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Blogs & Sponsoring

Nachdem ReitTV-Webstar Damiana Konka heute auf ihrer Facebookseite verkündet hat, dass sie einen Springsattel der Firma Stübben zur Verfügung gestellt bekommt, waren die Reaktionen zunächst freundlich und positiv. Allerdings nur auf ihrer Seite – auf einer anderen, bisher unbekannten Facebook-Seite brodelt derweil der Neid. Dies gibt die Autorin sogar zu und beschwert sich lautstark darüber, dass all den Normalo-Reitern inklusive ihr nichts geschenkt werde, obwohl sie schließlich doch auch LK 3 hätte und überhaupt die liebe Damiana doch gar nicht gut springen könne. Wir haben diesen Beitrag mit großem Erstaunen gelesen und uns doch ein wenig gewundert. Nach einem halben Jahr Horse Diaries laufen bei uns die ersten Kooperationen mit Reitsportfirmen langsam an und wir freuen uns natürlich riesig über das Interesse an unserem Blog. Daher möchten wir euch anlässlich dieser Diskussion einmal unsere Ansicht zu dem Thema Sponsoring darlegen. 1. Sponsern ist NICHT schenken. Kein Blogger, Youtuber oder Web-Star der Welt bekommt etwas „einfach so“ geschenkt. Firmen gehen Kooperationen nicht aus Nächstenliebe ein, sondern weil es IHNEN etwas nützt. Die Bloggerszene ist für viele …

Die Saison hat angefangen

Erschrocken habe ich festgestellt – Peppers letzter Bericht ist aus dem Februar. Da ich derzeit in meiner Abschlussarbeit des Studiums stecke und sich auch privat einiges verändert hat, kam das Bloggen leider etwas zu kurz, deshalb möchte ich euch nun endlich auf den aktuellen Stand bei uns bringen. Nach dem erfolgreichen Lehrgang hatten wir unser erstes Turnier auf einem Eurogio-Turnier im Nachbarland Holland. Ein Eurogio-Turnier ist ein Turnier, bei dem sich Belgier, Niederländer und Deutsche nach deutschen Wettkampfregeln messen können. Abreiten ist dort immer sehr abenteuerlich, obwohl nur die nächsten zwölf Reiter in die Abreitehalle dürfen, aber gerade Anfang der Saison scheint einfach noch keine Routine bei den meisten vorhanden zu sein. Hufschlagregeln werden kaum bis gar nicht eingehalten, die Schritt-Reiter reiten teilweise zu dritt nebeneinander und ein „Sprung frei“ wird gerne mal überhört. Das ist natürlich nicht gerade ungefährlich und war auch ein Grund für meine ansteigende Nervosität. Wir haben nichtsdestotrotz unser Bestes gegeben, ein paar Sprünge vorher zu machen und sind dann mit großer Freude auf unsere ersten Turniersprünge in dieser Saison, in die …

Der Zausel wird wieder angeschoben

Es ist nun ziemlich genau 5 Monate her, dass der Zausel operiert wurde. Vier Monate davon hieß das waschen, salben, schmieren und auch vier Monate rumstehen auf dem Paddock, Pause, kein Reiten, kein führen, nichts. Seine Wunden sind inzwischen so gut verheilt, dass man sie kaum noch sehen kann. Bis auf kleine Narben ist von den bösartigen Tumoren nichts geblieben. Sogar die große Wunde zwischen den Hinterbeinen ist inzwischen so gut verheilt, dass sie nur noch ab und an ein bisschen Bepanthen zur Pflege braucht und ansonsten total reizlos und schier ist. Von der mehr als Handteller großen Wunde ist nur noch eine feine, rosa Narbe übergeblieben. Die Heilungskräfte des Körpers sind wirklich enorm und beeindruckend zu beobachten! Besonders froh bin ich, dass bisher keiner der Tumore wieder gekommen ist. Immerhin handelt es sich um höchst rezidive, also in den meisten Fällen wiederkehrende Tumore. Dass sie während der Wundheilung noch nicht wieder aufgeblüht sind, ist schon mal ein sehr gutes Zeichen. Der Zausel hat seine Pause auch sonst gut verkraftet. Nach der OP sah er …

Tipps zum Aufgabenreiten – Klasse A

Der zweite Teil unserer Serie ist erwartungsgemäß die Klasse A. Wir zeigen euch im beigefügten Video eine gelungene Dressurprüfung Klasse A*, geritten wurde die A6/2. Meistens werden die A-Dressuren zu zweit hintereinander geritten, so dass man sich bereits früh genug darüber informieren sollte, ob man an der Tete reitet oder nicht. Schon bevor die Aufgabe beginnt, sollte man einen guten Eindruck machen, man diskutiert also nicht mehr mit dem Pferd, sondern versucht dem Pferd möglichst harmonisch das ganze Viereck zu zeigen, reitet vielleicht noch eine Runde im Galopp und dann geht’s auch schon los. Das Einreiten ist die Visitenkarte von jedem Reiter, hier zeigt sich schon, wer sein Pferd gut an den Hilfen hat und wer hier noch Verbesserungsbedarf hat. Wichtig ist, dass das Einreiten gerade und die Parade zum Halten fließend ist. Außerdem soll das Pferd gerade und ruhig stehen. Wer Probleme damit hat, sein vielleicht noch etwas unausbalanciertes Pferd gerade zu halten, kann versuchen beim Einreiten auf der Mittellinie ein kleines bisschen ans Vorwärtsreiten zu denken. Dadurch fällt es dem Pferd manchmal leichter …

Vorstellung Wiebke

Ich habe nun auch schon ein paar Artikel geschrieben, also schließe ich mich mal an und stelle mich auch vor: Mein Name ist Wiebke und ich bin 23 Jahre alt. Nach meinem Studium in Lüneburg, das ich im letzten Sommer abgeschlossen habe, lebe und arbeite ich nun hier. Gebürtig komme ich aber aus einem winzigen niedersächsischen Dorf, in dem es tatsächlich mehr Tiere als Menschen gibt. Geboren und aufgewachsen in einer Züchterfamilie wurde ich unweigerlich zum Pferdefreak und zusammen mit meiner Schwester bekam ich mein erstes Pony als ich 6 war. 2005, als ich zu groß für mein damaliges Endmaßpony war, zog der damals 4-jährige Da Vinci ein, der mich nun schon 10 Jahre begleitet und mit dem ich reiterlich sehr viel erreicht habe und den ich nie mehr missen möchte. Zu finden sind wir im Viereck, im Parcours und neuerdings auch auf der Geländestrecke. Parallel zu meinem eigenen Pferd ritt ich immer viele junge Pferde an, bildete diese aus und stellte auch manche auf Turnieren vor. Wie das halt so ist als Züchtertochter. Die …

Winter ohne Decke

Es ist wohl heute in den meisten Ställen so üblich, dass die Pferde im Winter eingedeckt und oft auch geschoren werden. Das hat oft gute Gründe, ist manchmal aber auch eher Gewohnheit. Eigentlich wächst dem Pferd ein ausreichend wärmendes Winterfell und im Artikel „Wollen Pferde eine Decke tragen?“ ist eine Studie zitiert, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Pferde bei freier Wahl eher keine Decke tragen möchten. Es muss doch also auch ohne gehen, oder? Die Krokusse sind schon fast wieder verblüht, es geht mit großen Schritten Richtung Ostern: Der Winter ist rum und ich ziehe Bilanz nach unserem ersten deckenfreien Winter. Doc konnte diesen Winter auf Grund seiner Wunden nicht eingedeckt werden. Ich hatte zwar in den letzten Jahren schon einige Male nicht geschoren sondern nur mit einer leicht gefütterten Decke eingedeckt, aber so ganz ohne stand er dann doch noch nicht. Im Herbst habe ich mir darüber noch recht wenig Gedanken gemacht. Die OP war unausweichlich, die Wunden ließen keine Decke zu, die Sache war ziemlich eindeutig und damit für mich vom …

Tipps zum Aufgabenreiten – Klasse E

Beginnen möchten wir unsere Serie zum Thema “Aufgabenreiten” mit der Klasse E. Wir zeigen euch im beigefügten Video zwar eine Dressurreiterprüfung Klasse E, welche auch schon 2010 geritten wurde. Die Unterschiede zwischen einer Dressurreiterprüfung und einer Dressurprüfung Klasse E sind allerdings nicht so groß, sodass die Kriterien hierfür ähnlich sind. E-Dressuren können alleine, zu zweit oder in der Abteilung mit maximal vier Pferden geritten werden. Ich persönlich reite Aufgaben immer am liebsten alleine, da kann ich mein Grundtempo am besten bestimmen, es kann einem keiner in die Quere reiten und doofe Flüchtigkeitsfehler wie falsches aneinander Vorbeireiten können auch nicht passieren. Da man sich das ja aber leider nicht aussuchen kann und je nach Nennzahl auch die Ausschreibung kurzfristig geändert werden kann, heißt es, auf alles bestens vorbereitet sein! Also rate ich allen Turniereinsteigern sich schon bereits im heimischen Stall auf Abteilungsreiten (oder auch zu zweit hintereinander) vorzubereiten. Einige Pferde und Ponys haben Probleme mit Abteilungsreiten und besonders im Galopp kann das für einen ungeübten Reiter schnell unangenehm werden. Auch wichtig ist es, sich immer genügend …

Im Test: Der LG-Zaum

Es gibt beim Reiten und im Umgang mit Pferden viele Sachen, die man eben so macht, weil es alle so machen. Zum Beispiel ein Pferd in eine Box mit Stroheinstreu stellen, es mit Hafer füttern und es mit Sattel und Trense reiten. Das funktioniert bei den meisten Pferden gut. Und solange das Pferd damit ohne offensichtliche Probleme zurecht kommt, bleibt man eben einfach bei den Sachen, die man schon immer so gemacht hat. Interessant wird es dann, wenn Probleme auftreten und man gezwungen ist, sich nach Alternativen umzusehen. Sam ist eine jetzt 7 jährige Oldenburger Stute von San Amour. Sie ist ein nettes, patentes kleines Pferd mit guten Nerven und viel Mut, sitzbequem, mit dunkler Jacke und einem für eine Stute sehr üppigen Aufsatz. Ein rundum nettes Pferd, wäre da nicht ihre grundsätzliche Abneigung gegen Gebisse. Diese Abneigung zeigt sie durch große Unzufriedenheit, vor allem im Maul und generell in der Anlehnung. Es ist wahnsinnig schwer, eine weiche und gleichmäßige Verbindung aufzubauen. Sie wehrt sich schnell gegen das Gebiss, entweder mault sie stark gegen die …

Mein Pferd ist nicht dumm, sie versteht nur nicht immer alles

Wer kennt sie nicht, diese Sprüche „Mistvieh, nie macht es das, was es machen soll!“. So, oder so ähnlich. Und oft auch schlimmer. Erst letztens ist mir wieder so ein Spruch entgegen gekommen. Und das machte mich nachdenklich – hat man doch auch selber schon mal etwas in der Art gesagt oder aber zumindest gedacht, da nehme ich mich nicht raus. Und oft ist es doch so: Anstatt, dass wir bei uns Fehler suchen, muss erstmal ein anderer Sündenbock her: unser vierbeiniger Partner: stur, zickig, motivationslos, faul, ignorant, nicht bremsend und so weiter und so weiter. Na? Wer von euch kann sagen, dass wir unser ach so geliebtes Pferd nicht auch schonmal mit solchen Adjektiven geschmückt haben? Ich nicht. Das mag bei vielen verpönt sein, aber ich nenne mein Pferd lieber liebevoll „Zicke“ oder „Glotzkuh“, als dass ich es anders herauslasse und meine Wut oder meinen Zorn am Pferd herauslasse. Das ist zum Glück schon Jahre her, dass ich das gemacht habe und dafür schäme ich mich. Ich habe zum Glück damals sofort einen Rüffel von …

Neues vom Blondinchen

Eigentlich gibt es nicht viel zu berichten. Jeany und ich haben es in den letzten Wochen eher ruhig angehen lassen. Das hängt unter anderem auch mit diesem schrecklich nassen Wetter zusammen. Das haut nicht nur Jeany auf die Knochen, sondern auch mir auf den Kopf. Wer kennt das noch? Dieses ewige Rumgegurke in der Halle fällt mir soooo auf den Wecker, sodass wir meistens nur ein bisschen Bodenarbeit und lockere Arbeit an der Longe gemacht haben. An den wenigen trockenen Tagen war ich ausreiten und bin das eine oder andere Mal auch platsch nass wieder in den Stall zurück gekehrt. Nee, so hatte ich mir das mit dem Winter nicht vorgestellt. Jeany war zuletzt etwas nörgelig mit ihrem Gebiss, also habe ich mich da mal wieder nach einer Alternative umgesehen. Ich habe das Gefühl, sie mag es gern wenn man das Gebiss ab und an mal wechselt. Doppelt gebrochen mag sie gar nicht, so bin ich bis vor kurzem mit einer einfach gebrochenen Wassertrense von Sprenger geritten. Jetzt habe ich mir von Sprenger das Dynamik …