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Sieg beim Future Champions Finale: Interview mit Joya Stolpmann

Das Future Champions Turnier in Hagen auf dem Hof Kasselmann gilt als das Aachen der Nachwuchsreiter: Hier treffen die besten Reiter der Altersgruppen 12-21 Jahre zum Jugend-Nationenpreisturnier aufeinander. In diesem Jahr konnten sich Reiterinnen und Reiter aus 27 Ländern für das Turnier qualifizieren, unter ihnen die 12 jährige Joya aus Hamburg mit ihrem Wallach Dajano. Wir haben sie zu einem kleinen Interview getroffen, in dem sie uns über ihre Erfahrungen auf diesem großen Turnier berichtet:

Joya, wie konntest du dich für das Future Champions Turnier qualifizieren und welche Prüfungen bist du geritten?

Als Reiterin für den Kader des Landesverbandes Hamburg habe ich an einem Sichtungslehrgang mit dem Bundesnachwuchstrainer Herrn Meyer zu Strohen teilgenommen und konnte mich darüber für die Internationale Tour der Future Champions in der Altersklasse Children qualifizieren. Die Childrens Tour ist für Reiterinnen und Reiter zwischen 12-14 Jahren, die auf Großpferden reiten. Die Einlaufprüfung und die Qualifikation zum Finale waren L*-Dressuren, das Finale dann eine L**-Dressur.

Das Future Champions Turnier ist nicht einfach irgendein Turnier, hier kommen die besten jungen Reiterinnen und Reiter verschiedenster Nationen zusammen. Was war das für ein Gefühl, dort mitreiten zu dürfen?

Das war natürlich ein hammer Gefühl, die Kulisse dort ist einfach der Wahnsinn und einfach nur da mitreiten zu dürfen ist schon eine riesen Ehre.

In dem kurzen Video bekommt man ja schon einen kleinen Einblick in die Atmosphäre vor Ort. Selbst für einen erfahrenen Turnierreiter wie dich ist das ja doch noch mal eine ganz andere Nummer. Hand auf Herz: Wie groß war dein Lampenfieber?

Natürlich ist die Atmosphäre beeindruckend und ich war schon nervös, aber so richtiges Lampenfieber hatte ich eigentlich nicht, ich habe trotz Aufregung die Nerven behalten und konnte mich auf die Prüfung konzentrieren.

Du bist mit dem Oldenburger Wallach Dajano gestartet. Seit wann reitest du auf Großpferden und was ist der größte Unterschied zu Ponys?

Nano reite ich zuhause schon ungefähr seit ich 9 Jahre alt bin, auf dem Turnier aber erst seit einem Jahr. Dort haben wir also noch gar nicht so viele Erfahrungen sammeln können. Dadurch, dass ich ihn aber zuhause schon länger mitreite, sind wir ein gutes Team und es klappte dann auch auf dem Turnier schnell. Großpferde reiten sich schon ein bisschen anders als Ponys, sie haben einfach viel mehr Schwung, an den man sich erstmal ein bisschen gewöhnen muss. Aber dann macht es sehr viel Spaß.

Reitest du lieber Großpferde oder lieber Ponys?

Eigentlich lieber Großpferde, aber mein Pony Sunny reite ich auch sehr gern. 

Hast du einen Tipp, wie der Umstieg vom Pony auf Großpferd am besten gelingen kann?

Wenn man die Möglichkeit dazu hat, ist es sehr hilfreich schon früh sowohl Ponys als auch Großpferde zu reiten. Ich hatte das große Glück, bereits relativ früh zusätzlich zu meinen Ponys auf den Großpferden von meinem Vater mitreiten zu können. Dadurch war dann der Umstieg viel einfacher, weil ich bereits viel auf den Großpferden geritten bin und es für mich eigentlich schon ganz normal war. 

Du gehst ja noch zur Schule, reitest regelmäßig dein Pony und zwei Großpferde, wie bekommst du das alles unter einen Hut und hast du noch Zeit für andere Hobbys?

In der Schule habe ich keine großen Schwierigkeiten und bekomme das mit dem Reiten gut unter einen Hut. Ich reite eigentlich jeden Tag 1-2 Pferde, machmal sogar drei. Es gibt aber auch Tage, an denen ich gar nicht reite, zum Beispiel wenn ich mich mit Freunden treffe. Das kommt aber eigentlich nicht so oft vor. Ich höre sehr gern Musik, für andere Hobbys bleibt neben dem Reiten aber keine Zeit. Das ist aber auch gar nicht schlimm, mir macht das Reiten sehr großen Spaß und ich möchte auch gar nichts anderes machen. 

Du hast beim Future Champions Turnier drei Prüfungen in der Altersklasse Children gegen internationale Starter geritten. Die ersten beiden Runden waren gute Prüfungen, in der Finalrunde konntest du dich aber noch mal erheblich steigern und hast die goldene Schleife bekommen. Was war das für ein Gefühl?

Das hab ich einfach nur gedacht: Oh mein Gott, ich habe gewonnen! In der Einlaufprüfung hatte ich den 7. Platz gemacht, in der Qualifikation für das Finale dann den 6. Platz, natürlich habe ich dann im Finale gehofft, mich noch mal verbessern zu können, aber dass ich dann gewinne, hätte ich vorher nicht erwartet. Das war wirklich ein krasses Gefühl. Ich hatte zwar im Großen und Ganzen ein super Gefühl in der Prüfung, aber da waren doch so 1-2 Stellen, die noch nicht so perfekt waren und die ich besser hätte machen können. Um so mehr habe ich mich dann natürlich über die gute Note und den Sieg gefreut.

Bei so einem Turnier ist ja auch die Konkurrenz nicht ohne, wie hast du die anderen Reiter empfunden?

Die Atmosphäre auf dem Turnier ist wirklich toll und auch die bekannten Nachwuchsreiter sind sehr offen und nett und haben mich toll integriert. Ich habe mich auf dem Turnier sehr wohl gefühlt. Natürlich sind auch die anderen Reiter unheimlich stark und haben tolle Pferde, es ist ja schließlich ein internationales Turnier. Auch wenn das erstmal etwas einschüchternd wirkt, habe ich mich daran erinnert, dass ich ja auch nicht zufällig hier gelandet bin und ich das schon irgendwie hinkriege.

 

Welche Ziele und Träume hast du für die Zukunft? Kann man so einen Erfolg überhaupt toppen?

Das zu toppen wird natürlich nicht so einfach, aber ich hoffe, dass ich weiterhin so viel Spaß am Reiten haben werde und weiterhin erfolgreich reiten kann. Ich wünsche mir, vielleicht auch später bei den Junioren erfolgreich mitreiten zu können und der Traum eines jeden ehrgeizigen Turnierreiters ist natürlich die Teilnahme an den Deutschen oder vielleicht sogar an den Europäischen Meisterschaften. Das wäre wirklich ein großer Traum von mir. Als nächstes bin ich jetzt aber erstmal in Warendorf zu einem Sichtungslehrgang für das Bundesnachwuchschampionat in Riesenbeck und hoffe, dass ich mich dort qualifizieren kann.

Hast du ein sportliches Vorbild und wenn ja, was schätzt du besonders an ihm/ihr?

Mein sportliches Vorbild ist Charlotte Dujardin, weil sie in ihren relativ jungen Jahren schon wahnsinnig viel erreicht hat und einfach wunderschön reitet. Bei ihr sieht das alles so einfach und harmonisch aus.

Liebe Joya, vielen Dank für das Interview! Wir wünschen dir für die Sichtung in Warendorf und deine weitere Karriere viel Erfolg und alles Gute!

 

Klassischer Fall von: Schön blöd

Der Zausel hat eine chronische Bronchitis, schon seit Jahren, das ist ein großer Teil seiner Krankengeschichte und hat uns viel Sorgen und Kummer bereitet. Es ist der Grund warum wir seine Haltung radikal umgestellt haben, sobald wir von der Diagnose wussten, es ist der Grund warum wir viele Hebel in Bewegung gesetzt haben, damit er staubfrei an der frischen Luft gehalten werden kann.
Wir haben viel erreicht und durch sehr radikale Schritte, die zunächst sehr auf Kosten meines Komforts und der Reitmöglichkeiten gingen, das schlimmste verhindern können.
Er kommt gut mit seiner chronischen Bronchitis zurecht, ist zu 100 % belastbar und die meiste Zeit auch hustenfrei.
Weil er eben so gut zurecht kam in der letzten Zeit und wir lange keine Probleme mehr mit dem Husten hatten, dachte ich, ich könnte es noch mal wagen, ihm doch Heu anstatt Heulage zu füttern. Die letzten Ballen Heulage waren alle nicht so richtig schön, er hatte immer wieder mit Kotwasser zu kämpfen und das Heu sah sowas von grün und frisch und lecker aus, dass man selbst als Mensch glatt Appetit darauf bekam.
In Absprache mit den anderen Besitzern habe ich also einen Ballen Heu füttern lassen, in der Hoffnung, das Kotwasser so in den Griff zu bekommen. Außerdem ist Heu ja eh das bessere Pferdefutter und Heulage aus vielerlei Gründen eine eher schlechte Alternative.
Die Raufe steht unter freiem Himmel, falls das leckere, grüne Heu doch etwas stauben sollte, würde das ja zum Großteil einfach verfliegen und sicherlich nicht den Weg direkt in Zausels Lunge finden. Dachte ich zumindest.

Tja Pustekuchen!

Kaum hatte der Zausel die erste Nacht am schmackhaften Heu gemümmelt, ging auch schon das Gekeuche los. Den ersten Tag hab ich noch gedacht, na mal abwarten, die Umstellung, vielleicht gewöhnt er sich dran. Nee, einem Allergiker braucht man natürlich nicht mit Gewöhnung zu kommen, je länger er dem Reiz ausgesetzt ist, desto schlimmer wird es.
Am nächsten Tag keuchte das arme Tier also noch mehr und da war klar: Das war eine echt blöde Idee!
Es gab also wieder Heulage, der Husten hat uns aber noch gute 10 Tage begleitet.
Ist die Lunge erstmal gereizt, dauert es eine ganze Weile, bis wieder Ruhe einkehrt. Und es ist nicht nur der Husten, der mir zeigte, dass der Zausel es einfach nicht verträgt: Er wurde die kommenden Tage zunehmend matt, fest, steif und irgendwie schlecht drauf. Da ich das Futter ja wieder umgestellt hatte, konnte ich das alles nicht direkt zuordnen, merkte nur, dass er beim Reiten einfach nicht so gut drauf war, deutlich triebiger als sonst, gar nicht so richtig locker wurde und ich irgendwie immer etwas unzufrieden vom Pferd gestiegen bin.
Ich hatte gedanklich schon den Sattler, den Osteopathen und den Heilpraktiker einbestellt.
Bevor es aber soweit kommen konnte, verschwand der Husten wieder und der Zausel war nach zwei Tagen Pause wieder viel besser drauf.

Und die Moral von der Geschichte?
Eine chronische Bronchitis bleibt eine chronische Bronchitis, auch wenn sie erfreulicherweise eine Zeit lang symptomfrei ist. Eine Allergie bleibt eine Allergie, auch wenn man lange Zeit Ruhe hatte, weil man dem Allergen nicht ausgesetzt war. Und zeigt sich das Pferd beim Reiten länger als einen Tag unwillig und irgendwie doof, ist in der Regel etwas im Busch.
Pferde können mal einen schlechten Tag haben, ja. Aber bei mehreren aufeinander folgenden Tagen ist meistens doch etwas nicht in Ordnung und anstatt sich über den unwilligen Esel zu ärgern, sollte man sich lieber an die Ursachenforschung machen und herausfinden, woran es liegen könnte.
Wer ein Pferd mit chronischer Erkrankung hat, sollte sich immer wieder bewusst machen, dass die Krankheit nicht verschwunden ist, nur weil die Symptome grade nicht auftreten. Ein chronisch krankes Pferd auf einem symptomfreien Zustand zu halten, ist oft ein harter Weg und ein gutes Stück arbeit. Nicht selten handelt es sich um einen sehr fragilen Zustand, der durch kleinste Änderungen aus dem Gleichgewicht gebracht werden kann. Experimente sollte man sich gut (und besser als ich in diesem Fall) überlegen, denn es kann passieren, dass man den vorher mühsam hergestellten Zustand nicht wieder erreicht, wenn man zulässt, dass die Krankheit weiter fortschreitet.
Wir haben scheinbar Glück gehabt und nach einem kurzen Rückfall hat sich der Zausel schnell wieder erholt.

Auf ähnliche Experimente werde ich in Zukunft lieber verzichten und sie wenn, deutlich vorsichtiger und mit mehr Bedacht angehen.

Oh du schöner Offenstall

Wer gelegentlich das Tagebuch des Zausels liest, ist vielleicht darüber gestolpert, dass eben dieser einen Offenstall auf einer Reitanlage bewohnt. Durch eine glückliche Fügung hat sich für uns vor fast 4 Jahren die Möglichkeit ergeben, einen lang gehegten Traum zu verwirklichen: Selbst einen Offenstall bauen! Die Kombination aus artgerechter Pferdehaltung und optimalen Trainingsgelegenheiten auf einer Anlage vereint. Der Offenstall hat eine Größe von ca. 600 m² und besteht aus einem befestigten Sandpaddock und einem großzügigen Unterstand. Er bietet 4-5 Pferden ausreichend Platz.

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Der Unterstand hat eine Größe von 4×9 Metern und ist zu drei Seiten geschlossen. Daran schließt sich ein überdachter Putz- oder Fressplatz von 4×3 Metern an. Der Unterstand verfügt über eine feststehende Wand mit Tür auf 3×4 Metern, durch zusätzliche Bretter kann dort eine Notbox eingerichtet werden, falls mal ein Pferd länger stehen muss. Solange diese aber nicht gebraucht wird, ist der komplette Unterstand ohne Einteilung durch die Pferde nutzbar.
Durch ein Vordach entsteht außerdem auf der gesamten Länge des Unterstands noch mal ein regengeschützter Bereich, wo sich die Pferde unterstellen können. Bei der Planung des Unterstandes war es mir wichtig, dass keine gefangenen Ecken entstehen, in die ein rangniederes Pferd getrieben werden könnte. Es muss immer ausreichend Platz sein, damit diese Pferde den anderen ausweichen können, am besten verfügt der Stall über zwei „Fluchtwege“.

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Das Paddock haben wir zur Matschvorbeugung mit Kunststoffrasterplatten ausgestattet. Dazu wurden ca. 30 cm Mutterboden abgeschoben und mit Sand neu aufgefüllt. Der Sand wurde verrüttelt und glattgezogen, damit sich die Paddockplatten gut verlegen lassen. Diese haben wir dann auf ca. 400 qm in Eigenarbeit verlegt und nochmals mit Sand aufgeschüttet.

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Im Unterstand befanden sich zunächst selbstgebaute Heuraufen, aus denen die Pferde ihre Rationen bekommen haben. Diese haben ihren Zweck bisher recht gut erfüllt, das Heu wurde nicht mehr zertreten und im ganzen Paddock verteilt, durch das Angebot mehrerer Fressplätze wurde in friedlicher Eintracht gemeinsam gemümmelt (meistens zumindest) und wir waren mit dem System eigentlich ganz zufrieden. Wir haben die Raufen einfach aus Latten aus dem Baumarkt zusammen geschraubt, der Kostenpunkt lag bei ca. 20 € pro Raufe. Die Pferde nagen natürlich das Holz an, man sollte darum darauf achten, unbehandeltes Holz zu verwenden. Als Verbissschutz kann man Metallschienen anbringen. Diese kann man sich entweder von einem Schlosser anfertigen lassen oder man verwendet Eckschutzprofile für Leichtbauwände, diese kann man ebenfalls kostengünstig im Baumarkt erwerben.

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Bei den Fressplätzen ist es wichtig, ausreichend räumlich voneinander getrennte Plätze anzubieten, damit auch die rangniederen Tiere in Ruhe fressen können.  Gleiches gilt für die Tränken. Wir haben zunächst eine einfache Selbsttränke aufgestellt. Im Winter kam dann noch eine weitere, frostsicherer Tränke hinzu, so dass den Pferden nun zwei Tränken zur Verfügung stehen. Leider sind beide Tränken direkt nebeneinander, im Nachhinein wäre es besser gewesen, diese mit einem Abstand von zwei-drei Meter aufzustellen, weil die ranghohen Pferde die anderen nicht trinken lassen, solange sie selbst an der Tränke zu Gange sind.

Obwohl wir uns bei der Planung des Stalls viele Gedanken gemacht haben, haben wir in den vergangenen Jahren deutliches Optimierungspotential entdeckt und das ein oder andere immer mal wieder verändert und verbessert. Grade die Raufen, der Unterstand und der Boden haben doch so ihre Tücken und bis man dort das Optimale gefunden hat, muss man einige Sachen testen, ausprobieren, eine Zeit lang beobachten und dann Stück für Stück optimieren. Damit ihr nicht die selben „Fehler“ macht wie wir, habe ich euch in einer Artikelserie einmal aufgeschrieben, was wir mittlerweile alles verbessert haben. Ich glaube, den perfekten Stall gibt es nicht sondern man bewegt sich immer Schritt für Schritt auf einen besseren Kompromiss zu. Man muss das Optimierungspotential nur erkennen und dann die Schaufel in die Hand nehmen und das ganze umsetzen. Auf diesem Weg würde ich euch gern in dieser Artikelreihe mitnehmen und freue mich schon, euch von ersten Projekt der neuen Heuraufe im nächsten Beitrag erzählen zu können.

 

Fotoserie Teil 9: Inspiration Fotobücher mit Mona Doerre

Wir wollen die vielen wunderbaren Fotos, die in finsteren Ecken auf euren Rechnern schlummern, aus ihrem Dörnröschenschlaf befreien und zu Papier bringen. Denn diese kostbaren Erinnerungen an wunderbare Momente sind viel zu schade, um ungesehen in den hintersten Ecken eurer Festplatten zu schlummern. Darum widmet sich gleich eine ganze Artikelserie um die verschiedenen Möglichkeiten, digitale Fotos zu handfesten Schmuckstücken zu machen. Wir hoffen, euch ein bisschen Anregen und Inspirieren zu können und freuen uns sehr, wenn ihr eure Werke via Instgram mit dem Hashtag #Horsediaries_Lieblingsfotos präsentiert.

Bevor die Aktion mit Saal Digital abläuft möchten wir euch noch ein weiteres tolles Fotobuch zeigen, diesmal mit der Fotografin Mona Doerre. Sie hat für ihr Fotobuch ein Format gewählt, welches wir hier noch gar nicht gesehen haben und ich finde, die Bilder machen sich in dem hochformatigem Album richtig gut. Besonders gut gefällt mir, dass sie immer nur ein oder zwei Bilder pro Seite zeigt und so jedes Bild ganz für sich allein wirken kann. Da überkommt einen mit jedem Umblättern ein neues Wow-Gefühl, was natürlich auch an den unglaublichen Bildern liegt.

Ganz ohne Schrift, ganz schlicht im Design, es kann so einfach sein, mächtig Eindruck zu machen. Wer also vielleicht nicht ganz so viel Geduld in ein aufwändig gestaltetes Album stecken mag, sollte sich unbedingt von Mona und ihrem Buch inspirieren lassen.

monadoerrephotography_fotobuch1Sie selbst schreibt zu ihrem Buch folgendes:

„Im Sommer 2015 habe ich in der Fotografie einen völlig neuen Bereich für mich entdeckt. Ich liebe Pferde und ich liebe es, die Verbindung und das gegenseitige Vertrauen mit ihren Menschen in Fotos festzuhalten. Ich freue mich nach jedem Shooting, die Fotos am Computer zu sichten, zu bearbeiten und der ganzen Welt über Facebook & Co. zu zeigen. Nachdem dann alle Fotos bearbeitet und gepostet sind, gehe ich sehr selten noch einmal in den Ordner der Shootings auf meiner 3 TB großen Festplatte, um mir die wunderbaren Ergebnisse erneut anzuschauen (was eigentlich super schade ist).  Ich will nicht sagen, dass man die Fotos „vergisst“ aber sie fallen einem einfach nicht mehr „in die Hände“ wie es beispielsweise mit Prints der Fall ist. Mit dem Zeitalter der digitalen Fotografie sind Fotos regelrecht dazu verbannt, auf Festplatten zu verstauben. Deshalb war für mich klar, diesen – für mich – unvergesslichen Sommer in einem Fotobuch festzuhalten.

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Als ich mein Fotobuch dann zum ersten Mal in der Hand hatte, war ich nahezu sprachlos. Das einzige Wort was noch aus mir rauskam war… GEIL! (davon könnt ihr euch in meinem Video selbst überzeugen). Die eigenen Fotos vor sich liegen zu haben und sie anfassen zu können ist ein unglaublich tolles Erlebnis. Man blättert von Seite zu Seite und freut sich über jedes Foto. Seitdem ich mein Fotobuch besitze, liegt es in meinem Wohnzimmer und jeder Gast greift zu aller erst nach dem Fotobuch und ist begeistert.
Ähnlich geht es mir, wenn ich alte Fotobücher aus der Kindheit anschaue. Das Gefühl, durch ein Fotobuch zu blättern, welches liebevoll von Omi gefüllt wurde kann ich schwer in Worte fassen. Man kann es nicht mit dem Sichten von Fotos auf dem Computer vergleichen. Fotobücher machen Erinnerungen greifbar! Und genau deswegen wird es definitiv nicht mein letztes gewesen sein.“

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Für einen noch besseren Blick ins Buch hat Mona ein kleines Video gedreht:

 

Liebe Mona, vielen Dank fürs zeigen deines tollen Fotobuchs. Du hast auf beeindruckend einfache Weise ein kleines Meisterwerk erschaffen und deinen unglaublichen Bildern einen schönen Rahmen gegeben um ihre volle Wirkung zu entfalten.

Wer gerne mehr von Mona sehen würde, kann ihr auf Facebook , Instagram , Youtube oder auf ihrer Website folgen.

Hast du vielleicht auch ein besonderes Fotobuch, dass du hier gern zeigen würdest? Dann schick uns doch auch ein paar Bilder und eine kleine Beschreibung zu deinem Buch an hallo@horsediaries.de

Und für alle, die nun auch Lust bekommen haben, ihre schönsten Erinnerungen in einem Fotobuch festzuhalten, stellt uns die Firma Saal Digital für jeden Leser einen Gutschein im Wert von 20 € bei der Bestellung eines Fotobuches zur Verfügung.

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Euer persönlicher Gutscheincode lautet: HoRsE-DiArIeS_16 *

*Der Gutschein gilt ab einem Mindestbestellwert 40 Euro für die Bestellung eines Fotobuchs. Er ist nicht mit anderen Gutscheinen und/oder Aktionen kombinierbar. Die Versandkosten sind ausgenommen. Der Gutschein ist einmalig pro Kunde einlösbar ist nur bis einschließlich 30.06.2016 (23:59 Uhr) gültig.

Mentaltraining – Erfolg beginnt im Kopf

Für jeden kann der persönliche Erfolg anders aussehen – für die einen sind es Schleifen auf Turnieren, für die anderen ist es den Parcours bis zum Ziel zu schaffen, eine Dressur ohne bockendes Pferd zu vollenden, oder aber auch nur eine Runde ausreiten gehen zu können.

Und schafft man dies, aus welchen Gründen auch immer, nicht, so hat jeder von uns das gleiche Problem: der Kopf! „Ich kann das nicht.“, „Das ist mir zu schwer.“, „Was ist wenn mein Pferd doch wieder bockt?“, „Der Sprung sieht aber gruselig aus, den springt meiner bestimmt nicht!“, „Die sind ja schon wieder als Zuschauer da, dann muss ich mich heute besonders anstrengen!“ So oder so ähnlich rattert es dann im Kopf, und, als hätten wir es vorher nicht gewusst – es klappt schon wieder nicht. Bei dem einen ist es der Wassergraben oder die blaue Planke, bei dem nächsten die Wendys und LK1-an-der-Bande-Steher, oder auch nur ein Hund, der uns beim ausreiten entgegen kommt. Und, da spreche ich aus eigener Erfahrung – ist man einmal in dem Teufelskreis drin, dann wird es immer und immer schwerer, dort wieder hinaus zu kommen.

Mein Verein hat auf mehrfachen Wunsch einen „Mental-Coaching Lehrgang“ angeboten, bei Frau Angelika Wirzberger. Sie ist unter anderem DOSB Trainer C-Reiten/Leistungssport und zertifizierter Sport-Mental-Coach.

In einer ersten Einheit haben wir ohne Pferd über unsere Probleme geredet und mögliche Lösungsansätze besprochen. Beide Trainingseinheiten waren Einzeleinheiten, denn so konnte man sich besser auf sich konzentrieren. Eines meiner größten Probleme ist, aus einer schlechten Phase wieder herauszukommen. Einige kennen dies vielleicht auch: Beim abreiten bekommt man einfach keine Distanz zum Oxer, ist immer wieder zu dicht, das arme Pferd versucht alles, um die unmöglichsten Distanzen auszugleichen, aber das Gefühl wird immer schlechter, man probiert und probiert, und schon wird man zum Start aufgerufen – aber einmal ordentlich zum Oxer ist man trotzdem nicht gekommen. Und, weil es ja eh nicht klappt – man bekommt einfach kein gutes Gefühl im Parcours und hebt die Hand zum Verzicht, oder noch schlimmer – man hat Fehler ohne Ende, Steher oder gar einen Sturz. Und alles, weil man einmal keine Distanz getroffen hat und man danach einfach nicht mehr passend zum Sprung kommt.

Oft habe ich danach auf den zweiten Start verzichtet, denn was beim ersten schon nicht klappte, wird sicherlich beim zweiten Versuch auch nicht besser. Ich darf gar nicht nachrechnen, wie viel Geld ich aus dem Fenster geworfen habe, weil mein Kopf nicht mehr so wollte wie ich es gerne hätte.

Oder im Training, ein Sprung der direkt aus der Ecke kommt und einem keine Zeit lässt, erst lange nach einer Distanz zu suchen. Es klappt in einer Trainingseinheit nicht, und kein Wunder: in den nächsten Einheiten auch erstmal nicht, denn „Den Sprung treffe ich eh nie!“

In der theoretischen Einheit haben wir darüber gesprochen, wie man aus solchen Situationen heraus kommen kann. Wichtig für mich ist es, die Konzentration zu bündeln, um mich wirklich nur auf den Absprungspunkt zu konzentrieren, und nicht noch auf Zuschauer, für die man es besonders schön machen möchte. Bildlich übertragen – einen Tunnelblick, wo nur der Absprungspunkt scharf gestellt ist, und alles andere verschwommen wirkt.FB_IMG_1460921267786

Am zweiten Tag hatten wir dann eine praktische Einheit. Für mich war es dann Glückssache, und just an dem Tag funktionierte alles. Aber dafür hat Frau Wirzberger andere Sachen zu bemängeln: Ich höre vor dem Sprung auf zu atmen. Also haben wir an vielen kleinen Sprüngen mit Atemübungen gearbeitet und ich musste mich wirklich aufs atmen konzentrieren. Erst mit lautem Mitzählen, dann reichte auch die Mundbewegung oder aber leise schnalzen, denn für all das müssen wir weiteratmen. Und sieh an: auf einmal waren die gruseligen Ecken für Pepper nicht mehr schlimm – denn wenn ich weiteratme, bleibe ich entspannt.    Also doch eine Lehreinheit, die uns was beigebracht hat!

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Glücklicherweise habe ich seitdem auch keine Probleme mehr mit schlechten Tagen gehabt. Ich baue mir einen Tunnelblick auf, konzentriere mich nur auf diese eine Sache (den passenden Absprung) und klappt es dennoch mal nicht, nehme ich mir die Zeit, eine Runde am langen Zügel Schritt zu reiten und neu anzufangen, anstatt mich auf diesen einen Fehler zu konzentrieren!

Alles negative streiche ich aus meinem Kopf, denn: Erfolg fängt im Kopf an!

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Augenblicke mit Wiebke Haas

Horsediaries liebt tolle Pferdefotos! Und weil es so viele talentierte Pferdefotografen in den unendlichen weiten des Netzes gibt, wollen wir euch hier immer mal wieder besonders schöne oder auch faszinierende Serien besonders begabter Fotografen zeigen.  Nehmt euch ein paar Minuten Zeit und taucht mit uns ein in die wunderbare Welt der Pferdefotografie.

Die Fotografin Wiebke Haas ist im Jahr 2012 zu einem ganz besonderen Fotoprojekt aufgebrochen. Ihre Reise führte Sie nach Kairo, wo sie die Arbeiten vom Team Prince Fluffy Kareem fotografisch begleitete.
In Kairo herrschen für Pferde, Esel und Kamele schwere Lebensbedingungen, die für alle Pferde- und Tierfreunde aus der westlichen Welt nur schwer auszuhalten sind. Die Tiere werden dort als Zugpferde vor Karren und Kutschen eingesetzt oder tragen Touristen durch den heißen Wüstensand zu den Pyramiden. Viele von ihnen müssen weit über jegliche Grenzen der Erschöpfung hinaus arbeiten, ihr Ernährungszustand ist sehr schlecht, eine medizinische Versorgung meist nicht vorhanden und ihre Besitzer sind oft ohne Pferdesachverstand.
Der Tourismus in Kairo ist in Folge der Unruhen des Arabischen Frühlings massiv zurück gegangen und die wirtschaftliche Lage vieler Menschen, auch die der Besitzer der Touristenpferde, ist sehr kritisch. Wenn gleich das Pferd in der Ägyptischen Kultur einen hohen Stellenwert hat, sind die Zustände, unter denen die Pferde leben und arbeiten müssen, oftmals Katastrophal.Pferdefriedhof2Straßen3PferdeboxReittouristenStraßen2
Mit viel Herzblut, Engagement und Fingerspitzengefühl kümmert sich das Team von Prince Fluffy Kareem rund um die Norwegerin Marte und den ägyptischen Tierarzt Sherif ehrenamtlich um die medizinische Versorgung der Pyramidenpferde, nimmt besonders schlimme Fälle zur Päppelung im Fluffyland auf und versucht mit Unterstützung von internationalen Spezialisten (Hufschmieden, Zahnärtzen, Tierarzten, die sich ebenfalls ehrenamtlich engagieren) die Pferdehalter vor Ort zu besseren Pferdebesitzern auszubilden. Nur durch Bildung und Anleitung der Besitzer kann die Situation der Pyramidenpferde nachhaltig verbessert werden.StallSherif2 Sherif Marte Marte2 Behandlung Wunden

Wiebke hat den Alltag des Teams einige Tage begleitet und eine Fotodokumentation erstellt. Damit hat sie einen wichtigen Teil zum Erfolg von Prince Fluffy Kareem beigetragen. Über soziale Netzwerke hat das Team viele Unterstützer aus der ganzen Welt gewinnen können, die durch unermütliche Spenden das Projekt immer weiter haben wachsen lassen.StraßenpferdStraßenpferd2Straßenpferd3

Unzählige Tiere wurden im Fluffyland versorgt, behandelt, aufgepäppelt, gesund gepflegt. Der Erfahrungsschatz und das gesammelte Wissen wird stetig an die Besitzer der Pferde weitergegeben und das Team leistet jeden Tag unermütlichen Einsatz zum wohl der Tiere in Kairo.
Weitere Informationen zum Team Prince Fluffy Kareem findet ihr auf deren Website oder Facebookseite.

Maskottchenpferd und Namensgeber des Projektes Kareem hat eine unglaubliche Verwandlung im Fluffyland durchlebt. Nicht mehr als Haut und Knochen war der schöne Schimmelhengst, als Marte ihn seinem Besitzer abkaufte und mit unglaublicher Fürsorge über Monate aufpäppelte. Heute erinnern nur noch die vielen Narben im weißen Fell an seine schlimme Vergangenheit. Wiebke hat ihn in seiner ganzen Pracht voller ungebrochenem Stolz im heißen Sand vor den Pyramiden abgelichtet.

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Einen sehr ausführlichen Reisebericht hat Wiebke auch auf ihrere Homepage veröffentlicht.

Liebe Wiebke, vielen Dank für den Einblick, den du uns die die Arbeit des Team Fluffy Kareem gegeben hast und dafür, dass wir deine Bildstrecke hier zeigen dürfen.

Weitere Fotos von Wiebke Haas findet ihr auf ihrer Homepage oder Facebookseite oder ihrem 500px Account. Ihr solltet unbedingt vorbei schauen, es lohnt sich!

*Bitte beachtet, dass die Bilder urheberrechtlich geschützt sind und weder kopiert noch an anderer Stelle veröffentlicht werden dürfen!

Der perfekte TT

Jeder, der oft auf Turnieren unterwegs ist, weiß, wie wichtig der richtige TT (Turniertrottel) ist. Damit ihr wisst, wie ihr euch als TT richtig verhaltet, hier ein paar Tipps für euch (Vorsicht Ironie!):

  1. Keine Angst vor Schmerzen: Egal ob das zartbesaitete Dressurpferd / das botte Springpferd euch wieder eine Kopfnuss beim Trensen verpasst, beim Satteln eure Füße zielgenau trifft oder auch beim Stolleneindrehen eure Schuhe schon mal getestet werden, ob die Stollengröße auch ausreicht: Zähne zusammenbeißen und bloß keinen Schmerz ansehen lassen. Schmerzen sind nichts für TT’s.
  2. Geduld! Euer Reiter hat die Sporen vergessen? Kein Problem, ihr rennt doch gerne in Höchstgeschwindigkeit die 3km zum Hängerplatz und holt die Sporen. Und natürlich rennt ihr danach auch noch mal ein Handtuch holen, weil nicht sichtbare Staubkörner die glänzenden Lederstiefel verschmutzen. Und die Aufgabe sitzt auch noch nicht richtig? Natürlich holt ihr auch das Aufgabenheft aus dem Auto! Und hier seid ihr besonders schnell: Ihr habt die Aufgabe nicht auswendig gelernt, sonst bräuchte man das blöde Heft doch gar nicht! Ganz schlimmer Fehler als Dressur-TT!
  3. Ganz viel Ruhe! Jeder Reiter hätte gerne die perfekten Fotos, denn die Turnierfotografen machen nie die richtigen Bilder! Aber bitte nur knipsen, wenn das Pferd nicht im Ansatz den Auslöser hören oder die Kamera sehen kann. Und natürlich ist es dann auch euer Fehler, wenn das Pferd sich dann doch bei A vor der Kamera erschreckt. Auch wenn ihr bei C steht. Hinterm Richterhäuschen.
  4. Keine Hitze- oder Kälteanfälligkeit! Denn ihr haltet ohne zu murren den treuen Vierbeiner, während der Reiter sich schnell erfrischt oder aufwärmt. Ist ja auch ganz schön anstrengend auf dem Pferd. Als TT steht ihr schließlich die ganze Zeit nur rum. Die fehlenden Sachen kommen schließlich von alleine zum Abreiteplatz.
  5. Keine Angst vor Pferden. Auch nicht wenn ein Reiter gerade auf dem Abreiteplatz über 1,30m springen möchte und euer Reiter den Sprung bitte nur auf 90cm haben möchte. Einfach mutig vor den Sprung stellen. Irgendwann hält das anreitende Pferd schon an, und dann könnte ihr einfach runterbauen. Euer Reiter will das schließlich so, egal ob er noch 20 Pferde Zeit hat oder nicht. Das gehört zur Taktik.
  6. Parcours merken! Ihr steht zwar mit dem Pferd vor dem Prüfungsplatz, im Idealfall führt ihr dieses sogar Schritt, aber den Parcours müsst ihr natürlich trotzdem können, mit jeder Distanz und jeder Schwierigkeit!
  7. Multi-Tasking-Fähigkeiten! Mit einer Hand filmen, mit der anderen fotografieren und mit den anderen 3 Händen die Abschwitzdecken und Jacken halten. Ist schließlich alles von Eskadron und die anderen Reiter haben dort schon ein Auge drauf geworfen, als ihr auf den Anhängerplatz vorgefahren seid. Und nicht vergessen: die anderen Ergebnisse der anderen Reiter könnt ihr natürlich auch noch auf die Sekunde oder Wertnote genau aufführen.
  8. Anhängerführerschein. Morgens muss der Reiter sich schließlich vorbereiten und spät abends zurück ist der Reiter von dem harten Tag total KO. Ihr habt doch schließlich nichts getan und nur rumgestanden.

An dieser Stelle ein großes Dankeschön an alle lieben Turniertrottel, die sich Wochenende für Wochenende die Zeit, das Genöle und die Launen der Pferde und Reiter um die Ohren schlagt. Ohne euch wäre ein Turniertag nicht vorstellbar!

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Fotoserie Teil 8: Inspiration Fotobücher mit Isabell Albrecht

Wir wollen die vielen wunderbaren Fotos, die in finsteren Ecken auf euren Rechnern schlummern, aus ihrem Dörnröschenschlaf befreien und zu Papier bringen. Denn diese kostbaren Erinnerungen an wunderbare Momente sind viel zu schade, um ungesehen in den hintersten Ecken eurer Festplatten zu schlummern. Darum widmet sich gleich eine ganze Artikelserie um die verschiedenen Möglichkeiten, digitale Fotos zu handfesten Schmuckstücken zu machen. Wir hoffen, euch ein bisschen Anregen und Inspirieren zu können und freuen uns sehr, wenn ihr eure Werke via Instgram mit dem Hashtag #Horsediaries_Lieblingsfotos präsentiert.

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Ich liebe Fotobücher und freue mich daher besonders, euch mal wieder ein besonderes Schmuckstück zeigen zu können. Diesmal gewährt uns Isabell Albrecht einen Einblick in ihr kleines Kunstwerk.
Sie hat die wunderbaren Fotos, die sie auf gemeinsamen Spaziergängen mit ihrer Stute Bella aufgenommen hat, in einem Buch zu Papier gebracht. Sie selbst schreibt dazu folgendes:

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„Vielleicht habt ihr schon Eilinas Fotobücher anlässlich der 15 Jahre mit ihrer Halla gesehen – jedenfalls wusste ich sofort, als Eilina es mir zum Korrekturlesen gezeigt hat, dass ich sowas tolles von meiner Bella auch haben wollte. Meine Hannoveranerstute Bella ist jetzt seit bald 10 Jahren Teil meines Lebens. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit verfliegt und der Platz an den Wänden für großformatig gedruckte Fotos ist auch begrenzt, da ist ein Fotobuch für mich die optimale Lösung, um seine Bilder schön zu präsentieren.

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Mein Fotobuch fasst Bellas und mein Jahr 2015 in Bildern zusammen. Ich habe mich bewusst dafür entschieden, nur ganz wenig Text zu verwenden und auch die Seiten sehr schlicht zu gestalten, damit die Bilder für sich wirken können. Wir waren im vergangenen Jahr sehr viel auf gemeinsamen Spaziergängen unterwegs, die Kamera war meistens dabei, und wenn mir ein schönes Eckchen ins Auge fiel, wurde das Pferd kurz „geparkt“ und das Foto geschossen.

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So war es für mich auch irgendwie klar, warum ich dem ganzen den Titel „Streifzüge“ gebe – es waren einfach so viele wunderschöne Stunden, die Bella und ich gemeinsam damit verbracht haben, durch die Landschaft zu streifen und die Zeit miteinander noch einmal auf eine ganz andere Art als bei Dressurarbeit oder Ausritten zu genießen.“

Liebe Isabell,

vielen Dank für den Einblick, den du uns in dein wunderbares Fotobuch gegeben hast. Es sind wirklich ganz besondere Aufnahmen, die du von Bella geschaffen hast und sie kommen in dem klaren und schlichten Design des Buches ganz besonders zu Geltung.

Wer gerne mehr von Isabell und ihrer Stute Bella sehen würde, kann Isabell und ihrer Fotografie auf Facebook oder auf ihrer Website folgen.

Hast du vielleicht auch ein besonderes Fotobuch, dass du hier gern zeigen würdest? Dann schick uns doch auch ein paar Bilder und eine kleine Beschreibung zu seinem Buch an hallo@horsediaries.de

Und für alle, die nun auch Lust bekommen haben, ihre schönsten Erinnerungen in einem Fotobuch festzuhalten, stellt uns die Firma Saal Digital für jeden Leser einen Gutschein im Wert von 20 € bei der Bestellung eines Fotobuches zur Verfügung.

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Euer persönlicher Gutscheincode lautet: HoRsE-DiArIeS_16 *

*Der Gutschein gilt ab einem Mindestbestellwert 40 Euro für die Bestellung eines Fotobuchs. Er ist nicht mit anderen Gutscheinen und/oder Aktionen kombinierbar. Die Versandkosten sind ausgenommen. Der Gutschein ist einmalig pro Kunde einlösbar ist nur bis einschließlich 30.06.2016 (23:59 Uhr) gültig.

Ein Dressurzausel

Bevor ich hier meine neuen Tagebucheinträge schreibe, schaue ich mir immer erstmal an, was ich euch beim letzten Mal so erzählt habe, wo ich anfange und ob eigentlich überhaupt etwas besonderes passiert ist. Wenn ich dann feststelle, eigentlich ist gar nicht viel aufregendes passiert, was ich erzählen könnte, ist das für den Zausel ein sehr gutes Zeichen. Das bedeutet nämlich, dass wir ohne größere Zwischen- und Ausfälle einfach reiten konnten!

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Und genau so ist das tatsächlich mal bei diesem Tagebucheintrag. Seit Ende Januar ist nichts aufregendes passiert und der Zausel ist einfach so, wochenlang am Stück, ganz artig seine Runden gelaufen. Während ich das schreibe, überlege ich direkt, ob ich nicht schnell den Finger oben rechts auf die Taste lege und den letzten Absatz wieder lösche: Ich will die nächste Pause ja nicht beschreien!

Wir sind seit Ende Januar viel Unterricht geritten, meistens zwei mal in der Woche, bei zwei verschiedenen Trainern und jedes Mal macht es mir unheimlichen Spaß. Der Zausel macht super gut mit, ist gut drauf und wird immer besser. Ich merke aber auch, wie lange es dauert, ein Pferd wieder richtig aufzutrainieren. Die Kondition hat man recht schnell wieder aufgebaut, aber bis man die Durchlässigkeit und Kraft wieder hergestellt hat, vergehen echt Monate. Noch schlimmer ist es natürlich mit dem Reiter. Bis der wieder gescheit auf dem Pferd sitzt und vernünftig reitet, vergeht noch viel mehr Zeit und fairer Weise sollte wohl auch angemerkt sein, dass der Zausel sicherlich schon lange wieder in viel besserer Form wäre, wenn sich sein Reiter etwas geschickter anstellen würde. Aber dank fachkundiger und sehr geduldiger Unterstützung aus der Bahnmitte, schlagen wir beide uns tapfer und sind zumindest stets bemüht. Ich habe mir sagen lassen, dass man das auch nicht von allen behaupten kann. 😉

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Normalerweise reite ich immer ohne Bandagen und Gamaschen und bin auch sonst eher zweckmäßig als super trendig unterwegs. Zum Lehrgang hatte ich dann ja im Januar schon vier mal weiß bandagiert und dafür derart viel Lob bekommen, dass wir nun zum Unterricht immer die weißen Gamaschen rausholen. Sehr zur Begeisterung aller Betrachter, sieht ja so unheimlich nach Dressurpferd aus. Für mehr als zum Unterricht kommen die Dinger aber nicht zum Einsatz, das ständige saubermachen ist mir für den Alltag dann doch zu aufwändig. Trotzdem bemühen wir uns redlich, wieder etwas mehr zum Dressurpaar zu werden und das auch in kleinen, aber dennoch sichtbaren Schritten.
Der Zausel macht wirklich toll mit, zeigt sich meist sehr willig und fleißig und scheint Freude an der Arbeit zu haben. Ein Umstand, der mir in den letzten Jahren immer wichtiger geworden ist.

Wir gestalten unser Training auch abwechslungsreich und ich achte darauf, dass bei aller dressurlicher Arbeit stets die Entspannung nicht zu kurz kommt. Er hat meistens 1-2 Tage die Woche ganz frei und vertreibt sich die Zeit auf dem Paddock, 1-2 Tage die Woche gehen wir ausreiten, je nach dem, wie es das Wetter so zulässt.

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Fast noch mehr als über seinen Eifer auf dem Platz freue ich mich im Moment, dass er im Gelände beinahe eine 180 ° Wendung hingelegt hat. Wobei es genau genommen eben ganz genau andersrum ist: Er dreht nicht mehr bei jeder Kleinigkeit einfach um und stürmt in entgegengesetzter Richtung davon sondern ist zu einem sehr angenehmen Begleiter im Wald geworden. Manchmal sind es ja die Kleinigkeiten, die man ganz besonders zu schätzen weiß und manche Sachen, die für viele Reiter ganz selbstverständlich sind, zum Beispiel einfach einen Waldweg entlang zu reiten, ohne ständig auf der Hut davor zu sein, der Esel könnte sehr spontan die Richtung und das Tempo wechseln, sind für uns hart erarbeitet und das Ergebnis langwierigen Durchhaltevermögens.
Um so mehr genieße ich es jetzt, dass der Zausel tatsächlich meistens ganz selbstverständlich voran trabt, freudig ins Gelände geht und mittlerweile ganz selbstverständlich mit Wassertrense und sehr leichter Verbinung zu reiten ist.

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Sicherlich kommt uns da auch die Arbeit auf dem Platz zugute und die verbesserte Durchlässigkeit zeigt sich dann auch außerhalb des Vierecks. Es ist aber noch mehr als das, wir sind zusammengewachsen, ich kann ihn besser einschätzen und lesen, er vertraut mir in Situationen, die ihm etwas unheimlich erscheinen, soweit, dass er sich doch mit etwas Zuspruch überreden lässt, vorbei zu gehen.

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Ab und an kommen wir noch mal in Situationen, in denen er in alte Muster zurück verfällt und doch lieber die Flucht ergreift. Eigentlich geht das dann aber immer auf meine Kappe, wenn ich ihn mit zu viel Nachdruck versucht habe, durch eine brenzliche Situation hindurch zu manövrieren. Fühl er sich dann zu sehr unter Druck gesetzt, nimmt er Reißaus und stürmt in entgegengesetzter Richtung davon. Ich selbst komme leider in diesen Fällen zu spät auf die Idee einfach abzusteigen, ihn ein Stückchen zu führen und dann wieder aufzusteigen. Das entschäft die Situation total, man muss dann nur auf das große Tier wieder hinauf kommen 😉

Die gezeigten Fotos sind Anfang April an einem der ersten richtig schönen Frühlingstage entstanden. Eigentlich wollten Anna und ich nacheinander reiten und uns gegenseitig fotografieren, unsere liebste Fotografin hatte dann aber Zeit uns beide zusammen abzulichten so dass wir zum erstem Mal Bilder von Zausel und Püppi gemeinsam machen konnten.
Für das Foto sind wir dann nebeneinander geritten und haben gemerkt, wie toll die beiden als Paar funktionieren und wie viel Spaß es macht, wenn sich die Pferde im Takt und Rhythmus aneinander anpassen und im Gleichschritt durch die Bahn marschieren. Wer weiß, vielleicht können wir das ja noch ein bisschen ausbauen, sieht doch wirklich toll aus, das Gespann, oder?

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Alles in allem ist es im Moment bei uns also alles ganz wunderbar und es darf  gern den ganzen Sommer so weiter gehen. Mitte/Ende Mai geht’s hoffentlich endlich raus auf die Weide und dann ist auch bei uns der Sommer so richtig angekommen.

Gefahr im Alltag

Reiten und der Umgang mit Pferden sind kein ungefährliches Unterfangen. Das weiß jeder, der mit Pferden zu tun hat, das ist das erste, was jedem Reitschüler eingebläut wird.

Pferde sind große Tiere, bringen je nach Größe schnell mal 500 bis 600 kg auf die Waage und können damit sich selbst, andere Pferde, ihre Reiter oder auch Unbeteiligte schwer oder sogar tödlich verletzen. Das ist für niemanden von euch eine neue Erkenntnis, wir alle kennen die unzähligen Regeln und Vorsichtsmaßnahmen im Umgang mit Pferden. Und trotzdem passieren immer wieder Unfälle mit dramatischen Folgen. Natürlich sind einige dieser Unfälle eine Folge der Verkettung unglücklicher Zufälle und mit aller Vorsicht und Umsicht nicht zu verhindern, aber viele der Unfälle, die sich in Ställen ereignen, hätten durch etwas mehr Vorsicht und das Einhalten gewisser Regeln für den sicheren Umgang mit Pferden verhindert werden können.
Leider passieren solche vermeidbaren Unfälle oft sehr erfahrenen Pferdeleuten, die seit Jahren, wenn nicht Jahrzehnten, mit Pferden umgehen und einen hohen Erfahrungsschatz haben. Aber grade diese Routine im Umgang mit den Pferden ist ein hervorragender Nährboden für Unachtsamkeit und führt zu einer Verringerung des Risikobewusstseins.

Es gibt die offentsichtlichen Unvorsichtigkeiten, bei denen sich jeder bewusst ist, dass er ein Risiko eingeht: Reiten ohne Helm, auf dem Hänger zwischen den Pferdebeinen umherkriechen, um die Transportgamaschen ranwurschteln, den Popo runterrutschen zum Absteigen. Es gibt daneben aber auch unzählige kleine Risiken, die wir manchmal ganz selbstverständlich eingehen, ohne überhaupt darüber nachzudenken.

Das Foto vom scharrenden Zausel (s.o.) habe ich vor einiger Zeit in einem Tagebucheintrag vom Zausel veröffentlicht und unsere Leserin Isjaki hatte daraufhin in den Kommentaren darauf hingewiesen, dass das Halfter immer geschlossen sein sollte, wenn es sich am Pferdekopf befindet. Das ist eine Regel, die doch hoffentlich jeder Reiter kennt, ich natürlich auch. Der offene Karabinerhaken am Halfter kann beim Schütteln ins Auge geschleudert werden und dort böse Verletzungen verursachen. Und trotzdem passiert es im Alltag, dass man aus Unachtsamkeit das Halfter offen lässt. Als ob das nicht schon schlimm genug wäre, lag auch noch ein, am Balken festgebundenes, Halfter auf dem Boden und der Zausel scharrt direkt über diesem Halfter. Wie leicht hätte er dort reintreten  und sich verheddern können!?

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Ich bin nach dem netten Hinweis von Isjaki am nächsten Tag im Stall gewesen, und habe erstmal auch die Putzbox aus Hufreichweite des Zausel gebracht, nachdem ich sie vorher direkt vor seine Füße gestellt hatte. Ebenso habe ich einen Strick mitgenommen, um ihn vom Paddock zu führen, anstatt nur schnell ins Halfter zu greifen. Es sind diese Kleinigkeiten, die man im Alltag so gern verschlust und nicht so richtig ernst nimmt. Es geht ja auch 999 mal gut, nicht wahr?

Wie viele von euch lassen das Pferd auch mal unangebunden am Anbinder stehen, während sie etwas Fressen oder man selbst nur kurz etwas holen möchte? Wie oft quetscht man sich an der Stallgasse doch mal schnell hinter einem fremden Pferd durch? Reitet eine kleine Runde ins Gelände ohne dafür extra Reitstiefel anzuziehen? Tippt noch schnell eine Whatsapp-Nachricht, während man am durchhängenden Zügel trocken reitet? All das sind Risikofaktoren, die zu Unfällen führen können und die man leicht vermeiden könnte. Die Frage ist natürlich, ob man das überhaupt möchte?

Natürlich passiert nicht immer gleich ein Unglück und es kommt auch immer ein bisschen auf den Typ Pferd an. Es gibt einfach Pferde, die reagieren schneller panisch als andere. Dennoch bleibt jedes Pferd unberechenbar und kann sich jeder Zeit in den alltäglichsten Situationen erschrecken. Daran sollte man sich gerade im Alltag immer wieder erinnern und so vielleicht die ein oder andere kleine Unachtsamkeit, die sich so im Umgang eingeschlichen hat, aufdecken und beheben.

Vielleicht kann euch dieser kleine Artikel auch dazu bringen, eure Routine im Stall mal mit den wachen Augen eures ersten Reitlehrers zu betrachten? Hätte er die Hände über dem Kopf zusammen geschlagen, wenn ihr mit einem der Schulpferde so lapidar umgegangen wärt wie ihr es mit eurem eigenen jetzt tut? Oder habt ihr im Stall beobachtet, wie jemand im Umgang mit seinem Pferd ein unnötiges Risiko eingeht? Scheut euch nicht, denjenigen freundlich anzusprechen. Dem ein oder anderen Reiter ist die gut sitzende Frisur und der bequeme Turnschuh vielleicht auch wirklich wichtiger als die absolute Sicherheit (die es sowieso nie gibt) und diese Entscheidung muss man natürlich respektieren. Man sollte sie nur bewusst treffen! Viele Sachen geschehen unbewusst, weil man es eben immer so macht oder auch mal aus Unwissenheit. Wenn ihr eure Bedenken bezüglich des Risikos freundlich äußert, wird euch jeder für den guten Hinweis danken, schließlich wollen wir alle weder unsere Pferde noch uns unnötig in Gefahr bringen.