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Gastbeitrag von Wiebke: „Ich freu mich so“ – Turnierbericht A-Vielseitigkeit

  Viele kennen bestimmt das „Ich freu mich so“-Gefühl, wenn man bei WhatsApp allen möglichen Freunden von tollen Erlebnissen und Erfolgen berichtet und sie dann auch noch mit den schönsten Bildern bombardiert. Einfach weil man sich so freut. Über Turniererfolge, tolle Fotos, Trainingsfortschritte oder einfach so. So ein Gefühl hatte ich letztes Wochenende und jetzt, wo ich die Fotos sehe, eigentlich immer noch. So sehr, dass ich es hier mit euch teilen möchte. Ich war vergangenes Wochenende auf einem Turnier, wir sind in einer A-Vielseitigkeit gestartet. Hier konnten wir schon öfter gut abschneiden und aufgrund meiner Erfolge im letzten Jahr war ich in der „guten“ Abteilung. In der Vielseitigkeit ist es meistens so, dass auch die A-Prüfungen offen sind für Reiter mit LK 1-6; so kann es auch mal vorkommen, dass man mit LK V6 gegen Olympiateilnehmer reitet. Zwar hatten die meisten Berufsreiter ihre jungen, unerfahrenen Pferde mit, aber mich hat das dennoch etwas eingeschüchtert. Trotzdem bin ich aber ehrgeizig und mein Ziel ist (natürlich) eine Platzierung, was es mir nicht immer erleichtert, ich setze …

Schluss mit dem Turnierzirkus?

Dieser Beitrag beschäftigt sich mit einem Thema, über das ich in den letzten Monaten vermehrt nachgedacht habe: Warum reite ich eigentlich Turniere? Das klingt jetzt erstmal etwas platt, aber je älter ich werde, umso häufiger stellt sich mir diese Frage. Mit 15/16 habe ich das überhaupt nicht hinterfragt. Natürlich wollte ich Turnier reiten und das möglichst erfolgreich, das gehörte einfach dazu, um in der Stallgemeinschaft angesehen zu werden. Ich hatte in dem Alter ein viel höheres Bedürfnis nach Bestätigung und wollte mir auch selbst beweisen, dass ich mich weiter entwickle und auf dem richtigen Weg bin. Heute, mit wahnsinnig erwachsenen (als ob!) 25 Jahren, sehe ich das etwas anders. Die meisten von euch wissen wahrscheinlich aus eigener Erfahrung, was für einen Aufwand so ein Turnier bedeutet. Wochen vorher wird fleißig geübt, die weiße Schabrache gewaschen und das Outfit zusammengestellt. Am Tag vorher wird eingeflochten, das Pferd und (im Idealfall) auch das Sattelzeug geputzt, die Startnummern montiert und die Aufgabe noch einmal gelernt. Am Turniertag quält man sich meistens mitten in der Nacht aus dem Bett und schleppt sich …