Alle Artikel mit dem Schlagwort: equestrian blog

Von verklebten Augen und dem Kuhschock – Jeanys Juli

Kalenderwoche 27 – Jeanys Juli Hamburg, Bisher sehr regnerisch. Besonders lehrreiches Erlebnis diesen Monat: Jeanys Angst vor Kühen ist leider nicht verschwunden. Auf unserem Stammweg sind nun große Rinder angesiedelt und Jeanys Weltbild ist dadurch komplett zerstört. Ich weiß nicht, was es ist, aber sie hat auf jedenfall eine unsäglich große Angst vor diesen Tieren. Wir hatten das Problem in dem alten Stall auch schon, als an einer nicht gut einzusehnden Stelle plötzlich eine Herde Rinder standen, knallten bei ihr alle Sicherungen durch. Jeany hat mich dort das erste und einzige Mal beinahe verloren. Ab dem Tag, war ich dann jeden Tag dort an dieser Wiese und ich konnte die Angst wirklich kaum bekämpfen. Das steckt, genau wie die Angst vor Kutschen, scheinbar einfach in ihr drin. Ich bin nun sehr gespannt, wie es sich mit dieser Weide verhält, weil wir da beinahe täglich vorbei gehen. Hoffentlich, gewöhnt sie sich dran. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Jeany kam in der letzten Woche mit starken Leckaugen von der Weide. Als das eine Auge Donnerstag Nachmittag …

Emmis Juni – Alles außer Trächtigkeit

Kalenderwoche 26 – Emmis Juni Wie immer sehr wechselhaft, von Hagel (!) bis Gewitter über 28 Grad und strahlenden Sonnenschein. Ich werde euch in diesem Monatsupdate über all die Dinge berichten, die nicht unmittelbar mit unserer Babyplanung zu tun haben. Darüber kommt nämlich in den nächsten Tagen noch mal gesondert ein Bericht 🙂 Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Emmi steht das erste Mal in ihrem Leben 24 Stunden auf der Weide und ich freue mich so sehr darüber! Der Weg dahin war allerdings ziemlich mühsam… Unsere Tag und Nacht Weide liegt etwas weiter entfernt vom Stall und für diese Weide wird kein Rein-Raus-Service angeboten. Ergibt ja auch Sinn, die Pferde stehen schließlich immer draußen. Allerdings ist Emmi ja leider kein „ganz normales Pferd“, sondern – wie ihr wisst – sehr kolikanfällig. Daher bin ich beim Anweiden jedes Jahr wieder extrem vorsichtig. Angefangen haben wir also mit 5 Minuten grasen gehen, dann 10 Minuten, dann 15 und so weiter und so fort. Bis wir am Ende bei 1,5 Stunden grasen gehen an der Hand waren …

Typisch Dressurreiter

  10 Punkte an denen du merkst, dass du Dressurreiter bist! Dein Outfit ist immer auf das Outfit deines Pferdes abgestimmt. Natürlich tragt ihr nur die Farben der aktuellen Saison und No Name Ware kommt euch gar nicht erst in die Tüte. Wenn ihr einer Stange oder gar einem kompletten Hindernis begegnet, ist der Reitspaß abrupt vorbei. Einfach drumrum reiten? Undenkbar! Artgerechte Haltung ist euch wichtig und euer Pferd darf deshalb natürlich auf die Weide. Alleine. Mit Unterlagen bandagiert. Und Glocken. Eine Stunde am Tag. Die Verletzungsgefahr für den E-Dressur-Seriensieger ist sonst einfach viel zu groß. Ausreiten geht ihr prinzipiell nur im Schritt. Manchmal habt ihr einen verrückten Tag, dann wird auch ein kleines Stück getrabt. Aber nur nachdem die Strecke vorher im Schritt abgeritten und ausgiebig auf Schlaglöcher, Steine und sonstige Gefahren untersucht wurde. Ihr reitet nur auf vernünftigem Boden. Vernünftig ist ein Boden, wenn er mindestens 20.000€ gekostet hat, sein Stickstoffgehalt genau 28,3% beträgt und er innerhalb der letzten 37 Minuten erst gewässert und dann abgezogen wurde. Alles andere ist Acker und darauf …

Endlich Weidezeit – Zausels Juni

Kalenderwoche 24 – Zausels Juni Irgendwie wechselhaft, erst ganz schön frisch bei 18 ° C und dann richtig sommerlich bei 27 °C Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Endlich Weidezeit! Bei uns kommen die Pferde leider jedes Jahr erst sehr spät ins Grün, während alle umliegenden Ställe schon längst die Weidezeit eingeläutet haben, sind unsere Weiden noch gesperrt. Beim Anblick all der anderen Pferde draußen auf den Weiden wird man ganz ungeduldig und neidisch, am ersten Juniwochenende ging es dann aber auch eeeendlich bei uns los! Bei aller Euphorie sind die ersten Wochen ja nur leider immer etwas nervig mit dem Anweiden, wenn man Tag für Tag das reinholen planen und die Dauer auf der Weide stückweise immer weiter ausdehnt. Das ist nun aber auch geschafft und unsere Pferde sind den ganzen Tag draußen und freuen sich über das satte Grün. Das schlägt sich natürlich auch in der Figur wieder, der Zausel ist im Moment ganz schön rund, die Stute hat gleich von Anfang an eine Fressbremse bekommen, damit das gar nicht erst so ausartet. Darüber …

Die schlechtesten Blogger der Welt!

Okay, ich gebe zu der Titel klingt etwas dramatisch, aber so fühlen wir uns manchmal… Als wären wir eigentlich gar keine Blogger, als wären wir hier eigentlich irgendwie falsch und würden nur verzweifelt versuchen etwas zu sein, was wir gar nicht sind. Was uns eigentlich von den „richtigen“ Bloggern unterscheidet? Irgendwie eine ganze Menge. Erstmal bloggen wir von Anfang an als Team und sind damit wohl der einzige Reitsportblog, der nicht nur von einer Person betrieben wird. Wir haben 2014 in einer Gruppe von über 10 Mädels angefangen, übrig geblieben sind Theresa, Anna, Carina und ich. Wir fanden es von Anfang an eine gute Idee, den Blog mit mehreren Mädels zusammen zu machen. Zunächst einmal, weil der Start leichter fällt und man im Team nicht so schnell aufgibt. Jede von uns hatte am Anfang ziemliche Bedenken, „in die Öffentlichkeit zu gehen“. Wir haben alle Berufe, in denen es wichtig ist, von Kunden, Kollegen oder seinen eigenen Mitarbeitern ernst genommen zu werden. Ein Tagebuch online zu stellen, in dem man wendymäßig von seinem Pferdchen berichtet, kam uns allen nur …

Willkommen du schöner Juni – Jeanys Sommeranfang

Kalenderwoche 23 – Jeanys Juni Sommer, Sonne, Sonnenschein und oh je – ganz viel Platzregen. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Ich habe mich besonders über unsere tolle Reitbeteiligung gefreut. Da ich Ende Mai zeitlich noch ziemlich eingespannt war, konnte ich sie leider weniger intensiv unterstützen, als ich es ursprünglich geplant hatte. Allerdings bekomme ich nach jedem ihrer Besuche ganz liebe Berichte und merke, dass sich Jeany zunehmend bei ihr wohlfühlt. Da mein Umzug nun fast komplett vollzogen ist und auch x Millionen andere Baustellen in meinem Leben sich langsam lichten, kann ich auf einen schönen Juni mit Jeany hoffen. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Auch in diesem Monat keine Sorgen  🙂 Schönstes Erlebnis diesen Monat: Jeany hat mir seit laaanger, langer Zeit in der letzten Woche einmal kräftig zugewiehert als ich kam. Ist das verständlich, dass ich mich darüber total gefreut habe? Meistens brummelt sie nur, nicht selten sagt sie auch mal gar nichts. Aber in der letzten Woche hörte sie mich und ich rief, entgegen schallte mir ein das allerliebste …

Welcher Hengst passt zu Emmi?

  Wie in meinem letzten Beitrag angekündigt, möchte ich euch ein paar Einblicke in meine Hengstwahl geben. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mir das Ganze etwas leichter vorgestellt hatte. Mir war nicht bewusst, wie viele verschiedene Hengste es gibt und – noch schlimmer – wie viele verschiedene Meinungen. Ich hatte erwartet, dass ich einfach zwei bis drei erfahrene Züchter oder Stationen frage, Ihnen Emmis Abstammung zeige und sie dann sagen „Dazu passt perfekt Hengst XY!“. So ist es aber leider nicht, ganz im Gegenteil. Jeder Züchter scheint so seine speziellen Lieblingshengste zu haben, die er selbst erfolgreich eingesetzt hat und gerne weiterempfiehlt. Das heißt dann aber noch lange nicht, dass die Hengste auch zu dem passen, was ich mir vorstelle. Um das Ganze etwas strukturierter anzugehen, hier erstmal Emmis Abstammung: Quelle: https://www.horsetelex.de/horses/pedigree/593620 Emmi hat einen Sachsen-Anhaltiner Brand. Ihr Vater ist Samba Hit I, ein Sandro Hit Sohn. Emmis Mutter Gala ist von Galib Ben Afas ox. Das „ox“ mag den ein oder anderen stutzig machen – Emmis Muttervater ist ein arabisches Vollblut. Das ist …

Reiten auf Kandare – ganz ohne Turniersport

Die Kandare als Zäumung wird spätestens ab der Klasse M zur Pflicht auf Dressurturnieren und wer mit seinem Pferd in dieser Klasse oder höher starten möchte, kommt nicht drum herum, zäumungsmäßig aufzurüsten. So steht für viele junge Dressurpferde ab einem Alter von 6-7 Jahren auch die Kandare auf dem Stundenplan und das junge Pferd wird vorsichtig an die neue Zäumung heran geführt. Dabei ist natürlich weniger das bloße Alter als vielmehr der Ausbildungsstand des Pferdes entscheidend für den richtigen Zeitpunkt, mal eine Kandare auszuprobieren. Wenn man aber gar nicht aufs Turnier möchte, weder jetzt noch in absehbarer Zeit, dann braucht man natürlich gar nicht mit Kandare reiten und kann auch ganz wunderbar alles auf Trense erarbeiten, was die Ausbildungsskala so hergibt. Genau genommen kann man natürlich sogar noch viel mehr als das erarbeiten, schließlich wird zum Beispiel das komplette Spektrum der zirszensischen Lektionen nicht auf dem Turnier abgefragt, lässt sich aber trotzdem wunderbar in die dressurmäßige Ausbildung des Pferdes integrieren. Der Zausel ist 15 Jahre alt und wird in diesem Leben wohl keinen Turnierplatz mehr sehen. …

Platz nehmen und wohl fühlen – Jeanys Mai

Kalenderwoche 19 – Jeanys Mai Niedersachsen, regen, regen und nochmal regen und trotzdem irgendwie charmant, weil die Bäumchen endlich grün sind und auch der Raps so wunderbar blüht. Besonders gefreut habe ich mich diesen Monat über: Über meinen ersten Ritt seit langem und mein absolut großartiges, verrücktes Ponykind. Jeany war zwar sehr aufgeregt und Schritt reiten wird ja grundsätzlich beim Blondinchen überbewertet, allerdings ist sie trotz jeglicher Nervosität nie gefährlich und immer händelbar. Das macht es mir auch so unsagbar leicht, nach einigen Monaten der Reitabstinenz einfach aufzusteigen und im Gelände ein paar schöne Fotos zu machen. Darüber habe ich mir Sorgen gemacht: Der Monat ist noch jung, aber auch in der letzten Hälfte vom April hatte ich keinerlei Grund zur Sorge. toitoitoi Schönstes Erlebnis diesen Monat: Unser Fototermin im Raps. Davon träume ich schon sooo lange, aber wirklich dazu gekommen bin ich nie. Nun hatte ich dieses Jahr endlich die Gelegenheit dazu und auch eine ganz tolle Nachwuchsfotografin zur Hilfe, die ein paar schöne Bilder von mir und Jeany gemacht hat. Ich muss tätsächlich …

Gastbeitrag von Wiebke: „Ich freu mich so“ – Turnierbericht A-Vielseitigkeit

  Viele kennen bestimmt das „Ich freu mich so“-Gefühl, wenn man bei WhatsApp allen möglichen Freunden von tollen Erlebnissen und Erfolgen berichtet und sie dann auch noch mit den schönsten Bildern bombardiert. Einfach weil man sich so freut. Über Turniererfolge, tolle Fotos, Trainingsfortschritte oder einfach so. So ein Gefühl hatte ich letztes Wochenende und jetzt, wo ich die Fotos sehe, eigentlich immer noch. So sehr, dass ich es hier mit euch teilen möchte. Ich war vergangenes Wochenende auf einem Turnier, wir sind in einer A-Vielseitigkeit gestartet. Hier konnten wir schon öfter gut abschneiden und aufgrund meiner Erfolge im letzten Jahr war ich in der „guten“ Abteilung. In der Vielseitigkeit ist es meistens so, dass auch die A-Prüfungen offen sind für Reiter mit LK 1-6; so kann es auch mal vorkommen, dass man mit LK V6 gegen Olympiateilnehmer reitet. Zwar hatten die meisten Berufsreiter ihre jungen, unerfahrenen Pferde mit, aber mich hat das dennoch etwas eingeschüchtert. Trotzdem bin ich aber ehrgeizig und mein Ziel ist (natürlich) eine Platzierung, was es mir nicht immer erleichtert, ich setze …