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Platz nehmen und wohl fühlen – Jeanys Mai

Kalenderwoche 19 – Jeanys Mai

Niedersachsen, regen, regen und nochmal regen und trotzdem irgendwie charmant, weil die Bäumchen endlich grün sind und auch der Raps so wunderbar blüht.

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Über meinen ersten Ritt seit langem und mein absolut großartiges, verrücktes Ponykind. Jeany war zwar sehr aufgeregt und Schritt reiten wird ja grundsätzlich beim Blondinchen überbewertet, allerdings ist sie trotz jeglicher Nervosität nie gefährlich und immer händelbar. Das macht es mir auch so unsagbar leicht, nach einigen Monaten der Reitabstinenz einfach aufzusteigen und im Gelände ein paar schöne Fotos zu machen.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Der Monat ist noch jung, aber auch in der letzten Hälfte vom April hatte ich keinerlei Grund zur Sorge. toitoitoi

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Unser Fototermin im Raps. Davon träume ich schon sooo lange, aber wirklich dazu gekommen bin ich nie. Nun hatte ich dieses Jahr endlich die Gelegenheit dazu und auch eine ganz tolle Nachwuchsfotografin zur Hilfe, die ein paar schöne Bilder von mir und Jeany gemacht hat. Ich muss tätsächlich sagen, dass ich es unglaublich schön finde, dass meine engsten Freunde sich immer mal wieder bereit erklären schöne Fotos zu machen. Das ist wirklich nicht selbstverständlich 🙂

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Noch für nichts, aber ich werde meine Stiefel diesen Monat zum Schuster bringen müssen und auch in eine neue Reithose investieren, irgendwie ist alles ein bisschen groß geworden und schlackernde Stiefel sind echt unangenehm beim Reiten 😀

Wenn Jeany noch etwas sagen könnte:

Graaaaaaas!!! EEEENDLIIIICH!

Gastbeitrag von Wiebke: „Ich freu mich so“ – Turnierbericht A-Vielseitigkeit

 

Viele kennen bestimmt das „Ich freu mich so“-Gefühl, wenn man bei WhatsApp allen möglichen Freunden von tollen Erlebnissen und Erfolgen berichtet und sie dann auch noch mit den schönsten Bildern bombardiert. Einfach weil man sich so freut. Über Turniererfolge, tolle Fotos, Trainingsfortschritte oder einfach so. So ein Gefühl hatte ich letztes Wochenende und jetzt, wo ich die Fotos sehe, eigentlich immer noch. So sehr, dass ich es hier mit euch teilen möchte.

Ich war vergangenes Wochenende auf einem Turnier, wir sind in einer A-Vielseitigkeit gestartet. Hier konnten wir schon öfter gut abschneiden und aufgrund meiner Erfolge im letzten Jahr war ich in der „guten“ Abteilung. In der Vielseitigkeit ist es meistens so, dass auch die A-Prüfungen offen sind für Reiter mit LK 1-6; so kann es auch mal vorkommen, dass man mit LK V6 gegen Olympiateilnehmer reitet. Zwar hatten die meisten Berufsreiter ihre jungen, unerfahrenen Pferde mit, aber mich hat das dennoch etwas eingeschüchtert. Trotzdem bin ich aber ehrgeizig und mein Ziel ist (natürlich) eine Platzierung, was es mir nicht immer erleichtert, ich setze mich damit immer unbewusst ein bisschen unter Druck und bin dann auch echt aufgeregt – gerade beim ersten Turnier des Jahres.

Dennoch war ich halbwegs guter Dinge, wir waren am Samstag vorher nochmal beim Geländetraining, was super geklappt hat, und am Montag hatten wir ein tolles Springtraining, das mir nochmal Mut gegeben hat – im letzten Jahr war ich im Springen oft sehr unsicher und hab damit auch mein Pferd verunsichert.

Das Wetter war nicht so richtig nachsichtig mit uns, es war total kalt, aber immerhin hat es nur einmal kurz gehagelt, als wir gerade für die Dressur gesattelt haben. Diese lief relativ ok, für mich als eigentliche Dressurreiterin nicht 100 % zufriedenstellend. Man darf in VS-Prüfungen in der Dressur nicht mit Gerte reiten, was mein Pferdchen immer dazu verleitet sich auf die faule Haut zu legen. Technisch war die Aufgabe in Ordnung, aber wir können es deutlich besser. So waren wir „nur“ 9. nach der Dressur.

Das Springen war nicht so easy, der Platz war am Hang und so ging es die ganze Zeit bergauf und bergab. Der zweite Sprung stand im Schatten und irgendwie fand mein Pferd den sehr furchteinflößend, sodass ich eine Mini-Sekunde vor der Entscheidung stand: Nichts tun und einen Steher kassieren oder einmal überzeugen und entweder irgendwie drüber zu kommen oder trotzdem Steher kassieren :D. Ich hab mir ein Herz gefasst und bin mutig und entschlossen drauf zu geritten und konnte Herrn Pferd also ausreden, dass man da lieber anhalten sollte. Danach war dann allerdings so sehr der Gang drin, dass ich nur noch mitreiten musste, am letzten Sprung kassierten wir dann noch einen Fehler, aber das war mir egal. Ich war stolz auf mich, dass ich mich so schnell richtig entschieden habe und meinem Pferd damit offensichtlich auch Sicherheit geben konnte.

Danach hatte ich dann erstmal Zeit zum Frühstücken (um 14:30 Uhr wurde das auch langsam mal Zeit :D) und bin danach noch einmal das Gelände abgegangen. Ich hatte danach nochmal geschaut, ob irgendwo Zwischenergebnisse ausgehängt waren, aber ich hab keine gefunden und irgendwie war es mir in dem Moment eh egal und ich dachte auch mit dem Fehler im Springen wäre ich ohnehin nicht mehr so gut dabei.

Im Gelände sind wir nie die allerschnellsten, bisher sind wir selten in die Zeit gekommen, auch wenn ich wirklich Gas gegeben hab. Deswegen hatte ich mir vorgenommen, unser Tempo und unseren Rhythmus zu reiten. Als Zeitfehler bekommt man pro Sekunde 0,4 Strafpunkte angerechnet. Das ist also gar nicht sooo viel. Das wollte ich in Kauf nehmen. Und so gings dann auch los, nach kurzem Klemmen bis zum ersten Sprung kamen alle Sprünge wie von selbst, die Hügel rauf ging’s in gefühlt 2 Galoppsprüngen, er hat richtig angegriffen!! Einmal hat er mir sehr geholfen, da war ich doll vor der Bewegung. Aber wir hatten so einen Rhythmus, alles passte, alles stimmte und es hat einfach nur Spaß gemacht. Das ist echt das, was Gelände ausmacht und es zu so etwas besonderem werden lässt. Mein Pferd würde in so einer Phase nie auf die Idee kommen zu glotzen oder vor den Hindernisrichtern oder Zuschauern zur Seite zu springen – obwohl er eigentlich schon guckig ist! Er ist dann so fokussiert und gibt einem so ein tolles Gefühl, das macht wirklich einfach nur Spaß. Mit dem Gefühl ritt ich ins Ziel und war so so happy. Und obwohl ich nicht das letzte Tempo geritten war, waren wir nur 6 Sekunden über der Bestzeit, was gerade mal 2,4 Strafpunkte waren. Klar können 2,4 Strafpunkte auch mal teuer sein, wenn es hart auf hart kommt, aber für mich war das voll ok – vor allem wenn man bedenkt, dass wir bisher auch immer 3-10 Sekunden über die Zeit waren, auch wenn ich „Vollgas“ geritten bin.

Für mich hat sich da vor allem gezeigt, dass das letzte Tempo am Ende gar nicht so viel ausmacht. Dem guten Rhythmus, den wir dieses Mal hatten, habe ich es zu verdanken, dass ich vor und über den Sprüngen kaum Zeit verloren habe. Dieses Rhythmusgefühl musste ich erst erlernen. Auf Fotos vom gleichen Turnier vor zwei Jahren kann man sehen, dass die Sprünge nicht so harmonisch sind. Das kostet dann Zeit, weil man immer wieder Tempo raus nehmen muss oder weil der Sprung nicht so fließend ist.

Auf diesen Fotos kann man ganz gut erkennen was die Unterschiede ausmachen. Auf den älteren Bildern bin ich noch ängstlicher und weniger selbstverständlich auf die Sprünge zu geritten, mein Pferd hat immer alles sehr gut gelöst, ist aber immer auf Nummer sicher gegangen und hat meistens einen Galoppsprung mehr vor dem Sprung gemacht und musste sich dadurch mehr in die Luft schrauben, die Flugkurve war steiler und hat mehr Zeit gebraucht.

2015

2015

Mittlerweile schaffe ich es meistens aus einem gleichmäßigen Tempo das Hindernis in den Rhythmus zu integrieren, sodass die Flugkurve flacher ist, weniger Kraftaufwand vom Pferd nötig ist und der Sprung nicht so „zeitaufwändig“ ist.

2017

2017

2017

2017

Somit war mein Gefühl direkt nach dem Gelände schon „Ich freu mich so!!!“, eigentlich hatte alles genau so geklappt, wie ich es mir gewünscht hatte. Ich war im Springen überhaupt nicht unsicher, Gelände war super – gut, die Dressur ist verbesserungswürdig, aber das ist glaube ich Jammern auf hohem Niveau. Dass wir dann am Ende sogar noch an 6. Stelle platziert wurden, hätte ich gar nicht erwartet, aber das hat dem ganzen natürlich die Krone aufgesetzt.

Auch ohne eine Schleife hätte ich wahrscheinlich pausenlos allen erzählt, wie sehr ich mich freue und dass ich so stolz auf unsere Leistung bin, aber wenn man sich dann auch noch mit anderen gemessen hat, von denen man dachte, sie seien einem selbst schon ein Stück weit überlegen, dann ist die Freude irgendwie nochmal größer.

Rückblickend freue ich mich jetzt aber wirklich am meisten über unsere gemeinsame Entwicklung, auch vor 2 Jahren waren wir schon in A-Vielseitigkeiten platziert, aber wenn man sich die Bilder anschaut sieht man schon eine Verbesserung, über die ich mich wirklich sehr freue.

All diese tollen Fotos stammen übrigens von der Fotografin Annette Dölger, www.pferdegrafie.com, die auf vielen Vielseitigkeitsturnieren zu finden ist und immer wieder tolle Momente einfängt und so ermöglicht, dass man immer wieder Vergleiche ziehen kann.

Hier könnt ihr euch ein Video von dem Ritt ansehen!

Fliegende Wechsel und Traversalen – Zausels April

Kalenderwoche 17 – Zausels April

Hamburg Norderstedt, Aprilwetter bei  5-12 Grad

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Dass der Zausel eigentlich kontinuierlich gut drauf war! Der Fellwechsel ist für ihn immer eine anstrengende Zeit und man merkt leider immer, dass ihm das ganz schön zu schaffen macht. Dieses Jahr hatte er im März mehrere Tage vier angelaufene Beine (darüber hatte ich mir im letzten Monatsbericht Sorgen gemacht) und war etwas schlapp. Die letzten Wochen war er aber konstant gut drauf und ist auch fast alles Fell schon losgeworden. Gerade weil der Frühling immer eine etwas heikle Phase ist, bin ich immer mit etwas gemischten Gefühlen aufgestiegen, die sich aber zum Glück immer direkt nach dem Antraben in reine Freude aufgelöst haben.

Außerdem habe ich mich darüber gefreut, dass ich spontan die Zeitumstellung genutzt habe, um neue Fotos zu machen und ganz früh zum Sonnenaufgang in den Stall gefahren bin. Das kostet morgens beim Weckerklingeln echt Überwindung, aber für das Ergebnis lohnt sich das auf jeden Fall!

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Nach dem Fellwechsel kommt die Pollenflugzeit! Wir befinden uns also weiterhin in einer kritischen Phase und ich hoffe sehr, dass die Pollen dem Zausel nicht zu sehr zu schaffen machen. Leider hat sich in den letzten Jahren gezeigt, dass seine chronische Bronchitis zunehmend mehr Probleme macht und er vor allem im Frühling und in den ersten Sommerwochen auf irgendetwas sehr stark reagiert. Meistens so um die Zeit des Anweidens herum wird sein Husten so stark, dass wir das richtige Arbeiten einstellen müssen und nur noch locker bewegen, einfach weil er während des Reitens immer wieder Anstoßen und Abhusten muss und man nicht so richtig in die Arbeitsphase kommt, wenn er immer wieder den Hals lang machen und einem die Zügel aus der Hand nehmen muss. Bisher macht uns das noch keine Probleme, aber ich fürchte, sobald es jetzt wieder etwas wärmer wird, geht der Pollenflug so richtig los und wir müssen das Pensum einfach ein bisschen anpassen.
Ich habe dieses Jahr schon im Winter angefangen, ihn mit Akupunktur und chinesischen Kräutern auf diese Zeit vorzubereiten und hoffe, dass wir die Probleme dadurch ein wenig abmildern können.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Drei fliegende Wechsel auf einer Diagonalen! Einfach mal so getestet und das gute Eselchen ist sie artig gesprungen! Das war natürlich ein echtes Highlight, schließlich arbeiten wir schon seit einer ganzen Weile daran, dass er die Wechsel überhaupt springt, er hatte da eine ganze Zeit lang echte Ladehemmungen und wollte partout nicht umspringen. Dass nun gleich drei Wechsel hintereinander klappen freut mich wirklich sehr und zeigt, dass der Zausel im Moment gut in Form ist. Außerdem kann man die Versuche einer Traversale im Trab auch so langsam als solche erkennen. Die waren in der Vergangenheit nämlich nicht mehr als ein unharmonisches Seitwärtsgequetschte, weil sich der Zausel schon bei der bloßen Idee die Füße nicht nur grade voreinander sondern auch mal seitwärts durch die Halle zu bewegen sofort mit ächzendem Gestöhne verwehrt hat. Viel zu anstrengend!

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Ich glaube, es war tatsächlich mal ein Monat ohne unerwartete Ausgaben. Neben den üblichen Kosten für Box, Futter, Unterricht und Schmied ist diesen Monat tatsächlich mal nichts zusätzliches angefallen. Ich sollte mir diesen April mit einem ganz großen Kringel im Kalender markieren und dem Zausel zur Feier der Ersparnis eine neue Schabracke kaufen 😀

Wenn Zausel noch etwas sagen könnte:

Das Gras ist so verlockend grün, daran kann man einfach nicht vorbeigehen ohne zu naschen, ist mir egal dass ich dann wie ein ausgebufftes Schulpferd aussehe und du wie ein hilfloses Reitschulkind, dass den Kopf von seinem Vierbeiner auch mit ziehen und zerren einfach nicht aus dem Gras bekommt!

Produkttest: Kastel Denmark Shirt „Charlotte“

Einigen von euch ist Kastel Denmark vielleicht schon ein Begriff, denn die Reitsportbloggerin Harriet Charlotte Jensen arbeitet schon seit einiger Zeit mit der Marke zusammen. So bin auch ich auf Kastel Denmark aufmerksam geworden. Mir haben die Sachen an Harriet schon immer ganz gut gefallen, ich hatte aber nicht gezielt geplant, mir etwas von Kastel Denmark zu kaufen.

Der Kauf

Letztendlich kam das so zustande, dass ich im Januar bitterlich frierend bei Reitsport von Rönne im Laden stand und nach einem langärmligen Unterziehshirt gesucht habe. Die Verkäuferin zeigte mir daraufhin verschiedene Shirts, unter anderem auch welche aus Merinowolle. Merinowolle ist zwar sehr hochwertig und vor allem für kalte Tage total super, ich habe aber festgestellt, dass ich das „kratzige“ Gefühl von Merinowolle auf der Haut nicht besonders mag. Also habe ich auch andere Materialien ausprobiert, unter anderem das Shirt von Kastel Denmark. Ich mochte das Material sofort total gerne, es fühlt sich sehr glatt an und ist gleichzeitig super weich und anschmiegsam. Hier gibt es das Shirt in verschiedenen Farben und Ausführungen direkt zu kaufen. Ich habe es damals spontan mitgenommen und in den letzten Monaten ausführlich für euch getestet.

Passform & Größe

Ich trage Größe S und würde sagen, das Shirt fällt normal bis etwas großzügig aus. Vor allem ist es schön lang geschnitten, man läuft also auf keinen Fall Gefahr, dass es sich hinten aus der Hose rauszieht und man einen kalten Rücken bekommt.

Qualität & Funktion

Mit der Qualität des Shirts bin ich bisher sehr zufrieden. Ich trage es fast jede Woche und wasche es daher auch regelmäßig bei 40 Grad. Bisher kann ich noch keine Abnutzungserscheinungen oder Pilling feststellen.

Das Besondere an der Kleidung von Kastel Denmark ist, dass sie UV Schutz bietet. Bisher hielten sich hier in Hamburg die Sonnenstrahlen noch eher in Grenzen, aber gerade für den Sommer finde ich das eine tolle Innovation. Ich kenne sonst keine Reitsportmarke, die das ebenfalls anbietet.

Das Shirt ist zu 88% aus Nylon und zu 12% Spandex. Zusätzlich zu dem UV-Schutz ist das Material auch wirklich gut für Sport aller Art geeignet. Ich muss ehrlich sagen, dass es mir bei Reitkleidung manchmal sauer aufstößt, dass die Hersteller scheinbar nur auf die Optik ihrer Produkte achten und nicht darauf, ob sie auch wirklich reit- und stalltauglich sind. Was bringt mir das schönste Shirt, wenn es aus billigem Polyester gefertigt ist und ich schon nach dem Warmreiten schwitze als wäre ich gerade drei Grand Prixs geritten? Insofern sticht Kastel Denmark positiv heraus, denn man schwitzt in dem Shirt „Charlotte“ nicht übermäßig und wenn doch, fühlt es sich nicht so unangenehm nass an wie beispielsweise bei Baumwolle. An der Unterseite des Armes ist ein schwarzer Streifen aus Mesh-Material (sieht man auf den Fotos leider nicht), dadurch ist das Material in dem Bereich sehr atmungsaktiv. Daher trage ich das Shirt auch gerne beim Joggen und kann sagen, dass es mit „normaler“ Sportfunktionskleidung auf jeden Fall mithalten kann.

Etwas besonderes ist außerdem der hohe Kragen, den man mit einem Reißverschluss zuzieht. Der Kragen gefiel mir optisch anfangs nicht besonders, hat sich aber als extrem praktisch herausgestellt. Wenn man es im Herbst/Winter unterzieht oder einfach so zum Laufen trägt, ist der Hals immer schön geschützt ohne dass man direkt einen Schal umbinden muss. Im Sommer führt es natürlich dazu, dass der UV Schutz auch den Halsbereich abdeckt, was ebenfalls super ist.

Preis & Fazit

Das Shirt „Charlotte“ kostet 89€. Für meine Verhältnisse ist das ziemlich teuer, ich kaufe meine Sportsachen meistens bei adidas oder Nike im Sale und gebe selten so viel Geld aus. Allerdings bin ich wirklich total zufrieden mit dem Shirt und ziehe es jedes Mal wieder gerne an. Auch der UV Schutz ist, finde ich, einen kleinen Aufpreis wert. Insofern ist das Produkt meiner Meinung nach seinen Preis wert!

 

Dieser Testbericht steht in keiner Verbindung zu Kastel Denmark und stellt lediglich meine ehrliche Meinung dar. Weder haben wir das Produkt gesponsert bekommen noch werden wir für diesen Beitrag in irgendeiner Weise bezahlt.

Der April mit Püppi

Kalenderwoche 16 – Püppis April

Hamburg, Aprilwetter bei  5-18 Grad

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Ich habe eine Reitbeteiligung für Püppi gefunden! Ich habe schon seit längerer Zeit darüber nachgedacht dass es toll wäre, jemand zuverlässiges zu haben, der sie zweimal die Woche mitreitet, weil ich einfach momentan sehr wenig in den Stall komme und das in der nächsten Zeit auch so bleiben wird. Natürlich kümmert sich hauptsächlich mein Vater, aber der ist auch mal im Urlaub oder mal keine Zeit. Ich wusste allerdings nicht so richtig, wie ich das Thema angehen sollte, ich hatte noch nie eine Reitbeteiligung und habe auch keine Annonce oder ähnliches aufgegeben, weil ich mir nicht vorstellen konnte, jemand Fremdes auf sie zu lassen. Stattdessen habe ich es einfach in meinem Umfeld erzählt, dass ich eine Reitbeteiligung suche, in der Hoffnung, dass jemand den ich kenne, jemand kennt… usw. Und so hat es sich letztendlich auch ergeben, dass ich jemand gefunden habe, und zwar die ehemalige Reitbeteiligung von Emmi! Cathy wird euch ja in Kürze darüber berichten, wie es mit ihr und Emmi weiter geht, aber so viel sei verraten, sie braucht zukünftig keine Reitbeteiligung mehr. Das ist natürlich eine super Lösung für alle, diese Woche ist sie Püppi Probe geritten und das hat gut geklappt, so dass sie schon ab nächster Woche starten wird.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Püppis Blutbild. Ich dachte es sei gut, mal wieder ein Blutbild zu machen, einfach um sicherzugehen, dass Püppi keine Mangelerscheinungen hat, weil ich nicht regelmässig Mineralfutter oder ähnliches füttere. Das Blutbild zeigte dann einen erhöhten Entzündungswert, der auf einen akuten Infekt hindeutete, allerdings wirkte Püppi nicht krank. Wir haben dann ein paar Tage nicht geritten und nochmal Blut abgenommen, zum Glück war der Wert dann beim zweiten Mal wieder gut. Mangelerscheinungen hatte sie übrigens überhaupt nicht, das Blutbild war in diesem Punkt komplett unauffällig.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Die erste Springstunde auf dem Außenplatz! Endlich wieder draussen reiten, es macht einfach so viel mehr Spaß, und Püppi hat super mitgemacht, ich glaube sie fand es selbst auch toll, endlich wieder draußen zu springen!

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Es standen diesen Monat die obligatorischen Impfungen gegen Influenza und Herpes an, außerdem kamen die beiden Blutbilder dazu, das ergab zusammen eine Tierarztrechnung von ca. 250 Euro.

Wenn Püppi noch etwas sagen könnte:

Schrubb mir bitte endlich das restliche Winterfell runter!

Welcher Hengst für Püppis Fohlen?

Im Sommer letzten Jahres habe ich euch HIER darüber berichtet, dass ich überlege, zu einem passenden Zeitpunkt ein Fohlen aus Püppi zu ziehen. Der Gedanke ist mal mehr und mal weniger präsent bei mir, aber mittlerweile habe ich mich ein wenig konkreter damit auseinander gesetzt und möchte euch heute deshalb mal auf den neuen Stand bringen.

Auch wenn die große Frage des richtigen Zeitpunkts noch nicht endgültig geklärt ist, habe ich mich in den letzten Monaten ausführlicher mit der Frage beschäftigt, welcher Hengst denn der richtige für mein Traumfohlen aus Püppi wäre. Hierfür ist es aus meiner Sicht auch nie zu früh, schließlich kann man die potenziellen Kandidaten so unter die Lupe nehmen und die Nachzucht verfolgen etc. Immerhin bin ich vollkommen zuchtunerfahren und somit blutiger Anfänger!

Mein erster naiver Ansatz war es, auf den Websites der einschlägigen Gestüte Videos anzuschauen und zu überlegen, welcher Hengst meiner Idealvorstellung am Nächsten kommt. Außerdem habe ich mich ein wenig im Züchterforum Horsegate umgeschaut (www.horsegate-forum.de)  und dort einiges über Anpaarungen gelesen und über Erkenntnisse, welcher Hengst sich wie vererbt.

Relativ schnell kam bei mir also die Erkenntnis, dass es mir nicht so viel bringt, wenn ich den Hengst toll finde, sondern vielmehr danach schauen muss, welches Blut gut zu Püppis Abstammung passt, was der Hengst genau verbessern oder sichern soll beim Fohlen und dann einen Hengst danach zu beurteilen, wie er sich bisher vererbt hat und ob er eben auch genau die Dinge vererbt, welche ich verbessern möchte bzw. die mir wichtig sind beim Fohlen. Leider ist es viel schwieriger, dies alles herauszufinden zu beurteilen, als schöne Videos von tollen Hengsten anzuschauen, die spektakulär zu dramatischer Musik dahertraben 🙂

In Püppis Stammbaum finden sich alle vier der großen Zuchtlinien wieder: Donnerhall, Sandro Hit, Rubinstein und Weltmeyer. Zu Beginn dachte ich, dass ich deshalb einen Hengst finden muss, der alle diese „Stempelhengste“ nicht im Pedigree hat. Mittlerweile habe ich aber gelernt, dass man in der Zucht sogar bewusst z.B. die Donnerhall-Linie mehrfach haben möchte, oder wie es im Züchterdeutsch heisst: Auf Donnerhall zurückführt. Das erleichterte mir die Auswahl deutlich, denn es gibt gar nicht so viele Hengste, die auf keine der vier Linien zurückgehen, vor allem Donnerhall findet sich einfach immer und immer wieder im Pedigree vieler Hengste wieder.

Aber es gibt noch eine fünfte Linie, die in Püppis Pedigree nicht zu finden ist: Die F-Linie, welche auf den Hengst Florestan zurückgeht. Diese Linie habe ich mir ausgeguckt, die Pferde sollen ein tolles Interieur haben und sehr nervenstark sein und es gibt einige Hengste aus dieser Linie, die mir sehr gut gefallen.

Eine Grundsatz – Frage, die man sich natürlich auch stellen muss: möchte ich einen älteren Hengst, der bereits viele Jahre deckt und somit schon eine große erprobte Nachzucht hat? Oder wähle ich einen jüngeren Hengst, der vielleicht aktuell auch auf Bundeschampionaten etc. zu sehen ist, aber bei dem die Nachzucht noch jung und evtl. noch nicht geritten ist? Ich bin zu dem Entschluss gekommen, dass es ein jüngerer Hengst sein darf, der aber zumindest bereits einige Fohlenjahrgänge haben sollte.

Hilfreich für die Hengstauswahl ist auch die jährliche Zuchtwertschätzung der FN, die ein Ranking der Hengste erstellt, in welches Eigenleistung und Leistung der Nachkommen einfließen.

Dann geht es mir wie gesagt darum, wie sich der Hengst vererbt, bzw. was er bei Püppis Fohlen verbessern sollte. Püppi hat eine tolle Vorderhandmechanik, die sie gern exakt an ihr Fohlen weitergeben darf. Sie hat auch eine aktive Hinterhand, allerdings ist diese etwas steiler gewinkelt, weshalb es ihr schwer fällt, in der Versammlung genug unterzutreten. Diese Winkelung der Hinterhand dürfte der Hengst also verbessern. An den GGA habe ich eigentlich nichts zu verbessern, wenn ich auf hohem Niveau jammern möchte, dürfte der Hengst den Übertritt im Schritt noch ein wenig verbessern. Und der Hengst darf sich nicht zu „fein“ vererben, da Püppi bereits blutgeprägt ist, eher wünsche ich mir etwas mehr Rahmen für das Fohlen.

Nun habe ich euch alles über meine Kriterien erzählt, also möchtet ihr bestimmt auch wissen, welche Hengste es nun anhand meiner Überlegungen in die Endauswahl geschafft haben:

Favorit I: Fürst Romancier

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Fürst Romancier ist ein schon etwas älterer Hengst (Jahrgang 2004), der bereits viele Fohlenjahrgänge aufweist. Er selbst als Hengst gefällt mir sehr gut, außerdem hatten bereits bewiesen, dass die Anparung mit Sir Donnerhall Stuten gut passt: mit dem gekörten Hengst For Romance und und der prämierten Stute Fasine gibt es bereits zwei herausragende Nachkommen aus dieser Verbindung. Er soll den Schritt, den Rahmen und den Halsansatz verbessern, das sind alles Punkte, die passen würden. Zu ihm passen eher feine blutgeprägte Stuten, auch das trifft bei Püppi zu. Seine Nachkommen gelten als freundlich, neugierig und nervenstark. Die Risiken sind aus meiner Sicht die Größe des Hengstes, zu dem scheint er nicht allen seinen Fohlen die Ganggewaltigkeit mitzugeben, es gibt auch durchaus recht „normale“ Nachkommen.

Favorit II: Follow Me

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Follow me ist ein etwas jüngerer Hengst (Jahrgang 2010). Er entstammt ebenfalls der F-Linie, hat Fürstenball zum Vater und geht mütterlicherseits auf Donnerschwee und Alabaster zurück. Der Hengst gefällt mir wahnsinnig gut, ich habe ihn in Aachen bei der WM während einer Hengstvorführung auch einmal live gesehen und war wirklich hin und weg. Auch er hat schon gekörte Hengste und viele herausragende Fohlen in der Nachsucht vorzuweisen. Allerdings sind seine Nachkommen natürlich noch etwas jünger, daher ist das ganze noch nicht so aussagekräftig. Der erste Jahrgang ist jetzt 3-jährig und wird somit erst angeritten. Außerdem sehe ich als Fragezeichen die wirklich häufige Inzucht auf Donnerhall.

Favorit III: Fürstenball

Quelle: www.schockemoehle.com

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„Gefällt dir der Sohn, nehme den Vater“ – so heißt ein Züchterspruch, und der Vater von Follow Me gefällt mir ausgesprochen gut. Fürstenball ist selbst sporterprobt und kann viele erfolgreiche Nachkommen vorweisen. Er ist Jahrgang 2006 und somit ein eher älterer, erprobter Hengst. Ein Gerücht, was sich hartnäckig hält, besteht darin, dass er evtl. eine weiche Fesselung vererben soll. Allerdings hat Püppi hier keine Veranlagung, also weiß ich nicht, ob das wirklich ein Risiko ist.

Ihr merkt, so ganz entschieden bin ich noch nicht, aber zumindest auf die F-Linie bin ich doch mittlerweile echt festgelegt und der Überzeugung, dass die Linie gut zu Püppi passt. Was haltet ihr von der Hengstauswahl und welchen Hengst würdet ihr auswählen?

Endlich aufatmen – Jeanys April

Kalenderwoche 15 –  Jeanys April

Niedersachsen, Wetter durchwachsen: sommerlicher Herbst, oder so.

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Besonders gefreut habe ich mich über meine erfolgreiche Suche nach einer Reitbeteiligung für Jeany. Ich habe zwei ganz nette Menschen gefunden, die mich nun mit meinem Ponymädchen tatkräftig unterstützen werden und mir damit ganz große Bauchschmerzen der letzten Monate nehmen.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Ausnahmsweise mal über gar nichts. Ist das nicht auch schön? Wenigstens bei den lieben Pferdchen mal Sorgenfrei zu sein?

Besondere Ereignisse in diesem Monat:

Jeany hat sich ihr Näschen irgendwo aufgeschlitzt. Sie hat an den Nüstern zwei gleichmäßige Schlitzwunden, wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass sie sich am Stromzaun verbrannt hat. Was genau passiert ist, wollte sie mir leider nicht verraten. Ich schmiere nun also fleißig Wundheilsalbe an die Nase und Jeany trainiert hinterher ein bisschen ihr Grinsegesicht, weil sie die Salbe an der Nase eklig findet.

Alltägliches in diesem Monat:

Das Winterfell wird endlich weniger. Ich komme mir jedes Mal vor, als wäre ich eine absolute Rabenmutti, weil ich immer so viel Fell aus dem Tier bürste, als wäre es Wochenlang nicht geputzt worden. Ich benutze dafür übrigens eine Art Gummilippe, klappt viel besser als der gewöhnliche Striegel, oder der Furminator oder oder.

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Der Monat ist ja noch jung, aber bisher, hatte ich keine unerwarteten Ausgaben.

Wenn Jeany noch etwas sagen könnte:

Graaaas, überall Graaaaas, Gras, Gras, Gras!

 

Fellwechsel macht müde – Zausels März


Kalenderwoche 13 – Zausels März
Hamburg,  Frühlingswetter bei 3 – 15° C

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Die ersten Ausritte! Wir waren zwar auch schon den Winter über immer mal draußen, aber die Böden leiden hier leider immer sehr unter der Nässe im Winter und selbst wenn man mal ein paar Tage trockenes und schönes Wetter hat, ist es auf den Wegen immer noch sehr nass und mehr als Schritt ist selten möglich. Da es im Winter aber einfach zu kalt ist. um lange Schritt zu gehen, beschränken sich unsere Runden eher auf kleine Ausflüge. Umso größer die Freude bei Mensch und Pferd, wenns endlich wieder richtig raus geht! Und das sogar nur im Pullover und schon mit dem ersten Galopp im Gelände! Ich bin sowas von Frühlings- und Sommerreif! Und dem Zausel gefällt das auch sehr, sobald wir vom Hof runter reiten marschiert er mit gespitzten Ohren voran um zu erkunden, was in der Hood so passiert ist über den Winter.

Darüber habe ich mir Sorgen gemacht:

Der Frühling ist nicht unbedingt Zausels beste Jahreszeit. Der Fellwechsel und der beginnende Pollenstaub machen ihm leider immer ganz schön zu schaffen. Wir hatten schon im Winter angefangen, ihn mit Akupunktur und chinesischen Kräutern möglichst gut darauf vorzubereiten, aber spurlos geht der Jahreszeitenwechsel leider auch dieses Jahr nicht an ihm vorbei. Er hatte die ganze Woche angelaufene Beine, zum Glück aber kein Fieber. Bewegung tut ihm dann ganz gut und nach dem Reiten sind die Beine schön dünn, wir machen dann aber natürlich nur Schonprogramm und arbeiten nicht richtig. Ein bisschen joggen im Gelände oder 20 min. lockere Arbeit stand diese Woche auf dem Programm, damit er nicht ganz einrostet und der Kreislauf ein bisschen in Schwung kommt. Die letzten Tage hat er leider auch wieder mehr gehustet, ein Zeichen dafür, dass die ersten Pollen schon unterwegs sind. Mal sehen, was uns der Sommer dieses Jahr so bringt.

Zur Zeit arbeiten wir grade an:

An echte Arbeit ist im Moment leider nicht zu denken, wir beschränken uns auf lockere Gymnastik. Die macht er aber sehr gut und ist auch schön locker zur Zeit. Und weil ja endlich wieder die Ausreitsaison losgeht, arbeiten wir dort an der Gelassenheit. Klappt mit seinen 15 Jahren schon erstaunlich gut, eigentlich sind wir fast so entspannt unterwegs wie wir das letzte Jahr abgeschlossen haben. Das hat früher erheblich länger gedauert und ich merke, wie erfahren und souverän er über die Jahre geworden ist. Ein schönes Gefühl, wenn die Pferde über die Jahre so wachsen!

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Der erste Galopp im Gelände! Wir waren schon ein paar mal draußen ohne zu Galoppieren und der Zausel war wirklich sehr entspannt und schön zu reiten (es gab ja immerhin mal Zeiten, da konnte ich ohne Pelham gar nicht vor die Tür mit ihm), als es dann aber an den ersten Galopp ging, ist er doch irgendwie noch mal aufgewacht und sehr munter geworden. Zum Glück weiß er aber mittlerweile, wie man sich anständig benimmt und dass ein bisschen Übermut in Ordnung ist, solange man es nicht übertreibt. Diese Lebensfreude und den Übermut zu spüren, grade in Zeiten, in denen er mal wieder nicht in allerbester körperlicher Verfassung ist, ist einfach wunderbar!

Dafür habe ich unerwartet Geld ausgegeben:

Für die erneute Akupunktur und die chinesischen Kräuter, die ihm ein bisschen über sein Frühjahrstief hinweg helfen sollen. Die Rechnung ist zwar noch nicht da, wird aber in den nächsten Tagen in meinem Briefkasten landen. Dem lieben Vierbeiner gönnt man doch gern ein bisschen Wellness während man sich morgens nach der Zeitumstellung aus dem Bett quält und ein starker Kaffee reichen muss, um mit der Frühling zurecht zu kommen, oder!?

Und dann war da noch das neue Heunetz, das mit 180 € zu Buche schlägt und hoffentlich zur Bikinifigur beiträgt. Keines der Pferde hat über den Winter die Fettreserven aus dem letzten Sommer verloren und wenn die alle schon so üppig in die grüne Saison starten, wird ab Juli nur noch gerollt anstatt geritten. Daher gibts nun deutlich kleinere Maschen im Heunetz und wenn das nicht hilft ein doppeltes Netz.

Wenn der Zausel noch etwas sagen könnte:

Frühling macht müde!

Der März mit Püppi


Kalenderwoche 12 – Püppis März

Hamburg, mal Sonne, mal Regen, mal Sturm, 3 bis 16° C

Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über:

Das Springtraining! Ich freue mich immer schon die ganze Woche über auf den Samstag, da ich in der Woche momentan fast gar nicht im Stall bin, und somit Püppi Samstags endlich wieder sehe und weil sie dann Springtraining hat! Sie macht das so super und es macht mir unheimlich Spaß, ihr dabei zuzuschauen. Ich weiß ich habe das schon öfter erzählt, aber ich bin immer wieder ganz stolz, wie gut sie als Dressurpferd springt. Besonders, wenn es um Durchlässigkeit geht, z.B. eine Distanz zuerst mit möglichst vielen Galoppsprüngen und danach mit möglichst wenig Galoppsprüngen zu reiten, oder Übungen wie ein Sprung reiten, danach durchparieren zum Trab, eine Volts, wieder angaloppieren und dann der nächste Sprung macht sie immer besonders gut und meist besser als die „echten“ Springpferde. Gute Dressurarbeit zahlt sich eben aus 🙂 Von unserem Training am letzten Samstag habe ich euch mal wieder ein kleines Video mitgebracht:

Darüber habe ich mir Sorgen / Gedanken gemacht:

In den letzten Wochen habe ich wieder intensiver darüber nachgedacht, ob ich dem Plan nachgehen sollte, ein Fohlen aus Püppi zu ziehen. Demnächst werde ich euch darüber ausführlicher berichten.

Zur Zeit arbeiten wir gerade an:

Mehr Reiten auf Kandare! Wir reiten insgesamt sehr viel auf Trense, gerade über den Winter wo keine Turniere anstehen. Das hat aber dazu geführt, dass Püppi momentan viel lieber auf Trense läuft und die Kandare nicht mehr so sehr mochte. Also muss sie nun einfach wieder mehr auf Kandare laufen, um sich wieder mehr dran zu gewöhnen, damit sie dann wieder genauso gut auf Kandare läuft wie auf Trense.

Schönstes Erlebnis diesen Monat:

Wir waren mit Püppi endlich mal wieder unterwegs und haben auf einer anderen Anlage geritten. Püppi war seit September nicht mehr weg aus unserem Stall, lief aber wie ein alter Hase auf den Hänger, war ganz lieb in der fremden Umgebung und lief absolut spitze. Das war toll zu sehen und hat Spaß gemacht!

Dafür habe ich Geld ausgegeben:

Ich habe diesen Monat tatsächlich neben den Fixkosten keine weiteren Ausgaben für Püppi gehabt.

 

 

10 Fakten über den Zausel

  1. Der Zausel heißt gar nicht Zausel und auch nicht Doc Holliday. Als ich ihn Probe ritt, stand Doc Holliday an der Tür und ich ging davon aus, dass er so hieß. Das Pferd wurde gekauft, im heimischen Stall allen mit Doc Holliday vorgestellt, alles entsprechend beschriftet und dann habe ich noch mal einen gründlicheren Blick in die Papiere geworfen… Und da stand dann ein anderer Name. War mir aber peinlich ihn wieder umzubenennen 😀
  2. Auf der Suche nach einem passenden Pferd bin ich durch ganz Norddeutschland getingelt und habe sogar Pferde in Holland angesehen. Den Zausel habe ich dann letztlich in der Nähe von Hamburg nur wenige Kilometer entfernt gefunden. Das Gute liegt eben oft so nah.
  3. Der Zausel war mal ein richtiges Sportpferd, so mit Decke und an allen vier Beinen eingepackt, in der Box mit stundenweisem Auslauf alleine auf dem Paddock, damit er nicht kaputt geht und ziemlich verrückt im Kopf. Vor lauter Frust hat er dann angefangen in den Boden zu beißen und ganze Ladungen Sand aufzufressen, bis er Gesellschaft bekam.
  4. Sein zweiter Spitzname ist Schlaufuchs weil er unheimlich schnell und gerne lernt.
  5. Sein dritter Spitzname ist Esel… nunja, ihr könnt euch sicherlich denken warum.
  6. Er hasst es nass zu werden und geht bei Regen mitunter auch tagelang nicht wirklich vor die Tür sondern bleibt dann im Unterstand und hat fürchterlich schlechte Laune. Auf der Weide versucht er sich auch unter dem noch so mickrigsten Baum vor dem Regen zu schützen und steht dann missgelaunt rum, während alle anderen Pferde vollkommen ungerührt weiter fressen.
  7. Nach dem Reiten ist der Zausel immer so erschöpft, dass ihm selbst das Schrittgehen zu anstrengend ist. Er versucht darum immer in der Mitte der Bahn zu parken. Es ist dabei übrigens recht egal ob wir nur ein kleines bisschen geritten sind oder er richtig arbeiten musste.
  8. Man kann den Zausel problemlos in der Halle parken um nach dem Reiten abzuäppeln, das liegt nicht etwa dadran, dass er so gut erzogen wäre, sondern an der oben erwähnten völligen Erschöpfung, die ihn immer nach dem Reiten überkommt. Freiwillig tut er da buchstäblich keinen Schritt mehr.
  9. Obwohl er nicht unbedingt das ist, was man wohl Verlasspferd nennt, hat er noch nie unter dem Reiter gebuckelt, wirklich noch nie. Das allerhöchste der Gefühle sind mal etwas größere Galoppsprünge und ein wild geschüttelter Kopf.
  10. Er ist ein Hasenherz. Ständig entdeckt er etwas, wo vor er kurz zusammen zucken muss oder es zumindest sehr kritisch beäugen muss. Die Welt ist schrecklich und gefährlich!