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Herbstbilder

Der Hamburger Herbst zeigt sich momentan von seiner schönsten Seite. Bevor Püppi geschoren wird und ihre schöne Fellfarbe leider verliert, haben wir das tolle Wetter für ein kleines Fotoshooting genutzt. Die Ergebnisse wollen wir euch natürlich nicht vorenthalten.

Ansonsten geht es Püppi gut, wir hatten seit Anfang September Turnierpause, am Sonntag hatte ich dann doch noch eine M* genannt, die in einem Reitstall direkt um die Ecke ausgeschrieben war. Bei schönstem Wetter bin ich mit Begleitung 20 Minuten im Schritt gemütlich rüber geritten. Püppi war trotz Rosse und damit begleitender Zicken-Attacken gut drauf und lief sehr schön. Bis ich in das Prüfungsviereck ritt. Leider fand sie den Richtertisch und die eine Ecke daneben so gruselig, dass ich nicht richtig an den Hufschlag kam. Die Lektionen selber waren gelungen und sie ist beide Wechsel sehr schön durchgesprungen, aber die Störungen am Richtertisch waren einfach zu groß, weshalb ich dann leider auf die Wertnote verzichten musste. Ich freue mich schon jetzt auf die neue Saison wenn es draußen wieder losgeht, draußen guckt Püppi nämlich so gut wie gar nicht mehr. Aber erstmal heißt es nun den Winter gut und gesund überstehen, die Wechsel weiter sichern, die ersten Serienwechsel gehen mittlerweile auch schon gut. Diese Woche steht nun also Scheren und der jährliche Zahnarzttermin an, dazu folgt noch ein Kontrolltermin zur Akupunktur und Physio. Das finde ich auch wichtig und lasse Püppi alle 4-5 Monate behandeln, damit keine Blockaden oder ähnliches im Weg stehen. Turniere sind erstmal keine mehr genannt, dafür fängt nächste Woche wieder unsere wöchentliche Springstunde Samstags an, auf die freue ich mich schon sehr.

So viel also zu zu unserem aktuellen Stand, und damit zu den Herbstbildern:

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Zausels Bilderrückblick – das zweite Jahr

Das Jahr 2010 begann, nicht unbedingt unüblich für die Jahreszeit, kalt und mit Schnee. Allerdings hatten wir sowohl von der Kälte als auch von dem Schnee so reichlich, wie es hier oben doch nicht so typisch ist. Eigentlich haben wir ja mehr so Hamburger Schmuddelwetter und Schnee und Frost sind doch eher selten. Im Jahr 2010 dauerte die Frostperiode aber beinahe durchgängig bis in den März. Das hatte zur Folge, dass im Stall sämtliche Fenster verrammelt wurden, damit die Leitungen nicht einfroren, die Paddocks über Wochen fies vereist waren und die ganze Situation für den lungenkranken Zausel alles andere als optimal war. Nach seinem Nordseeurlaub war das nun so gar nicht das, was seine Lunge gebrauchen konnte und auch nicht das, was wir uns für ihn gewünscht hatten.

Wir leiteten dann in Absprache mit dem Tierarzt eine Kortisonbehandlung mit Prednisolontabletten ein, versuchten die Haltung – so weit es bei dem Wetter möglich war – zu optimieren, aber uns waren diesbezüglich leider wirklich die Hände gebunden. Es war schon im November des Vorjahres eigentlich klar, dass die Box auf der Stallgasse mit lauter Strohboxen für ihn nicht wirklich eine Option war und wir hatten mit den Stallbesitzern zusammen beschlossen, eine Containerbox auf dem Hof aufzustellen, die weit weg von Stroh und Heu war. Die Baumaßnahmen für diese Box wurden auch schon vor Weihnachten aufgenommen, doch dann kam der Frost. Und blieb eben bis in den März hinein. Den Winter verbrachten wir dann also vor allem darauf wartend, dass Tauwetter einsetzte und seine Box fertig gestellt werden konnte. Wir versuchten, mit Kortison und leichter Bewegung diese Zeit zu überbrücken, aber gut ging es dem Zausel in dieser Phase nicht.

Die Boxen konnten dann sogar schon aufgestellt werden, aber aufgrund des Frosts konnte die Tränke nicht angeschlossen werden, so dass der Zausel dann erst gegen Anfang April umziehen konnte.

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Mit dem Umzug in die staubfreie Box besserte sich sein Zustand und wir fingen langsam an, das Kortison auszuschleichen. In dieser Zeit hatte er mal sehr gute Phasen, mal wieder schlechtere. Ich glaube, dass ihm das Kortison in dieser Zeit ganz schön zu schaffen machte.

Eine Freundin hat den Zausel dann ein bisschen beritten und mir reiterlich sehr geholfen, ihn wieder in Schwung zu bringen. Er machte gute Fortschritte und wir fingen langsam an, Pläne für die Zukunft zu schmieden.

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Wenn ich aber über die Jahre eins gelernt habe, dann dass der Zausel es nicht mag, wenn man anfängt, Pläne für ihn zu schmieden. Das ist so ziemlich sicher der Zeitpunkt, wo er dringend mal wieder einen gelben Schein einreichen muss. Und so war es auch in diesem Fall: Nach einer guten Phase folgte eine schlechte – warum diese Phasen so kommen und gehen, haben wir nie wirklich ergründen können.

Weil wir den Organismus nicht wieder mit so viel Kortison belasten wollten, haben wir begonnen, das Kortison zu inhalieren, statt es systemisch über Tabletten zu geben. Den Sommer über schwankten wir irgendwo zwischen besseren und schlechteren Phasen, mal war er nicht so gut drauf, mal sprühte er nur so vor Energie.

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Wenn ich nicht reiten konnte, habe ich relativ viel longiert und weil uns das bald beiden zu langweilig wurde, haben wir auch ein bisschen Quatsch gemacht und der Zausel lernte in dieser Zeit das Kompliment sowie Steigen auf Kommando.

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Geritten sind wir auch ein bisschen, aber so richtig in Form kam er nicht. Ich finde, auf diesen Bildern sieht man ganz gut, dass sie aus einer nicht so guten Phase stammen, wenn man sich dazu im Vergleich die Bilder mit der Kandare aus dem April ansieht. Er lief zwar okay, aber spanniger und mit weniger Ausdruck.

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Gegen Ende des Sommers eröffnete uns dann der Stallbesitzer, dass er weitere Containerboxen aufstellen wollte: Zwei weitere neben dem Heim des Zausels und vier gegenüber, verbunden mit einem Dach darüber, so dass eine Art Stallgasse entstehen sollte. Während das Nachbarpferd des Zausel ebenfalls auf Spänen stehen musste, wollte er den neuen Einstellern die Einstreu freistellen und diese bestanden dann auf Stroh als Einstreu. Damit war die ursprünglich als Allergikerbox aufgestellte Behausung des Zausels als solche nicht mehr tragbar und wir mussten uns etwas Neues suchen.
Einen Stall bzw. eine Box ohne staubige Einstreu zu finden, gestaltete sich als außerordentlich schwierig: selbst die meisten Offenställe streuten ihre Liegeflächen mit Stroh ein.

Schließlich wurden wir in einer sehr netten kleinen Haltergemeinschaft fündig, in der zu unserem großen Glück noch ein Platz für einen Wallach frei war. Es gab dort sehr großzügige Weiden für jeweils eine Stuten- und eine Wallachgruppe, einen Unterstand, eine kleine Sattelkammer und ein bisschen Licht durch eine kleine Solaranlage auf dem Dach des Unterstandes. Viel Komfort konnte der Stall für den Reiter nicht bieten. Dafür war es aber für den Zausel der perfekte Platz: Kein Stroh weit und breit, es wurde Heulage gefüttert, 24/7 frische Luft und Bewegung. Auch wenn dies für mich eine riesen Umstellung bedeutete, entschlossen wir uns, den Zausel dort so schnell wie möglich unterzubringen – wohl auch, weil wir kaum eine Alternative hatten. So zog der Zausel im September um in den Offenstall.

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Zum Stall gehörte ein auf der Weide abgesteckter Reitplatz, der aber leider nur sehr eingeschränkt zu Bereiten war. Direkt gegenüber des Stalls befand sich aber eine Reitanlage, deren Platz  und Halle wir nutzen durften.

Leider passte des Zausel’s Sattel nicht mehr so wirklich und wir hatten im alten Stall immer den Sattel von der Freundin, die ihn auch beritt und mir etwas Unterricht gab, geliehen. Nun brauchten wir schnellen Ersatz und ich bin übergangsweise mit einem baumlosen Sattel geritten.

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Es wurde Herbst und wir gewöhnten uns ganz gut ein und waren am Anfang auch noch schwer motiviert, weiter sportlich zu reiten. Meine Freundin erklärte sich bereit, zum Unterricht zu kommen, was auf der Anlage gegenüber auch so abgesprochen war – allerdings wurde es dann doch alles komplizierter, als wir anfangs angenommen hatten.

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Den ersten Eklat gab es, als meine Freundin Yvi mich besuchen kam und den Zausel in der Halle ritt. Ich musste mir eine wirklich gehörige Standpauke abholen, was mir einfallen würde, fremde Menschen mit auf die Anlage zu nehmen – ausschließlich ich hätte die Erlaubnis, den Zausel dort zu reiten, niemand sonst.

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Das Verhältnis zur Anlage gegenüber wurde über die Zeit immer angespannter und ich versuchte, mich dort so unsichtbar wie möglich zu machen. Dadurch, dass der Zausel ohnehin den ganzen Tag Bewegung hatte, habe ich das Reiten etwas entspannter angehen lassen und ihm (und mir) immer wieder Pausen gegönnt. Unterricht bin ich letztlich kaum geritten, weil das immer ein ewiges Bitten und Betteln erforderte, damit wir die Erlaubnis bekamen, die Anlage dazu nutzen zu dürfen.

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Und so kam dann auch schon wieder der Winter, in dem wir wieder viel Quatsch machten und der Zausel auch mal zum Schlitten ziehen bzw. Snowboardjöring herhalten musste.

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Gesundheitlich ging es ihm im Offenstall leider nicht so gut, wie wir gehofft hatten. Zwar schien er mit der Lunge keine Probleme zu haben, aber irgendwie war er schlecht beieinander, war matt und lurig, faul und steif. Auch das war einer der Gründe, warum ich wenig ritt. Ein paar Mal war der Tierarzt da, aber der hatte irgendwie auch keine so richtige Idee.

So endete das Jahr 2010 dann auch eher durchwachsen, was des Zausels Gesundheit anging. Dafür brachte uns diese Zeit in kleinen Schritten zu einer gänzlich neuen Haltungsform. So sehr ich mich auch einschränken musste, hatte ich trotzdem das Gefühl, mein Pferd endlich vernünftig untergebracht zu haben. Jeden Tag, wenn ich ihn in seiner Herde auf der Weide stehen sah, ging mir das Herz auf und es stellte sich einfach eine tiefe Zufriedenheit bei diesem Anblick ein, auch wenn das Pferd nur sehr eingeschränkt nutzbar war und ich mir das ursprünglich alles irgendwie ganz anders vorgestellt hatte.

Jeany, Träume werden eben doch wahr! II

Hier folgt nun die Fortsetzung von der kleinen Jeany. Wer den ersten Teil verpasst hat, findet ihn hier.

Auch im zweiten Teil geht es in dem kleinen Ponyleben bergauf und bergab… Nachdem ich von dem Paddockunfall erfahren hatte, war ich natürlich zunächst voller Sorge und fragte mich, bevor ich überhaupt genau wusste was los war, wie wir das nun packen sollen. Aber lest doch selbst:

Jeanys linkes Hinterbein war sehr angelaufen und warm und es war eine Beule auf der Sehne zu spüren, sie lahmte. Der Blick meiner Tierärztin war nicht besonders beruhigend, allerdings riet sie uns zu einem Angussverband und Boxenruhe mit etwas Schritt auf hartem Boden.

j1Ich hielt mich streng an den Plan und meine Laune stieg, als das Bein endlich wieder wie ein Ponybein aussah und die Beule an der Sehne verschwand. Der letzte Kontrollbesuch war 3 Wochen später und meine Tierärztin gab grünes Licht zum Antrainieren. Gott sei Dank!!!
Jeany benahm sich, für ein junges Pony nach 3 Wochen Pause, vorbildlich.
Verlernt hatte sie natürlich nichts, sodass wir die Arbeit leicht steigernd, wieder genau so gestalten konnten, wie vor der Pause.
Ihre größte Schwachstelle war zu dieser Zeit die Anlehnung. Sie neigte sehr dazu sich zu eng zu machen und nicht richtig an die Hand treten zu wollen. Ich hatte zu dieser Zeit mindestens zwei Mal die Woche Unterricht. Ich wollte einfach nichts falsch machen und brauchte vor allem die mentale Unterstützung meiner Trainerin, wenn die kleine Blondine mal wieder ihr Temperament raushängen ließ.

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Der Rest vom Winter verlief sehr ruhig. Wir verbesserten uns stetig und ich arbeitete hart an mir und meinem Sitz.
Ebenso haben wir mit Horsemanship-Unterricht angefangen, der uns sehr weiterbrachte.
Mir wurde bewusst wie viel man im Umgang mit dem Pferd eigentlich falsch macht und wie schnell sich durch Unaufmerksamkeit des Menschen, schlechte Angewohnheiten beim Pferd einschleichen. Seitdem baue ich immer wieder Horsemanship-Elemente in Jeanys Wochenplan mit ein, vor dem Longieren, bei Spaziergängen und natürlich auch im einfachen Umgang.

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Auch auf die Arbeit im Gelände habe ich viel Wert gelegt. Wir haben einen sehr schönen Wald in unmittelbarer Nähe, mit vielen „Klettermöglichkeiten“ und einigen wunderschönen Strecken um mal richtig schön Gas zu geben. Zwischenzeitig hatte ich kurz überlegt das Dressurreiten sein zu lassen und meine Ausreit- und Juxaktivitäten zu unserem Hauptsport zu machen, aber das wurde mir dann doch schnell zu langweilig, ich wollte schließlich weiter kommen.

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Der Frühling war da und die Paddocksaison neigte sich dem Ende. Die Pferde durften angeweidet werden und kamen dann schließlich in den gewohnten Gruppen zurück auf die saftigen, grünen Wiesen. Dass saftig, grün und kleines verfressenes Pony sich nicht sooo gut vertragen, musste ich in diesem Sommer leider auch feststellen. Nicht selten wurde ich gefragt ob Jeany tragend sei… . Allerdings wollte ich die Weidezeit nicht kürzen, die freie Zeit brauchte sie für ihren Kopf. Also habe ich sie auf Späne umgestellt, die Kraftfutterration auf eine Handvoll gekürzt und auch das Raufutter angepasst und bin natürlich viiiel geritten.

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Selbstverständlich blieb mein Pony auch im Sommer nicht von einer Verletzung verschont. Einer der Stuten hat sie zielsicher im Schulterbereich mit einem Tritt getroffen. Jeany lahmte natürlich und fiel mit dieser Verletzung 6 Wochen aus. Ein hartnäckiger Bluterguss hatte ihr immer wieder Schmerzen bereitet.

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Man sieht auch heute noch ein kleines Loch an dieser Stelle, beeinträchtigen tut es Jeany allerdings nicht! Jedoch zeigte sie über den Sommer immer mal wieder Unklarheiten vorne links. Sie kamen plötzlich und verschwanden auch schnell wieder, sodass ich bei einigen Tierarztbesuchen am liebsten im Erdboden versunken wäre, als mein lahmes Pony plötzlich wieder klar ging. Ich habe ihr während der schlechteren Phasen einfach mehr Pause auf der Weide gegönnt und hatte sehr gehofft, dass es vielleicht mit dem Wachstum zu tun hatte…

In 2013 meisterten wir auch unsere ersten Auswärtsausflüge. Das kleine Ponymädchen benahm sich vorbildlich, beim Verladen, während der Fahrt, aber auch beim fertig machen im fremden Stall, ganz die Ruhe selbst. Ich war unglaublich stolz und hatte das erste Mal in meinem Leben das Gefühl, alles richtig gemacht zu haben, zumindest was Jeany betrifft. Sie hatte wirklich alles, was ich mir von meinem Traumpony immer wünschte. Eine tolle Ausstrahlung, Mut, Ehrgeiz, für jeden Spaß zu haben, ein kleines bisschen durchgeknallt und sie ist einfach nur ehrlich.

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Als bei uns im Stall ein Hausturnier veranstaltet wurde, nutzte ich die Chance und meldete uns für eine E- und eine A-Dressur. Entweder sie würde laufen oder eben nicht. Wir sind die Sache also ganz entspannt angegangen und haben am Tag vor dem Turnier noch einen schönen Auswärtsritt mit einer lieben Freundin im Gelände unternommen. Am Turniertag selbst war ich sehr nervös. Es waren inzwischen schon 10 Jahre zu meinem letzten Turnierstart vergangen und der ganze Trubel war einfach sehr aufregend. Es war ziemlich warm und Jeany hatte sich schon wieder einen ordentlichen Pelzmantel zugelegt, sodass sie beim Abreiten schon sehr matt war. Die E war als erstes dran und verlief auch wirklich gut, ein bisschen mehr „Pepp“ wäre schön gewesen, aber es war uns bei dem Wetter nicht zuverübeln. Überraschend gewannen wir diese Prüfung mit einer 8,2 und einem wirklich tollen Protokoll. Ich strich die A-Dressur, besser konnte es schließlich nicht werden und als ich mein Ponykind in der Siegerehrung nicht mal mehr in den Galopp  bekam, war ich mir mit meiner Entscheidung auch wirklich sicher.

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Leider verblasste die rosa Wolke zum Herbst. Jeany zeigte immer wieder deutliche Taktfehler vorne links, diese wurden irgendwann so schlimm, dass sie richtig lahm war. Ich habe den Sattel kontrollieren lassen, die Zahnärztin kam, sie wurde durch eine Chiropraktikerin behandelt und wir erstellten mehrere, größere Lahmheitsdiagnostiken, aber auf einen grünen Zweig kamen wir nicht. Die Röntgenbilder waren in Ordnung, Ultraschall ergab auch nichts. Letzte Möglichkeit: Klinik.

Dort hatten wir zunächst einen ambulanten Termin zur Lahmheitsdiagnostik. Ich hatte in Auftrag gegeben, noch mal komplett von oben bis unten alles durch zu checken. Es wurde abgespritzt und geröntgt, bis auf eine kleine Veränderung am Hufbein konnte man aber auch da nichts feststellen. Der Klinikarzt verordnete einen Spezialbeschlag, das passte gut, denn der Schmied war sowieso fällig und die Eisen ja nun für die Röntgenaufnahmen ab. Der Arzt erhoffte sich durch den Polsterbeschlag Linderung und ein verbessertes Gangbild. Falls dies nicht eintreten würde, sollte ich noch ein Mal wieder kommen und dann müsste eine Szintigraphie oder eine MRT-Untersuchung durchgeführt werden.

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Wie es das Schicksal so wollte, musste ich einen weiteren Kliniktermin vereinbaren, denn Jeany’s Zustand verbesserte sich leider nicht.

Wenn ihr das Ergebnis des zweiten Besuchs in der Klinik nicht verpassen wollt und Interesse an unserem Jahr 2014 habt, schaut doch einfach wieder rein, ich würde mich jedenfalls freuen!

 

 

 

 

 

Zausel wieder zu Hause!

Wer uns auf Facebook folgt, weiß es natürlich schon: Seit letzten Freitag ist der Zausel wieder zu Hause und es geht ihm zum Glück soweit sehr gut! Die ersten Tage hat er in der extra für ihn abgetrennten Notbox gestanden und konnte seine Damen auf dem Paddock nur über die halbe Boxentür beobachten. Sie kamen ihn aber auch gern besuchen um den Kopf über die Tür hinweg in seine Box zu strecken und mit ihm gemeinsam aus dem Heunetz zu fressen.

Die Wunden machten alle soweit einen guten Eindruck. Bis auf die großflächige Wunde zwischen den Oberschenkeln waren alle Stellen weitestgehend trocken und mit Kruste bedeckt. Die Wunde zwischen den Beinen ist da etwas problematischer: Durch die ständige Reibung der aneinander reibenden Beine entsteht dort kein Schorf und die Wunde sieht noch komplett roh und offen aus. Sie nässt auch und dies wiederum verklebt das Fell rund um die Wunde. Durch das Verkleben kommt es auch an diesen Stellen zu starker Reibung und die Haut wird wund und empfindlich.
Diese Stellen müssen immer besonders gründlich gewaschen und vorsichtig eingeweicht werden, um Hautreizungen so weit es geht zu vermeiden.

Der Zausel lässt die Wasch- und Salbprozedur zum Glück sehr brav über sich ergehen und ist ein ganz tapferer Patient. Irgendwann wird ihm das ganze Gewasche und Eingeweiche zwar etwas zu doof und er fängt an sich ständig hin und her zu drehen, aber ich finde das sind noch recht harmlose Versuche, sich der ganzen Sache zu entziehen.

Seine Schlauchtasche und das eine Bein sind etwas angelaufen. In die Schlauchtasche ist Flüssigkeit aus der Wundschwellung direkt nach der OP abgesackt und wird sich dort langsam abbauen. Das weiße Bein ist leicht angelaufen, was wohl auf die große Wunde an der Innenseite zurück zu führen ist. Laut Tierarzt ist aber beides im Moment unbedenklich, solange es sich nicht verschlechtert.

Weil die Wunden soweit ganz gut aussehen, hat er gestern das erste Mal ein paar Stunden Freigang bekommen. Das Wetter war so schön, dass ich ihm ein bisschen Bewegung und Sonnenlicht im Pelz gönnen wollte. Er musste natürlich direkt erstmal ein Sandbad nehmen und ist dann sehr entspannt über das Paddock zur Heuraufe geschlendert, so dass er gleich bis Abends wegen guter Führung draußen bleiben durfte.

Heute war die Wunde dann ein kleines bisschen besser, zumindest habe ich mir das so eingebildet und schlechter war es keinesfalls. Darum habe ich kurzerhand beschlossen, dass dem Zausel der Freigang gut bekommt und ihn heute auch über Nacht draußen gelassen. Zur Heilung trägt ja auch die Psyche einen nicht unbedeutenden Anteil bei und die Gesellschaft seiner lieben Damen streichelt ihm bestimmt ein bisschen die Seele.

Achtung, wer nicht gern Wunden anguckt, sollte sich die folgenden Bilder nicht unbedingt ansehen.

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Mit Perd ant See up Nördernee

Norderney-die beliebteste Ostfriesische Insel der Deutschen. Warum nicht beim nächsten Urlaub das Pferd mitnehmen?

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Wir reisten bereits 2x mit Pferd auf Norderney an. Die Planung sollte frühzeitig beginnen. Gerade während der Sommerferien von NRW und Niedersachen sind Unterkünfte langfristig ausgebucht. Besonders Pensionen und Ferienwohnungen fordern häufig eine Mindestmietdauer von 1 Woche oder länger.

Bei der Wahl der Pferdeunterkunft entschieden wir uns für die Reitschule Junkmann (www.reitschule-junkmann.de). Es gibt noch einen anderen, etwas günstigeren Stall direkt neben der Anlage von Junkmann.

Nun war es endlich so weit. Das Auto war gepackt, die Pferde verladen. Los geht’s. Die Fahrt verlief komplikationslos, dank 2 Heunetzen (man will ja keinen Stress provozieren…). Nun standen wir mit wenig Wartezeit vor der Fähre.

Das Reedereipersonal ist es gewohnt, Pferdeanhänger zu transportieren. Dementsprechend routiniert war auch die Auffahrt auf die Fähre. Für einen PKW bezahlt man 78 bzw. 88 Euro (je nach PKW-Größe) für Hin- und Rückfahrt, pro Person ca. 19 Euro und für den Pferdeanhänger kommen noch einmal 105 Euro hinzu. Achtung: Die Tür zum Pferdeanhänger nicht zu weit aufmachen, denn bei dem Wind auf dem Meer wehen euren Nachbarn sonst sehr viel Heu und Späne ins Auto. Die Pferde standen äußerst ruhig während der Fahrt.

Bei der Ankunft in der Reitschule Junkmann wurden unsere Daten (Name, Fütterungshinweise, Notfallrufnummern) aufgenommen. Die Pferde bekamen Außenboxen mit Blick zum Innenhof. Für die beiden Pferde wurde uns eine sehr große Wiese zugeteilt, die wir nach Belieben benutzen konnten. Füttern und Misten wurde vom Stallpersonal übernommen.

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Das Publikum ist gemischt: von reinen Freizeitreitern bis Sportreitern bis Kl. S. Viele Urlauber kommen schon seit Jahren immer wieder her. Auch Ausreitbekanntschaften wurden schnell geschlossen. Unsere Unterkunft war bequem mit dem Fahrrad zu erreichen (Fahrradverleih z.B. hier: Herrenpfad 16).

In den kommenden 2 Wochen ritten wir jeden Tag aus, auch wenn die Reitschule Reithalle und Reitplätze zur Verfügung stellt. Von der Reitanlage bis zum Strand sind es ca. 15 Minuten im Schritt, ohne Straßenüberquerung. Die Sandwege sind breit und ohne Störungen (Fußgänger, Radfahrer etc.) passierbar.

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Am Strand gibt es einen Abschnitt (Badestrand), der tagsüber nicht bereitbar ist. Vorher kann man aber in die Dünen abbiegen, dort ein Stück reiten und später wieder zurück an den Strand gelangen. Für weitere Touren bietet sich das Inselende an. Im Vogelschutzgebiet trifft man niemanden mehr, man kann sowohl an sehr breiten Stränden die Pferde richtig laufen lassen, als auch im Hinterland in den Dünen.

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Am Ostende der Insel liegt ein altes Schiffswrack-allerdings wenig spektakulär im Vergleich zu der atemberaubenden Landschaft. Eine Tour zum Ostende dauert ca. 4 Stunden bei mäßigen Tempo. Im Inselinneren findet man auch Waldstücke, in denen man auf schmalen Wegen mit federndem Boden reitet. Ab und an steht links oder rechts vom Weg auch mal eine Rehherde.

Denkt dran: Das Salzwasser kann eurem Lederzeug durchaus schaden. Fettet es regelmäßig während des Urlaubes ein. Es empfiehlt sich auch den Hänger nach dem Urlaub zu reinigen.

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Und abends? Norderney ist sicher nicht der Ballermann. Aber es gibt auch hier einige Möglichkeiten auszugehen. Z.B. im Restaurant weiße Düne, was etwas weiter draußen liegt (ein Fahrrad ist nötig). Oder in der Milchbar (Damenpfad 35) in der Stadt. Zum Tanzen empfiehlt sich der Inselkeller.

Ein besonderes Highlight ist auch das jährliche Septemberturnier auf der Reitanlage Junkmann (http://www.fn-neon.de/Turniere/66033/index.html). Vielleicht peilen wir das mal für das kommende Jahr an… !

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Einblick in eine Springstunde

Da mich einige Leute angesprochen haben, wie eine Springstunde bei uns so abläuft, hat meine Mama sich bereit erklärt, mitzufahren, und das ganze Spektakel mal zu filmen.

Vorerst sollte ich vielleicht sagen, dass ich meine RL als positiv streng bezeichnen würde. Sie lobt, wenn es gut war, sie kann aber auch mal laut werden, wenn ich da absoluten murks fabriziere. Mit Pepper habe ich zum Glück ein Pferd, das viele meiner Fehler kaschiert oder nicht beachtet. Trotzdem versucht sie immer mal wieder zu testen, was sie darf und was nicht. Im Großen und Ganzen habe ich da aber ein ganz tolles Pferd unterm Hintern, die wohl auch den Status „Lehrpferd“ verdienen würde.

Derzeit arbeiten wir daran, dass ich sie kurz halten kann (ich neige dazu, sie lang werden zu lassen).

Schaut euch das Video einfach mal an, ich habe versucht, es so authentisch wie möglich zusammenzuschneiden, dreht die Lautstärke auf und schreibt mir gerne Kritik in die Kommentare!

Jeany, Träume werden eben doch wahr!

Mit meinem Herzenspferd Wayana hatte ich nicht wirklich viel Glück. Eigentlich kann man sagen, dass ich in den 10 Jahren, in denen ich sie nun besitze, mehr Bodenpersonal war, als dass ich wirklich reiten konnte. Ihre schlechte Wundheilung, Kissing Spines und ein nicht vorhandenes Nervenkostüm haben mich 2012 dann dazu gebracht, sie in Frührente zu schicken. Es war einfach zwecklos sie immer und immer wieder anzutrainieren und dann doch wieder von der nächsten Krankheitsphase umgehauen zu werden.

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Ich bemerkte allerdings schnell, dass mir das Reiten doch sehr fehlte, zwar durfte ich glücklicherweise das Pony einer lieben Freundin mitreiten, aber das war einfach anders als auf dem eigenen Pferd. Ich entschloss mich also dazu, mich nach einem zweiten Pferd umzusehen. Klar war jedoch, dass es kein großes Pferd mehr sein sollte, sondern ich wieder auf ein Pony umsteigen wollte. Da ich ziemlich klein bin und durch Wayana nicht mehr der mutigste Reiter, sollte es im Handling einfacher werden, vor allem aber gesund sein!
Ich durchforstete also das Internet nach Deutschen Reitponys und fand etliche tolle, aber bei keinem machte es so richtig „klick“ bis dann die August-Kollektion vom Ponyforum online ging.
Ich hatte mehrere Favoriten, forderte von allen die Ankaufsuntersuchungen und Röntgenbilder an, um sie mit meiner Tierärztin durchzusprechen und telefonierte lange mit einer Beraterin des Teams.
Meine persönliche Nummer eins hielt ich geheim und wartete gespannt auf den 17. August. Die Wartezeit war unerträglich und die Spannung stieg von Tag zu Tag.
Ich erinnere mich noch als sei es gestern gewesen, der Kalender zeigte den 17.08.2012 und es war unerträglich heiß. Na toll, dachte ich, monatelang nicht geritten und dann auch noch 30 Grad im Schatten, das kann ja was werden.
In Adelheidsdorf angekommen hatten wir noch genug Zeit um die Ponys in den Boxen zu besuchen, insgeheim wünschte ich mir, es wäre schon alles entschieden.
Die Präsentation begann pünktlich und gleich da kam sie auch schon rein marschiert. Die Nummer 1, meine Nummer eins…..
Geduldig wartete ich die Präsentation ab und probierte auch trotz der Hitze alle Ponys meiner Liste, aber auf der kleinen Blonden fühlte ich mich am wohlsten. Ich war „zu Hause“. Wie es das Schicksal so wollte, gab es natürlich noch eine andere Familie, die sich sehr für sie interessierte und alles zog sich wahnsinnig in die Länge. Am Ende entschied sich die Familie dann für meine zweite Wahl und ich konnte mein Glück kaum glauben und war den Tränen nahe als ich meiner kleinen Ponystute um den Hals fiel.

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Jeany, eine Tochter des Danny Gold aus 2008, 146cm groß, mit Staatsprämie und einfach nur wunderschön.
Ich habe ihr viel Zeit zur Eingewöhnung gelassen, sie war 2012 auf einigen Turnieren sehr erfolgreich und wir hatten doch alle Zeit der Welt. Ich ging am Anfang viel spazieren und lernte sie bei der Longen- und Bodenarbeit besser kennen.
Unsere ersten Ritte waren noch etwas wackelig und mit meiner neuen Trainerin habe ich quasi noch mal ganz von vorne begonnen. Wir haben besonders an meinem Sitz und der korrekten Einwirkung auf das junge Pony gearbeitet. Wenn ich so zurückblicke, habe ich alles richtig gemacht und würde es auch immer wieder genau so tun.

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Wir wuchsen sehr schnell zu einem guten Team zusammen und mir wurde sehr schnell bewusst, dass es eben nicht nur ein „Seelenpferd“ gibt, sondern dass man durchaus noch einem weiteren begegnen konnte.

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Wir meisterten 2012 unsere ersten, gemeinsamen Ausritte und genossen diese, neben der Dressurarbeit, in vollen Zügen.

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Als die Weidesaison sich dem Ende neigte und die Paddocksaison begonnen hatte, verletzte Jeany sich allerdings bei einem kleinen Paddockunfall am Hinterbein, der Verdacht war die Sehne… Mein Herz rutschte mir in die Hose, ging denn jetzt etwa alles von vorne los?

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Ihr wollt wissen wie Jeanys Geschichte weiter geht? Dann schaut bald wieder rein und seid gespannt auf den zweiten Teil!

Leider doch kein Sarkoid

Heute Vormittag hatte ich mein Handy morgens im Schlafzimmer liegen gelassen und dann erst wieder im Büro drauf geschaut, da wurden zwei Anrufe in Abwesenheit von der Klinik angezeigt. Mein Puls stieg augenblicklich an, gleich zwei Anrufe mit einem Dr. im Namen, das KANN einfach nichts Gutes heißen.

Ich habe dann also sofort und mit mulmigem Gefühl im Magen zurückgerufen und leider auch keine schönen Neuigkeiten bekommen.

Der Zausel hat nicht, wie jahrelang vermutet, Equine Sarkoide, sondern ein Fibrosarkom, einen im Gegensatz zum Sarkoid bösartigen Hauttumor, der noch deutlich rezidiver und aggressiver ist. Die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Tumor wiederkommt, ist also noch höher als beim Sarkoid. Außerdem bilden die Sarkome im Gegensatz zu den Sarkoiden Metastasen, streuen also auch in innere Organe, dies aber zum Glück erst sehr spät. Da bei diesem Hauttumor kein viraler Erreger vorliegt, kann auch kein Impfserum aus dem Tumor gewonnen werden.

Auf Grund des Befundes wurden dann gleich Magen, Darm und die Lymphknoten per Ultraschall untersucht, um mögliche Metastasen ausfindig zu machen. Zum Glück wurde bei dieser Untersuchung nichts Auffälliges gefunden, was zwar nicht ausschließt, dass der Krebs schon gestreut hat, aber zumindest an diesen wohl recht typischen Stellen ist bisher noch nichts auszumachen.
Außerdem wurde Docs Blut untersucht. Der Wert, der auf Tumorwachstum im Körper hinweist, ist erwartungsgemäß hoch. Außerdem ist die Hälfte der Immunzellen verbraucht, was auch mit dem Tumorwachstum zusammenhängt. Er hat außerdem einen starken Zinkmangel, welcher wahrscheinlich ebenfalls dem starken Wachstum des Tumors in den letzten Wochen geschuldet ist, denn im Blutbild von vor vier Wochen waren diese Werte noch in Ordnung.

Die OP war nun im Nachhinein noch mal wichtiger, als sie es bei den Sarkoiden gewesen wäre, denn Fibrosarkome sollten so schnell wie möglich entfernt werden. Auch die Lasermethode war zum Glück genau das Richtige, weil hier besonders umfangreich um den Tumor herum geschnitten und auch das verbleibende Gewebe verdampft wird, so dass die Wahrscheinlichkeit, dass intakte Tumorzellen im Pferd verblieben sind, äußerst gering ist.

Anstatt der vorgesehenen Impfung, die aus den Tumorzellen gewonnen werden sollte, wird der Zausel nun mit einem Medikament aus der Chemotherapie behandelt. Dieses wird auf die Wunden aufgetragen. Da es für den Menschen, insbesondere für junge Frauen, sehr schädlich ist, dürfen wir Doc dann nur mit Gummihandschuhen anfassen. Gegen den Zinkmangel bekommt er einen Futterzusatz, den er über einige Monate fressen soll. Außerdem wurde ihm zur Unterstützung des Immunsystems eine Zylexiskur gespritzt.
Er wird trotzdem am Freitag nach Hause kommen dürfen, muss dann aber noch einige Tage die Notbox beziehen, da die Wunde zwischen den Oberschenkeln sonst zu großer Reibung ausgesetzt ist. Vorher wird in der Klinik noch ein Herzultraschall durchgeführt, um zu schauen, ob das Herz trotz Herzgeräusch weiterhin unauffällig ist. Dies sollte man alle paar Jahre kontrollieren lassen und die letzte Kontrolle ist schon drei Jahre her.

Fibrosarkome sind bei Pferden sehr selten. Bei meiner Recherche hieß es, nur 2% der Hauttumore bei Pferden seien Fibrosarkome. Entsprechend wenige Erfahrungsberichte und Informationen gibt es zu diesem Thema und das, was man findet, macht leider nicht gerade Mut.
Ich hoffe aber einfach trotzdem, dass die operative Entfernung erfolgreich war und die Tumore nicht wieder kommen werden. Der Zausel braucht die nächsten Wochen und Monate also leider noch mal all eure Daumen, damit der Krebs nicht wieder kommt.

Ich werde jetzt morgen die Notfallbox im Offenstall für ihn vorbereiten, meine Mutter hat ihm schon eine Kiste Äpfel besorgt, damit er viele Vitamine bekommt und gestärkt gegen den Krebs kämpfen kann.

Falls jemand Erfahrungen mit Fibrosarkomen beim Pferd gemacht hat (am liebsten natürlich welche mit positivem Ausgang) würde ich mich sehr über eine Nachricht und einen kleinen Austausch freuen.

 

Turnierbericht Mönchengladbach Abtshof

Hallenturniere liegen mir eigentlich nicht so. Mir graut es jetzt schon, den ganzen Winter in der Halle reiten zu müssen, weil das Wetter einfach nicht mitspielt. Aber nach nur 3 Turnieren in diesem Jahr hatte ich einfach Lust, mal wieder zu starten und habe dann doch ein L-Springen in der Halle in Mönchengladbach genannt. Das große „L“ verursachte in der Vergangenheit leider lange Zeit eine Blockade in meinem Kopf, aber dank meiner tollen Reitlehrerin, die mir einfach immer wieder die Angst nimmt, mir Vertrauen gibt und die Sprünge im Training eher meinem Pferd anstelle meiner Nerven anpasst, war ich das erste Mal nicht im Ansatz nervös!

Donnerstagabend habe ich Pepper soweit fertig gemacht, also eingeflochten und gewaschen. Ich weiß, warum ich nie einen Schimmel haben wollte!

Freitag morgen um 7:30 Uhr haben wir dann am Stall den Hänger angehängt, alles eingeladen, Pepper noch einmal auf Hochglanz poliert und sind losgefahren. Die Fahrt haben wir etwas überschätzt und waren dann gute 1,5 Stunden vor Beginn schon dort, aber vor uns ritten die Jüngeren schon „mein“ L-Springen, sodass ich mir in Ruhe den Parcours einprägen konnte. Es gab ziemlich viele Fehler, obwohl der Parcours an sich gar nicht so schwer war. Leider gab es nicht wirklich viel Potenzial zum Wege abkürzen.

Da ich erst 22. Starter war, konnte ich zuerst in Ruhe noch einmal den Kurs zu Fuß abgehen, bevor ich Pepper fertig gemacht habe, die wie immer wie ein Profi beim Fertigmachen war. Kein Gezappel, sie stand wie eine Statue.

Meine Reitlehrerin war auch vor Ort, so dass sie mir beim Abspringen helfen konnte (meine Mama macht das nicht gerne) und Pepper sprang wirklich gut, ich habe sogar alle Distanzen getroffen!

Bevor es in den Kurs ging, habe ich Pepper noch einmal wach gemacht und dann war sie auch gut auf Zug – Stehen bleiben? Nein, sie wollte laufen.

Als wir in den Parcours ritten, guckte Pepper ein bisschen an der Anzeigetafel, aber ich merkte, sie war top motiviert. Und schon ging es los. Leider habe ich sie im Parcours nicht mehr ganz zusammenhalten können, daher waren einige Sprünge leicht groß. Bei der Distanz auf die Anzeigetafel zu war sie dann auch sehr guckig. Also insgesamt hatten wir schon definitiv bessere Runden! Am Ende langte es aber für eine schnelle Nullrunde und im Endergebnis einen tollen 3. Platz, mit dem ich super zufrieden bin!

 

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