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Gastbeitrag von Sofia: Reiten mit Kind

Wie versprochen kommt hier die Fortsetzung des Beitrages „Reiten in der Schwangerschaft“. Hier will ich euch berichten, wie sich das Reiten mit einem Baby verbinden lässt. Und ich will ganz ehrlich sein: Es ist eine Herausforderung, den Reitsport im ersten Babyjahr in der gewohnten Intensität weiterzuführen. Es gibt viele Gründe, weshalb man die ersten Wochen nach der Geburt erst einmal kaum zum Reiten kommt:

War das Baby in den vergangenen Monaten noch „inside“, ist die Situation nun eine andere. Man ist nicht mehr nur Frau, in diesem Fall reitende Frau – nun ist man zusätzlich auch Mutter und somit ständig ansprechbar und zuständig. Frauen, die ihr Baby stillen, müssen je nach Rhythmus ungefähr alle zwei bis drei Stunden ran. Das Kind trinkt dann auch noch eine gewisse Dauer, also ist das Zeitfenster bis zum nächsten Stillen kein besonders großes. Selbst wenn ihr längere Stillrhythmen habt, das Baby mit zum Stall nehmen könnt, die Flasche gebt oder einfach verdammt schnell am Stall seid – je nachdem, wie gut oder schlecht euer Kind nachts schläft, seid ihr tagsüber dankbar um die ein oder andere Stunde, in der ihr Schlaf nachholen könnt anstatt zum Stall zu fahren. Mütter mit pflegeleichten Kindern und viel Unterstützung durch die Familie sind klar im Vorteil, jedoch ist das nicht bei jeder jungen Mutter der Fall.
Und zu guter Letzt kann es auch gut sein, dass ihr von der Geburt noch lädiert seid und ebenso wenig sofort wieder aufs Pferd könnt wie eine Frau, die per Kaiserschnitt entbunden hat.

Ich möchte euch keine Angst machen, es gibt auch Frauen, die eine ganz unkomplizierte Geburt hatten, topfit sind, das Kind zur Oma geben und nach ein paar Tagen wieder anfangen zu reiten. Die meisten Frauen, die ich jedoch kenne, machen den ersten Besuch am Stall anstatt in Stiefeln noch in der Schwangerschaftsjeans (ja, denn der Bauch ist zwar leer aber noch nicht verschwunden) und mit Kinderwagen, um den Vierbeiner zu besuchen und ihm zu versprechen, bald wieder zum Reiten zu kommen. Ich spreche hier aber von den ersten Wochen nach der Geburt, denn irgendwann, beim einen schneller, beim anderen langsamer, pendelt sich alles ein und man profitiert unheimlich davon, dass man vor dem Kind bereits die Verantwortung für ein Pferd übernommen hat. Stärken im Übernehmen von Verantwortung, im Zeitmanagement, in der Koordination, in der Planung und in der Belastbarkeit sind nicht von der Hand zu weisen und sehr hilfreich. Sehr sportliche Reiterinnen haben außerdem weniger Arbeit mit der Rückbildung.

Ich war eine Woche nach der Geburt im Stall, um mein Pferd mit seiner zukünftigen Chefin bekannt zu machen und es war rührend zu sehen, wie Pferde auf Neugeborene reagieren. Außenstehenden mag das Herz gestockt haben, als mein Pferd seine Nase ganz vorsichtig in den Maxicosi steckte, um an unserer Tochter zu schnuppern, ich hatte jedoch zu keinem Moment ein mulmiges Gefühl und war von der Sanftheit meines Pferdes sehr gerührt.

In der Zeit unmittelbar nach der Geburt hatte ich mein Pferd nach wie vor noch zur Verfügung gestellt und konnte mich somit darauf verlassen, dass es regelmäßig geritten wurde. Ich wollte jedoch schon bald wieder anfangen, etwas zu tun und so habe ich einfach longiert. Das ging in unserem Fall auch prima mit Baby – ich hatte die Kleine oft mit im Stall dabei, warm eingepackt platzierte ich sie am Putzplatz auf einer Bank außerhalb der Reichweite der Pferde und sie schlummerte friedlich vor sich hin. Wenn sie wach war, schaute sie neugierig umher. Ich weiß, dass wir großes Glück mit einem so zufriedenen und lieben Baby hatten, denn so konnte ich sie überall hin mitnehmen und schon recht schnell wieder am Stall tätig sein. Wenige Wochen alte Babys schlafen unheimlich viel, gerade wenn sie vorher getrunken haben, und wenn man ein gutes Timing hat, schlummern sie glücklich vor sich hin, während man in Ruhe sein Pferd putzen und fertigmachen kann. Zum Longieren habe ich mir die Kleine dann mit einem Tragegurt auf den Bauch geschnallt und konnte so ganz normal mit beiden Händen mit dem Pferd arbeiten. Unsere Tochter schlief beim Longieren eigentlich immer ein und ich glaube, sie hat schon sehr früh mitbekommen, was Teee-rabb bedeutet.

Allerdings muss ich ganz klar sagen, dass ich das NUR mit meinem Pferd so gemacht hätte, da er an der Longe sehr sehr brav ist. Außerdem war mir klar: sollte es zu einer brenzligen Situation kommen, würde ich die Longe loslassen, um auf keinen Fall mit dem Kind zu stürzen. Ich kann hier nur warnen, dass man das Risiko gut abwägen sollte.

Als ich wieder anfangen konnte zu reiten, habe ich die Kleine im Maxicosi in die Reithalle gestellt – geschützt in eine Ecke, wo sie sicher war aber ich sie sehen konnte. Das ging aber auch nur, weil es in der Halle möglich war, die Ecke zu nutzen, um sich hinzusetzen und zuzuschauen. In dem Stall, in dem wir nun stehen, wäre es nicht möglich, ein Baby in die Ecke zu stellen, da die Zuschauer dort hinter der Bande stehen. Dann wäre mein Vorhaben schwierig geworden, denn manchmal wachen die Kleinen auf, während man auf dem Pferd sitzt, weil der Schnuller rausgefallen ist, die Sonne blendet, die Mütze rutscht oder, oder, oder. Wer dann nicht mal eben „rechts ran“ reiten kann, um das Malheur zu beheben, sondern erst aus der Halle raus muss, wird keine Freude am Reiten haben. Außerdem hatte ich extrem entspannte Stallkollegen, die es okay fanden, dass ein Baby in der Ecke stand, auch wenn die Pferde zunächst in der Ecke guckten. Das ist keine Selbstverständlichkeit und ich kann mir gut vorstellen, dass es nicht in jedem Stall gerne gesehen ist.

Ich saß allerdings auch nicht jeden Tag auf dem Pferd, da mit dem jungen Mann, der mein Pferd in der Saison zur Verfügung hatte, ausgemacht war, dass er noch zweimal die Woche weiterreiten sollte. Darüber hinaus hatte mein Pferd auch immer mal frei oder wurde longiert.

So ging es ungefähr das erste halbe Jahr sehr gut, denn so lange die Babys noch nicht viel können außer essen und schlafen, kann man sie gut parken. Frische Luft, viel zu gucken, eine angenehme Geräuschkulisse, viele nette Menschen und Tiere – das mögen die meisten Kleinen. Aber auch nicht alle, ich habe von Babys gehört, die viel geweint haben und bei denen nicht im Traum daran zu denken gewesen wäre, sie einfach überall mit hinzunehmen. Denn merke: die meisten Menschen finden kleine Kinder gut – so lange sie nicht brüllen.

Als unsere Tochter dann älter wurde und anfing mobil zu werden und gleichzeitig weniger zu schlafen, wurde es anstrengender. Zu Beginn habe ich ein ausgeklügeltes System entwickelt, das wie folgt aussah: Mittags zu Hause essen, dann zum Stall fahren und den Kinderwagen an den Putzplatz stellen. Dort das schon schläfrige Kind beobachten lassen, wie man das Pferd putzt. Dann das Pferd in die Führmaschine, mit dem Kind einen kleinen Spaziergang über holprige Feldwege, um es ins Land der Träume zu schuckeln. Schlafendes Kind im Stall an einem sicheren Ort mit angenehmer Geräuschkulisse parken, Pferd aus der Maschine holen, schnell reiten und hoffen, dass das Kind nicht aufwacht. Das ging aber auch nur noch eine Zeit lang gut, denn irgendwann fand unsere Tochter alles so interessant, dass sie nicht einschlafen wollte und darüber ziemlich unleidlich wurde. Außerdem hatte sie keine Lust mehr, im Wagen zu bleiben und wollte lieber Pferde streicheln, rumkrabbeln, zur Mama oder sonst wie randalieren. Da war sie etwa ein Jahr alt. Und ich war ziemlich gestresst.

Zu dieser Zeit beschloss ich, dass es nun an der Zeit sei, sich Hilfe zu holen. Und das ist auch das Stichwort: Wer weiterhin reiten möchte, braucht Unterstützung in der Betreuung. Ohne geht es ab einem gewissen Zeitpunkt einfach nicht mehr. Ich kenne Mütter, die fahren zum Reiten, wenn der Mann abends nach Hause kommt und sich ums Kind kümmert. Andere haben die Großeltern vor Ort. Alternativ gibt es noch die Möglichkeit, das Kind durch Babysitter, Tagesmütter oder in der Kita betreuen zu lassen. Ich habe die Familie nicht in unmittelbarer Nähe und mein Freund kommt auch erst spät nach Hause. So habe ich mir ein paar liebe Mädels am Stall und in der Nachbarschaft gesucht, die auf die Kleine aufgepasst haben, während ich reiten ging. Und nun, mit anderthalb, geht unsere Tochter zur Tagesmutter. In den paar Stunden fahre ich zum Pferd und sitze anschließend am Schreibtisch.

Was hat sich für mich verändert, seit ich ein Kind habe? Früher habe ich sehr viel mehr Zeit am Stall verbracht, habe gequatscht, getüddelt, Sachen geputzt, habe mal noch ein anderes Pferd geritten oder  einfach rumgesessen und zugeschaut. Heute bin ich viel stärker getaktet als früher. Ich bringe unsere Tochter morgens zur Tagesmutter und fahre dann gleich weiter zum Stall, wo ich um diese Uhrzeit eine der ersten bin. Dort mache mein Pferd fertig, reite, versorge es und fahre wieder. Dazu brauche ich maximal 1,5 Stunden. Mein Sattelzeug ist nie sauber, bandagiert wird unter der Woche auch nicht, geputzt wird im Schnelldurchgang. Stundenlang noch Fütterchen mischen, Hufe waschen und Möhrchen schnibbeln? Mit Freunden quatschen? Leider keine Zeit. Die Arbeit ruft, und dann muss ich das Kind auch schon wieder abholen. Ich finde den Schnelldurchgang zwar sehr schade, aber nur so ist es möglich, mein Kind, den Job und die Reiterei unter einen Hut zu bekommen.
Derzeit sitze ich wieder ca. 5-6 Mal die Woche im Sattel. Um dieses Pensum zu schaffen, muss ich bei vielem rund ums Pferd Abstriche machen und verhalte mich eher wie ein Berufsreiter, der wenig Zeit für das Drumherum hat. Da ich aber mit Leib und Seele Turnierreiter bin, weiß ich, dass es mit zweimal reiten die Woche nicht funktioniert. Mittlerweile kommt die Kleine auch nicht mehr mit zum Stall, wenn ich reite. Wenn ich sie mitnehme, dann besuchen, streicheln und füttern wir das Pferd, fegen, räumen auf oder machen sonstige Aktivitäten, bei denen ich ihr dann meine volle Aufmerksamkeit schenke, ihr viel erkläre und sie selbst machen lassen. So hoffe ich, allen gerecht zu werden.

Viele Frauen reiten mit Kleinkind deutlich seltener als früher, suchen sich eine Reitbeteiligung und vertagen auch das Turnierreiten. Denn zumindest in den ersten Lebensjahren des Kindes ist der Reitsport kein besonders familienkompatibles Hobby. Wenn man diese Zeit jedoch gemeistert hat, so hoffe ich zumindest, kann es ganz toll sein, mit dem älteren Kind gemeinsam zu reiten und Zeit am Stall zu verbringen. Denn was trotz all der Belastung, der reitende (und berufstätige) Mütter ausgesetzt sind, immer wieder berichtet wird: Die „Auszeit“ am Stall ist unglaublich wertvoll, um die Akkus wieder aufzuladen. Und die eine Stunde auf dem Pferd, ob im Viereck, im Parcours oder im Gelände, lässt einen so manchen Stress vergessen.

Blogs & Sponsoring

Nachdem ReitTV-Webstar Damiana Konka heute auf ihrer Facebookseite verkündet hat, dass sie einen Springsattel der Firma Stübben zur Verfügung gestellt bekommt, waren die Reaktionen zunächst freundlich und positiv. Allerdings nur auf ihrer Seite – auf einer anderen, bisher unbekannten Facebook-Seite brodelt derweil der Neid. Dies gibt die Autorin sogar zu und beschwert sich lautstark darüber, dass all den Normalo-Reitern inklusive ihr nichts geschenkt werde, obwohl sie schließlich doch auch LK 3 hätte und überhaupt die liebe Damiana doch gar nicht gut springen könne.

Wir haben diesen Beitrag mit großem Erstaunen gelesen und uns doch ein wenig gewundert. Nach einem halben Jahr Horse Diaries laufen bei uns die ersten Kooperationen mit Reitsportfirmen langsam an und wir freuen uns natürlich riesig über das Interesse an unserem Blog. Daher möchten wir euch anlässlich dieser Diskussion einmal unsere Ansicht zu dem Thema Sponsoring darlegen.

1. Sponsern ist NICHT schenken.

Kein Blogger, Youtuber oder Web-Star der Welt bekommt etwas „einfach so“ geschenkt. Firmen gehen Kooperationen nicht aus Nächstenliebe ein, sondern weil es IHNEN etwas nützt. Die Bloggerszene ist für viele Firmen eine überaus günstige und effektive Möglichkeit, ihre Produkte der Zielgruppe zu präsentieren. Meist genügt es dazu bereits, ein Produkt zur Verfügung zu stellen, über das dann auf dem Blog oder YouTube Kanal berichtet wird. Die Firmen kostet das deutlich weniger als beispielsweise eine Anzeige in einer Pferdezeitschrift, aber sie können dennoch extrem viele potentielle Kunden dadurch erreichen.

2. Bloggen ist ARBEIT.

Das ist der wohl wichtigste Punkt. Bloggen macht riesigen Spaß und ist eine tolle Möglichkeit, seine Gedanken mit der Außenwelt zu teilen. Es ist aber meist nicht einmal komplett kostenlos (Domain, Theme & Co kosten durchaus etwas) und vor allem kostet es Zeit.

Gerade im Fall von Damiana finden wir es höchst lächerlich, sich darauf zu berufen, sie hätte ein Sponsoring „nicht verdient“, weil sie nicht gut genug reitet/sowieso genügend Sachen hat (wtf?). Damiana ist von allen Web-Stars mit Abstand am bekanntesten und vor allem auch am längsten dabei. Seit mindestens 8 Jahren, also noch lange bevor es so etwas wie Web-Stars überhaupt gab, geschweigedenn Sponsoring im Internet, berichtet sie regelmäßig sowohl von ihrer reiterlichen Entwicklung als auch aus ihrem Privatleben und das beinahe täglich. Neben einem Blog betreibt sie eine Facebook- und eine Instagram-Seite sowie einen Youtube Kanal. Die Kamera kommt mit auf jedes Turnier, jeden Ausflug und sogar mit zum Frühstücksbuffet in Las Vegas. Täglich kommen dutzende von Anfragen von Fans mit Wünschen, Sorgen und Fragen, die beantwortet werden wollen. Das kann man lächerlich und langweilig finden, Fakt ist aber jedenfalls: Hinter Damianas Bekanntheit stecken Jahre voller Arbeit und wahnsinnig viel Aufwand und Mühe und DAS ist es, was sie für Firmen attraktiv macht. Dass sie dazu noch ihr Pferd von E bis S alleine ausgebildet hat, ist für viele vielleicht die größere Leistung, aber wohl nicht der Grund, warum sie gesponsert wird.

3. Neid stinkt.

Natürlich ist es verständlich, dass man manchmal ein bisschen neidisch wird, wenn man sieht, wie andere Produkte zur Verfügung gestellt bekommen und man selbst auf der Strecke bleibt und das, obwohl man vielleicht sogar selbst eine Facebook-Seite betreibt und dort regelmäßig berichtet. Das Problem an Neid ist nur, er hilft niemandem, am allerwenigsten aber dem Neider selbst. Sich als Blogger über andere zu echauffieren, weil man meint, sie bekämen ungerechtfertigterweise etwas gesponsert, wirkt äußerst unprofessionell und wird sicher nicht dazu führen, dass man in Zukunft von Firmen angesprochen wird. Wieso also übereinander lästern und stänkern, anstatt sich zusammenzutun und gemeinsam mehr zu erreichen? Wenn man wissen will, wie ein Blogger es geschafft hat, Kooperationen zu bekommen, schreibt man ihn einfach an und fragt nach. Das wird jeden garantiert 10x weiter bringen, als ein böser „Was endlich mal gesagt werden musste“-Post, der höchstes Aufmerksamkeit anderer unerfolgreicher Neider und Hater auf sich zieht. Vielleicht hat der beneidete Blogger sogar hilfreiche Tipps für euch oder es bietet sich eine Zusammenarbeit an? Wir finden, nicht nur Firmen und Blogs sollten produktiv zusammenarbeiten können, sondern wir Blogs untereinander sollten doch erst Recht zusammenhalten, anstatt uns gegenseitig nur runterzuziehen.

Die Saison hat angefangen

Erschrocken habe ich festgestellt – Peppers letzter Bericht ist aus dem Februar. Da ich derzeit in meiner Abschlussarbeit des Studiums stecke und sich auch privat einiges verändert hat, kam das Bloggen leider etwas zu kurz, deshalb möchte ich euch nun endlich auf den aktuellen Stand bei uns bringen.

Nach dem erfolgreichen Lehrgang hatten wir unser erstes Turnier auf einem Eurogio-Turnier im Nachbarland Holland. Ein Eurogio-Turnier ist ein Turnier, bei dem sich Belgier, Niederländer und Deutsche nach deutschen Wettkampfregeln messen können. Abreiten ist dort immer sehr abenteuerlich, obwohl nur die nächsten zwölf Reiter in die Abreitehalle dürfen, aber gerade Anfang der Saison scheint einfach noch keine Routine bei den meisten vorhanden zu sein. Hufschlagregeln werden kaum bis gar nicht eingehalten, die Schritt-Reiter reiten teilweise zu dritt nebeneinander und ein „Sprung frei“ wird gerne mal überhört. Das ist natürlich nicht gerade ungefährlich und war auch ein Grund für meine ansteigende Nervosität.

Wir haben nichtsdestotrotz unser Bestes gegeben, ein paar Sprünge vorher zu machen und sind dann mit großer Freude auf unsere ersten Turniersprünge in dieser Saison, in die Prüfungshalle geritten. Wie immer bei den ersten Turnieren zog Pepper die Sprünge gut an, hin und wieder auch ohne darauf zu achten, was der Pilot oben drauf möchte. Im Großen und Ganzen war ich mit der Runde jedoch zufrieden und mit einer Nullrunde sprang auch eine Platzierung heraus, was natürlich für den Saisonstart absolut toll ist und worüber ich mich riesig gefreut habe.
Vor dem L-Springen war es dann in der Abreitehalle leider noch chaotischer und Pepper etwas durch den Wind, da wir beim Abspringen leider umgeritten wurden und Pepper beim Landen wirklich alles getan hat, um nicht in das Pferd reinzuspringen. Das war im ersten Moment ein riesen Schock, nicht auszudenken was da hätte passieren können, aber beim Reiten bleibt keine Zeit für solche Gedanken und wir haben uns recht schnell wieder gesammelt. In der Prüfung hat Pepper aber super mitgearbeitet und wir sind auch hier mit einer Nullrunde in die Platzierung geritten. Absolut gelungener Saisonauftakt, besser hätte es wirklich nicht laufen können.

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Nach dem ersten Turnier habe ich das Arbeitspensum wieder etwas heruntergeschraubt, da die Saison lang genug ist und ich Pepper bei Laune halten möchte. Wir haben viel longiert (mit und ohne Trabstangen), waren wenn das Wetter es zugelassen hat, viel im Gelände und haben in der dressurmäßigen Arbeit viel mit aufgestellten Stangen gearbeitet. Pepper ist bei solchen Aufgaben viel aufmerksamer und konzentrierter und der Muskulatur, gerade ihrer Hinterhand, hilft es als Nebeneffekt auch noch.

In den Springstunden arbeiten wir momentan daran, den Galopp zu erhalten, ohne dass ich Pepper lang werden lasse und sie dadurch total auseinandergefallen an die Sprünge heran reite. In einem A-Springen kann ich sie zwar so noch reiten, aber spätestens in einem M funktioniert das nicht mehr. Deshalb arbeiten wir gerade genau daran, das zu verbessern. Häufig habe ich das Problem, dass ich sie zu wenig schließe oder der Galopp durch zu viel Gezuppel von mir so klein ist, dass sie nicht mehr ordentlich springen kann. Den Galopp zu erhalten klappt aber mittlerweile immer besser und je besser ich den Galopp halten kann, desto selbstsicherer reite ich auch die hohen Sprünge an und desto näher komme ich meinem Saisonziel: M-Springen starten.

Auch meine Nerven werden langsam besser. Vor zwei Wochen hatte ich das letzte Hallenturnier bevor es an die Außensaison geht. Pepper war etwas guckig, so dass wir leider einen Fehler hatten, aber da vielen anderen ebenfalls Fehler unterlaufen sind, gab es dennoch eine Schleife im L-Springen. Der Parcours war ziemlich hoch gebaut, enthielt außerdem zwei Kombinationen und viele gebogene Linien. Letztes Jahr wäre ich vermutlich noch zitternd in einen solchen Parcours eingeritten. Wir hatten leider einen Fehler an der zweiten Kombination im Aussprung. Woran es genau gelegen hat können weder ich noch meine Trainerin genau sagen. Trotzdem bin ich zufrieden, weil ich Pepper immer bei mir hatte und sie wirklich gut sprang.

Auf diesem Turnier hatten wir auch noch eine Premiere zu verzeichnen: Pepper und ich sind in einer A-Dressur gestartet. Beim Abreiten war sie sehr sehr gut, sehr locker und egal wie es gelaufen wäre, ich war schon zufrieden. In der Prüfungshalle war sie aber dann erst sehr erstaunt, da sie nirgends Sprünge gesehen hat. Man konnte ihr wirklich ansehen, dass sie gesucht hat. Dafür hat sie dann den Richtertisch entdeckt und hat sich dort immer sehr festgehalten. Mit einer 6,2 waren wir nicht mehr platziert, aber ich denke, darauf kann man aufbauen und ich werde weiterhin A-Dressuren nennen. Mit den Tipps aus unserer Dressurserie wird es bestimmt auch dort bald klappen, da bin ich mir sehr sicher.

Danke an meine Pepper, für den tollen Saisonstart!

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Ostern geht es bei uns endlich an die Freiluftsaison. Bis dahin werden wir die Zeit abwechslungsreich gestalten und immer wieder eine Verschnaufpause einlegen. Die Saison fängt gerade erst an, unser Ziel ist hoch gesteckt, aber wir wollen dies mit Spaß erreichen und den Druck außen vor lassen.

Der Zausel wird wieder angeschoben

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Es ist nun ziemlich genau 5 Monate her, dass der Zausel operiert wurde. Vier Monate davon hieß das waschen, salben, schmieren und auch vier Monate rumstehen auf dem Paddock, Pause, kein Reiten, kein führen, nichts.

Seine Wunden sind inzwischen so gut verheilt, dass man sie kaum noch sehen kann. Bis auf kleine Narben ist von den bösartigen Tumoren nichts geblieben. Sogar die große Wunde zwischen den Hinterbeinen ist inzwischen so gut verheilt, dass sie nur noch ab und an ein bisschen Bepanthen zur Pflege braucht und ansonsten total reizlos und schier ist. Von der mehr als Handteller großen Wunde ist nur noch eine feine, rosa Narbe übergeblieben. Die Heilungskräfte des Körpers sind wirklich enorm und beeindruckend zu beobachten!

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Besonders froh bin ich, dass bisher keiner der Tumore wieder gekommen ist. Immerhin handelt es sich um höchst rezidive, also in den meisten Fällen wiederkehrende Tumore. Dass sie während der Wundheilung noch nicht wieder aufgeblüht sind, ist schon mal ein sehr gutes Zeichen.

Der Zausel hat seine Pause auch sonst gut verkraftet. Nach der OP sah er ja ziemlich schrecklich aus, hatte viel abgenommen und war wirklich ein halber Hahn. Durch die wenige Bewegung in den letzten Monaten hat er nun wieder gut angesetzt und ist dick und rund geworden. Es fehlt natürlich an Hals und Po reichlich Muskulatur, dafür ist der Bauch unproportional groß geworden. Aber immerhin sieht er nicht mehr aus wie ein alter Klepper.

Weil ihm in den vier Monaten gar nichts tun ziemlich langweilig wurde, haben wir ein bisschen am Boden gearbeitet und haben endlich nach 2 Jahren immer mal mehr oder weniger intensiv daran arbeiten das Abliegen festigen können. Er hat sich damit sehr lange sehr sehr schwer getan, ich hatte es dann irgendwann wieder ganz aus den Augen verloren weil wir einfach nicht voran kamen. Im Januar hat er es dann plötzlich von allein einfach angeboten und ich habe es ein bisschen ausbauen können. Es ist noch nicht perfekt (manchmal hat er einfach keine Lust oder empfindet das Plätzchen nicht als passend) aber wir sind einen großen Schritt voran gekommen.

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Angefangen haben wir dann im Januar ganz langsam mit ein bisschen freier Bewegung in der Longierhalle. Da war die Narbe zwischen den Hinterbeinen aber noch so empfindlich, dass sie nach ein paar Minuten anfing wund zu werden. Er durfte darum nur alle paar Tage für 10 Minuten in die Halle. Langsam aber stetig konnten wir das dann steigern, so dass auch täglich 20 min. kein Problem mehr waren. Im Februar habe ich dann langsam angefangen wieder zu reiten und habe mich über ein sehr motiviertes und erstaunlich lockeres Pferd gefreut.

Nach den ersten paar mal Reiten hatte er sich dann irgendwie im Rücken verrenkt und lief nicht ganz sauber, zwei Tage später hatte er dann auch noch eine dicke Schramme am Bein. Da war dann direkt wieder 10 Tage Pause angesagt, er weiß sich schon ganz gut zu schonen 😉

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Seit dem arbeiten wir nun aber langsam auch an der Kondition und der Durchlässigkeit und steigern ganz langsam das Training. Da ihm die Pause glaube ich auch mental sehr gut getan hat, versuche ich ihm immer wieder freie Tage einzuräumen, damit er weiterhin so schön motiviert bleibt, gehe ausreiten oder nur spazieren und steigere die Dressurarbeit wirklich nur sehr langsam.

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Am meisten überrascht hat mich wirklich, wie locker er nach der langen Pause wieder ins Training gestartet ist, die stetige Bewegung im Paddock hält offensichtlich doch beweglicher als man denkt. Nun muss er nur noch den dicken Winterpelz loswerden, kann können wir auch wieder richtig arbeiten, im Moment schwitzt er nämlich noch recht schnell und braucht dann sehr lange zum trocknen, so dass ich die Reiteinheiten immer etwas an den Pelz anpassen muss. Er verliert aber schon reichlich Haare, allzu lange kann es mit dem Sommeroutfit nicht mehr dauern.

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Trotz seiner Plüschigkeit durfte er als Trensenmodel für die neuen Sabrotrensen modeln und hat seine Sache wirklich gut gemacht. Da ist er ja quasi schon alter Hase und posiert mit gespitzten Ohren und 5 verschiedenen Kopfstücken. Allerdings nur, wenn jemand mit einem vollen Futtereimer auf und ab läuft. Er ist da nämlich durchaus bestechlich und es gibt wirklich wenig, was er für Futter nicht tun würde.

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Tipps zum Aufgabenreiten – Klasse A

Der zweite Teil unserer Serie ist erwartungsgemäß die Klasse A. Wir zeigen euch im beigefügten Video eine gelungene Dressurprüfung Klasse A*, geritten wurde die A6/2.

Meistens werden die A-Dressuren zu zweit hintereinander geritten, so dass man sich bereits früh genug darüber informieren sollte, ob man an der Tete reitet oder nicht. Schon bevor die Aufgabe beginnt, sollte man einen guten Eindruck machen, man diskutiert also nicht mehr mit dem Pferd, sondern versucht dem Pferd möglichst harmonisch das ganze Viereck zu zeigen, reitet vielleicht noch eine Runde im Galopp und dann geht’s auch schon los.

Das Einreiten ist die Visitenkarte von jedem Reiter, hier zeigt sich schon, wer sein Pferd gut an den Hilfen hat und wer hier noch Verbesserungsbedarf hat. Wichtig ist, dass das Einreiten gerade und die Parade zum Halten fließend ist. Außerdem soll das Pferd gerade und ruhig stehen. Wer Probleme damit hat, sein vielleicht noch etwas unausbalanciertes Pferd gerade zu halten, kann versuchen beim Einreiten auf der Mittellinie ein kleines bisschen ans Vorwärtsreiten zu denken. Dadurch fällt es dem Pferd manchmal leichter geradeaus zu laufen und es schwankt nicht nach links und rechts. Wer ein Pferd hat, was nicht gerne lange still stehen möchte, sollte versuchen das Halten möglichst kurz zu halten – man kann ruhig auch schon wieder antraben bevor der Ansager das Kommando ganz zu Ende ausgesprochen hat. Natürlich gehört das Stillstehen eigentlich zum Gehorsam des Pferdes, aber auf dem Turnier ist ja das ein oder andere Pferd ein bisschen nervöser als  Zuhause und so kann man Stress im weiteren Verlaufe der Aufgabe ein bisschen vorbeugen.

Das Anreiten nach dem Halten muss genauso gerade sein wie das Einreiten, außerdem sollte man die Wendung am Hufschlag frühzeitig einleiten, damit diese schön fließend und harmonisch ist, damit es nicht aussieht als hätte man sich im letzten Moment dazu entschlossen doch linke Hand zu reiten.

In den A*-Dressuren sind in Trab und Galopp noch keine mittleren Tempi gefragt. Die Richter möchten in der Regel sehen, dass das Pferd im Trab und Galopp gleichmäßig und erkennbar seinen Rahmen erweitert, eine Verstärkung vom allerfeinsten muss aber noch nicht hingelegt werden. Das sollte auch vielen Reitern Mut machen, die keine Bewegungswunder unter dem Sattel haben!

In der A6 wird das Tritte verlängern schon relativ früh in der Aufgabe abgefragt, vorher ist lediglich das Einreiten und eine halbe Runde ganze Bahn. Wie im Video erkennbar ist, schließt die Reiterin ihr großes Pferd vor der leichten Trabverstärkung an der kurzen Seite schon recht gut, hat das Genick schön vor sich, die Anlehnung ist relativ sicher und das Pferd gut an den Hilfen. Auf der Diagonalen muss das Pferd erst geradegerichtet werden, bevor zugelegt wird, damit Taktfehler oder ein Angaloppieren vermieden wird. Im Video kann man auch gut erkennen, dass der Schimmel zwar seinen Rahmen erweitert, aber nicht Totilas-like lostrabt. Wichtig nach der Trabverstärkung ist, dass man das Pferd wieder gut schließt und vor sich bekommt. Das Pferd soll sich im Übergang zum Arbeitstrab weder gegen die Hand wehren noch einrollen und hinter dem Zügel verkriechen. Wer ein Pferd hat, was zum Einrollen neigt, kann die nächste kurze Seite und die beiden Ecken nutzen und das Pferd mit halben Paraden wieder vor die Hilfen bekommen.

Mittlerweile wird in allen A*-Dressuren Viereck verkleinern im Schritt gefordert. Wichtig sind hierbei außerdem die Schrittphasen vorher und nachher – ein klarer geregelter Takt und ein gutes Schreiten sollen in jedem Fall deutlich erkennbar sein. Der Reiterin im Video läuft das Pferd im Schritt ein bisschen davon, der Schritt könnte etwas schreitender und entspannter sein. Die Einleitung des Viereck verkleinern ist meistens schon das A und O. Von Anfang an muss der Reiter die Hinterhand des Pferdes kontrollieren, sodass diese weder zu weit voraus geht noch schleppend hinterherkommt.

In der im Video gerittenen A6/2 ist Überstreichen im Trab gefragt, in manchen anderen Aufgaben ist es auch im Galopp gefordert. Allgemein gilt hierfür: Es sollte deutlich erkennbar sein, damit die Richter es auch wirklich sehen können. Hierfür muss das Pferd gut an den Hilfen sein, damit es sich an dieser Stelle nicht frei macht.

Zum Ende hin werden die Lektionsfolgen in der A6/2 wie auch in manchen anderen Aufgaben schneller, die Übergänge und Hufschlagfiguren folgenden dichter aufeinander. So kommt gleich eine halbe Runde nach dem Überstreichen schon das Angaloppieren. Falls sich das Pferd hierbei doch ein bisschen verselbständigt haben sollte oder einfach ein bisschen von den Hilfen gekommen sein sollte, muss der Reiter schnell sein und das Pferd wieder gut vor die Hilfen bekommen. Der Reiterin im Video gelingt dies gut, sodass das Angaloppieren gleich auf die erste Hilfe gelingt. Der Galopp an sich sollte fleißig und mit gutem Durchsprung sein, der Schimmel im Video galoppiert leider in der ersten Galopptour eine Idee untertourig. Zu zweit hintereinander kann es manchmal ein bisschen schwierig werden, wenn der Vordermann ein niedrigeres Grundtempo hat als man selbst – so ist es auch im Video. In solchen Fällen kann man aber an der offenen Seite den Zirkel ein wenig größer reiten, um genügend Abstand halten zu können. Nach einer Runde Galopp wird Mitte der kurzen Seite durchpariert zum Trab und es geht ganze Bahn weiter. Schon Mitte der nächsten langen Seite wird eine Kehrtvolte gefordert. Der Weg zwischen diesen beiden Lektionen ist kurz – wer hier sein Pferd nicht gut an den Hilfen hat, wird spätestens in der Kehrtvolte ertappt. Nach dem Übergang zum Trab ist es wichtig, dass das Pferd gleich wieder vor den treibenden Hilfen ist. Der Reiter muss darauf achten, das Pferd schon leicht nach innen zu stellen und somit auf die folgende Kehrtvolte vorzubereiten. In der Kehrtvolte selbst darf der innere Zügel nur leicht führen, die Hinterhand des Pferdes muss gut mit dem äußeren Schenkel begrenzt werden.

Der anschließende Rechtsgalopp beginnt zunächst auf dem Zirkel zur geschlossenen Seite, danach folgt auf der ganzen Bahn an der nächsten langen Seite Galoppsprünge verlängern. Hier gilt ähnliches wie beim Trabtritte verlängern: Geraderichten und dann erst zulegen. Es sollte auf jeden Fall eine Rahmenerweiterung zu erkennen sein, allerdings ist es wie im Trab – allein damit gewinnt man nicht. Die Reiterin im Video hätte aber ruhig ein bisschen mehr riskieren können. Wichtig ist es die Rückführung harmonisch durchzuführen, den Galopp danach wieder zu verkleinern und zusammenzuhalten, denn als nächstes kommt im Galopp über die Diagonale wechseln und kurz vorm Wechselpunkt erst der Übergang zum Trab. Hier punkten die Reiter, die ihr Pferd in der Galoppverstärkung nicht auseinander „gejagt“ haben, sondern es gut zurückführen und danach den Galoppsprung schön zusammenhalten konnten, damit das Pferd auf der Diagonalen fleißig weiterspringt und auf den Übergang wartet. Diese „Herausforderung“ kann man taktisch klug reiten. Jeder Reiter weiß, ob es dem Pferd eher schwer fällt, den Galopp bis zum Ende der Diagonalen zu halten, ob es lieber umspringt oder eilig wird. Der Schimmel im Video neigt z.B. dazu, selbstständig den Galopp zu wechseln. In solchen Fällen muss der Reiter gut in sein Pferd hineinhorchen. Wenn er merkt, dass das Pferd im nächsten Moment ausfällt oder umspringen möchte, sollte man den Übergang lieber schon vorweg nehmen und durchparieren. So kann zumindest dieser gelingen und es passiert kein gröberer Fehler wie Umspringen oder Ausfallen und das Pferd ist nach dem Übergang dennoch an den Hilfen.

Nach dieser verhältnismäßig schwierigen Aufgabe folgt als letztes noch eine einfache Schlangenlinie an der langen Seite. Hier muss das Pferd an den Wechselpunkten umgestellt und nach rechts gebogen werden. Danach folgt der Schlussgruß.

Hierbei ist geradeaus aufmarschieren und halten natürlich genauso wichtig wie beim Einreiten – und dann: Grüßen nicht vergessen 😉

Neben den Tücken die diese Aufgabe mit sich bringt ist es natürlich auch in der Klasse A wichtig, dass Reiter und Pferd ein harmonisches Bild abgeben. Das Größenverhältnis sollte passen, der Reiter muss geschmeidig sitzen und gefühlvoll einwirken, denn nur aus einem korrekten Sitz und mit korrekter Hilfengebung kann eine Dressurprüfung korrekt absolviert werden! Das Outfit wird natürlich nicht mit bewertet, dennoch ist es von Vorteil, wenn Pferd und Reiter ordentlich heraus geputzt sind und hübsch angezogen sind.

Wir wünschen euch viel Erfolg für euren nächsten Turnierstart!

Vorstellung Wiebke

Ich habe nun auch schon ein paar Artikel geschrieben, also schließe ich mich mal an und stelle mich auch vor:

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Mein Name ist Wiebke und ich bin 23 Jahre alt. Nach meinem Studium in Lüneburg, das ich im letzten Sommer abgeschlossen habe, lebe und arbeite ich nun hier. Gebürtig komme ich aber aus einem winzigen niedersächsischen Dorf, in dem es tatsächlich mehr Tiere als Menschen gibt. Geboren und aufgewachsen in einer Züchterfamilie wurde ich unweigerlich zum Pferdefreak und zusammen mit meiner Schwester bekam ich mein erstes Pony als ich 6 war.

2005, als ich zu groß für mein damaliges Endmaßpony war, zog der damals 4-jährige Da Vinci ein, der mich nun schon 10 Jahre begleitet und mit dem ich reiterlich sehr viel erreicht habe und den ich nie mehr missen möchte. Zu finden sind wir im Viereck, im Parcours und neuerdings auch auf der Geländestrecke.

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Parallel zu meinem eigenen Pferd ritt ich immer viele junge Pferde an, bildete diese aus und stellte auch manche auf Turnieren vor. Wie das halt so ist als Züchtertochter. Die Ausbildung von jungen Pferden war genauso wie die Zucht an sich mit Hengstauswahl, Fohlengeburten und Trächtigkeitsuntersuchungen immer an der Tagesordnung.

Seit ich vor vier Jahren wegen meines Studiums Zuhause auszog, reite ich meistens nur noch mein eigenes Pferd und weiß es sehr zu schätzen, die Zeit nach Feierabend im Stall und auf dem Pferderücken zu verbringen. Genauso genieße ich aber auch mal einen Tag ohne Pferd und habe auch nicht mehr Lust wie früher jedes Wochenende auf einem Turnierplatz zu verbringen. So ganz lässt mich der Ehrgeiz aber doch nicht los und so versuche ich mich immer weiterzuentwickeln ohne dabei den Spaß zu verlieren.

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Winter ohne Decke

Es ist wohl heute in den meisten Ställen so üblich, dass die Pferde im Winter eingedeckt und oft auch geschoren werden. Das hat oft gute Gründe, ist manchmal aber auch eher Gewohnheit. Eigentlich wächst dem Pferd ein ausreichend wärmendes Winterfell und im Artikel „Wollen Pferde eine Decke tragen?“ ist eine Studie zitiert, die zu dem Ergebnis gekommen ist, dass Pferde bei freier Wahl eher keine Decke tragen möchten. Es muss doch also auch ohne gehen, oder? Die Krokusse sind schon fast wieder verblüht, es geht mit großen Schritten Richtung Ostern: Der Winter ist rum und ich ziehe Bilanz nach unserem ersten deckenfreien Winter.

Doc konnte diesen Winter auf Grund seiner Wunden nicht eingedeckt werden. Ich hatte zwar in den letzten Jahren schon einige Male nicht geschoren sondern nur mit einer leicht gefütterten Decke eingedeckt, aber so ganz ohne stand er dann doch noch nicht.

Im Herbst habe ich mir darüber noch recht wenig Gedanken gemacht. Die OP war unausweichlich, die Wunden ließen keine Decke zu, die Sache war ziemlich eindeutig und damit für mich vom Tisch. Er hatte im Paddock die Möglichkeit sich bei schlechtem Wetter unterzustellen, musste weder im Regen noch im Zug stehen, gegen die Kälte würde ihm ein ausreichend dickes Fell wachsen.

Als die ersten kalten Nächte kamen, kam auch das Thema Eindecken und damit auch die alljährlichen Fragen wieder auf den Tisch. „Hast du schon eingedeckt?“ „Meinst du die ungefütterte Decke reicht noch oder würdest du mehr drauflegen?“ “Tagsüber wird es diese Woche noch mal wieder richtig warm, würdest du wieder ausdecken?“ „Bist du heute abend noch mal im Stall? Kannst du meinen für mich eindecken?“ Um all diese Dinge brauchte ich mir dieses mal keine Gedanken zu machen, mein Zauselchen bekam zusehens mehr Fell und machte damit seinem Namen immer mehr alle Ehre.

Je länger das Fell wurde, desto besser und nachhaltiger ließ es sich einsauen. Hinzu kam, dass der Winter ja bekanntermaßen die Matschjahreszeit ist und auch unser Paddock blieb davon leider nicht verschont. Außerdem entwickelte der Zausel offenbar richtige Freude daran, das Fell mit sehr regelmäßigen Schlammpackungen zu pflegen. Eigentlich ist er ein sehr sauberes Pferd und mein Putzprogramm beschränkt sich in der Regel auf einmal drüber bürsten. Das klappt mit einem eingedeckten Pferd auch ganz hervorragend und kommt dem Zausel sehr entgegen, er mag putzen nämlich nicht.

Diesen Winter hätte ich ihn aber täglich mit dem Hochdruckreiniger bearbeiten müssen, um ihn sauber zu bekommen. Da ich ihn zur Versorgung der großflächigen Wunden aber täglich schon genug ärgern musste, wollte ich es mir mit ihm nicht gänzlich verscherzen und habe nur täglich zumindest die ganz groben Verschmutzungen entfernt. Trotzdem wurde ich von einer Stallkollegin gefragt, die mit hochgezogener Augenbraue das Pferd auf dem Paddock betrachtete, ob ich ihn absichtlich den ganzen Winter nicht geputzt hätte, damit das Fell eine Schutzschicht aufbauen könnte.

Der Winter ohne Decke ist also vor allem eins: Dreckig. Wirklich Dreckig. Und selbst wenn man sich beim putzen größte Mühe gibt, so wirklich schick sauber bekommt man den Pelz irgendwie nicht. Das Fell wirkt auch lange nicht so schön glatt und gl#nzend wie bei einem eingedeckten Pferd. Vielmehr steht es irgendwie wild vom Pferd ab, weil es unter dem Matsch immer in andere Richtungen trocknet. Nach dem Ausbürsten der Schlammschicht sieht das Pferd irgendwie immer noch eher nach aufgeplatztem Sofakissen als nach edlem Ross aus.

Es gibt den Spruch nur ein dreckiges Pferd ist ein glückliches Pferd. Das mag für Pferde gelten, nicht aber für ihre Reiter. Außerdem gilt das wohl auch nur für solche Pferde, die sich an dem intensiveren Reinigungsprogramm nicht stören.

Eis und Schnee hat der Zausel gut wegesteckt und war zu dieser Zeit immerhin nicht so schmutzig. Wenn gleich er nicht gefroren hat, habe ich doch gemerkt, dass ihm die Kälte etwas in den Rücken zieht. Da ist er aber auch besonders empfindlich.

Im Januar haben wir langsam wieder angefangen das Training aufzunehmen. Da er fast drei Monate gar nichts getan hatte, war seine Kondition ohnehin so schlecht, dass wir sehr langsam anfangen mussten. Eine halbe Stunde kann ich ganz normal reiten und arbeiten, ehe er wirklich anfängt zu schwitzen. Dafür können wir ohne Abschwitzdecke ausreiten und bei Temperaturschwankungen musste ich mir keine Gedanken machen ob er zu warm oder zu kalt eingedeckt ist.

Und wo jetzt wieder alle Anfangen abends ein zweites Mal in den Stall zu fahren, um die lieben Rösser für die Nacht warm einzupacken, verliert der Zausel seit Tagen langsam aber kontinuierlich sein Fell ganz ohne mein zutun.

Mein Resümee aus dem Winter ohne Decke ist gemischt. In der Übergangszeit war es schon sehr praktisch, dass man sich über das Deckenthema keine Gedanken machen musste. Reiten kann man ein uneingedecktes Pferd natürlich auch, allerdings nur in leichter Arbeit weil sie sonst zu stark schwizten. Wem also das Ein- und Ausdecken auf die Nerven geht und wer im Winter eh nicht so viel Reiten möchte, für den kann ein deckenfreier Winter eine gute Alternative sein. Derjenige sollte dann aber nicht allzu viel Wert auf ein sauberes Pferd legen oder ein echter Putzteufel sein. Wer intensiv trainieren möchte oder sein Pferd gern richtig schön im Lack hat, sollte lieber nicht auf die Decke verzichten und ggf. sogar den Winterplüsch abscheren.

 

Tipps zum Aufgabenreiten – Klasse E

Beginnen möchten wir unsere Serie zum Thema “Aufgabenreiten” mit der Klasse E. Wir zeigen euch im beigefügten Video zwar eine Dressurreiterprüfung Klasse E, welche auch schon 2010 geritten wurde. Die Unterschiede zwischen einer Dressurreiterprüfung und einer Dressurprüfung Klasse E sind allerdings nicht so groß, sodass die Kriterien hierfür ähnlich sind.

E-Dressuren können alleine, zu zweit oder in der Abteilung mit maximal vier Pferden geritten werden. Ich persönlich reite Aufgaben immer am liebsten alleine, da kann ich mein Grundtempo am besten bestimmen, es kann einem keiner in die Quere reiten und doofe Flüchtigkeitsfehler wie falsches aneinander Vorbeireiten können auch nicht passieren. Da man sich das ja aber leider nicht aussuchen kann und je nach Nennzahl auch die Ausschreibung kurzfristig geändert werden kann, heißt es, auf alles bestens vorbereitet sein! Also rate ich allen Turniereinsteigern sich schon bereits im heimischen Stall auf Abteilungsreiten (oder auch zu zweit hintereinander) vorzubereiten. Einige Pferde und Ponys haben Probleme mit Abteilungsreiten und besonders im Galopp kann das für einen ungeübten Reiter schnell unangenehm werden. Auch wichtig ist es, sich immer genügend Abstand zum Vordermann zu verschaffen (eine Pferdelänge). Dies kann man durch einen größeren Abstand beim Aufmarschieren erreichen und wenn der Vordermann in der Prüfung ein niedrigeres Grundtempo hat als euer Pferd, reitet die Ecken besonders tief aus oder reitet den Zirkel in der Not etwas größer!

In der E-Dressur werden der Mittelschritt, Arbeitstrab und Arbeitsgalopp abgefragt, in einigen Aufgaben müssen die Reiter auch leichttraben, seid dabei sehr wachsam und achtet darauf, ob ihr auf dem richtigen Fuß leichttrabt!!! In einigen Aufgaben ist das Aufmarschieren oder Einreiten aus dem Trab, sodass auch der Übergang Trab- Halt zu Hause gut geübt werden sollte, ansonsten sind alle anderen Übergänge in der Einstiegsklasse nur über eine Gangart (Schritt-Trab / Trab-Galopp)zu reiten und sollten auch schon in der E Dressur möglichst am Punkt geritten und sorgfältig vorbereitet werden. Sollte euer Pferd oder Pony falsch angaloppieren, heißt es durchparieren und sorgfältig neu angaloppieren.

Grundsätzlich kann man sagen, dass es in einer E-Dressur besonders wichtig ist, alle Hufschlagfiguren sehr gründlich und sorgfältig auszuführen. Ich habe mich auf meinem letzten Turnier länger mit einem Richter unterhalten, der sich darüber beschwerte, wieviele Reiter keinen korrekten, runden Zirkel mehr reiten können. Da meine Trainerin auf runde Zirkel von Punkt zu Punkt besonderen Wert legt, konnte ich da natürlich ordentlich Punkten.Wenn man also alle Hufschlagfiguren sorgfältig ausreitet und sie vorallem gut vorbereitet, hat man in der E Dressur schon mal gute Chancen!

Fast genau so wichtig ist ein harmonisches Gesamtbild. Der Reiter sollte in der Lage sein, sein Pony oder Pferd in sicherer Anlehnung zu reiten und es bei Handwechseln gründlich umzustellen, es sollte den Richtern der Eindruck vermittelt werden, dass das Pferd oder Pony sicher an den Hilfen steht. Ein schöner, gestreckter Sitz, eine ruhige Zügelführung und natürlich immer freundlich lächeln (Reiten macht Spaß!) erfreut jeden Richter. Dies sind besonders in der Einstiegsklasse wichtige Kritikpunkte um es in die Platzierung zu schaffen.

Vermögen oder Qualität des Pferdes sind in der Klasse E nicht von Bedeutung, allerdings solltet ihr natürlich trotzdem auf ein tolles Äußeres achten, eure Pferde und Ponys schön einflechten und in geputzten Stiefeln, geschniegelt und gestriegelt in die Prüfung reiten!

Taktfehler oder deutliche Unklarheit führen auch hier zum Prüfungsausschluss.

Nach eurer Prüfung erhaltet ihr eine Wertnote und ein Protokoll vom Richter, wie das aussehen kann, könnt ihr in dem Protokoll von Jeanys und meinem Turniereinstieg sehen!

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Vielleicht gibt es ja unter euch Lesern den einen oder anderen Einsteiger – falls ihr noch Fragen habt, Tipps oder Tricks für eure erste Turnierprüfung braucht, stellt sie uns doch gerne! Ansonsten wünschen wir euch einen tollen, aufregenden Start in das Turniergeschehen. Berichtet doch mal, wie es gelaufen ist!

Neue Serie: Dressuraufgaben

Die Turnierreiter unter uns werfen bereits den einen oder anderen Blick auf die FN-Neon Website und planen die ersten Starts, und auch viele von Euch planen bestimmt bereits fleissig: Die Saison 2015 steht direkt vor der Tür!

Wir haben uns daher gedacht, dass wir eine neue Serie starten möchten. Hierfür werden wir eine Dressuraufgaben filmen und dazu schreiben, welche Fallstricke so eine Aufgabe mit sich bringt und an welchen Stellen ihr besonders punkten könnt. Vielleicht bekommt ihr auch das eine oder andere neue tolle Pferd zu sehen – ihr könnt also gespannt sein!

Starten werden wir die Serie dieses Wochenende mit einem Bericht zur Klasse E und dann arbeiten wir uns Klasse für Klasse voran.

Vorstellung Anne

Nach einer kleinen Pause soll es jetzt mit unserer kleinen Vorstellungsserie weitergehen.

Jetzt bin ich also an der Reihe: Ich heiße Anne, bin 24 Jahre alt und stamme aus einem kleinen, aber feinen Dörfchen in Südthüringen. Aktuell lebe ich in Dresden und studiere hier Elektrotechnik. Neben meiner Liebe zu meinen Pferden gehöre ich zu den Mädels von Horsediaries, die auch eine kleine Leidenschaft für die Fotografie haben. Zu mir gehören Lance, ein sechzehnjähriger Holsteiner und Cäsar, ein elfjähriges Deutsches Sportpferd. 10968563_772367126184908_2637732213510602614_n Da meine Mutter früher viele Jahre aktiv Vielseitigkeit geritten ist, war es nicht verwunderlich, dass sie mich als kleines Kind schon zu jeder sich bietenden Gelegenheit aufs Pferd setzte. So richtig ging es mit der Reiterei für mich aber erst los, als ich 10 Jahre alt war. Drei Jahre lang nahm ich wöchentlich Reitstunden auf verschiedenen Ponys und Pferden. Es folgten vier Jahre mit einer tollen Reitbeteiligung, auch meine Mutter begann wieder einmal wöchentlich zu reiten. Als ich 17 war, wollten wir uns endlich den langgehegten Traum vom eigenen Pferd erfüllen, nach sehr kurzer Suche hatten wir das perfekte Einsteigermodell gefunden. Es folgten meine ersten richtigen Turnierstarts und einfach eine schöne Zeit. Gesundheitlich hatte Lance leider großes Pech, sodass er vor fast drei Jahren nach einigen Verletzungen auf eine Dauerweide umzog und seinen wohlverdienten Ruhestand genießen sollte. 1613778_685967208158234_8133847477802359076_n So ganz ohne Reiten war das aber dann auch nichts für mich, und so zog 2012 Cäsar bei uns ein. Das Schimmelchen und ich haben uns schnell zusammengerauft und direkt unsere ersten gemeinsamen Turniere bestritten. Auch er hatte gesundheitlich nicht so viel Glück, ist aber nach einer Griffelbeinoperation und vielen Kilometern Spazierengehen wieder völlig fit. Auf Turnierreiten habe ich irgendwie keine Lust mehr, dafür haben wir bei unseren ersten VS-Trainings großen Spaß an der Sache entdeckt, gehen viel ausreiten und machen sonst allerhand Quatsch.10625152_705831169505171_262517032953251607_nDa sich meine Prioritäten in den letzten Jahren ziemlich verändert haben und zwei Pferde in zwei Ställen wirklich stressig sind, habe ich mir Mitte letzten Jahres den Traum erfüllt und meine beiden zusammen in einen Stall gestellt. Meine zwei haben sich kennen und mögen gelernt, verbringen 24h am Tag gemeinsam und ich erfreue mich daran, dass es ihnen gut geht, reite viel ins Gelände und auch ein bisschen auf dem Platz, damit alle fit und beweglich bleiben und sonst genießen wir einfach das Leben zusammen.

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Zu Horse Diaries möchte ich mit schönen Fotos und Beiträgen zum Thema Freizeitreiten, Umgang mit dem Pferd oder Arbeit vom Boden beitragen. Ich bin gespannt, was in nächster Zeit noch so dazu kommt und wie sich unser Blog entwickelt.