Alle Artikel mit dem Schlagwort: Turniersport

Gastbeitrag von Wiebke: „Ich freu mich so“ – Turnierbericht A-Vielseitigkeit

  Viele kennen bestimmt das „Ich freu mich so“-Gefühl, wenn man bei WhatsApp allen möglichen Freunden von tollen Erlebnissen und Erfolgen berichtet und sie dann auch noch mit den schönsten Bildern bombardiert. Einfach weil man sich so freut. Über Turniererfolge, tolle Fotos, Trainingsfortschritte oder einfach so. So ein Gefühl hatte ich letztes Wochenende und jetzt, wo ich die Fotos sehe, eigentlich immer noch. So sehr, dass ich es hier mit euch teilen möchte. Ich war vergangenes Wochenende auf einem Turnier, wir sind in einer A-Vielseitigkeit gestartet. Hier konnten wir schon öfter gut abschneiden und aufgrund meiner Erfolge im letzten Jahr war ich in der „guten“ Abteilung. In der Vielseitigkeit ist es meistens so, dass auch die A-Prüfungen offen sind für Reiter mit LK 1-6; so kann es auch mal vorkommen, dass man mit LK V6 gegen Olympiateilnehmer reitet. Zwar hatten die meisten Berufsreiter ihre jungen, unerfahrenen Pferde mit, aber mich hat das dennoch etwas eingeschüchtert. Trotzdem bin ich aber ehrgeizig und mein Ziel ist (natürlich) eine Platzierung, was es mir nicht immer erleichtert, ich setze …

Macht mir Dressur noch Spaß? Cathy reitet Püppi!

Heute gibt es endlich den Bericht über meinen Proberitt auf Püppi. Da mir das Dressurreiten mit Emmi schon seit längerem keinen Spaß mehr macht, wollte ich mal gucken, wie es sich für mich eigentlich anfühlt, ein anderes, noch dazu ein sehr gutes Dressurpferd zu reiten. Anna und ich hatten uns also bei ihr im Stall verabredet. Verplant wie ich bin, fiel mir, als ich gerade losfahren wollte, auf, dass meine Stiefel und mein Helm noch bei Emmi im Stall lagen. Also musste ich einen minimalen (ca. 30km… ) Umweg fahren und war natürlich zu spät dran. Anna hatte Püppi in der Zeit schon geputzt und fertig gemacht, so dass ich quasi nur noch aufsteigen musste. Da ich seit mehreren Jahren kein anderes Pferd mehr geritten bin, war ich ein bisschen aufgeregt, wie es wohl mit Püppi und mir klappen würde. Theresa ist Püppi auch schon einmal geritten und hat damals ganz begeistert berichtet (den Beitrag dazu findet ihr hier), sodass ich gehofft habe, dass es nicht ganz so schwierig wird. Anfangs war das Gefühl extrem …

Nie wieder Dressur?

Hallo ihr Lieben, kaum zu glauben, dass mein letzter Bericht schon wieder über einen Monat her ist. Der Dezember ist wirklich schnell vergangen. Ich hatte euch das letzte Mal von den Problemen erzählt, die ich mit Emmi beim Reiten habe. Deshalb war Anfang Dezember eine Osteopathin bei uns, die auch andere alternative Heilmethoden anwendet. Ich werde mal versuchen, euch die Behandlung aus meiner Sicht zu beschreiben, bitte entschuldigt, wenn ich mich dabei unfachmännisch ausdrücke ;-). Die Osteopathin hat sich Emmi zunächst im Schritt angesehen und dabei direkt ihre Problemstellen gefunden. Anschließend hat sie dann die Muskulatur warm massiert und dabei schon einige Verklebungen der Muskeln behandelt. Danach hat sie sich um die Blockaden gekümmert. Emmi hatte einen Beckenschiefstand, den sogar ich als Laie erkennen konnte. Ich habe nur vorher nie darauf geachtet. Außerdem hatte sie einen schiefen Kiefer und Blockaden am Widerrist. Auch am Fesselträger vorne links war etwas nicht in Ordnung. Diese Probleme wurden alle osteopathisch behandelt. Außerdem wurde Emmi noch mit einem Matrix Gerät massiert, was ihr anfangs etwas suspekt war. Am Ende …

Schleifenregen im Regen

Fast überall in Deutschland war es die letzten Wochen ziemlich nass. Genau genommen konnte man auf so ziemlich jeder Wiese und jedem Feld schwimmen gehen. Ich sah also unser Turnierwochenende schon im wahrsten Sinne des Worten schwimmen gehen. Dienstags hörte es dann endlich auf zu regnen, die beiden Prüfungsplätze hatten Gefälle, also schöpfte ich wieder Hoffnung. Und Freitags dann Entwarnung: die Plätze hielten, beide Turniere fanden statt. Beide Tage hatte ich FAB-Prüfungen genannt, dies sind Prüfungen, die nur für Amateure ausgeschrieben werden und man konnte dort Punkte sammeln, um dann später hoffentlich am Finale teilnehmen zu dürfen. Somit konnten Pepper und ich zur (für das Wochenende) ersten FAB-Qualifikation fahren. Uns erwartete ein M* mit Stechen und ein S Springen. Samstags am Turnier angekommen die erste Ernüchterung: der Abreiteplatz war nicht mehr so ganz ideal, der Prüfungsplatz aber voll in Ordung. Aus dem M* mit Stechen wurde ein normales M* Springen und die Platzierungen fanden ohne Pferde statt – zur Schonung eben dieser, aber auch zur Schonung des Platzes. Abgeritten bin ich Pepper auf dem Dressur-Abreiteplatz. …

Sieg beim Future Champions Finale: Interview mit Joya Stolpmann

Das Future Champions Turnier in Hagen auf dem Hof Kasselmann gilt als das Aachen der Nachwuchsreiter: Hier treffen die besten Reiter der Altersgruppen 12-21 Jahre zum Jugend-Nationenpreisturnier aufeinander. In diesem Jahr konnten sich Reiterinnen und Reiter aus 27 Ländern für das Turnier qualifizieren, unter ihnen die 12 jährige Joya aus Hamburg mit ihrem Wallach Dajano. Wir haben sie zu einem kleinen Interview getroffen, in dem sie uns über ihre Erfahrungen auf diesem großen Turnier berichtet: Joya, wie konntest du dich für das Future Champions Turnier qualifizieren und welche Prüfungen bist du geritten? Als Reiterin für den Kader des Landesverbandes Hamburg habe ich an einem Sichtungslehrgang mit dem Bundesnachwuchstrainer Herrn Meyer zu Strohen teilgenommen und konnte mich darüber für die Internationale Tour der Future Champions in der Altersklasse Children qualifizieren. Die Childrens Tour ist für Reiterinnen und Reiter zwischen 12-14 Jahren, die auf Großpferden reiten. Die Einlaufprüfung und die Qualifikation zum Finale waren L*-Dressuren, das Finale dann eine L**-Dressur. Das Future Champions Turnier ist nicht einfach irgendein Turnier, hier kommen die besten jungen Reiterinnen und Reiter verschiedenster Nationen zusammen. …

Tipps zum Aufgabenreiten – Klasse L

Weiter geht’s mit der Aufgabenserie: Heute befassen wir uns mit der Dressurprüfung der Klasse L*. Seit der letzten Änderung der LPO gibt es auch die Klasse L**. Diesen werden wir beim nächsten Beitrag zusammen mit der Klasse M* aufgreifen. Von nun an sind Pferd und Reiter allein im Viereck unterwegs. Das kann je nach Gemüt des Pferdes Vor- und Nachteile mit sich bringen. Ausnahme ist die L1, die auch mit bis zu vier Pferde-Reiterpaaren hintereinander geritten werden darf. Dressurprüfungen der Klasse L können sowohl auf Trense als auch auch Kandare geritten werden. Hier gibt es bezüglich der Startberechtigungen einen Unterschied: Auf Kandare darf erst ab Leistungsklasse 4 geritten werden, L-Dressuren auf Trense dürfen auch Reiter mit Leistungsklasse 5 reiten. Das Video, was wir euch in diesem Artikel zeigen, zeigt eine über weite Strecken gelungene Aufgabe. Allerdings galoppiert das Pferd beim ersten einfachen Wechsel nicht richtig an. Geritten wird im Video die L2. In Dressurprüfungen der Klasse L folgen die geforderten Lektionen schon viel schneller hintereinander als noch in der Klasse A. Außerdem werden zum ersten Mal die versammelten Tempi …

Gastbeitrag von Sofia: Reiten mit Kind

Wie versprochen kommt hier die Fortsetzung des Beitrages „Reiten in der Schwangerschaft“. Hier will ich euch berichten, wie sich das Reiten mit einem Baby verbinden lässt. Und ich will ganz ehrlich sein: Es ist eine Herausforderung, den Reitsport im ersten Babyjahr in der gewohnten Intensität weiterzuführen. Es gibt viele Gründe, weshalb man die ersten Wochen nach der Geburt erst einmal kaum zum Reiten kommt: War das Baby in den vergangenen Monaten noch „inside“, ist die Situation nun eine andere. Man ist nicht mehr nur Frau, in diesem Fall reitende Frau – nun ist man zusätzlich auch Mutter und somit ständig ansprechbar und zuständig. Frauen, die ihr Baby stillen, müssen je nach Rhythmus ungefähr alle zwei bis drei Stunden ran. Das Kind trinkt dann auch noch eine gewisse Dauer, also ist das Zeitfenster bis zum nächsten Stillen kein besonders großes. Selbst wenn ihr längere Stillrhythmen habt, das Baby mit zum Stall nehmen könnt, die Flasche gebt oder einfach verdammt schnell am Stall seid – je nachdem, wie gut oder schlecht euer Kind nachts schläft, seid ihr …

Hufschuhe – echte Alternative zum Eisen

  Ein Beschlag mit Hufeisen gehört – zumindest für die meisten Sportpferde – dazu wie der Deckel zum Topf. Aus eigener Erfahrung wird hier auch eher wenig über Alternativen nachgedacht. Das Hufeisen ist, wenn es sitzt, ein einfacher, verlässlicher Hufschutz. Es ist allerdings mittlerweile erwiesen, dass es durch Hufeisen zu einem Verlust der Blutzirkulation im Huf und zu einem Verlust der Stoßdämpfung kommt. Wer also die Hufeisen nicht benötigt, um z.B. im Springsport Stollen zu verwenden, damit die Rutschgefahr verringert wird, sollte sich über Hufschuhe als echte Alternative zum Eisen Gedanken machen. Verwendet man Eisen, um zu starken Abrieb des Hufhorns zu verhindern, ist die Verwendung von Hufschuhen durchaus sinnvoll. Allerdings passt wie beim Menschen nicht jedem Pferd jeder Hufschuh. Es gibt viele verschiedene Modelle mit unterschiedlichen Funktionen. Die meisten Hufschuhe sind deutlich leichter als Eisen und sind unten geschlossen, so dass sie auch den Strahl und die Hufsohle schützen. Wir wollen euch in diesem Artikel drei verschiedene bewährte Hufschuhe vorstellen. Mittlerweile zum „Klassiker“ unter den Hufschuhen geworden ist der „Easy Boot“. Ihn gibt es in …