickets, dem Roman zum Film sowie einem Filmplakat.

Wenn ihr am Gewinnspiel teilnehmen möchtet, hinterlasst einfach einen Kommentar unter diesem Beitrag und gebt eine gültige E-Mailadresse an, unter der ihr zu erreichen seid (wird nicht öffentlich angezeigt). Das Gewinnspiel läuft bis zum 7. März um 24 Uhr. Die Gewinner werden per E-Mail kontaktiert.

Ich wünsche euch allen viel Glück!

Teilnahmebedingungen: Teilnahmeberechtigt sind Personen mit einer gültigen Lieferanschrift in Deutschland. Minderjährige können nur mit dem Einverständnis ihrer Eltern teilnehmen. Es ist keine Barauszahlung möglich. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

Die Preise wurden mir von Constantin Film kostenlos zur Verfügung gestellt.