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Trablektionen

Ich wurde gefragt, ob ich die Unterschiede zwischen Schulterherein, Schenkelweichen und Traversalen erklären kann. Dies haben wir zum Anlass genommen, einfach mal verschiedene Trablektionen unseres Trainings festzuhalten und anhand der Fotos zu erklären. Ausgangsposition für alle Lektionen die wir zeigen ist der versammelte Trab. Die Versammlung im Trab ist ein Kernkriterium ab der Klasse L und der letzte Punkt der Skala der Ausbildung. Da alle sechs Punkte aufeinander aufbauen, sollten die vorhergehenden fünf Punkte Takt, Losgelassenheit, Anlehnung, Schwung und Geraderichtung bereits auf ordentlichem Niveau erfüllt sein, um an die versammelnde Arbeit zu gehen. Im versammelten Trab spuren die Hinterhufe in die Spur der Vorderhufe, die Trittweite verkürzt sich etwas, wobei Schwung und Fleiß erhalten bleiben. Die Hinterhand nimmt vermehrt Last auf und senkt sich, die Vorhand hebt sich entsprechend, so dass sich die Schwebephase des Pferdes etwas verlängert. Die Bewegung sieht „mehr bergauf“, erhabener und kadenzierter aus.     Schenkelweichen Die Lektion Schenkelweichen gehört zu den lösenden Übungen und fördert die Durchlässigkeit des Pferdes, sprich das feine Reagieren auf alle Reiterhilfen. In der Vorwärts-Seitwärts-Bewegung setzt das Pferd sein inneres Hinterbein und das innere …

Wie ich zu Pepper kam… Teil II

Nun waren wir also auf der Suche nach einem passenden Pferd für mich. Da ich mir ein ausgebildetes Pferd nicht wirklich leisten konnte, war mir klar, dass nur etwas bis 4 Jahre in Frage kommen würde. Es sollte auf jeden Fall eine Stute sein, am liebsten 3-jährig zum sofort Anfangen, nicht zu groß und wenn irgendwie möglich Fuchs. Naja, zumindest eine Stute ist es geworden. Zufällig bin ich dann über ein Forum auf eine zweijährige Stute gestoßen. Ein Schimmel, tragend und – um ehrlich zu sein – keine Schönheit. Also nicht unbedingt die Erfüllung meiner Hauptkriterien. Ihre Abstammung sprach jedoch für sich, also sind wir einfach mal 4 Stunden gefahren, um sie bei ihrem Züchter zu begutachten. Viel probieren konnte man ja nicht, da sie ja tragend war. Zudem war sie auch nicht wirklich halfterführig. Und Schimmel. Und zweijährig. Und tragend. Aber immerhin Stute. Irgendetwas hatte sie aber, also stimmte ich dem Kauf zu. Unüberlegt, aber bei einem begrenzten Budget muss man manchmal auch einfach mutig sein. Der erste Winter war dann sehr unspektakulär. Sie zog …

Aktuelles von Püppi

Nachdem ich Euch berichtet habe, wie ich zu Püppi kam und wie unsere bisherige Turnierbilanz ausschaut, hier ein kurzes Update vom aktuellen Training: Nach unserem letzten Turnier Anfang September war ich viel beruflich unterwegs und habe zwei Wochen fast gar nicht geritten, jetzt zum Wochenende war dann wieder mehr Zeit. Wir machen es ohnehin meist so, dass ich einige Tage versuche am Stück zu reiten und dann wieder mein Vater eine Zeitlang mehr macht mit ihr, einfach, weil es ihr dann leichter fällt, sich auf uns einzustellen und sich nicht jeden Tag umstellen muss. Ich reite mittlerweile über 20 Jahre bei meinem Vater und wir sind sehr gut aufeinander abgestimmt, aber es bleibt natürlich ein unterschiedlicher Reitstil, allein aufgrund der physischen Unterschiede – sein Bein ist einfach mal 20 cm länger als meins und er kann viel mehr über den Sitz einwirken als ich mit meinen 47 kg. Das Schöne ist aber, dass Püppi immer super  läuft wenn er sie ein paar Tage allein gemacht hat und sich häufig z.B. Lektionen gefestigt haben, und ich somit direkt …

Unsere Turnierbilanz – Teil II

Nachdem ich im ersten Teil über unsere Turniere 2012 und 2013 berichtet habe, möchte ich Euch von diesem Jahr berichten. 2014 – unsere erste Saison jenseits der Dressurpferde-Prüfungen, ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr deutlich mehr loszufahren damit Püppi mehr Routine bekommt und gelassener in den Prüfungen wird. Das erste Turnier war wieder Sülldorf, und wieder war Püppi extrem guckig und aufgeregt, so dass ich verzichten muss. Danach ging es aber zum Glück steil bergauf: März 2014 – Wedel: L Trense: Note 7,4 und Platz 2 L Kandare: Note 6,9  und Platz 7 April 2014 – Howe: M* Dressur: Note 6,3 und Platz 6 April 2014 Hummelsbüttel: M* Dressur: Note 5,8 und Platz 8 Mai 2014 – Sittensen: Dressurpferde M: Note 6,8 und Platz 9 (3. Reserve, mein Highlight: 8,0 für den Trab) Mai 2014 – Scharnebek: M* Dressur: Note 6,6 und Platz 9 Juni 2014 – Reinfeld: L-Kandare: Note 7,0 und Platz 4 M* Dressur: Note 67,8% und Platz 1 Juli 2014 – Nordpol: L-Kandare: Note 6,5 und Platz 7 M* Dressur: Note 6,9 und …

Wie ich zu Pepper kam… Teil I

Wie viele kleine Mädchen habe auch ich meine Eltern zu jedem Pferd gezogen, welches ich irgendwo gesehen haben. Ich wollte unbedingt reiten, Pferde streicheln und mein ganzes Zimmer war ausgestattet mit Pferdepostern. Anfangen durfte ich jedoch erst mit 10, meine Eltern wollten es so, und daran gab es auch nichts zu diskutieren. Mit 10 durfte ich dann aber endlich Reitstunden nehmen, und kein halbes Jahr später zog dann auch unser erstes Pony, Bonita, ein. Bonita war zu dem Zeitpunkt 6 Jahre alt, kaum geritten, ziemlich hektisch und absolut nicht das, was man einem Reitanfänger kauft. Aber nun war diese Traber x Araber-Stute da und hat sich schon in unser Herz geschlichen. Die Zeit mit Bonita, insgesamt 11 Jahre, war von vielen vielen Tiefen geprägt, von dem Richter-Kommentar „lebensgefährliches Pony“ bis zu „Tu die weg, die wird sich nie ordentlich reiten lassen.“ Aber wir haben uns zusammengerauft und wir wurden ein unschlagbares Paar. Wir haben unzählige A Springen (Stil + Fehler/Zeit) gewonnen, haben 3 Vereinsmeister-Titel gewonnen, waren Stadtmeister und auch in L Springen konnten wir einige vordere …

Sommerfrische auf Sylt

Nach dem Bilderrückblick vom Jahr 2009 möchte ich euch gern mit ein paar aktuellen Bildern und Infos über den Zausel versorgen, die sind ja wahrscheinlich doch spannender als die alten Kamellen, die einige von euch ohnehin schon kennen 😉 Ich will nicht all zu weit ausholen, aber doch zumindest von unserem Sommer erzählen, den wir zu einem erheblichen Teil auf Sylt verbracht haben. Für 5 Wochen sind wir mit beiden Pferden auf die Nordseeinsel gefahren und haben einen sagenhaften Sommer genossen. Aber von vorn: Los ging es Mitte Juli, wir hatten die Pferde vorher mehrere Wochen viel ins Gelände geritten, um etwas Kondition aufzubauen und vor allem beim Zausel auch die Nerven zu trainieren. Mit Sack und Pack ging es dann zunächst auf den Autozug, den beide Pferde zwar irgendwie aufregend, aber ansonsten nicht weiter schlimm fanden. Da hatte ich schlimmeres befürchtet. Die ersten beiden Wochen waren Doc und Sam dann auf dem Grünhof in Keitum untergebracht und waren dort auch wunderbar aufgehoben. Da der Zausel ja wegen seiner Allergie nicht in einer Stallgasse stehen …

Unsere Turnierbilanz – Teil I

Unsere dritte Saison ist beendet, ein schöner Anlass, ein kleines Resümee zu ziehen und unsere Bilanz anzuschauen! 2012 war unsere allererste Saison, Püppi 5-jährig. Folgende Turniere sind wir geritten: März 2012 Sülldorf – Drpf. – A: Das allererste Tunier in Püppis Leben, das Herz klopfte laut und weiter als bis X kamen wir nicht an die Richter heran. Also habe ich lediglich versucht, ihr in Ruhe das Viereck zu zeigen und natürlich verzichtet. März 2012 Wedel – Drpf. –A: Püppi war immer noch sehr aufgeregt, aber ich konnte sie bereits halbwegs an den Richtern vorbeisteuern, so dass wir zumindest eine Note abholen konnten. Allerdings langte es aufgrund der Spannung nur zu einer 6,0 und dem 18. Platz. Mai 2012 -Meckelfeld Drfp.-A: Die erste halbwegs vernünftige Prüfung und auch die erste Platzierung: Note 6,2 und Platz 5 Juni 2012 – Nordpol Drpf. A: Die beste Prüfung bis dahin, Note 7,3 und Platz 2 August 2012 – Neuenfelde Drpf.-A: Langsam kam Routine, Note 7,4 und Platz 3 August 2012 – Timmerhorn Drpf. -A – Das erste Mal los ohne meinen Vater, …

Zausels Bilderrückblick – das erste Jahr

Ich habe mich sehr gefreut, dass der Zausel doch von einigen wiedererkannt wurde und offenbar ein gewisses Interesse an meinem kleinen Eselchen besteht. Was in den letzten 5 Jahren so passiert ist, habe ich ja bereits in seiner Vorstellung zusammen gefasst und natürlich auch das ein oder andere Bild beigesteuert. Aber weil es aus den vergangenen Jahren so viele schöne Fotos gibt und es doch irgendwie schade ist, diese nur so auf der Festplatte rumliegen zu lassen, habe ich mir gedacht hier für euch aus jedem Jahr einen kleinen Bilderrückblick zu machen. Anstatt auf den Dachboden zu steigen, in einem alten Karton zu wühlen und die Bilder von einer Staubschicht befreien zu müssen muss ich ihn diesem Fall nur auf die externe Festplatte zugreifen und sie sozusagen vom virtuellen Dachboden schaffen, ganz ohne Staub. Ich hoffe ihr habt wirklich Spaß an Fotos, denn nun kommt eine ganze Flut Zauselbilder aus allen Lebenslagen. Gekauft habe ich den Zausel im Dezember 2008, also vor 5 1/2 Jahren. Das Zauseljahr 2008 war demnach recht kurz und ich zeige …

Turnierbericht

Vor einer Woche wurde Pepper chiropraktisch behandelt, da sie die fliegenden Wechsel nicht mehr durchsprang und nach einem Sprung immer im Kreuzgalopp weitergaloppierte. Eigentlich ist Pepper super sicher im Galopp, und wir erhofften uns von der Behandlung eine Verbesserung. Bis Donnerstag waren wir daher noch nicht sicher, ob Pepper überhaupt Turnier laufen wird, aber sie sprang am Mittwoch richtig gut und lief auch Donnerstag unter meiner Trainerin sehr gut in der Dressurarbeit, also stand einem Turnierbesuch nichts im Wege. Also ging es am Freitag los, genannt waren zwei Youngster-Springprüfungen. Pepper lief auf diesem Turnier genau vor einem Jahr schon und genau vor einem Jahr war sie dort das erste mal in einem M**-Springen platziert. Also eigentlich ein gutes Zeichen, aber so ganz genau kann man das bei Pepper ja eh nie sagen. Im ersten Springen, einem M*-Springen, sprang sie auf dem Abreiteplatz eher schlecht, sie hielt sich bei den Oxern im Rücken fest und galoppierte auch nicht so gut. Leider war der Abreiteplatz aber auch sehr tief, und tiefen Boden mag Pepper nicht. Der Parcours war nicht …

Wie ich zu Püppi kam… Teil II

Obwohl ich es eigentlich alles anders geplant hatte und ein Pferdekauf definitiv nicht zu meinen Plänen gehörte, entschied ich mich dann im November 2012 dafür, Püppi zu kaufen. Immer hatten wir Pferde gehabt und ich war diese mitgeritten, aber das erste eigene Pferd zu kaufen, war ein ganz besonderer Moment für mich. Tragischerweise hatte Ludwig 4 Tage nach dem Kauf von Püppi eine weitere Kolik, dieses Mal so schwer, dass er nicht mehr transportfähig war und erlöst werden musste. Für mich war es ein Riesenschock, ihm ging es vergleichsweise gut nach der ersten OP, ich hatte überhaupt nicht mehr mit einem Rückfall gerechnet, er war vorher nie kolikanfällig gewesen, und wenn mir doch schon irgendwo klar war, dass er all die Hoffnungen, die ich in ihn hatte, nicht erfüllen konnte, hatte ich doch fest vor, ihm ein schönes Leben zu ermöglichen. Schließlich hatte er in jungen Jahren bereits einiges geleistet. Ich kann es auch heute noch irgendwo nicht fassen, dass uns das passieren musste und ich habe es auch ein Stück weit verdrängt und mich …